Mitteilungen

  • 13.09.2023

    Numismatischen Kommission (Hrsg.): Die „Kipper- und Wipperzeit“ 1619-1623

    2023 jährt sich zum 400. Mal das Ende der „Kipper- und Wipperzeit“, einer Phase der dramatischen Geldentwertung. Drei Jahrhunderte vor der Hyperinflation 1923 kam es zu einer massiven Münzverschlechterung und zur Vernichtung großer Vermögenswerte.
    Die Beiträge in diesem Band widmen sich den „Kipper“-Prägungen in Braunschweig-Lüneburg, Mecklenburg, Pommern, Kurtrier und Westfalen, einem aktuellen Erfassungsprojekt von „Kipper-Münzen“ sowie der Rezeption der „Kipper- und Wipperzeit“ bei Wilhelm Hauff und Gustav Freytag.

  • 31.08.2023

    Thomas Kirchner et al. (Hrsg.): L’art en France à la croisée des cultures

    Dieses Buch versammelt die am DFK Paris im Rahmen des Jahresthemas 2016/17 – Die Kunst in Frankreich im transkulturellen Kontext - entstandenen Überlegungen und Diskussionen. Der intensive Austausch der Forscherinnen und Forscher über ihre jeweiligen Projekte hinaus beförderte die Befragung des Eurozentrismus, analysierte spezifische Ausformungen von Hegemonie und zeigte die Konsequenzen der Kolonialgeschichte auf. Wie das künstlerisch-intellektuelle Schaffen und das Engagement der Künstler sich in die Mobilitäten der Globalisierung einschreiben, arbeiten die Fallstudien zu afrikanischen, amerikanischen, asiatischen, europäischen und ozeanischen Kontexten heraus. Mit der Reflexion auf die Interdependenzen zwischen den beschriebenen Neupositionierungen und der Kunstgeschichte wird die Notwendigkeit deutlich, in der kunsthistorischen Analyse die Querpfade, Desorientierungen, das Fragmentarische und die Entwurzelungen anzuerkennen – hier und jetzt, hier und anderswo.

  • 02.08.2023

    E. v. Engelberg-Dočkal et al (Hrsg.): Alltägliches Erben

    Beim Blick auf das „historisch wertvolle Stadtbild“, auf Denkmäler und bauliches Erbe bleibt ein Großteil des alltäglichen Baubestandes außen vor, auch wenn dieser unsere bauliche Umgebung prägt und etwa geschichtliche oder städtebauliche Bedeutungen haben kann: Oft scheint es, als schafften es nur „die Highlights“ in den kunsthistorischen und denkmalwissenschaftlichen Kanon. Der Tagungsband ALLTÄGLICHES ERBEN behandelt daher grundsätzliche Fragen nach Wahrnehmung, Wertschätzung und Denkmalwürdigkeit alltäglicher Architektur. In unterschiedlichen Perspektiven werden internationale, historische und theoretische Hintergründe des Alltäglichen beleuchtet, konkrete Bauaufgaben alltäglicher Architekturen besprochen sowie der Blick auf die Herausforderungen der denkmalpflegerischen Praxis von Inventarisation und Unterschutzstellung gerichtet.

  • 26.07.2023

    Ulrike Saß: „Meine Malerexistenz hat ziemlich aufgehört“. Karl Schmidt-Rottluffs Briefe an Paula Risch, 1935–1944

    Aurora – Chemnitzer Schriften zu Kunst und Kultur, Band 1
    Der vorliegende Band versammelt 24 Briefe und Postkarten von Karl Schmidt-Rottluff an Paula Risch aus den Jahren 1935 bis 1944 und ordnet sie in ihren historischen Kontext ein. Im Vergleich zu den wenigen anderen publizierten Autographen des Künstlers aus diesem Zeitraum zeichnet sich das hier erstmals der Forschung und einem breiten Publikum zugänglich gemachte Konvolut durch die verblüffende Offenheit aus, mit der Schmidt-Rottluff über sein Kunstschaffen, die politischen Ereignisse und seine Gemütslage berichtet. Insofern handelt es sich um eine aufschlussreiche Quelle für sein Leben und Werk im Nationalsozialismus.

  • 26.07.2023

    Jutta Teutenberg: Im Schatten der Höhle. Die Bildgeschichte des Urmenschen im 19. und frühen 20. Jahrhundert

    Die Entdeckung und Anerkennung humanfossiler Funde im 19. Jahrhundert offenbarte zum ersten Mal die immense zeitliche Tiefe unserer Existenz. Diese bildhaft werden zu lassen, war der Anspruch eines weiten Spektrums an Urmenschdarstellungen. Das Ziel ist es, diese Visionen bildkritisch zu analysieren und besonders auf genderspezifische und transnationale Aspekte Rücksicht zu nehmen. Es gehört zum methodischen Kern der Studie, den Handlungsweisen der Akteure und ihren Erkenntnisinteressen nachzugehen. Wissenschaftliche Funddokumentationen, prähistorische Phantasien, Urmensch-Reenactments und frühe Urzeitfilme förderten immer auch eine Gegenwärtigkeit der Urzeit ans Licht – von dieser berichtet Jutta Teutenberg.

  • 20.07.2023

    Sabine Tiedtke (Hrsg.): Meisterwerke aus Glas

    Heute ist Glas alltäglich geworden. Der ehemalige Luxusartikel hat sich zum Wegwerfprodukt entwickelt.
    Wie wird also ein Glas zu einem Meisterwerk? Transparenz oder leuchtende Farbe? Die pure Wirkung des Materials oder eine kostbare Verzierung der Oberfläche? Die Sammlung des Germanischen Nationalmuseums beinhaltet einen großen Bestand an Trink- und Tafelgläsern sowie zahlreiche andere Gegenstände aus dem meist transparenten Material. Etwa 50 davon stellt dieses Buch vor. Es gibt Einblicke in die Entwicklung des Hohlglases beginnend mit der Antike bis in die 1950er Jahre und zeigt darüber hinaus die Vielfalt des Materials anhand von Objekten, die in unterschiedlichsten Bereichen verwendet wurden.

  • 18.07.2023

    Barbara Stoltz: Die Kunst des Schneidens und die gedruckte Zeichnung

    Seit den frühen kunstliterarischen Aufarbeitungen der druckgraphischen Kunst steht die Frage im Raum, was die Druckgraphik letztendlich sei. Die Traktate des 16. und 17. Jahrhunderts bieten eine Vielfalt an divergierenden Aussagen und Auslegungen, die sich zum einen als oszillierender Blick zwischen der Kunst des Schnittes auf der Druckplatte und ihrer Erscheinung auf dem Druckblatt summieren lässt, und sich zum anderen der Vorherrschaft der wettstreitenden Hauptgattungen Malerei und Skulptur fügen muss.
    In einer Analyse der prominenten Kunstliteratur der Frühen Neuzeit, wie Vasaris Vite, Van Manders Schilder-Boeck oder André Félibiens Entretiens, präsentiert das Buch eine Auswahl dieser Diskussionen zur Druckkunst sowie einen umfangreichen Anhang.

  • 21.06.2023

    Anja Hell, Lutz Miedtank: Von China nach Meissen. 300 Jahre Zwiebelmuster

    Das berühmte Zwiebelmuster ist fast so alt wie die europäische Porzellanerfindung. Lutz Miedtank liefert anschaulich die Ergebnisse seiner langjährigen Forschungen zur Frühzeit des Zwiebelmusters. Bisher unpublizierte chinesische Exportporzellane und frühe Meissener Porzellane mit Zwiebelmustermalereien sorgen für neue und überraschende Erkenntnisse. Die Geschichte des Zwiebelmusters ist aber auch eng mit der der Blaumalerei verknüpft. Anja Hell beleuchtet die Anfänge der Meissener Blaumalerei zunächst bis in das Jahr 1739, um dann den Bogen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart zu spannen.

  • 21.06.2023

    K. Heck, A. Lipińska (Hrsg.): Als der Krieg kam … Neue Beiträge zur Kunst in der Ukraine

    Der Band umfasst sieben Beiträge des Ukraineforums, das kurzfristig als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg im Rahmen des 36. Deutschen Kunsthistorikertages in Stuttgart am 24.–25. März 2022 veranstaltet wurde. Die methodologisch unterschiedlich profilierten Artikel der Autor:innen aus der Ukraine, Polen und Deutschland befassen sich mit den ausgewählten Aspekten der Architektur und der Bildkünste in der Ukraine vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Sie alle verbindet, dass sie sich auf unterschiedliche Art und Weise mit dem Thema Krieg und seinen Auswirkungen auf die Kunst und Kultur der Ukraine auseinandersetzen. Zugleich erforschen die Beiträge nicht nur das reichhaltige Kulturerbe der Ukraine, sondern versuchen dieses auch außerhalb des Landes bekannter zu machen.

  • 06.06.2023

    Julia Trinkert und Philipp Zitzlsperger (Hrsg.): Parvenue. Bürgerlicher Aufstieg im Spiegel der Objektkultur im 18. Jahrhundert

    Parvenüs des 18. Jahrhunderts sind gesellschaftliche Akteur*innen mit besonderer Ausrichtung, da sie mehr als andere auf den Einsatz materieller Kultur zum schnellen Aufstieg in den kompetitiven Gesellschaften der Frühneuzeit angewiesen waren. Für die Repräsentation durch Kunst und Kunsthandwerk war es ihre zentrale Herausforderung, den Einsatz der Artefakte zu diesem Zweck zwischen Anpassung und Distinktion besonnen zu moderieren. Als bislang wenig beachtete Instrumente der vertikalen sozialen Mobilität spielen (Kunst)Objekte und deren identitätsstiftende Bedeutungszuschreibungen deshalb eine prominente Rolle: Sie sind das Fundament einer sozialhistorisch flankierten Kunst- und Bildgeschichte.

  • 05.06.2023

    Karin Hellwig, Volker Schümmer: Johanna Kanoldt. Malerin – Schriftstellerin – Kunsthändlerin

    Über Johanna Kanoldt (1880–1940), Tochter des neuromantischen Künstlers Edmund Kanoldt und Schwester des Malers Alexander Kanoldt, war bisher allenfalls bekannt, dass sie – neben Wassily Kandinsky, Alexej Jawlensky, Gabriele Münter u.a. – eines der Gründungsmitglieder der ‚Neuen Künstlervereinigung München‘ (1909–1912) war. Auf der Grundlage umfangreicher archivbasierter Recherchen wird im vorliegenden Buch nun ein differenziertes Bild von ihr als eine in den intellektuellen Kreisen ihrer Epoche bemerkenswert weit vernetzte Schriftstellerin, Malerin und schließlich Kunsthändlerin präsentiert.

  • 05.06.2023

    Andrea Meyer, Bénédicte Savoy (Hrsg.): Atlas der Abwesenheit. Kameruns Kulturerbe in Deutschland

    Über 40.000 Objekte aus Kamerun werden heute in öffentlichen Museen der Bundesrepublik Deutschland aufbewahrt – der größte Bestand weltweit. Seit der deutschen Kolonialzeit (1886–1916) lagern sie in den Depots der Institutionen, wurden bisher kaum gezeigt und auch nicht in Publikationen zugänglich gemacht. Die Autor:innen zeichnen erstmalig diese nicht sichtbare Präsenz von Kamerun in deutschen Museen nach. Damit wird auch nachvollzogen, was die Abwesenheit des Kulturerbes für Kamerun bedeutet.
    Zahlreiche Karten, Schaubilder und Grafiken veranschaulichen die geografische und statistische Verteilung des materiellen Kulturerbes von Kamerun in Deutschland. Ergänzt werden sie durch Biografien der damaligen Akteure und einen Bildteil mit Fotos der Objekte.

  • 31.05.2023

    Ulrich Pfisterer: »Rom, wie es war und wie es ist«. Die Erfindung der Vorher-Nachher-Illustration in der Frühen Neuzeit

    Wie sahen die Ruinen Roms zu ihrer Erbauungszeit in der Antike aus? Die Antiquare und Künstler der Frühen Neuzeit versuchten aber Jahrhunderte, in Text und Bild eine Vorstellung der antiken Urbs und ihrer Monumente zu entwerfen. Dieser Beitrag untersucht, wann und wie sich ein druckgraphischer Darstellungsmodus entwickelt hat, der einigermaßen systematisch den rekonstruierten Zustand der Gebäude ihren Ruinen gegenüberstellt – ein Prinzip, das hier als Vorher-Nachher-Illustration bezeichnet wird. Nach vereinzelten Beispielen in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts – vor allem von Étienne Dupérac und seinem Umkreis – und wenig erfolgreichen Publikationen von Giovanni Maggi und Pietro Paolo Orlandi erzielten erst die illustrierten Ausgaben von Alessandro Donatis vielfach aufgelegtem Bestseller Roma vetus ac recens ab 1662 den Durchbruch. Dessen Wirkungsgeschichte, aber auch alternative Darstellungsweisen werden bis ins 19. Jahrhundert verfolgt.

  • 24.05.2023

    Frédéric Bußmann, Diana Kopka (Hrsg.): Matrix Moderne | Ostmoderne

    Aurora – Chemnitzer Schriften zu Kunst und Kultur, Band 3

    Das moderne Bauen, die baubezogene Kunst und die Formgestaltung der unmittelbaren Nachkriegszeit haben nach Jahrzehnten der Geringschätzung zuletzt wachsende Anerkennung gefunden. Die Matrix Moderne umfasst eine Vielzahl modernistischer Bewegungen und Stile in Ost- wie in Westeuropa. Die Entwicklungen im Zuge des Neu- oder Wiederaufbaus im Ostblock jedoch bedürfen einer eigenständigen Betrachtung, welche die spezifischen Bedingungen ihrer Entstehung in den Blick nimmt. Das Konzept der Ostmoderne ermöglicht zugleich ein Hinterfragen der bisherigen Maßstäbe für die Aneignung von Tendenzen der internationalen Moderne auf europäischer Ebene. Der vorliegende Band vereint Beiträge der gleichnamigen Tagung der Kunstsammlungen Chemnitz.

  • 16.05.2023

    Sarah Fetzer: „wo ich im Stillen mit Fleiß sammelte, womit ich später öffentlich hervortrat“. Hans von Aufseß (1801–1872)

    Im Fokus der Arbeit steht die fast lebenslange Sammeltätigkeit des 1801 geborenen, fränkischen Freiherrn Hans von Aufseß. Seine umfangreiche Sammlung bildet bis heute den Grundstock des von ihm im Jahr 1852 gegründeten Germanischen Nationalmuseums, dem größten kulturgeschichtlichen Museum des deutschen Sprachraums. Neben Aufseß’ Motivation, Netzwerkbildung und Erwerbungsstrategien werden ausgewählte Objektprovenienzen sowie die Präsentationen und der Verbleib seiner Sammlung detailliert untersucht. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der erstmaligen Auswertung seines gesamten archivalischen Nachlasses.

  • 16.05.2023

    Jakob Fuchs u.a. (Hrsg.): Humananatomische Präparate. Geschichte, Herstellungstechniken und Ethik in der Konservierung

    Humananatomische und -pathologische Präparate stehen seit Jahrhunderten im Dienst von Wissenschaft, Forschung und Lehre. Durch stetig verbesserte und zum Teil aufwändige Verfahren gelang es, immer speziellere Dauerpräparate herzustellen. Die in den europäischen Wissenschaftszentren gegründeten und über Jahrhunderte erweiterten Sammlungen sind von unschätzbarem Wert, jedoch ist die aktuelle Erhaltungssituation vielerorts prekär. Der Band fasst die Vorträge auf der gleichnamigen internationalen Tagung 2021 in Dresden zusammen. Ziel der Tagung war es, Lösungsansätze für die ethisch angemessene Erhaltung und fachgerechte Konservierung humananatomischer und -pathologischer Präparate zu diskutieren und aufzuzeigen.

  • 15.05.2023

    Anja Kregeloh (Hrsg.): Anatolische Teppiche aus Bistritz/Bistrița. Die Sammlung der Evangelischen Stadtkirche A. B. im Germanischen Nationalmuseum

    Die Publikation enthält die Ergebnisse des 2017–2020 durchgeführten interdisziplinären Forschungsprojekts zu den anatolischen Teppichen aus der Evangelischen Kirche A. B. in Bistritz. Auf ihrer Flucht 1944 brachten Mitglieder der Kirchengemeinde die Teppiche neben anderen Wertgegenständen mit und deponierten sie 1952 als Leihgabe im Germanischen Nationalmuseum. Der Bestand konnte nun erstmals eingehend kunsthistorisch und -technologisch untersucht werden. Anhand von Vergleichen mit anderen Sammlungen und der Auswertung von Schriftquellen, insbesondere aus Bistritz, Kronstadt und Hermannstadt, wurde die Sammlung von ihrer Entstehungsgeschichte bis zu ihrer heutigen Bedeutung für die Erinnerung an die Heimat der siebenbürgisch-sächsischen Geflüchteten kulturhistorisch eingeordnet.

  • 04.05.2023

    Joanna Olchawa und Julia Saviello (Hrsg.): Requisiten. Die Inszenierung von Objekten auf der ›Bühne der Kunst‹

    Das Gewehr an der Wand in Tschechows Theaterstücken, der Hammer in mittelalterlichen Passionsspielen, der Schild im frühneuzeitlichen Turnier: Objekte begleiten und ermöglichen Handlungen, vor allem innerhalb einer Inszenierung durch Akteur*innen auf einer ›Bühne‹ und vor einem Publikum. Die Beiträge dieses Bandes kreisen um die Materialität und Medialität der Requisiten, ihre Produktionsästhetik, ihre räumliche Inszenierung und die Bühnen, auf denen diese stattfindet, aber auch – ausgehend von der Rezeptionsästhetik – um ihr Verhältnis zu den Betrachter*innen. Es werden sowohl Objekte untersucht, die in theatralen Kontexten Verwendung fanden, als auch Darstellungen ihrer performativen Nutzung; neben realen Orten geraten imaginative Bühnen, etwa solche in Gemälden und Texten, in den Blick; und darüber hinaus finden Aufbewahrungsorte wie der Fundus und das Museum Berücksichtigung, in denen Requisiten auf ganz eigene Art inszeniert und als Protagonisten ihrer eigenen Geschichte in Erscheinung treten.

  • 03.05.2023

    Claudia Andratschke und Maik Jachens (Hrsg.): Sammlungsgut aus kolonialen Kontexten (China)

    Veröffentlichungen des Netzwerks Provenienzforschung in Niedersachsen, Band 4

    Der Band versammelt die Beiträge der gleichnamigen Abschlussveranstaltung sowie die Ergebnisse eines vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten, durch das Netzwerk Provenienzforschung in Niedersachsen unterstützten und von der Museumsstelle der Ostfriesischen Landschaft koordinierten Projekts. Facts & Files, Historisches Forschungsinstitut Berlin, untersuchte dabei rund 500 Objekte in vier ostfriesischen Einrichtungen (Dt. Sielhafenmuseum Carolinensiel, Naturforschende Gesellschaft zu Emden von 1814, Ostfriesisches Teemuseum Norden und Fehn- und Schiffahrtsmuseum Westrhauderfehn) auf mögliche koloniale Kontexte in Bezug zu Qingdao, dem ehemaligen „Schutzgebiet“ des damaligen Deutschen Reiches.

  • 25.04.2023

    Carolin Ott: Georg Schweigger (1613–1690). Das Werk des Nürnberger Bildhauers im Spiegel der Dürer-Rezeption des 16.–20. Jahrhunderts

    Über Jahrhunderte hinweg wurden Georg Schweiggers (1613–1690) kleinplastische Reliefs als Werke Albrecht Dürers hochgeschätzt und in ganz Europa gesammelt. Die frühe kunsthistorische Forschung bewertete die Objekte hingegen als Fälschungen und schrieb sie der sogenannten Dürer-Renaissance zu. Erstmalig erschließt vorliegende Veröffentlichung das gesamte Œuvre des Nürnberger Bildhauers für die Kunstgeschichte und zeigt auf, dass Schweiggers Bezugnahme auf Dürers Kunst höchst originell und keineswegs von betrügerischen Absichten geleitet war. In den äußerst fein ausgearbeiteten Werken und ihren Motiven spiegelt sich das komplexe Denken seiner Zeit, werden vielzählige bildhauerische wie graphische Einflüsse und die Kenntnis internationaler Kunstströmungen fassbar. Die Autorin weist einen luziden Pfad durch die verschlungenen Wege der Dürer-Rezeption vom 16. bis zum 20. Jahrhundert und verortet Schweigger in der süddeutschen Bildhauerkunst des 17. Jahrhunderts neu.

  • 19.04.2023

    Lisa Hörstmann: (Trans)Nationalism and “Indigenisation”: Ambivalences in South African Settler Primitivism between the 1920s and 1960s

    Diese Studie beschreibt die verschiedenen Facetten des südafrikanischen Siedlerprimitivismus sowie die Interaktionen seiner Protagonist:innen, die sich im Spannungsfeld zwischen europäischer Moderne und lokalen traditionellen Kulturen bewegten. Von starken Ambivalenzen geprägt, oszillierten sie zwischen transnationalen und nationalen Herangehensweisen an eine Kunstproduktion, die sich indigene Landschaften, Bevölkerungsgruppen und deren visuelle Kulturen mit dem Ziel der eigenen Indigenisierung aneignete. Ein Schwerpunkt liegt auf den Künstlerinnen Irma Stern und Maggie Laubser, die maßgebend für die Entwicklung der südafrikanischen Moderne waren.

  • 29.03.2023

    Heike Zech (Hrsg.): Horizonte - Horizons. Geschichten und Zukunft der Migration / Histories and Future of Migration

    Von der Steinzeit zum Weltraumzeitalter: Der Aufbruch ins Unbekannte ist eine menschliche Grunderfahrung – und Teil jeder Familiengeschichte. Wohin gehen? Was mitnehmen? Dieser Band stellt beispielhalft Menschen vor, die sich aus unterschiedlichen Gründen auf den Weg gemacht haben, darunter Kinderbuchautorin Judith Kerr sowie die Künstler Frank Auerbach und Gerhard Richter. Ihre Geschichten zeigen, dass auch Kunst und Kultur ohne Migration undenkbar sind. Entlang der Etappen von Migration, vom Aufbruch bis zur Ankunft, ergründen die Autor*innen des Bandes migrantische Erfahrungen und schließen mit einem Ausblick in die Zukunft, d.h. dem Weg ins All zwischen Science und Fiction.

  • 29.03.2023

    Jacqueline Klusik-Eckert: Transfer von Bildideen. Zur Kultur des Kopierens in der rudolfinischen Malerei und der Rezeption von Bartholomäus Spranger (1546–1611)

    Im Zentrum der Arbeit steht die Rezeption der rudolfinischen Malerei, vorrangig Bartholomäus Sprangers (1546–1611). Mit Hilfe einer neuen, von Warburgs Bildreihen inspirierten Methode werden anonyme Kopien zu neuen Quellen. Geprägt durch die Ästhetik um 1600, allem voran durch das Aemulatio-Prinzip als ein der Kunst eigenes agonales Konzept, dürfen diese Kunstobjekte keinesfalls als bloße Vervielfältigungen geringschätzt werden. Kopien mit Gattungstransfer sind als kreative, teils fantasievolle Übersetzungsleistungen zu verstehen. Schätzt man die Kopien als originäre Objekte mit eigenen Überlieferungsgeschichten, werden sie zu Belegen für eine frühneuzeitliche Kultur des innovativen Kopierens.

  • 22.03.2023

    Stephanie Herold et al (Hrsg.): Avantgarde oder uncool? Denkmalpflege in der Transformationsgesellschaft

    Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 31
    Der Band setzt sich unter dem bewusst provokativen Titel „Avantgarde oder uncool?“ mit Traditionen der Selbst- und Fremdwahrnehmung der Denkmalpflege auseinander. Den Hintergrund zu dieser kritischen Bestandsaufnahme bildet die Frage nach der Notwendigkeit einer Neupositionierung der Zunft – nicht nur angesichts aktueller Herausforderungen des Klimawandels, sondern auch des steigenden politischen und gesellschaftlichen Bedürfnisses nach Beteiligung. So versammelt der Band nicht nur Überlegungen zum Selbstverständnis der Profession in Zeiten des Wandels, sondern auch zu fachlichen Positionen in Bezug auf aktuelle Themen wie Partizipation, Klimawandel und Diversität.

  • 13.02.2023

    Brigitte Sahler: Illusion und Verführung. Die plastischen Arbeiten von Jean-Léon Gérôme

    Jean-Léon Gérôme (1824–1904) zählt nach einer langen Phase der Missachtung durch die modernistische Kunstgeschichtsschreibung heute wieder zu den vieldiskutierten Künstlern des 19. Jahrhunderts. Die Monografie bietet erstmals eine systematische Darstellung seiner plastischen Arbeiten, die von dieser Neubewertung bislang weitgehend unberührt geblieben sind. Die Studie umfasst sowohl eine gattungsgeschichtliche Untersuchung der spezifischen Medialität seiner Skulpturen als auch eine kulturwissenschaftliche Ergründung der Annäherung von Antike und Moderne, die sich in den Werken zeigt. Auf diese Weise treten neue Zusammenhänge zutage, welche die Vielschichtigkeit von Gérômes Œuvre offenbaren.

  • 09.02.2023

    Hubert Locher et al: Architecture Transformed

    Welchen Einfluss hat das digitale Bild auf das Entwerfen und Visualisieren von Architektur? Wie hat sich die Darstellung von noch nicht gebauter Architektur im Wandel vom analogen zum digitalen Zeitalter verändert? Inwiefern kann dabei von einer medienspezifischen Prägung der Architektur durch die digitalen Entwurfs- und Darstellungswerkzeuge die Rede sein? Diese Fragen stehen im Zentrum dieser ausstellungsbegleitenden Publikation, die anhand einer Auswahl von Abbildungen aus Architekturzeitschriften sowie dem Schinkelwettbewerb die Entwicklung des digitalen Bildes als Medium der Architekturdarstellung der vergangenen vier Jahrzehnte von 1980 bis heute exemplarisch nachzuzeichnen versucht.

  • 07.02.2023

    Sebastian Bock: Das Adelheidkreuz aus der Benediktinerabtei St. Blasien im Schwarzwald

    Studien zur Kunst- und Kulturgeschichte am Oberrhein, Band 4
    Gegenstand der Studie ist das sog. Adelheidkreuz aus der Benediktinerabtei St. Blasien im Schwarzwald, eines der bedeutendsten Gemmenkreuze des Hochmittelalters mit einer Kreuzreliquie. Behandelt werden das originäre Erscheinungsbild dieser Zimelie und seine Umgestaltung in der Zeit um 1140/1150. Die zeitgenössische schriftliche Überlieferung zur Herkunft der Kreuzreliquie erfährt eine neue Bewertung. Weitere inhaltliche Schwerpunkte bilden die Frage nach dem Auftraggeber, das Verzeichnis der weiteren im Kreuz bewahrten Reliquien sowie dessen liturgische Funktion. Erörtert wird auch die Zusammengehörigkeit des Gemmenkreuzes mit einer ebenfalls aus St. Blasien stammenden Kasel des 12. Jahrhunderts.

  • 01.02.2023

    Diletta Gamberini: L’arte al tempo della ruina. Antonio Tebaldeo e tre poetiche storie di immagini nella Roma del Sacco

    FONTES – Text- und Bildquellen zur Kunstgeschichte 1350-1750, Band 95
    Der vorliegende Beitrag konzentriert sich auf drei bisher unveröffentlichte Sequenzen neulateinischer Epigramme, die das Schicksal dreier Kunstwerke während der Plünderung Roms (Mai 1527-Februar 1528) poetisch aufarbeiten. Die Texte wurden von einem unmittelbaren Zeugen der Gewalttaten verfasst, die die Stadt in jenen Monaten erschütterten, dem ferraresischen Dichter Antonio Tebaldeo, und sie tragen dazu bei, das intellektuelle Profil eines Autors zu erklären, der ein tiefes und anhaltendes Interesse an den Künsten seiner Zeit hatte. Das wichtigste Ergebnis der Untersuchung ist jedoch ein anderes. Durch einen systematischen Vergleich mit den Schriften anderer Humanisten, die sich zur Plünderung geäußert haben, werden diese Epigramme in einen Kontext gestellt, der bisher unbekannte Ereignisse beleuchtet, in die ein illustrer Kreis aus Mäzene, Künstler und Objekte der Stadt Roms unter Papst Clemens dem Siebten involviert waren, sowie eine Episode der Profanierung, die zu jener Zeit eine große literarische Resonanz fand. Die Studie erläutert insbesondere, wie Tebaldeo in diesen Gedichten das Schicksal eines Porträts von Ferrante Gonzaga heraufbeschwört, das der junge kaiserliche Hauptmann als Geschenk für seine Mutter, Isabella d'Este, in Auftrag gegeben hatte, aber auch die Schändung eines Gemäldes der Madonna mit Kind durch einen spanischen Soldaten und schließlich einige bis dahin völlig unbekannte Verwicklungen, die Michelangelos Bacchus betrafen.

  • 18.01.2023

    Sabine Siemer: Albrecht Dürers Passionsdarstellungen. Theologie und Rezeptionsästhetik

    Warum steht in Dürers Passionsfolgen die Höllenfahrt Christi unmittelbar hinter der Kreuzigung und nicht, wie theologisch und traditionell-künstlerisch zu erwarten, vor der Auferstehung? Diese Frage war der Anstoß für die interdisziplinäre Dissertation zu Albrecht Dürers Passionsdarstellungen. Darin wird einerseits untersucht, welche theologischen Botschaften der Nürnberger Künstler in seinen Passionswerken vermittelt und inwiefern er dabei schon (vor-)reformatorische Ideen realisiert. Andererseits wird gefragt, wie Dürer den Betrachter in seinen Darstellungen einbezieht und ihn – angeregt durch das neue Menschenbild des Humanismus – zu einem neuen, eigenständigen Nachdenken über die Passion Jesu herausfordert.

  • 18.01.2023

    Birgit Verwiebe (Hrsg.): Die Sammlung der Nationalgalerie zum langen 19. Jahrhundert. Erwerbung, Forschung, Dokumentation, Vermittlung

    Zur Zeit ihrer Gründung besaß die Nationalgalerie zunächst nationale und internationale Kunst der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In der Folge wurde der Bestand durch Werke jeweils aktueller Kunstströmungen erweitert. Anlässlich der Veröffentlichung des Bestandskataloges zur Malerei des 19. Jahrhunderts fand 2017 ein Kolloquium statt, das zentrale Aspekte der Sammlungsgeschichte der Nationalgalerie in den Fokus rückte. Die Vorträge befassten sich u.a. mit verschiedenen Sammlungsteilen, mit Katalogen und Dokumentationen, mit Erwerbungspraktiken, mit der Pluralität der Moderne, mit Popularisierungs- und Vermittlungsstrategien. Die Beiträge dieser Tagung werden in diesem Band der Wissenschaft und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

  • 17.01.2023

    Adelheid Rasche: Luxus in Seide. Mode des 18. Jahrhunderts

    Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Band 19
    Ein unveröffentlichtes Seidenkleid im seltenen Schnitt einer „Taille-Andrienne“ und ein rotseidener Reifrock mit Fischbein von 1750 stehen im Mittelpunkt des Buches, ergänzt durch Schmuck und Accessoires, darunter ein früher Sonnenschirm aus blau bedrucktem Leinen. Drei ausgewählte Berufszweige – Schneider, Sticker*innen und Seidenweber – werden näher vorgestellt. So erschließt sich die komplexe Bedeutung der Damenmode des 18. Jahrhunderts, die zum einen der Standesrepräsentation diente und zugleich hohen wirtschaftlichen und kulturellen Wert besaß. Anhand von rund 100 Objekten aus der Sammlung des Germanischen Nationalmuseums gibt der Band einen fundierten Einblick in den französisch geprägten Kleiderluxus der Rokokozeit.

  • 20.12.2022

    Sebastian Bock: Das Markusgrab im Münster von Reichenau-Mittelzell

    Studien zur Kunst- und Kulturgeschichte am Oberrhein, Band 3

    Gegenstand der Studie ist der im späten 15. Jahrhundert errichtete Grab-Altar für die Gebeine des Heiligen Evangelisten Markus in der ehemaligen Benediktiner-Abteikirche von Reichenau-Mittelzell. Behandelt werden neben dem Standort, der Herstellung und der Datierung dieses spätgotischen Monumentes auch seine ungewöhnliche Gestaltung und die Nutzung seiner Altarkammer. Weitere inhaltliche Schwerpunkte bilden das Aufkommen und die Verwendung von Markusreliquien im Mittelalter nördlich der Alpen sowie die damit verbundenen Auswirkungen. Erörtert wird darüber hinaus die Verehrung des Hl. Markus und die Ausbildung seines Kultes auf der Reichenau sowie die Errichtung des Markusaltares im historischen Kontext.

  • 20.12.2022

    Sebastian Bock: Der „Smaragd“ im Münster von Reichenau-Mittelzell

    Studien zur Kunst- und Kulturgeschichte am Oberrhein, Band 2

    Schon im späten Mittelalter gehörte der „Reichenauer Smaragd“ in der Benediktinerabtei von Reichenau-Mittelzell zu den bekannten Sehenswürdigkeiten der Bodenseeinsel. Neben dem berühmten Sacro Catino in Genua zählte man ihn lange Zeit zu den größten Smaragden weltweit. Die Studie behandelt die Berichte über das Stück sowie seine Aufbewahrung und Präsentation ab dem 15. Jahrhundert. Weitere inhaltliche Schwerpunkte bilden die langanhaltende Propagierung des Stückes als außergewöhnliche Naturalie, überaus große Kostbarkeit sowie als wichtiges Zeugnis der Abteigeschichte. Dargelegt wird darüber hinaus, wie der „Smaragd“ im Zeitalter der Aufklärung endgültig als „bloßer“ Glasfluss erkannt worden ist.

  • 19.12.2022

    Sebastian Bock: Das Faldistorium des Kardinals Raimund Peraudi

    Studien zur Kunst- und Kulturgeschichte am Oberrhein, Band 1

    Gegenstand der Studie ist das Faldistorium von Kardinal Raimund Peraudi (1435–1506), welches dieser als legatus a latere bei seiner Legationsreise durch Deutschland 1501-1504 zur Verkündung des Plenarablasses mit sich geführt hat. Behandelt werden neben den materialen und technischen Befunden auch die Inschriften des Stückes. Weitere inhaltliche Schwerpunkte bilden die bislang unbekannte Provenienz und die Verwendungszwecke des Sitzes sowie seine Bedeutung als Amtsitz eines Kardinallegaten. Erörtert werden zudem die kunsthistorische Stellung des Objektes, die Frage seines Produktionssortes sowie die Möglichkeiten, welche zur Verbringung des Stuhles in den Konstanzer Münsterschatz führten.

  • 08.12.2022

    Marlen Schneider et al (Eds.): L'art de l’Ancien Régime. Sortir du rang !

    Passages online, vol. 15

    Die Kunstgeschichte zum Ancien Regime befasste sich bislang hauptsächlich mit den wichtigsten Akteuren dieser Epoche, den „Schönen Künsten“, den gut dokumentierten Institutionen, Paris und anderen Hauptstädten sowie den europäischen Höfen. Das vorliegende Buch lädt dazu ein, diese Kunstgeschichte „von oben“ kritisch zu hinterfragen und traditionelle Methoden mit den Ansätzen anderer Disziplinen zu verknüpfen: mit der Sozialgeschichte, der Anthropologie, der materiellen und visuellen Kultur, der Wissenschafts- und Technikgeschichte, der Netzwerkanalyse und der Gender Studies. Das methodische und thematische Leitmotiv lautet „sortir du rang (aus der Reihe tanzen)“, um den historiografischen Rahmen zu überdenken, sich über den etablierten Kanon und die akademischen Normen hinwegzusetzen, Randbereiche zu erkunden und den Blick zu verlagern. Die achtzehn in diesem Band versammelten Beiträge beziehen sich auf ein breites Spektrum von Medien, Genres und Objekten und sind darauf ausgerichtet, die visuelle und materielle Kultur der Epoche in ihrer ganzen Fülle und Komplexität zu erfassen.

  • 05.12.2022

    E. Meier / A. Rasche (Hrsg.): Stoff der Protestanten

    Textilien und Kleidung in den lutherischen und reformierten Konfessionen
    Wissenschaftliche Beibände zum Anzeiger des Germanischen Nationalmuseums, Band 46
    Textilien und Kleidung kommen im Christentum eine bedeutende Rolle zu. Nach der Reformation erlangten verschiedene textile und vestimentäre Gattungen auch für Lutheraner und Reformierte einen bekenntnisspezifischen Charakter. Je nachdem, in welchen Räumen und von welchen Akteuren und Akteurinnen sie gebraucht wurden, fanden in ihnen theologische Überzeugungen und kirchlicher Kult, gesellschaftliche Ordnung und politische Machtbekundung, religiöses Wissen und wirtschaftliches Kalkül ihren Ausdruck. Der Tagungsband beinhaltet Beiträge, die die vielfältigen Bedeutungsebenen von Kleidung und Textilien in den protestantischen Konfessionen von der Reformationszeit bis um 1900 analysieren.

  • 05.12.2022

    Marcello Beato: Profane Wandmalerei im Raum Bozen um 1400

    Mit einem Katalog der profanen Wandgemälde des Mittelalters im historischen Tirol
    Innerhalb der europäischen Kunstgeschichte kommt der mittelalterlichen profanen Wandmalerei des Tiroler Raumes eine herausragende Bedeutung zu. Dies gründet auf verschiedenen Faktoren, zum Beispiel dem frühen Überlieferungsbeginn, dem Umfang und dem verhältnismäßig guten Erhaltungszustand zahlreicher Zyklen. Unter den erhaltenen profanen Wandmalereien nehmen diejenigen, die um 1400 in der Stadt Bozen und in deren näherer Umgebung entstanden sind, eine besondere Stellung ein. Hier ist um diese Zeit eine sehr umfangreiche und qualitätsvolle Produktion nachweisbar, die bislang zum Teil jedoch nur wenig Beachtung fand. Die vorliegende Arbeit bietet die erste kunsthistorische Studie, die den Bozner Bestand in seiner Gesamtheit und Komplexität behandelt und der interessierten Öffentlichkeit zugänglich macht.

  • 24.11.2022

    L. Beißwanger et al. (Hrsg.): Zwischen Enklave und Vernetzung. Kunstgeschichte an der TU Darmstadt

    Die Kunstgeschichte an der Technischen Universität Darmstadt blickt auf eine 150-jährige Geschichte zurück. Dieses Jubiläum war der Ausgangspunkt für ein Forschungsprojekt und ein Symposium, deren Ergebnisse dieser Band vorstellt.
    Eine Besonderheit der Kunstgeschichte in Darmstadt ist, dass sie nicht an einem Institut angesiedelt ist, sondern durch zwei Professuren an den Fachbereichen Architektur und Humanwissenschaften repräsentiert wird. Der vorliegende Band perspektiviert diese außergewöhnliche Konstellation historisch und vertritt die These, dass gerade der Status als kunstgeschichtliche „Enklave“ zu intensiver Vernetzung geführt hat.

  • 09.11.2022

    Moritz Lampe: The Involuntary Self-Portrait. Automimesis and Self-Referentiality in the Art Literature of the Italian Renaissance

    Automimesis oder die Idee, dass „jeder Maler sich selbst malt“, war eine Vorstellung, die in der Kunstliteratur der italienischen Renaissance immer wieder formuliert wurde. Zunächst als Makel von Malern interpretiert, der einer exakten Nachahmung der Natur entgegenstand, wurde die körperliche oder geistige Ähnlichkeit eines Künstlers mit seinem Werk jedoch schon bald positiv aufgefasst. Anhand von Künstlerbiografien, Kunsttraktaten und Kunstwerken untersucht diese Studie die Gründe für diesen Paradigmenwechsel und zeichnet nach, wie frühneuzeitliche Ideen unser Verständnis von der Autonomie der Künste bis heute prägen.

  • 17.10.2022

    Lucy Wasensteiner, Meike Hopp und Alice Cazzola (Hrsg.): Wenn Bilder sprechen. Provenienzforschung zu Max Liebermann und seinem Netzwerk

    Dank einer Förderung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste führt die Liebermann-Villa am Wannsee seit 2020 ein Provenienzforschungsprojekt zur Überprüfung der Objekte in der Sammlung der Max-Liebermann-Gesellschaft Berlin e.V. auf NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut durch. Der vorliegende Band geht aus einer 2021 stattgefundenen Konferenz „Provenienzforschung zu Max Liebermann und seinem Netzwerk. Berichte aus der Praxis“ in Kooperation mit der Technischen Universität Berlin hervor und erscheint anlässlich der Ausstellung „Wenn Bilder sprechen. Provenienzforschung zur Sammlung der Liebermann-Villa“ (Liebermann-Villa am Wannsee, Oktober 2022 bis März 2023). Im Vordergrund stehen die Provenienzforschung zu Max Liebermann und seinem Netzwerk im Archiv, im Kunsthandel, im Museum und in der Universität.

  • 22.09.2022

    Roger Fayet und Regula Krähenbühl (Hrsg.): Kunst und Material. Konzepte, Prozesse, Arbeitsteilungen

    Outlines, Band 12

    Medienvielfalt, ein erweiterter Werkbegriff und ein gewandeltes Verständnis von Kreativität prägen die Kunst seit der Moderne. Daraus erwachsen neue, für die Rezeption und die Erhaltung eines Werks sowie für den Begriff der Autorschaft und die Idee des Authentischen folgenreiche Herausforderungen. Durch das Auseinandertreten von Entwurf und Herstellung im aktuellen Kunstschaffen etabliert sich zudem eine neue Form arbeitsteiliger Produktion mit vielfältigen Implikationen. Die Beiträge im vorliegenden Band zeigen, dass solche Entwicklungen innovative, interdisziplinär abgestützte Herangehensweisen an der Schnittstelle von Technikgeschichte, Konservierungswissenschaft und Kunstgeschichte verlangen.

  • 30.08.2022

    Ismene Wyss: Social Media Performance. YouTube und Instagram als Ort künstlerischer Aufführungen

    Digitale Prozesse haben in Bezug auf die Produktion, Präsentation und Rezeption von Kunst seit der digitalen Revolution substantiell an Bedeutung gewonnen. Die Allgegenwärtigkeit der sozialen Medien in unserem Alltag hat zur Folge, dass auch die Praktiken von zeitgenössischen Künstler:innen durch die online präsentierten Lebensstile und Kommunikationsformen wie auch deren spezifische Ästhetik geprägt werden und diese selbst mitprägen. Ismene Wyss fokussiert auf Kunstwerke mit einem dezidierten Einbezug von Social Media in den künstlerischen Entstehungsprozess. Dabei werden (insbesondere solche) gegenwärtigen Positionen analysiert, die soziale Medien auf performative Art und Weise einsetzen: die «Social Media Performance». Diesem Buch liegt die These zugrunde, dass die spezifische performative Nutzung von Social Media eine künstlerische Strategie der Gegenwart ist, die digitalisierte Gesellschaften reflektiert und hinterfragt. Anhand der künstlerischen Positionen von Amalia Ulman, Molly Soda, Arvida Bytröm und Leah Schrager wird analysiert, wie soziale Medien in die künstlerische Praxis seit 2010 Eingang finden und diskutiert Konsequenzen einer solchen Kunstproduktion für die Kunstgeschichte der Gegenwart.

  • 24.08.2022

    Anneli Kraft: Das gute Glas. Design digital sammeln und erforschen

    Eine designhistorische Betrachtung und Entwicklung einer digitalen Infrastruktur zur Analyse von Trinkgläsern
    Unter der Prämisse der guten Form wurden in der Nachkriegszeit Alltagsgegenstände mit verschiedenen Designpreisen ausgezeichnet oder in Ausstellungen gezeigt, um für gute Gestaltung zu sensibilisieren. Die Trinkgläser aus dieser Zeit stehen hier im Fokus. Was ist ein gutes Glas? Dieser Frage geht die Autorin anhand von damals verfassten Richtlinien und prämierten Gläsern nach. Zusätzlich legt sie die Entwicklung des digitalen Instrumentariums dar, das für die Forschung und den Vergleich der Objekte zum Einsatz kam. Dazu gehört die Typisierung von Trinkgläsern sowie eine genaue Formzuschreibung.
    Diese designhistorische Betrachtung zeigt auf, wie zeitgemäße Forschung zu einem spezifischen Fachgebiet in Museen aussehen könnte.

  • 18.08.2022

    Barbara Preisig: Mobil, autonom, vernetzt

    Jan Dibbets, Adrian Piper, Daniel Buren und Eleanor Antin schufen zwischen 1966 und 1975 in hoher Auflage gedruckte Anzeigen und Ausstellungsankündigungen. Diese Ephemera – gleichzeitig Kunstwerke, Werbeinstrumente und Dokumentationen für künstlerische Aktionen – stehen exemplarisch für die kommunikationsbasierte, flexible und mobile Praxis der Konzeptkunst.
    Das Buch zeigt mit Blick auf die ökonomische Entwicklung der Zeit, wie die KünstlerInnen Formen immaterieller Arbeit exemplarisch vorwegnahmen. Die Ephemera zeugen von einem komplexen Verhältnis zwischen der Kritik an hierarchischen Organisationsstrukturen und der Forderung nach Authentizität und Individualität. Autonomiebestreben und Institutionskritik bilden hierbei keinen Gegensatz zu ökonomischer Innovation. Sie sind Bedingung einer postfordistischen Gegenwart.

  • 10.08.2022

    Isabelle Dolezalek u.a. (Hrsg.): Sammlungsgeschichten. Islamische Kunst im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (1873–1915)

    Der Band Sammlungsgeschichten. Islamische Kunst im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (1873–1915) blickt auf die Wege der Werke aus West- und Zentralasien ins Museum. Elf Einzelstudien beleuchten die Interessen des MK&G Gründungsdirektors Justus Brinckmann, sie spüren seinen Ankäufen nach und betrachten die Biografien einzelner Objekte – darunter ein Prachtkoran oder Fliesen eines Mausoleums aus Buchara. Im Mittelpunkt stehen die Verbindungen lokaler und globaler Netzwerke mit der Geschichte des Kunsthandels.

  • 10.08.2022

    D. Nelting, V. von Rosen (Hrsg.): Gattungsmischungen – Hybridisierungen – Amalgamierunge

    Wie inszenieren Texte, Bilder und musikalische Kompositionen das Verhältnis von ›Altem‹ und ›Neuem‹ in Zeiten, in denen sich mit den Gattungsordnungen auch die ästhetischen Sicherheiten auflösen? Wie setzen sie ›Novationen‹ in anderen diskursiven Ordnungen, etwa religiösen oder gesellschaftlich-politischen, ins Werk und machen damit auch epistemischen Wandel sichtbar? Und wie lassen sich diese Prozesse historisch angemessen beschreiben, ohne auf moderne Fortschritts-teleologien zurückzugreifen?

  • 10.08.2022

    Andreas Beyer et al (Hgs.): Le monument en débat

    Zweifelsohne wird das Denkmal als erinnerungskulturelles Medium in wenigen europäischen Ländern so akut und virulent verhandelt wie in Deutschland und Österreich nach 1945. Die Debatten reichen von der unabdingbaren Erinnerung an die Shoah über Fragen nach der Nutzung nationalsozialistischer und stalinistischer Überreste bis hin zu jüngsten Wiederaufbauprojekten und sind Ausdruck unseres ethischen wie politischen Verhältnisses zur Geschichte. Was also sagen Denkmäler, ihre Gestaltung, Wiedererrichtung oder Zerstörung aus und wie gestalten sie unsere Zukunft? Anhand diverser Fallstudien sucht dieser Tagungsband nach einem gegenwärtigen Denkmalbegriff jenseits seiner nationalen Wurzeln.

  • 28.07.2022

    Christina Leber, Katrin Thomschke (Hrsg.): Licht ins Dunkel. Wohin entwickelt sich die künstlerische Fotografie?

    Der vorliegende Band versammelt die Beiträge des gleichnamigen Symposiums am 8. und 9. Oktober 2020, veranstaltet von der DZ BANK Kunstsammlung, der heutigen Kunststiftung DZ BANK. Künstlerinnen und Künstler, Kuratorinnen und Wissenschaftler aus dem Bereich der Kunst- und Kulturwissenschaften sowie der Philosophie haben sich der Frage nach der Zukunft fotografischer Ausdrucksformen gestellt. In ihren Aufsätzen beleuchten sie aus unterschiedlichen Perspektiven aktuelle Tendenzen, die in einem Spannungsverhältnis zwischen der Immaterialität des digitalen Bildes und einer wiederkehrenden Betonung von Materialität/Stofflichkeit angesiedelt sind. Dabei werden ebenso Begrifflichkeiten wie die Auflösung tradierter Gattungsgrenzen thematisiert.

  • 28.07.2022

    Juliane Wenzl: Facettierungen. Bewegung, Raum, Zeit und Erzählung in David Hockneys Joiner Photographs

    David Hockneys joiner photographs sind Bilder zwischen Einzelbild und Sequenz, die im Zusammenspiel einen räumlichen und zeitlichen Eindruck des zu Sehenden entstehen lassen. Die Bildensembles sind zugleich monoszenisch und polychron, sie zeigen raumzeitliche Brüche und lassen Relationen instabil werden. Einzelfotografien werden so zu komplexen Bildstrukturen zusammengefügt, die neue semantische Felder eröffnen und zur Narrativierung auffordern. Die Autorin liest die joiners mit Deleuzes Theorien des Bewegungs- und Zeitbildes und erörtert, inwiefern ihnen Erzählung inhärent ist.

  • 18.07.2022

    Leonie Häsler: Textiles Entwerfen in Serie. Nahtlosigkeit als Gestaltungsprinzip bei der Hanro AG 1884–1991

    Die ehemalige Schweizer Textilfabrik „Hanro“ produzierte im 20. Jahrhundert Strickstoffe, Unterwäsche und Oberbekleidung. Dabei bildete Nahtlosigkeit als konkrete textile Technik sowie als Gestaltungsideal eine wichtige Größe innerhalb der internen Produktionsabläufe. Auf einem Rundgang durch die Fabrik untersucht die Autorin den textilen Entwurfsprozess im Kontext wechselnder Modezyklen und der Serienproduktion. Sie liefert neue Erkenntnisse über die Entstehungsbedingungen einer heute globalisierten Industrie.

  • 18.07.2022

    Karoline Beltinger: Hans Emmenegger. «Maltechnik-Notizbuch» und Werkprozess 1901–1905

    KUNSTmaterial, Band 6
    Mit dem Ziel, seine Maltechnik weiterzuentwickeln und die Haltbarkeit seiner Gemälde zu verbessern, dokumentierte der Schweizer Maler Hans Emmenegger (1866–1940) zwischen 1901 und 1905 akribisch seine Arbeitsprozesse, Materialien und Techniken. Sein «Maltechnik-Notizbuch»wurde am Schweizerischen Institut für Kunstwissenschaft in Zürich ausgewertet und mit den Ergebnissen technologischer Gemäldeanalysen verknüpft. Der vorliegende Band präsentiert die Ergebnisse dieser Forschungen. Erläutert werden Emmeneggers Suche nach Sujets, die Funktion von Studien, der Malvorgang, sein Ringen um das Bildkolorit, seine technischen Versuchsreihen und vieles mehr.

  • 06.07.2022

    Andreas Winkelmann et al: Interdisziplinäre Provenienzforschung zu menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten

    Beiträge zur Museologie, Band 11

    Die Arbeitshilfe bietet eine praktische Einführung in die Provenienzforschung zu menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten. Sie fokussiert auf deutsche Institutionen mit einem Appendix zur Situation in Österreich. Die Arbeitshilfe bezieht sich auf biologisch-anthropologische, anatomische und medizinhistorische Sammlungen menschlicher Überreste vor allem an Universitäten und Museen. Die Interdisziplinarität und das Zusammenspiel der Methoden stehen im Vordergrund. Sie enthält ausführliche Hinweise zu historischen und anthropologisch-naturwissenschaftlichen Methoden der Provenienzforschung, sowie zur Dokumentation der Rechercheergebnisse. Erörtert werden ebenso die transkulturellen und transnationalen Dimensionen von Provenienzforschung.

  • 04.07.2022

    Nino Nanobashvili: Die Ausbildung von Künstlern und Dilettanti. Das ABC des Zeichnens

    Die Zeichenkunst gehörte in der Frühen Neuzeit zu einer grundlegenden künstlerischen Arbeitspraxis. Seit dem 16. Jahrhundert begannen in Italien zunehmend auch Kunstliebhaber damit, sich das Zeichnen anzueignen. Nanobashvili stellt erstmals in der Studie die Lerntechniken von Künstlern und Dilettanti gegenüber. Auf diesem Weg werden entscheidende Erkenntnisse zur Kunsttheorie und Zeichenpraxis in den Jahren von 1560 bis 1630 erlangt. Dies erlaubt eine Neubewertung von Alessandro Alloris Ragionamenti delle regole del disegno, der Carracci-Akademie in Bologna sowie der Praxis des Aktzeichnens, ausgehend von den Werkstattbeständen des venezianischen Künstlers Filippo Esengren.

  • 22.06.2022

    Andreas Diener, Marlene Kleiner, Charlotte Lagemann und Christa Syrer (Hrsg.): Entwerfen und Verwerfen. Festschrift Matthias Untermann

    Matthias Untermann hat sich im Laufe seiner vielseitigen Tätigkeit als Kunsthistoriker, Mittelalterarchäologe und Bauforscher insbesondere um die Erforschung mittelalterlicher Architektur und deren Semantik verdient gemacht. Dabei sind nicht nur die Objekte seiner Forschung häufig von Planwechseln gekennzeichnet, sondern auch seine eigene Karriere: Im Jahr 2000 wechselte Matthias Untermann nach 15 Jahren in der Denkmalpflege an die Universität Heidelberg. Zu seinem 65. Geburtstag ehren ihn Freund:innen, Kolleg:innen und Weggefährt:innen mit der vorliegenden Sammlung von 55 Aufsätzen, die von diesem Planwechsel zeugen und dabei ganz im Zeichen der interdisziplinären Zusammenarbeit stehen.

  • 22.06.2022

    Gudrun Knaus, Angela Kailus und Regine Stein: LIDO-Handbuch für die Erfassung und Publikation von Metadaten zu kulturellen Objekten

    LIDO-Handbuch, Band 2: Malerei und Skulptur

    Band 2 des LIDO-Handbuchs widmet sich Objekten der Gattungen Malerei und Skulptur. Es handelt sich dabei um ein Anwendungsprofil des international etablierten Metadatenstandards LIDO (Lightweight Information Describing Objects), das als Anleitung für die schlüssige Strukturierung von Informationen in lokalen Sammlungsmanagement-Systemen dient. Jedes Datenfeld enthält eine Definition, Tipps für die Erfassung, Beispiele sowie Hinweise, die beim Datenexport gemäß des LIDO-XML-Schemas zu beachten sind. Sämtliche Empfehlungen dienen dem Ziel, Daten aus unterschiedlichen Quellen so aufzubereiten, dass möglichst umfassende und präzise Suchergebnisse erzielt und Wege zur weiteren Informationsvernetzung eröffnet werden können.

  • 22.06.2022

    Christopher Manuel Galler und Jochen Meiners (Hrsg.): Regionaler Kunsthandel. Eine Herausforderung für die Provenienzforschung?!

    Veröffentlichungen des Netzwerks Provenienzforschung in Niedersachsen, Band 3

    Der Band versammelt die Beiträge der gleichnamigen Online-Tagung am 1. März 2021, veranstaltet vom Bomann-Museum Celle. Die Quellenlage für die Provenienzforschung zum regionalen Kunsthandel ist oft schwierig, weil Geschäftsunterlagen oder Auktions- und Verkaufskataloge meistens nicht erhalten sind. Daher stand im Zentrum der Tagung die Frage, wie dennoch eine bestmögliche Provenienzforschung gelingen kann. Die einzelnen Beiträge gehen dem anhand von Beispielen aus verschiedenen Museen und Forschungsprojekten in Norddeutschland nach.

  • 08.06.2022

    Julia Drost, Hélène Ivanoff, Denise Vernerey-Laplace (Eds): Arts et Politiques. Le marché de l’art entre France et Allemagne (1930–1950)

    Kunst und Politik zwischen Deutschland und Frankreich vom Beginn der Zwischenkriegszeit bis 1945. Eine Serie von sechzehn Fallstudien über die Akteure des Kunstmarkts. Ein zur Zeit noch nie erforschter Blick über Handelsnetzwerke, Künstlerlaufbahnen und -sammlungen, über die transnationalen Verhältnisse zwischen Kunst und Politik.

  • 31.05.2022

    Florian Dölle: Paris und Versailles in Reisebeschreibungen deutscher Architekten um 1700. Pitzler, Corfey und Sturm

    Die vorliegende Arbeit untersucht die Architekturrezeption in Reisebeschreibungen von drei deutschsprachigen Architekten zu Paris und Versailles um 1700: Christoph Pitzler, Lambert Friedrich Corfey und Leonhard Christoph Sturm. Dafür wurde eine in der kunsthistorischen Quellenanalyse neuartige quantitativ-qualitative Methode angewandt, bei der die Ermittlung der erwähnten Inhalte, das Vorgehen der Architekten bei der Beschreibung und die dafür verwendeten Quellen im Fokus stehen. Die umfangreichen Datenerhebungen und -interpretationen liefern zahlreiche neue Ergebnisse zur Architekturrezeption in den bislang kaum bearbeiteten Frankreichteilen sowie zur Genese der Reiseberichte.

  • 30.05.2022

    Amalia Barboza und Markus Dauss (Hrsg.): Konzept Campus. Transformationen des universitären Feldes

    Die Räume, in denen Forschung und Lehre stattfinden, gelten häufig als Nebensache. Zumeist erfahren sie erst bei einschneidenden Veränderungen Aufmerksamkeit. Dabei wird dann deutlich, dass der Campus stets Raum für ganz unterschiedliche Entwürfe geboten hat.
    Die Beiträge dieses Bandes thematisieren historische und gegenwärtige Transformationen des Konzepts Campus. Diskutiert werden markante architektonische Beispiele aus Deutschland, aber auch aus dem angelsächsischen und französischen Kontext. Sichtbar gemacht werden politische Programme, ideologische Aufladungen und kritische Wahrnehmungen von modernen Hochschulräumen. Untersucht wird auch die mediale Dimension des Gebauten. Was vermag die Rolle künstlerischer Forschungen und Interventionen dabei zu sein? Können Sie die dominanten Logiken des Konzepts Campus aufdecken, unterlaufen oder gar brechen und es damit für neue Aneignungen öffnen?

  • 25.05.2022

    Klaus Bulle, Ellen Euler und Paul Klimpel: Open Access Policy. Handreichung für die Kulturerbe-Einrichtungen in Hessen

    Kultureinrichtungen verfügen über umfangreiche Kulturgüter, die einen universellen und überzeitlichen Wert haben. Die Digitalisierung vereinfacht den Zugang und erweitert und vervielfacht die Nutzbarkeit des von diesen Einrichtungen verwalteten Kulturschatzes. Der offene Zugang wird jedoch häufig durch rechtliche, technische oder finanzielle Beschränkungen stark behindert.
    Daher haben sich im Jahr 2021 die wichtigsten Kulturerbe-Einrichtungen des Landes Hessen zu einer gemeinsamen Open Access Policy verpflichtet. Der vorliegende Leitfaden erläutert diese Policy und gibt Mitarbeitenden in Kulturerbe-Einrichtungen – nicht nur in Hessen – praktische Hinweise, wie sie umgesetzt werden kann.

  • 24.05.2022

    Arnulf von Ulmann: Der Prager Georg im Germanischen Nationalmuseum. Virtuelle 3D-Rekonstruktion – kunsttechnologische Untersuchung – kulturhistorische Einordnung

    Seit der Diskussion zum hl. Georg auf dem Kunsthistorikertreffen zur Ausstellung der Kunst der Luxemburger 1979 in Köln hat diese Skulptur keine grundlegende Betrachtung gefunden, durch die die Singularität der Fassung kulturhistorisch und kunsttechnisch hätte eingeordnet werden können. Die Rekonstruktion der Polychromie und die kunsttechnische Untersuchung mündet in eine kulturhistorische Betrachtung, in der, in Verbindung zur Geschichte von Applikationen auf Skulpturen bis 1400, starke Einflüsse aus der Schatzkunst und der norditalienischen Tafelmalerei aufgezeigt werden.

  • 02.05.2022

    Rami Alafandi: Timeline of Selected Historical Building Facades in Aleppo. Syrian Heritage Archive Project (SHAP) – Aleppo Built Heritage Documentation

    Eva Al-Habib Nmeir (Hrsg.)

    Diese „Zeitleiste ausgewählter historischer Gebäudefassaden in Aleppo“ zeigt vor allem Außenfassaden mit besonderem Schwerpunkt auf Türen und Fenstern von der Seldschukenzeit bis zur Neuzeit. Die Elemente wurden aus 60 historischen Gebäuden ausgewählt, darunter religiöse Bauten, Geschäfts- und Wohngebäude. Der Schwerpunkt liegt auf der Darstellung einer allgemeinen chronologischen Abfolge. Alle Bilder sind aus den Sammlungen des Syrian Heritage Archive Project (SHAP) ausgewählt. Viele dieser Denkmäler wurden durch den Konflikt in Syrien, dessen Kämpfe in Aleppo von 2012 bis 2016 andauerten, beschädigt oder zerstört; die Wiederaufbauarbeiten sind im Gange. Daher erscheint es besonders wichtig, die Vielfalt und den Detailreichtum des baulichen Erbes von Aleppo in Erinnerung zu rufen und zu dokumentieren, die von den traditionellen, handwerklichen Fertigkeiten und der Kompetenz der Baumeister, Architekten und Handwerker zeugen. Sie tragen maßgeblich zur lokalen Identität Aleppos und seiner Stellung als bedeutende und schöne Stadt bei.

  • 13.04.2022

    Stefania Girometti: In Italien Karriere machen. Der flämische Maler Michele Desubleo zwischen Rom, Bologna und Venedig (ca. 1624-1664)

    Der flämische Maler Michele Desubleo (* 1601, Maubeuge; † 1676, Parma) machte in Italien Karriere. In Rom, Bologna und Venedig knüpfte er Kontakte zu einigen der renommiertesten Maler sowie Kunstsammler seiner Zeit und sicherte sich ehrenvolle Aufträge. Er stellt damit einen besonderen Fall eines immigrierten Malers („immigrant painter“) dar. Die künstlerische Anerkennung zu seinen Lebzeiten verhinderte jedoch nicht, dass Desubleos Name nach seinem Tod aus der kunsthistorischen Literatur rasch verschwand.
    Diese Monografie erforscht zum ersten Mal die komplexen Mechanismen, die zu Erfolg und Vergessen eines ausländischen Malers im Italien des 17. Jahrhunderts führten. Die Studie enthüllt das facettenreiche Bild eines begabten Künstlers und verfolgt seinen ungewöhnlichen Aufstieg fernab der offiziellen Karrierewege.

  • 13.04.2022

    Romina Dümler und Barbara Könches (Hrsg.) : Meeting the Monochrome. ZERO and Dansaekhwa

    In den 1950er und 1960er Jahren arbeiten sowohl Künstler*innen in Europa als auch in Asien radikal abstrakt und verknüpften eine Reduzierung von Sujet und Farbpalette mit einer Reflexion über Materialien und Techniken. In Westdeutschland gingen wesentlichen Impulse von der Düsseldorfer Gruppe um Heinz Mack, Otto Piene und Günther Uecker sowie dem internationalen ZERO-Netzwerk aus. In Südkorea waren die sogenannten Dansaekhwa- („monochrome Malerei“) Künstler wie Park Seo-Bo, Ha Chong-Hyun, Lee Ufan und Kwon Young-Woo zentral für die koreanische Moderne.
    Der Sammelband eröffnet ein bisher unerschlossenes Forschungsfeld, in dem durch einführende Überblicksdarstellungen sowie dezidierte Analysen von Werken und Ausstellungen, die Kunst von ZERO und Dansaekhwa zum ersten Mal zusammengedacht wird.

  • 13.04.2022

    Katrin Dolle, Semjon Aron Dreiling (Hrsg.): Space Oddities. Die homerische Irrfahrt in Bildkünsten und Populärkultur 1800–2021

    In der von Mobilität und Migrationsbewegungen geprägten globalisierten heutigen Welt, der Suche nach dem stets Neuen, aber auch nach Spiritualität und Heimat, erfährt die unbestimmte Fahrt des in der homerischen Odyssee zunächst namenlos bleibenden ἀνήρ (Mensch), der als Οὔτις (Niemand) scheitert und reüssiert, als ein zeitloses, für unterschiedliche Bereiche adaptierbares Konstrukt eine neue Hochkonjunktur.
    Der vorliegende Band liefert einen weitreichenden Überblick über die Rezeption des Sujets in den Bildenden Künsten und der Populärkultur aus verschiedenen kulturellen Kontexten von Europa bis Nord- und Südamerika und möchte zu weiterer interdisziplinärer und transmedialer Forschung anregen.

  • 12.04.2022

    Laura Puritani et al. (Hrsg.): Konstantinopel – Samos – Berlin

    Schriften zur Geschichte der Berliner Museen, Band 7
    Die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg waren im östlichen Mittelmeerraum von politischen Umwälzungen und Unsicherheiten geprägt. 1910–1914 fand die Grabung der Königlichen Museen zu Berlin auf der Insel Samos statt. Zahlreiche Funde aus der Grabung gelangten nach Berlin, nur ein Teil davon auf dem Wege der offiziellen Fundteilung. 1913–1914 verhandelte Deutschland außerdem mit der Hohen Pforte über die Verpfändung von Antiken des Archäologischen Museums von Konstantinopel/Istanbul, mit dem Ziel der dauerhaften Inbesitznahme seitens der Berliner Museen. Die hier versammelten Beiträge beleuchten die intensive Verstrickung zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur in der Spätphase des Deutschen Kaiserreichs.

  • 30.03.2022

    Tina Öcal: Gefälschte Zeit. Fälschungen (in) der Kunstgeschichte ausgehend vom Florentiner Ottocento

    Bisher wurden Kunstfälschungen lediglich als ein Schatten der Kunstgeschichte wahrgenommen. Tatsächlich sind sie jedoch nicht nur vielschichtig mit dieser verwoben, sondern auch ein Teil des (globalen) Kulturtransfers. Die Fälschungen Giovanni Bastianinis und Wolfgang Beltracchis etwa entstehen vor dem Hintergrund einer sich wandelnden europäischen Kunstgeschichte von ihrer Entwicklung als wissenschaftliche Disziplin im 19. Jahrhundert und einem nationalen Kunstbegriff bis zu ihrer Erosion im 21. Jahrhundert durch einen verstärkt globalisierten Kunstbegriff. Im Rahmen dieser Geschichte der Kunstgeschichte werden Fälschungen sowohl als Teil der Rezeptionsgeschichte eines Kunstwerkes als auch in ihrer Wechselwirkung mit der Kunstgeschichte analysiert.

  • 16.03.2022

    Malena Rotter: Unsichtbares sichtbar machen. Strategien zur Darstellung des überirdischen Raumes in der italienischen Malerei im 14. und 15. Jahrhundert

    Der göttliche Himmel ist ein komplizierter, wenngleich allgegenwärtiger Bildgegenstand, dessen theologisch begründete ‚Nicht-Darstellbarkeit‘ besondere Ansprüche an die Visualisierung stellt. Obwohl keiner der Maler seinen Bildgegenstand kannte, lassen sich wiederkehrende Prinzipien erkennen, mit denen Lösungsansätze für die Problematik der Darstellung des ‚Unschaubaren‘ formuliert wurden und dem Betrachter so das Jenseits nähergebracht werden konnte. Aus der Analyse heraus abstrahierte Bildmodi ermöglichen eine systematische Erfassung der Himmelsbilder. Hierbei stehen sich traditionelle Gestaltungen und Neuinventionen gegenüber, die es in diesem Rahmen zu bewerten und zu kontextualisieren gilt.

  • 15.03.2022

    Michael Hofbauer: Corpus Cranach. Lucas Cranach I und Lucas Cranach II Verzeichnis der Gemälde unter Berücksichtigung von Werkstattumfeld und Epigonen

    Seit 2006 sammelt der Autor systematisch Abbildungen von Werken sowie digitale Daten zu Lucas Cranach und seinem Umfeld. Im Januar 2010 wurde innerhalb der Datenbank cranach.net eine Übersicht der Tafelwerke veröffentlicht, die zum Zeitpunkt der Katalogveröffentlichung etwa 3060 Werke umfasste. Sämtliche Einzelwerke werden in Dossiers mit ständig wachsendem Datenvolumen unter Berücksichtigung des wissenschaftlichen Diskurses ausführlich dokumentiert. Mit über 11000 Gemäldeabbildungen, 6100 Dokumenten, 21000 Dateien und 3000 erfassten Publikationen stehen der Wissenschaft bislang nicht gekannte Möglichkeiten zur Verfügung. Die Datenbankstruktur bildet als Werkzeug digitaler Kunstgeschichte die Voraussetzung für einen sich beschleunigenden Erkenntnisgewinn.
    CORPUS CRANACH zeigt eine Übersicht aller Werke, die zur Identifizierung mit persistenten Werknummern versehen und motivisch katalogisiert sind. Damit wird es erstmals möglich, das Oeuvre der Cranach-Werkstätten und ihrer Epigonen systematisch auszuwerten.

  • 28.02.2022

    Ulrich Pfisterer: „Wie man Skulpturen aufnehmen soll“. Der Beitrag der Antiquare im 16. und 17. Jahrhundert

    Seit den Jahren um 1500 gibt es druckgraphische Reproduktionen von antiken Statuen und anderen Monumenten des Altertums. Nachdem lange Zeit vor allem untersucht wurde, welche Werke diese Graphiken darstellen, richtet sich das Interesse nun zunehmend darauf, wie sie dies tun. Dieser Beitrag untersucht, wann und in welchen Zusammenhängen im 16. und 17. Jahrhundert begonnen wurde, antiken Werke systematisch aus mehreren Ansichten wiedergegeben. Dabei lieferte die antiquarische, nicht allein die künstlerische Beschäftigung mit antiken Skulpturen einen entscheidenden Beitrag zu ‚Vielansichtigkeit‘ und 'dokumentierendem Darstellungsmodus'. Gerade auch ungewöhnliche antike Werke etwa aus Ägypten oder aber nicht-europäische Götterfiguren und ‚Idole‘ erforderten innovative Abbildungen aus mehreren Blickwinkeln. Erst im 19. Jahrhundert sollte dann mit neuen Reproduktionsformen von Skulptur experimentiert und deren Einsatz diskutiert werden - bis hin zu den auf die Fotografie ausgerichteten Überlegungen Heinrich Wölfflins, "wie man Skulpturen aufnehmen soll".

  • 24.02.2022

    Sarah Fraser et al (Hrsg.): Women Cross Media

    East Asian Photography, Prints, and Porcelain from the Staatliche Kunstsammlungen Dresden

    Der vorliegende Band befasst sich mit bisher kaum erforschten künstlerisch-ästhetischen Phänomenen der ostasiatischen Kunst: den medienübergreifenden Wechselbeziehungen zwischen Bildern auf Porzellan, in der Malerei sowie bei Holzschnittillustrationen und Souvenirphotographie aus China und Japan im Zeitraum vom 18. bis zum frühen 20. Jahrhundert. Anhand der Objekte aus den drei Sammlungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden werden vielfältige Aspekte dieses transmedialen Bilderflusses sowohl aus der Perspektive des Konzepts der Femininität als auch unter dem Gesichtspunkt ihrer transkulturellen Tragweite auf den Rezeptionsprozess untersucht.

  • 22.02.2022

    Vera Beyer: Sehen im Vergleich. Transformationen von Blicken in der persischen und westeuropäischen Buchmalerei

    Vera Beyer vergleicht Transformationen von Blicken und Blickdispositiven in der persischen und westeuropäischen Buchmalerei vom 13. bis 16. Jahrhundert. Wie werden begehrliche Blicke legitimiert? Was sind die Bedingungen der Gottesschau? Wann ist Bildbetrachtung Idolatrie? Befragt werden Topoi, die in beiden Bildkulturen kursieren: Blicke auf die Schönheit des alttestamentlichen Josef, den Vorhang vor dem Thron Gottes, das Portrait Alexanders des Großen, träumende Autoren und ungläubige Götzenanbeter.
    Die Transformationen dieser Topoi konterkarieren Universalisierungen ebenso wie Essentialisierungen, etwa eines bilderfeindlichen Islams gegenüber einem bilderfreundlichen Christentum. In der Verbindung von transkultureller Kunstgeschichte und Bildwissenschaft erprobt das Buch so eine transkulturelle Blickkritik.

  • 01.02.2022

    Jill Carrick und Déborah Laks (Hrsg.): Daniel Spoerri : Topographies. Networks of Exchange

    Passages online, Band 11

    Daniel Spoerris Arbeiten besetzen den Schnittpunkt mehrerer künstlerischer Trends und Tendenzen. Die meisten Kommentatoren seines Werks betrachteten ihn hingegen als Künstler des Neuen Realismus, und sein Werk wird oftmals auf die der Fallenbilder reduziert. Diese von der Kunstgeschichtsschreibung gefestigte Verengung, weitgehend von den klassifizierenden Bemühungen Pierre Restanys geprägt, entspricht jedoch nur einem kleinen Teil seines Werkes. Spoerris Filme, seine Lyrik, seine Bücher, die MAT-Editionen, seine Bedeutung als Organisator von Veranstaltungen und Ausstellungen sind Beispiele für die Vielfalt und Offenheit seiner Aktivitäten. In den 1960er Jahren stand er Fluxus und Zero nahe und legte den Grundstein für die Eat Art. Die Arbeit des Künstlers als Teil transnationaler Netzwerke zu verstehen, die verschiedene Disziplinen sowie theoretische und materielle Ansätze vereinen, legt es nahe, Spoerris Interaktionen mit den verschiedensten Akteuren der Zeit neu zu bewerten. Dieses Buch geht als Tagungsband des von Jill Carrick und Déborah Laks am 22. Und 23. Oktober 2018 am DFK Paris veranstalteten Kolloquiums "Topographien von Daniel Spoerri: der Künstler in seinen Netzwerken" diesen Fragen nach.

  • 21.12.2021

    Stephanie Herold; Gerhard Vinken (Hrsg.): Denkmal_Emotion. Politisierung – Mobilisierung – Bindung

    Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 30

    In Bezug auf das Kulturerbe sind die Emotionen als Thema zurück; der „emotional turn“, so scheint es, hat die Denkmalwissenschaften erreicht. Die Verbindung zwischen Emotionen und Erbe/Denkmal ist dabei als eine wechselseitige und voneinander abhängige Beziehung zu denken. Verstanden als integraler Bestandteil von Prozessen individueller und kollektiver Sinnstiftung, werden Emotionen vom Nebenprodukt zu einem prägenden Aspekt von Inwertsetzungen, Aneignungen und Ablehnungen, wie sie für das Feld der Denkmalpflege konstituierend sind. Die hier versammelten Beiträge spiegeln in ihrer Bandbreite die unterschiedlichen Facetten des komplexen Verhältnisses zwischen Denkmalwissenschaften und Emotionen wider, sei es in Bezug auf seine politischen Dimensionen, auf die Entwicklung neuer emotionaler Bezugspunkte oder auf ganz konkrete Prozesse von Denkmalaneignung oder -ablehnung.

  • 15.12.2021

    Thomas Schleper (Hrsg.): Kultur unterwegs: Relevanz einer Instanz

    Woran liegt es, dass der Kultur heute kaum mehr die Kraft zugestanden wird, die ihr ein Jacob Burckhardt noch wie selbstverständlich bescheinigte? 13 Kulturexpert:innen verschiedenster Sparten suchen Antworten auf die gerade in der Pandemie gestellte Frage nach der Relevanz von Kultur. Kultur kann vitale Treiberin für Nachhaltigkeit, Inklusion und Demokratie sein. Dazu muss sie ihre relative Autonomie zurücknehmen, sich politisch verstehen und selbstkritisch begegnen. Was ist zu verteidigen und wo steht Aufgabenkritik für eine Transformation an? „Kultur unterwegs“ leuchtet multiperspektivische Zugänge für ein eigenes Urteil aus.
    Enthält ein barrierefreies PDF.

  • 14.12.2021

    Inga Elisabeth Tappe: Böse Bilder? Theorie und Ethik der Gewaltfotografie

    Dissertationen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

    Gewaltbilder wie Kriegsfotografien und Bildzeugnisse der Shoah stehen im Zentrum ethischer Kontroversen. Der Hoffnung, diese Bilder könnten ihre Betrachter*innen für das Leid anderer Menschen sensibilisieren, steht die Überzeugung, Empathie mit Anderen sei nicht durch Bilder vermittelbar und menschliches Leid nicht angemessen medial darstellbar, gegenüber. Dabei wird häufig eine Tendenz zum personalisierenden Sprechen deutlich, die Bilder zu eigenständigen, moralisch verantwortlichen Akteuren erhebt, sodass Bilder, die Böses zeigen, nicht als Bilder des Bösen, sondern als böse Bilder aufgefasst werden. Mit diesen Diskursen setzt sich der vorliegende Band kritisch auseinander.

  • 14.12.2021

    Olia Lialina: Turing Complete User. Resisting Alienation in Human Computer Interaction

    Um das Jahr 2010 herum begannen der Bereich der Human-Computer-Interaction (HCI) und die IT-Branche insgesamt mit einer tiefgreifenden Reform ihrer Terminologie: einige Wörter wurden verboten und die Bedeutung anderer Wörter wurde umgekehrt, um die wachsende Kluft zwischen Benutzern und Entwicklern zu verbergen, um die Übergänge zu erleichtern von Computern zu “dumb terminals”, von Servern zu „Buckets“, vom Doppelklicken zum „OK, Google“. Computernutzer*innen lernten also auch laut und deutlich zu sprechen, um von Siri, Alexa, Google Glass, HoloLens und anderen Produkten, die sowohl zuhören als auch antworten, verstanden zu werden. Vielleicht ist es genau diese Verschmelzung von Input und Output zu einem „Gespräch“, das das vergangene Jahrzehnt prägt und in den kommenden Jahren den Kern der HCI-Forschung bilden wird. Wer skriptet die Gespräche mit diesen unsichtbaren Ohren und Mündern? Wie können die Nutzer*innen diese Interaktionen steuern? Wenn sich Hard- und Software in anthropomorphe Formen und formlose „Experiences“ auflösen, dann hören Wörter auf, bloße Namen und Metaphern zu sein. Sie regen nicht nur die Fantasie an und geben unsichtbaren Produkten Gestalt. Wörter selbst werden zu Schnittstellen – und entsprechend wird jede Änderung im Vokabular relevant.

  • 02.12.2021

    Interessengemeinschaft Deutscher Kunsthandel (Hrsg.): Fair und Gerecht? Restitution und Provenienz im Kunstmarkt. Praxis – Probleme – Perspektiven

    Im Oktober 2019 fand in München ein Symposium statt, auf dem erstmals das historisch und juristisch komplexe Thema der NS-Raubkunst, der Restitution und Provenienz aus Sicht des Kunsthandels beleuchtet wurde. Die Tagung gab Einblicke in die Praxis des etablierten Kunsthandels, der mit hoher Expertise und Verantwortung für die Vermittlung und den Erhalt kultureller Güter einsteht. Der Tagungsband „Fair und Gerecht?“ umfasst sämtliche Vorträge und Diskussionsrunden der Veranstaltung. Renommierte Juristen, Provenienzforscher und Kunsthändler begaben sich vor dem Hintergrund des rechtlich-moralischen Spannungsfeldes auf die Suche nach Best-Practice-Lösungen mit dem Ziel, dem Kunsthandel auch in Zukunft die Arbeit zu ermöglichen.

  • 15.11.2021

    Christiane Lukatis: Treffpunkt Rom 1810. Die Geschichte eines Künstlerstammbuchs

    Kataloge der Museumslandschaft Hessen Kassel, Band 68, hrsg. von Museumslandschaft Hessen Kassel

    2019 konnte die Museumslandschaft Hessen Kassel ein unpubliziertes Künstlerstammbuch erwerben, das der livländische Adlige Wilhelm von Blankenhagen (1761–1840) 1810 in Rom zusammentrug. Die Sammlung umfasst über 30 Zeichnungen von so bedeutenden Künstlern wie Thorvaldsen, Koch oder den Lukasbrüdern Overbeck und Pforr. Russische oder livländische Künstler wie Matwejeff oder Grass sind ebenso vertreten wie der englische Archäologe und Griechenlandreisende Dodwell. Wie Schick oder Rauch stammen die meisten Künstler aus dem Umfeld Caroline von Humboldts.
    Die Bedeutung des Albums für die Forschung ist nicht zu unterschätzen. Durch eine ausgezeichnete Quellenlage veranschaulicht es beispielhaft das Beziehungsgeflecht der Künstler des Humboldt-Kreises.

  • 15.11.2021

    Michael Hofbauer: Cranach - Parerga und Paralipomena. Neues zu Lucas Cranach und seinen Söhnen

    In 16 ausführlichen Aufsätzen werden verschiedene Aspekte der Cranach-Forschung behandelt. Sie zeigen eine Auswahl von Ergebnissen aus der Arbeit mit der Datenbank www.cranach.net, darunter vier Neuzuschreibungen von bisher als Frühwerke Cranachs betrachteten Bildnissen. Aus der Arbeit mit dieser digitalen Forschungsdatenbank ergeben sich unzählige weitere neue Erkenntnisse, die innerhalb umfangreicher digitaler Dossiers der Werke des Werkverzeichnisses CORPUS CRANACH dokumentiert sind. Der Aufsatzband will eine Brücke schlagen zu neuen Methoden digitaler Kunstgeschichte, die eine erhebliche Beschleunigung des wissenschaftlichen Diskurses und damit einhergehend einen schnelleren Erkenntnisgewinn ermöglichen.

  • 27.10.2021

    Nicole Krup Oest: Photography and Modern Public Housing in Los Angeles

    Art & Photography, Band 2

    In den 1940er Jahren war Los Angeles mit einer akuten Wohnungskrise konfrontiert. Die lokale Housing Authority reagierte mit einem kontroversen Programm zur Slumräumung und öffentlichen Wohnungsbau als auch mit Fotografie, die diese Krise auf innovative Weise darstellte. Dieses Buch bringt diese Fotografie mit bisher unveröffentlichten Quellen zusammen, um ein weitgehend ununtersuchtes Konzept der Wohnungsfotografie aufzudecken. Fallstudien aus Los Angeles, New York und Berlin zusammen mit FBI-Aufzeichnungen und fast vergessenen Bulletins laden zu einem neuen Verständnis der Geschichte des Wohnens und der Fotografie ein, in der Wissenschaftlerinnen und Fotografen zentale Rollen spielten.
    Gefördert durch den SNF (Schweizerischer Nationalfonds)

  • 26.10.2021

    María López-Fanjul (Hg.): Der zweite Blick: Frauen

    Mit der integrierten Ausstellungsreihe „Der zweite Blick“ werden Besucher*innen dazu eingeladen sich mit aktuellen, gesellschaftsrelevanten Themen in der Dauerausstellung des Bode-Museums auseinanderzusetzen. „Frauen“ bildet den zweiten Schwerpunkt der mehrteiligen Reihe. Anhand der Objekte und der Vergegenwärtigung der jeweils abgebildeten Persönlichkeit können die Besucher*innen sich mit der Rolle der Frau in der Geschichte, ihrer Wahrnehmung in der Gesellschaft und der künstlerischen Umsetzung der auf Frauen bezogenen Bildthemen auseinandersetzen.

    Englische Version: The Second Glance: Women
    Weitere Publikation: Der zweite Blick. Spielarten der Liebe

  • 21.10.2021

    Berra, Giacomo: Il viaggio della marchesa di Caravaggio Costanza Colonna da Genova a Napoli a bordo di una galera maltese: Lettere inedite

    In questo studio vengono analizzate diverse lettere inedite scritte e ricevute da alcuni illustri membri della famiglia Colonna, tra cui la marchesa di Caravaggio Costanza Colonna. Questa nobildonna fu un’importante protettrice di Michelangelo Merisi da Caravaggio. Attraverso queste e diverse altre missive è possibile avere un’idea della vita quotidiana della marchesa e dei suoi stretti contatti con la famiglia dell’artista. In particolare queste lettere ci permettono di seguire direttamente il viaggio via mare che Costanza e il figlio fra’ Fabrizio Sforza Colonna intrapresero nel giugno del 1607 da Genova sino a Napoli. Le lettere documentano anche un incontro che ci permette di comprendere meglio come il Caravaggio, con l’appoggio della potente famiglia Colonna, sia salito, quasi certamente, a bordo di una delle galere comandate dal ‘caravaggino’ fra’ Fabrizio in modo da poter raggiungere in tutta sicurezza l’isola di Malta.

  • 13.10.2021

    Manja Wilkens, Yves Guignard (Hrsg.): Wilhelm Uhde. Briefe an Freunde, Künstler und Kunsthändler

    Passages online, Band 12

    Wilhelm Uhde was a dilettante in the best sense of the word, as an art dealer, as an art historian and as a collector. Before the First World War, he had rendered outstanding services to the Parisian avant-garde, then concentrated primarily on promoting so-called Naive painting. He lived in Paris from 1904, with interruptions due to the World Wars. The book publishes letters to dealers and friends and thus traces the situation of a deeply convinced European, living between nations, who was deprived of his citizenship by the National Socialists. After the Second World War, he had only two years left, and now abstract painting also came into his focus.

  • 23.09.2021

    Birgit Dalbajewa et al (Hrsg.): The Internationale Kunstausstellung Dresden 1926 in Historic Photographs by Alexander Paul Walther

    Die Internationale Kunstausstellung Dresden 1926 war eine der markantesten ihrer Art in der Weimarer Republik. Auf ihren Errungenschaften fußte auch die erste documenta 1955 in Kassel. Anhand historischer Aufnahmen des Architekturfotografen Alexander Paul Walther werden Erscheinungsbild, Intentionen und Wirkung dieses Großereignisses nachgezeichnet.
    Die bedeutenden fotografischen Dokumente befinden sich im Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und wurden bisher noch nie gemeinsam und vollständig publiziert. Ihre kommentierte Edition leistet das Dresdner Albertinum innerhalb des BMBF-Verbundforschungsprojekts „Vom Gegenstand zum Exponat“ als eine inspirierende Grundlage für weitere Forschungen

  • 22.09.2021

    Sabine Lang, Andrea Nicklisch: Den Sammlern auf der Spur. Provenienzforschung zu kolonialen Kontexten am Roemer- und Pelizaeus- Museum Hildesheim 2017/18

    Veröffentlichungen des Netzwerks Provenienzforschung in Niedersachsen, Band 2, hrsg. von Claudia Andratschke

    „Den Sammlern auf der Spur“ präsentiert die Ergebnisse eines Provenienzforschungsprojektes, das 2017/18 am Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim durchgeführt wurde. Im Fokus standen Herkunft und Erwerbungsumstände von ethnografischen Objekten, die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert aus den umfangreichen Beständen des Königlichen Museums für Völkerkunde Berlin nach Hildesheim gelangten. Die meisten dieser Gegenstände von nahezu sämtlichen Erdteilen stammen aus kolonialen Zusammenhängen. Der Schwerpunkt des Bandes liegt auf einer Vorstellung der Sammler und einer Erörterung der sehr heterogenen Umstände, unter denen sie Ethnographica erworben haben.

  • 31.08.2021

    Simon Baier: Feld und Signal. Aporien der Malerei bei Elʹ Lisickij und Kazimir Malevič

    Die Untersuchung stellt zwei zentrale Figuren der historischen Avantgarden ins Zentrum: Kazimir Malevič und El’ Lisickij. Für beide markiert das Jahr 1928 eine Wende. Lisickij bricht seine Praxis abstrakter Malerei ab, um sich auf die Produktion monumentaler, politisch motivierter sowie medientechnisch avancierter Installationen zu konzentrieren. Lisickijs ehemaliger Mitstreiter Kazimir Malevič kehrt dagegen nicht nur zur Handarbeit der Malerei zurück: Diese zeigt mit einem Mal wieder menschliche Figuren, jedoch inmitten einer dystopisch leeren Welt. Beides sind Reaktionen auf die Exzesse der Moderne, die Ende der 1920er Jahre die Situation unserer Gegenwart vorzeichnen.

  • 30.08.2021

    Antoinette Maget Dominicé et. al.(Hrsg.): Lehr- und Schausammlungen im Wandel. Archive, Displays, Objekte

    Wie können öffentliche und universitäre Sammlungen in Zukunft bewahrt und ausgestellt werden? Aktuell wird die Präsentation solcher Sammlungen oft von Veränderungen in den Institutionen bestimmt. Dabei spielt die Disziplin- und Institutionsgeschichte ebenso eine Rolle wie der auf Einzelobjekte gelegte Fokus der Wissenschaft, wenn es um Provenienz und Ausstellungsmöglichkeiten geht.
    Die Autor:innen behandeln die Herausforderungen und die Zukunft von Lehr- und Schausammlungen. Neben der Integration der Objekte in Forschung und Lehre werden Fragen der Präsentation heterogener Sammlungen und Unsicherheiten in der Eigentumslage von Objekten thematisiert.

  • 19.07.2021

    M. Chatzidakis, et al. (Hrsg.): Con bella maniera. Festgabe für Peter Seiler zum 65. Geburtstag

    Con bella maniera... unter diesem Titel ehren die Autor:innen des vorliegenden Bandes den Kunsthistoriker Peter Seiler. Ihre Beiträge spiegeln nicht nur das gattungs- und epochenübergreifende Forschungsinteresse und den interdisziplinären Zugang des Jubilars, sondern bezeugen Freundschaften, die sich aus allen Phasen seiner wissenschaftlichen Vita erhalten haben – von den studentischen Anfängen in Heidelberg über die prägende Zeit als Stipendiat in Rom an der Bibliotheca Hertziana bis zu seinem Wirken an den kunstgeschichtlichen Instituten der Freien Universität und der Humboldt-Universität zu Berlin als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Privatdozent, Leiter des Census und außerplanmäßiger Professor. Seine bella maniera geht über den kunsthistorischen terminus technicus hinaus und verbindet „altehrwürdige erlernbare Praktiken“ der Kunstgeschichte, innovative Forschungsansätze und die feine Art des menschlichen Umgangs.

  • 15.07.2021

    Ute Christiane Hoefert: Rollenflexibilität und Demokratisierung in der Kunst. Der Konzeptkünstler, Mail Artist und Networker H. R. Fricker

    Art & Photography, Band 1

    Der 1947 geborene Schweizer Künstler Hans Ruedi Fricker praktiziert seit 1981 Mail Art. Diese Kunstform findet in einem offenen Netzwerk statt, in dem die Teilnehmenden über den Postweg Objekte und Gegenstände sowie selbstgestaltete Briefmarken, Postkarten und Kuverts austauschen und eigenverantwortlich die Aufgaben des Ausstellens, Sammelns und Bewahrens übernehmen. Fricker beabsichtigte bereits vor seiner Mail Art-Aktivität, den von ihm als elitär empfundenen Kunstmarkt zu enthierarchisieren, zu dezentralisieren und schließlich zu demokratisieren. Er zählt zu einem neuen Künstlertypus, der auf originelle Weise auf Gegenwärtiges reagiert und sich mit seiner Kunst für persönliche und gesellschaftliche Prozesse engagiert.

  • 14.07.2021

    Stephanie Herold und Christian Raabe (Hrsg.): Erhaltung. Akteure – Interessen – Utopien

    Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 29

    Der Wille zur Erhaltung des baulichen kulturellen Erbes kann als einer der Grundpfeiler der denkmalpflegerischen Theorie und Praxis betrachtet werden. Vom „Konservieren, nicht Restaurieren“ der letzten Jahrhundertwende, über die Forderungen nach Erhaltung und „Bewahrung des geschichtlichen Zeugnisses“ (Carta von Venedig, 1964) bis hin zur „Erhaltung des Kulturerbes in allen seinen Formen“ (Nara-Dokument zur Echtheit/Authentizität, 1994) zieht sich der Wunsch nach Erhaltung durch die verschiedenen Grundlagentexte der Denkmalpflege. Neben diesem scheinbar gemeinsamen, übergeordneten Ziel zeigt sich jedoch bei genauer Betrachtung auch hier ein breites Spektrum an unterschiedlichen Zielvorstellungen und Schwerpunktsetzungen. Diese sind jeweils eng verbunden mit den gesellschaftlichen Kontexten und den beteiligten Akteuren. Denn was unter Erhaltung verstanden wird und was an einem Denkmal erhalten werden soll, hängt in hohem Maße damit zusammen, was an einem Objekt als denkmalwert betrachtet wird – und ist somit abhängig nicht nur von den sich stetig wandelnden technischen Voraussetzungen, sondern auch von persönlichen und gesellschaftlichen Wertzuschreibungen.

  • 14.07.2021

    Ingo Wiwjorra und Dietrich Hakelberg (Hrsg.): Archäologie und Nation: Kontexte der Erforschung „vaterländischen Alterthums“

    In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts nahm das wissenschaftliche Interesse an der einheimischen Archäologie spürbar zu. Schon die Zeitgenossen haben die „vaterländische Altertumskunde“ mit einem nach den Befreiungskriegen neu erwachten Nationalbewusstsein begründet. Diesen Topos gilt es kritisch zu hinterfragen: Wie hängen die damaligen Nationsvorstellungen mit dem anwachsenden Interesse am einheimischen Altertum zusammen? Unter welchen historischen, politischen und sozialen Rahmenbedingungen entwickelte sich jene „vaterländische“ Archäologie? Diesen Fragen gehen Archäologen und Historiker aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Tschechien in ihren Beiträgen nach.

  • 14.07.2021

    Danièle Perrier, Ellen Wagner (Hrsg.): Kunstkritik in Zeiten von Populismen und Nationalismen. Akten des 52. internationalen AICA Kongresses

    Diese Publikation dokumentiert den 52. Internationalen Kongress des Kunstkritikerverbands AICA, der 2019 in Köln und Berlin zum Thema Kunstkritik in Zeiten von Populismen und Nationalismen getagt hat. Mehr als 40 Vortragende und Moderatoren lieferten eine Definition des Populismus, beschäftigten sich mit den Fragen von Diskriminierung, der Zensur in vielen Ländern sowie der Übernahme künstlerischer Strategien im „rechten“ Sprachgebrauch. Diskutiert wurde auch Autonomie und Verantwortung von Kunst und Kunstkritik. Die hier wiedergegebenen Diskussionen zeigen die ganze Komplexität des Themas.
    Die Dokumentation erscheint in zwei gesonderten Bänden jeweils in Deutsch und Englisch.

  • 08.07.2021

    ICOM Deutschland (Hrsg.): Chancen und Nebenwirkungen – Museum 4.0

    Die Herausforderungen der Museen im digitalen Zeitalter sind vielfältig, doch womit angesichts der Fülle der Aufgaben beginnen? Die Jahrestagung 2019 von ICOM Deutschland diskutierte anhand interessanter Fallbeispiele – Museum4punkt0, NUMiD, ViSIT (Universität Passau), Cadolzburg (Bayerische Schlösserverwaltung), Digitale Strategie für Museen (Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern) u. v. a. – unterschiedliche Wahrnehmungen des Aufgabenfeldes Digitalisierung in Kulturbetrieben, einzelne Handlungsfelder und häufig in der musealen Realität auftretende Schwierigkeiten. So verschieden die Museen auch sind, die rund zwanzig präsentierten Beispiele machen deutlich: Soll die Digitalisierung eine gelungene, nachhaltige Öffnung der Museen ins Digitale sein und damit über einzelne digitale Vermittlungsangebote hinausreichen, so Julian Nida-Rümelin in der Einführung, muss sie mit einer digitalen Geisteshaltung und einer entsprechenden Arbeitskultur einhergehen. Ferner sind eine zum eigenen Haus passende Digitalstrategie sowie ausreichende Ressourcen und der Rückhalt der Museumsträger wichtige Voraussetzungen.

  • 01.07.2021

    Patricia Schmiedlechner: Modi Operandi in Rubens’s Workshop. A Study on the Creative Process and Studio Practice

    Stuttgarter Akademieschriften, Band 3

    Peter Paul Rubens’ umfangreiches Œuvre umfasst mehr als 1500 Gemälde sowie vorbereitende Zeichnungen und Ölskizzen. Wie zu jener Zeit üblich, beschäftigte Rubens als Meister der St. Lukasgilde eine mehrköpfige Werkstatt und seine Mitarbeiter und Schüler waren maßgeblich an seinem künstlerischen Schaffen beteiligt. Dieser kollaborative Arbeitsprozess erschwert die Zuschreibung von Rubens’ Werken nach den heutigen Maßstäben der eigenhändigen Ausführung.
    Die Studie beleuchtet die Abläufe in der Werkstatt unter Berücksichtigung sozialgeschichtlicher Voraussetzungen und schriftlicher Quellen, wobei der der Arbeitsprozess am Fallbeispiel des Hochaltarbildes der Augustinerkirche in Antwerpen vorgestellt wird. Die mit der Entstehung dieses Bildes assoziierten Zeichnungen und Skizzen werden nicht nur als Zeugnisse des kreativen Prozesses, sondern auch als Produkte der Arbeitsteilung und des Lehrbetriebs in Rubens’ Werkstatt betrachtet.

  • 25.06.2021

    Bärnreuther, Andrea (Hrsg.): Taking a Stand?: Debating the Bauhaus and Modernism

    Die Publikation “Taking a Stand? Debating the Bauhaus and Modernism” ist die erweiterte und weiterentwickelte Version eines Symposiums mit integriertem Schulprojekt. Der Titel „Was heißt hier Haltung?“ bezieht sich zum einen auf den Forschungsgegenstand Bauhaus und zum anderen auf die Haltung, die ihm gegenüber eingenommen wird. Der Begriff Haltung spannt einen weiten Bogen für die Erforschung des Bauhauses und der Bauhausgeschichtsschreibung sowie für die Öffnung des Bauhauses in die Zukunft. Das Bauhaus wird als ein Komplex aus materieller Kultur, Ideen, Praktiken und Politiken erkennbar, während sein Verständnis als transnationales und transkulturelles Beziehungsgeflecht zum Motor transkulturellen Austauschs wird. Das kuratierte Format dieser hybriden Print- und Online-Publikation eröffnet mit übergreifenden Fragen und Schlagwörtern nicht-lineare und multiperspektivische Zugänge.

  • 25.06.2021

    Kleine-Benne, Birte (Hrsg.): Kunst_Kontext_Kunst

    Anliegen der Aufsatzsammlung Kunst_Kontext_Kunst ist, durch die Untersuchung künstlerischer und theoretischer Arbeiten (Theorietexte, Videoinstallationen, ein Perzeptionsmodell, In-Situ-Installationen, ortsspezifische Interventionen und institutionskritische Praktiken) den Begriff, das Konzept und die Operationen des „catchall term“ Kontext zu schärfen, unsere künstlerischen und theoretischen Untersuchungsgegenstände wie auch unsere epistemischen Rahmungen und nicht zuletzt auch uns Wissenschaftler*innen in dem Kontext u. a. von Institutionen, Methoden und Medien zu begreifen. Damit gehen wir von ökologisierenden, nämlich kontext- bzw. umweltgebundenen Relationalitäten aus.

  • 03.06.2021

    A. Gunthert, Th. Kirchner und M. Ozdoba (Hrsg.): Nouveaux médias: mythes et expérimentations dans les arts

    Passages online, Band 10
    Von den Anfängen des Films, über Videoinstallationen und kybernetische Kunst, bis hin zu den neuesten Virtual-Reality-Brillen: in kunstwissenschaftlichen und künstlerischen Beiträgen analysiert der Band die komplexen Beziehungen zwischen den Künsten und den neuen Medien.
    Die Beiträge distanzieren sich vom Mythos der Neuen Medien als Symbol von Modernität und widmen sich praxisbezogen, anhand künstlerischer Ansätze, den Herausforderungen, vor die uns die Neuen Medien stellen. Fern vom technologischen Determinismus, der am Beginn der Auseinandersetzung mit der medialen Entwicklung stand, erscheinen Medien und Technik vor allem im Licht des Gebrauchs, als Werkzeug zur Erforschung von Kunst und Kultur. Mit einem Schwerpunkt auf experimentelle Ausdrucksformen werden auch Strategien des Widerstandes beleuchtet, wenn es um den hegemonialen Einsatz des Visuellen geht. Exemplarisch wenden sich die Autor*innen dem neuerlichen Durchdenken des Kunstobjekts und der Publikumserfahrung, dem Hinterfragen der Museumspraxis und der Kritik am Stellenwert von Technologie zu.

  • 26.04.2021

    Anne Breimaier, Matthias Gründig (Hrsg.): Hollis Frampton: ADSVMVS ABSVMVS, in memory of Hollis William Frampton, Sr., 1913–1980, abest

    Die Publikation dokumentiert die erste europäische Einzelpräsentation einer fotokonzeptuellen Arbeit Hollis Framptons (1936–1984), die 2018 im UG im Folkwang, Essen, zu sehen war. Der Band enthält Reproduktionen der elften Auflage von ADSVMVS ABSVMVS, in memory of Hollis William Frampton, Sr., 1913–1980, abest (1982) sowie ein Re-Design der Begleitbroschüre und Ausstellungsansichten. Die hier versammelten Texte verorten ADSVMVS ABSVMVS im Feld der Kunst-, Fotografie- und Ausstellungsgeschichte. Die Ausstellung und der Katalog sind im Rahmen einer Kollaboration zwischen der Freien Universität Berlin und der Folkwang Universität der Künste in Essen entstanden.

  • 08.04.2021

    Kasmo, Ruba, Grandin, Thierry und Neglia, Giulia Annalinda: Post-Conflict Documentation of a Historic Neighborhood: (Suwayqat Ali Area – Old City of Aleppo)

    Dima Dayoub, Anne Mollenhauer (Hrsg.)

    Aleppo ist eine der ältesten, durchgehend bewohnten Städte der Welt. Die Altstadt zeigt noch heute die Spuren des hellenistischen Straßenrasters und historische Monumente aus verschiedenen Epochen. Das Gebiet "Suwayqat Ali" befindet sich nördlich des Suqs (Marktgebiet). Es handelt sich um ein gemischtes Viertel mit öffentlichen und privaten Gebäuden. Es wurde aufgrund der funktionalen Diversität, historischen Bedeutung und den erheblichen Schäden, die es erlitt, ausgewählt. Studie erfasst das Viertel ganzheitlich: durch eine städtebauliche Analyse sowie die Geschichte und Architektur der wichtigsten Gebäude, einschließlich des heutigen Zustands. Die Publikation ist zweisprachig, englisch und arabisch.

  • 07.04.2021

    Katharina Weiger: Studien zu einer Kreuzigung im Louvre. Malerei nach Giotto in Unteritalien und Kunst am Anjou-Hof

    Blut und Gotteserkenntnis – das sind die Themen, welche die Konzeption der in dieser Arbeit behandelten Kreuzigung aus Giottos neapolitanischer Werkstatt, datiert auf 1332/33, bestimmt haben. Giotto hat das Bild begonnen und die Ausführung an einen Mitarbeiter, dem die Kunst Sienas und Assisis vertraut war, delegiert. Die Datierung ergibt sich aus der Debatte um die visio beatifica Dei, die den Hof Roberts von Anjou stark beschäftigt und die Gestaltung der Tafel beeinflusst hat. Davon ausgehend erforscht die Arbeit die Kunst Unteritaliens aus der Zeit nach Giottos Aufenthalt in Neapel. Dass die Kreuzigung, wie die Stuttgarter Apokalypse, die ebenso dem Anjou-Hof zuzuordnen ist, eine zweifache Rezeption – zeitnah in der höfischen Buch- und einige Jahrzehnte später in der Wandmalerei des Königreichs – erfuhr, ist mit der Kunstpolitik Roberts zu erklären.

  • 01.04.2021

    Staatl. Kunstsammlungen Dresden, Christine Nagel (Hrsg.): Bibliographie Grünes Gewölbe 1800 bis 2020

    Diese Bibliographie ist der Versuch, sämtliche Literatur zur Geschichte und den Werken der kurfürstlichen und königlichen Schatzkammer Grünes Gewölbe, der Kunstkammer und des Museums Grünes Gewölbe seit 1800 zu erfassen.
    Neben Bestandskatalogen und Sammlungsführern entstanden zahlreiche Aufsätze und Beiträge in Fachzeitschriften, Ausstellungskatalogen und Monographien; sowohl von den Mitarbeitern der Sammlung als auch von externen Wissenschaftlern, die, soweit sie recherchierbar und bekannt sind, hier aufgenommen wurden.
    Die Zusammenstellung gliedert sich in drei zeitliche Abschnitte: 1800-1945, 1959-1989 sowie 1990-2020.

  • 31.03.2021

    Maria Effinger / Hubertus Kohle (Hrsg.): Die Zukunft des kunsthistorischen Publizierens

    Das wissenschaftliche Publikationswesen ist im Umbruch begriffen, am Digitalen als universellem game changer kommt niemand vorbei. Ob in diesem Feld das gedruckte Buch in Zukunft das gängige Modell sein wird, ist sehr zu bezweifeln. Vielmehr bietet sich das Internet als äußerst flexibles Medium an, das einerseits einen deutlichen Mehrwert liefert, andererseits aber auch geläufige Rezeptionsweisen ermöglicht. Welche Möglichkeiten das digitale Publizieren in vielerlei Hinsicht eröffnet, wird in diesem Band in einer Reihe von 14 Aufsätzen aus kunsthistorischer Perspektive beleuchtet.
    Der Sammelband erscheint nicht nur als PDF-E-Book, HTML-Version und Print-on-Demand-Ausgabe, sondern wird zusätzlich als eine um Normdatentagging angereichte XML-Version publiziert.

  • 25.03.2021

    Christoph Luitpold Frommel: L' architettura del santuario e del palazzo apostolico di Loreto da Paolo II a Paolo III

    Das an der Ostgrenze des Kirchenstaates bei Ancona gelegene Wallfahrtsheiligtum von Loreto kann sich in Größe und Ausstattung zwar nicht mit dem Dom von Florenz oder dem Petersdom in Rom messen, aber es spiegelt, deutlicher als jeder andere monumentale Kirchenbau dieser Epoche, achzig Jahre Entwicklung in der Renaissance-Architektur wider.
    Die Errichtung der Wallfahrtskirche und der umgebenden Bauten ist Papst Paul II. Barbo zu verdanken, der nach seiner wundersamen Genesung der Muttergottes versprochen hatte, ihr ein prächtiges Heiligtum zu errichten. Seit dem Baubeginn 1468 und über die folgenden Pontifikate hinweg bis zu Paul III. waren bedeutende Architekten, Bildhauer und Maler wie Francesco dal Borgo, Giuliano da Maiano, Baccio Pontelli, Donato Bramante, Andrea Sansovino und Antonio da Sangallo d. J. an der Ausführung dieses nie ganz fertiggestellten Werks beschäftigt.
    Christioph Luitpold Frommel hat die Geschichte dieses Bauwerks auf der Basis seiner jahrzehntelangen Studien erstmals in dieser, von der Fondazione Cassa di Risparmio di Loreto finanzierten und 2018 in italienischer Sprache publizierten Monografie zusammenfassend dargestellt. Das Werk, das auch umfangreiche, von Marco Calafati erarbeitete, Quellenregister enthält, wird nun auf ArtBooks online veröffentlicht.

  • 25.03.2021

    Walter Grasskamp: Ein Engel verschwindet. Künstlerportraits aus vierzig Jahren

    Die Publikation erscheint anlässlich der Vergabe des Preises für ein herausragendes kunstkritisches Lebenswerk durch den Kunstkritikerverband AICA an Walter Grasskamp.
    Unter dem poetischen und mysteriös anmutenden Titel Ein Engel verschwindet hat Grasskamp 19 monographische Künstlerportraits versammelt, die - zwischen 1979 und 2019 geschrieben - hier in chronologischer Reihenfolge erscheinen. Der Schwerpunkt der Anthologie liegt auf dem Werk von Künstlern, denen er über einen langen Zeitraum verbunden war wie Hans Haacke, Sigmar Polke und Gerhard Richter. Daneben finden auch Künstler wie Markus Raetz, Aldo Walker, Axel Kasseböhmer oder Ben Willikens mit ihren eigenwilligen Werken Beachtung. Daran schließen sich seine kunstkritischen Betrachtungen zum „Kunstmarktkater“ über die veränderte Rolle der Kunstkritik an.

  • 17.03.2021

    Museumslandschaft Hessen Kassel (Hrsg.): » …denn der Ausverkauf ist bereits weit fortgeschritten...«

    Die vergessenen Erwerbungen der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel in Paris 1941/1942
    Mit der Besetzung Frankreichs im Sommer 1940 setzte, dank Wegfall vermögender Käufer und eines von den Deutschen festgelegten günstigen Wechselkurses, ein Run der Deutschen auf den Pariser Kunstmarkt ein. Zahlreiche Kunstsammler und auch Mitarbeiter deutscher Museen reisten nach Paris und verfielen in einen Kaufrausch. Hans Möbius, Archäologe und stellvertretender Direktor der Staatlichen Kunstsammlungen Kassel, der als Mitarbeiter des Kunstschutzes 1941 nach Paris beordert wurde, nutzte ebenfalls die günstige Gelegenheit.
    Der Band, der in Zusammenhang mit der gleichnamigen Ausstellung in Kassel entstanden ist, widmet sich dem Thema und stellt anhand von erhaltenen Dokumenten und Fotos die Umstände der Erwerbungen vor sowie die Vorgänge der Rückgabe an Frankreich nach dem Kriegsende. Im Zentrum stehen dabei die in Kassel verbliebenen Kunstwerke und Bücher. Warum wurden diese nicht zurückgegeben? Was wissen wir über deren Erwerb? Und wie gehen wir heute mit ihnen um?
    Vieles ist im Zusammenhang der Pariser Erwerbungen noch offen, was im internationalen Netzwerk der Provenienzforschung zukünftig erarbeitet werden wird.

  • 17.03.2021

    Jörg Ebeling et al. (Hrsg.): Jérôme Napoléon - und die Kunst und Kultur im Königreich Westphalen / et l’art et la culture dans le Royaume de Westphalie

    Das nur sechs Jahre existierende Königreich Westphalen unter dem jüngsten der Napoleoniden Jérôme Bonaparte (1784–1860) – bekannt als „König Lustik“ − ist ein Musterbeispiel für den künstlerischen wie kulturellen Transfer zwischen Frankreich und Deutschland. Die in diesem Band versammelten Texte gehen den Fragen des französischen Vorbilds und Einflusses sowie den lokalen Tendenzen der Assimilation oder der Abwandlung des vielfältigen Kulturlebens in der westphälischen Hauptstadt und seinen Provinzen nach. Sekundiert durch eine Auswahl der die Themen »Kunst und Kultur unter König Jérôme« betreffenden Archive in Deutschland und Frankreich, bietet sich ein entscheidendes Fundament für das genaue Ausloten des Verhältnisses von Zentrum und Peripherie im napoleonisch geprägten Europa.

  • 03.03.2021

    Birgit Ulrike Münch, Wiebke Windorf (Hrsg.): Transformer le monument funéraire

    Die durchaus originelle französische Skulptur im 18. und 19. Jahrhunderts wurde bislang zu oft lediglich im Kontext einer illustrierten Mentalitätsgeschichte thematisiert und dabei ihre Eigenständigkeit verkannt. Sicherlich trug auch die gewichtige Einschätzung Erwin Panofskys hierzu bei, der der Grabskulptur nach Bernini mangelnden Innovationsgeist attestiert hatte. Der vorliegende Band möchte hingegen die „Möglichkeitsräume“ ausloten, die zu einem tieferen Verständnis der Memorialkultur und ihrer Transformationen beitragen, und plädiert hierbei für eine Überwindung der starren Trennung in prä- und postrevolutionäre Kunst. Neben den Räumen des Monuments, die um 1800 durch den Wechsel des Begräbnisortes einem Wandel unterworfen waren, fragen die Beiträge nach den unterschiedlichen Öffentlichkeitssphären dieser Transformationen, nach der Innovationskraft des „aufgeklärten“ (Grab-)monuments und seinen neuen wie resilienten Funktionszuweisungen.

  • 03.03.2021

    J. Drost et al.: Le surréalisme et l’argent

    Durch die zunehmenden Migrationsbewegungen im 20. Jahrhundert geprägt, entwickelte sich der Surrealismus zu einer einzigartigen – und in vielerlei Hinsicht wegweisenden – Kunstrichtung mit weltweiter Wirkung und Rezeption. Die vorliegende Publikation nimmt erstmals die Rollen von Künstlern, Händlern, Sammlern und Museen in den Netzwerken in den Blick, die den Surrealismus ausgehend von Paris in Europa als eine der großen Avantgarden des 20. Jahrhunderts konstituierten. 20 Essays rücken die verschiedenen Akteure des Kunstmarktes und des internationalen Kunstbetriebes mit Blick auf den Surrealismus in Europa von 1924 bis 1969 in den Mittelpunkt.

  • 03.03.2021

    Seraina Renz: Kunst als Entscheidung. Performance- und Konzeptkunst der 1970er Jahre

    Die 1970er Jahre waren eine Blütezeit der Performance- und Konzeptkunst in Jugoslawien. Zu den wichtigsten Orten der Kunstproduktion gehörten die im Anschluss an die 68er-Unruhen gegründeten, selbstverwalteten studentischen Kulturzentren, insbesondere das in der Hauptstadt Belgrad. Seraina Renz untersucht ausgewählte Werke und Ausstellungen dieses bislang kaum erforschten Ortes und Abschnitts der jüngeren europäischen Kunstgeschichte. Historische Zeitzeugnisse und theoretische Auseinandersetzungen werden hier zum ersten Mal analysiert und die Werke im internationalen kunsthistorischen Kontext verortet.

  • 22.02.2021

    Gudrun Knaus: Leitfaden für digitales Sammlungsmanagement an Kunstmuseen

    Der Leitfaden dient als Einstieg in das Thema Digitalisierung an Kunstmuseen. Er setzt den Fokus auf das digitale Sammlungsmanagement und erläutert alle Arbeitsschritte rund um die computergestützte Dokumentation einer Sammlung und die anschließende Vernetzung der Daten in sammlungsübergreifenden Portalen. Dabei baut der Leitfaden auf international etablierte Standards sowie auf unmittelbare Arbeitserfahrungen der Autoren auf. Die idealtypischen Empfehlungen können jeweils auf die individuellen Bedürfnisse und Voraussetzungen eines Museums, gleich welcher Gattung und Größe, angepasst werden. Wertvolle Praxistipps und Literaturempfehlungen machen ihn zu einem nützlichen Arbeitsinstrument.

  • 27.01.2021

    M. Feist, M. Lackner, U. Ludwig (Hrsg.): Zeichen der Zukunft. Wahrsagen in Ostasien und Europa

    Was wird werden? Die Ausstellung „Zeichen der Zukunft. Wahrsagen in Ostasien und Europa“ zeigt erstmals Instrumente, Formen und Protagonist*innen des Wahrsagens im kulturhistorischen Dialog. Internationale Expert*innen stellen in diesem zweisprachigen Katalog 132 Objekte aus dem Germanischen Nationalmuseum, dem National Museum of Taiwan History und der Academia Sinica vor: Vom Feng Shui-Kompass, über Instrumente der Sterndeutung bis hin zu Tarotkarten.

  • 16.12.2020

    Holger Simon: Die Morphologie des Bildes. Eine kunsthistorische Methode der Kunstkommunikation

    Die Studie nähert sich Kunst, indem sie die visuelle Wahrnehmung in den Fokus ihrer Betrachtung stellt und die zentrale Frage zu beantworten versucht, wie Kommunikation durch Kunst, also durch Wahrnehmung möglich ist. Am Beispiel von sakralen Innenräumen der Neuzeit wird das Verhältnis von Betrachter und Bild problematisiert, um basierend auf einem differenztheoretischen Kunstbegriff (Luhmann, Spencer-Brown) die Eckpfeiler einer kunsthistorischen Methode herauszuschälen, mit der die auf Wahrnehmung basierende Bildrezeption untersucht und im Hinblick auf Kunstkommunikation interpretiert werden kann. Eine solche Methode wird Morphologie des Bildes genannt.

  • 16.12.2020

    Staatliche Kunstsammlungen Dresden , Nationalgalerie in Prag (Hrsg.): Aufzeichnungen des Prof. Barvitius über seine Reise nach Dresden, Berlin u. München / Quellenband

    Zweisprachige Ausgabe

    Die Anforderungen an einen modernen Museumsbetrieb sind vielseitig: Wie kann man ein diverses Publikum erreichen? Wie kommt ein Objekt besonders zur Geltung? Wie kann für die Sicherheit der Kunstwerke gesorgt werden? Neu sind diese Fragen nicht, wie handschriftliche Aufzeichnungen des Galerieinspektors Victor Barvitius (1834–1902) aus dem Jahr 1883 belegen. Barvitius war mit der Einrichtung der Prager Gemäldegalerie betraut worden. Um sich über alle Aspekte des Museumswesens auf den neusten Stand zu bringen, besuchte Barvitius im August und September 1883 die Gemäldegalerien in Dresden, Berlin und München. Er beriet sich mit Museumsdirektoren und Restauratoren, studierte Besuchsordnungen, dokumentierte den Zustand einzelner Gemälde und beobachtete den Museumsalltag.

  • 16.12.2020

    St. Hoppe , H. Locher , M. Burioni (Hrsg.): Digitale Raumdarstellung. Barocke Deckenmalerei und Virtual Reality

    Computing in Art and Architecture, Band 4
    Barocke Deckenmalerei als architekturgebundene Malerei läßt sich in digitalen Raumdarstellungen dokumentieren und erforschen. Datengetriebene digitale Raumdarstellungen sind ein recht neues Medium, das seine spezifischen Darstellungsqualitäten zwar erst entwickelt, dabei aber in vielen Bereichen bereits längst seinen Einzug in den Alltag gehalten hat. Digitale Rekonstruktionen von herrschaftlichen Innenräumen sind in Schlössern und Museen bereits vielfach anzutreffen. Der Band gibt einen umfassenden Einblick in Techniken und Praktiken der digitalen Rekonstruktion aus der Perspektive des Corpus der barocken Deckenmalerei in Deutschland und diskutiert aktuelle und zukünftige Herausforderungen des Forschungsfeldes. Neben praktischen Zugängen bietet er reflektierende und bildwissenschaftliche Zugänge zu Thema. Mithilfe von digitalen Raumdarstellungen lassen sich neue, bisher eher randständige Forschungsfragen beantworten. Für Forschung, Forschungskommunikation, Vermittlung und Citizen Science bieten sich noch ungehobene Möglichkeiten, die im Band immer wieder aufgeworfen werden. Anstelle eines allgemeinen Überblicks bietet der Band einen konkreten, forschungsgeleiteten und kunsthistorischen Zugang zum Thema Virtual Reality.

  • 05.11.2020

    Landesmuseum Hannover (Hrsg.): Die Gemälde des neunzehnten und zwanzigsten Jahrhunderts

    Ein weiterer Katalog der Niedersächsischen Landesgalerie bestehend aus Textband und Bildband ist online.
    Nach der Eröffnung des Sprengel Museums 1979 und der vorangegangenen Abgabe des Landesmuseumsbestandes „Bilder der Moderne“ war der 1973 erschienene Bestandskatalog von Ludwig Schreiner nicht mehr aktuell. Die überarbeitete und ergänzte Auflage von 1990 katalogisiert diejenigen Werke des 19. und frühen 20. Jahrhunderts, die im Landesmuseum verblieben sind bzw. seit 1973 neu in die Sammlung kamen.

  • 07.10.2020

    Karen Fromm, Sophia Greiff, Malte Radtki, Anna Stemmler (Hrsg.): image/con/text

    Aktuelle journalistische und künstlerische Erzählformen eröffnen Fotojournalismus und Dokumentarfotografie neue Perspektiven, die den Blick über die Grenzen des konventionellen Verständnisses der Dokumentation hinaus erweitern. Sie betonen die Kontextualität von Fotografie, indem sie auf die Komplementarität der Zeugenschaft setzen und zeigen, dass sich Bedeutung nur im Zusammenspiel von Bildern, Texten und Dokumenten erschließen lässt. image/con/text beleuchtet dokumentarische Praktiken zwischen Journalismus, Kunst und Aktivismus.

  • 02.09.2020

    Elisabeth Oy-Marra, Irina Schmiedel (Hrsg.): Zeigen – Überzeugen – Beweisen

    Autopsie und Empirie erlebten in der Frühen Neuzeit einen erheblichen Aufschwung. Die hiermit verbundenen Strategien des Zeigens, des Überzeugens und Beweisens spielten auch in der zeitgenössischen Kunstliteratur und der noch jungen Disziplin der Kennerschaft eine tragende Rolle. Der Sammelband vereint einen Großteil der Beiträge des Workshops ‚Zeigen – Überzeugen – Beweisen. Formen der Erzeugung und Vermittlung von Wissen in Kunstliteratur, Kennerschaft und Sammlungspraxis der Frühen Neuzeit‘ aus dem Jahr 2017.

  • 28.08.2020

    Jürgen Stöhr: Das Sehbare und das Unsehbare. Abenteuer der Bildanschauung – Caravaggio

    Die Bildanschauung wird zu einem unvergleichlichen Abenteuer, wenn Kunstwerke intensiv betrachtet werden. Jürgen Stöhr nimmt den Leser mit auf eine Betrachtungsreise in die Bildwelt des Emmausmahls von Caravaggios aus dem Jahre 1606. Dieses Werk verhandelt in sich selbst auf besondere Weise die vom Bibeltext vorgegebene wundersame Thematik von Auferstehung, Augen-Öffnen, Sehen, Erkennen und Verschwinden.

  • 27.07.2020

    Die Ölskizzen in der Niedersächsischen Landesgalerie Hannover

    Der neu erschienene Band katalogisiert erstmalig den Bestand von 221 Arbeiten, die zu zwei bedeutenden Konvoluten gehören: Ölskizzen, die aus den Nachlässen den beiden hannoverschen Maler Theodor Kotsch und Gustav Hausmann stammen. Bei der Aufarbeitung dieser Bildergruppe entstand der Gedanke, den Ölskizzen der Sammlung einen eigenen Katalog zu widmen, so dass nun auch der Bestand des Kestner-Museums und des Hannoverschen Künstlervereins der Wissenschaft erschlossen werden.

  • 27.07.2020

    Katja Lembke (Hrsg.): best of. 111 Stories from the WeltenMuseum

    Der Museumsführer der besonderen Art jetzt auch auf Englisch: Der Leser erfährt spannende Details zu 111 Exponaten der Sammlung des WeltenMuseums in Hannover. Raum- und zeitübergreifend erzählen sie Geschichten über die Natur, die Menschen und die Kunst. Von längst ausgestorbenen Lebewesen über jahrhundertealte Schätze bis zur weltweit größten Sammlung deutscher Impressionisten. Kurzweilig und interessant – auch ohne Museumsbesuch.

  • 27.07.2020

    Landesmuseum Hannover (Hrsg.): Von Cranach bis Monet

    Der Katalog aus dem Jahr 1985 verzeichnet die Neuerwerbungen der Niedersächsischen Landesgalerie von 1976 bis 1985. Der Zeithorizont reicht von Cranach bis Monet, umfasst aber auch Werke von anderen alten und neueren Meistern, wie Brueghel, Tischbein, Schwingen, Mackensen und anderen.

  • 27.07.2020

    Landesmuseum Hannover (Hrsg.): Die deutschen, französischen und englischen Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts

    Der 1990 vorgelegte Katalog zum Teilbestand der Niedersächsischen Landesgalerie ersetzt den 1954 publizierten Band von Gert von der Osten. Für die Neufassung wurden neue Erkenntnisse eingepflegt und wissenschaftliche Standards angepasst. Enthalten sind neben deutschen, französischen und englischen auch spanische und dänische Gemälde.

  • 22.07.2020

    Landesmuseum Hannover (Hrsg.): Die italienischen und französischen Handzeichnungen im Kupferstichkabinett der Landesgalerie

    Das vom Landesmuseum Hannover betreute Kupferstichkabinett umfasst Arbeiten deutscher, englischer, niederländischer, italienischer und französischer Graphiker. Die ersten drei Konvolute wurde in den 1960er Jahren umfassend katalogisiert; die Erfassung der italienischen und französischen Arbeiten blieb bis zum Erscheinen des vorliegenden Bandes im Jahre 1987 ein Desiderat. Die einzelnen Blätter werden in Bild und Text beschrieben und halten manche interessante Entdeckung bereit.

  • 17.07.2020

    Otto Karl Werckmeister: The Political Confrontation of the Arts in Europe from the Great Depression to the Second World War

    Eine nie dagewesene Politisierung der Künste lief in Europa von 1929 bis 1939 ab, die Otto Karl Werckmeister in seinem neu erschienenen Buch analysiert. In dieser Zeit wurden die Künste in die Kämpfe zwischen den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Systemen verwickelt, die sich im 2. Weltkrieg zuspitzten. Infolgedessen waren sie in einen dreifachen ideologischen Konflikt zwischen Kommunismus, Faschismus und Demokratie verstrickt, so die These Werckmeisters. Eine kurze Einführung in sein Werk gibt der Autor auf dem arthistoricum-Blog.

  • 16.07.2020

    Horst Wolfgang Böhme u. a. (Hrsg.): Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen

    Burgen, Schlösser und Festungen erlauben einen unmittelbaren Einblick in die Vergangenheit, indem sie Geschichte, Kultur und Alltag erfahrbar machen. Das Nachschlagewerk erklärt über 300 Fachausdrücke aus dem Burgen-, Schlösser- und Festungsbau. Als reinen HTML-Publikation bietet das Wörterbuch zahlreiche Verlinkungen und Verknüpfungen zu ergänzenden Informationen.

  • 16.07.2020

    Stefanie Rehm: Tischbein und die Kunst des ‚Goldenen Zeitalters'

    Es war einmal ein junger deutscher Maler, der, fasziniert von der niederländischen Kunst, zu einer Reise in die Niederlande aufbrach ... Die Kunst des ‚Goldenen Zeitalters‘ der Niederlande steht häufig im Fokus der Kunstgeschichte, doch nur selten hinsichtlich ihrer Rezeptionsgeschichte in Deutschland in der Zeit um 1800. Die Studie schließt diese Lücke am Beispiel der Niederlande-Reise von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein und gewinnt dabei einen neuen Blick auf Aspekte wie Bildwissen, Verbreitung und Rezeption der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts.

  • 15.07.2020

    Birgit Dalbajewa, Andreas Dehmer, Hilke Wagner (Hrsg.): Die Internationale Kunstausstellung Dresden 1926 in historischen Aufnahmen von Alexander Paul Walther

    Zu ihrer Zeit gefeiert, im Nationalsozialismus verachtet und in den folgenden Jahren fast vergessen — die Internationale Kunstausstellung Dresden 1926 war eine der markantesten ihrer Art in der Weimarer Republik. Die kommentierte Quellenedition zeichnet anhand historischer Aufnahmen des Architekturfotografen Alexander Paul Walther Erscheinungsbild, Intentionen und Wirkung dieses Großereignisses nach.

  • 02.07.2020

    Maren Manzl: Intermedialität im Werk von Gregory Crewdson

    Der 1962 in Brooklyn geborene Fotograf Gregory Crewdson inszeniert großformatige Fotos mit Blick auf das melancholische und entfremdete Leben in amerikanischen Vorstädten. Hauptthemen sind scheinbar zufällig festgehaltene Szenen von Innenräumen, Vorgärten und Straßenfluchten, in denen die Protagonisten zumeist wie teilnahmslos in sich gekehrt wirken. Maren Manzl stellt in ihrer neu erschienenen Monografie das Gesamtwerk des Bildkünstlers im Kontext von Malerei, Film und Fotografie vor. Crewdsons Aufnahmen werden zum Beispiel mit den Werken von Hopper, Eggleston, Wall und Sternfeld sowie Filmen von Lynch, Spielberg und Hitchcock verglichen.

  • 02.07.2020

    Heide Grape-Albers (Hrsg.): Die holländischen und flämischen Gemälde des 17. Jahrhunderts

    Mit dem Bestandskatalog der holländischen und flämischen Gemälde des 17. Jahrhunderts schloss die Niedersächsischen Landesgalerie im Jahr 2000 die 1990 begonnene Reihe von insgesamt vier Bänden über die Gemälde Alter Meister ihrer Sammlung ab. Über 200 Gemälde holländischer und flämischer Meister sind heute in der Landesgalerie versammelt. Darunter Werke von Peter Paul Rubens, Jacob Jordaens, Frans Snyders, Anton van Dyck, Gerrit Dou, Arent de Gelder, Carel und Barend Fabritius oder Nicolaes Maes.

  • 24.06.2020

    ICOM Deutschland, Markus Walz (Hrsg.): Museum: ausreichend. Die ‚untere Grenze‘ der Museumsdefinition. Tagungsband des Internationalen Bodensee-Symposiums 2018

    Wann ist ein Museum ein Museum? Das deutsch-schweizerisch-österreichische Bodensee-Symposium befasste sich 2018 anhand von interessanten Fallbeispielen mit der Frage, welche Kriterien ein Museum definieren. Die Autoren beleuchten das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven, nachzulesen im neuen Band der Beiträge zur Museologie.

  • 16.06.2020

    María López-Fanjul y Díez del Corral (Hrsg.): The Second Glance. All Forms of Love

    "Der zweite Blick" ist eine neue Ausstellungsreihe, die sich anhand aktueller gesellschaftsrelevanter Themen mit der Dauerausstellung des Bode-Museums auseinandersetzt. "Spielarten der Liebe", der erste Teil der Reihe, wirft einen zweiten Blick auf Werke, die sich mit der Vielfalt sexueller Identitäten befassen.

  • 09.06.2020

    Melanie Kraft: historia, narratio, exemplum. Jörg Breu d. Ä. und die Historienbilder für das Herzoghaus München

    Der Augsburger Maler Jörg Breu d. Ä. (um 1475/80–1540) arbeitete für zahlreiche hochrangige Auftraggeber wie Maximilian I., die Fugger oder das Herzoghaus München. Von diesem ging einer seiner prestigeträchtigsten Aufträge aus: Im Rahmen der sogenannten Historienbilder schuf er die Geschichte der Lucretia und die Schlacht von Zama. Das neu erschienene Buch von Melanie Kraft widmet sich anhand dieser Werke erstmals gezielt der Erzählstrategie und der Bildrhetorik Jörg Breus vor dem Hintergrund seines Œuvres und seiner Zeit und macht damit einen bisher kaum beachteten Maler der deutschen Renaissance greifbarer.

  • 04.06.2020

    Katja Lembke (Hrsg.): best of. 111 Geschichten aus dem Weltenmuseum

    Ein Museumsführer der besonderen Art: Der Leser erfährt spannende Details zu 111 Exponaten der Sammlung des WeltenMuseums in Hannover. Raum- und zeitübergreifend erzählen sie Geschichten über die Natur, die Menschen und die Kunst. Von längst ausgestorbenen Lebewesen über jahrhundertealte Schätze bis zur weltweit größten Sammlung deutscher Impressionisten. Kurzweilig und interessant – auch ohne Museumsbesuch.

  • 03.06.2020

    Johannes Warda (Hrsg.): Beyond Bauhaus. New Approaches to Architecture and Design Theory

    Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes nehmen den 100. Geburtstag des Bauhauses zum Anlass für eine kritische Revision von dessen pädagogischen Konzepten, Genderpolitik und designtheoretischen Implikationen. Die Beiträge eröffnen neue Perspektiven auf die sich zunehmend hybridisierenden Felder der gestaltenden Disziplinen zwischen virtuellen Umgebungen, der Ästhetik nachhaltigen Entwerfens, Biotechnologie und der Frage nach einer postkolonialen Ethik.

  • 13.05.2020

    Heike Messemer: Digitale 3D-Modelle historischer Architektur. Entwicklung, Potentiale und Analyse eines neuen Bildmediums aus kunsthistorischer Perspektive

    3D-Modelle von Städten und Gebäuden ermöglichen dem Betrachter faszinierende Perspektiven und lassen längst zerstörte oder nie gebaute Architektur entstehen. Heike Messemer zeichnet die Entstehungsgeschichte digitaler Architekturrekonstruktionen aus kunsthistorischer Perspektive nach und beschreibt die Einsatzmöglichkeiten in den Geistes- und Kulturwissenschaften.

  • 07.05.2020

    Antonia Wagner: Feminismus und Konsum. Perspektiven feministischer Konsumkritik in der Kunst der 1960er bis 1980er Jahre

    Ist Konsumieren ein Symbol für gesellschaftliche Freiheiten? Oder (re-)produziert Konsum eine Geschlechterordnung, die „die Frau“ auf ein Objekt männlichen Begehrens reduziert? Die neu erschienene Arbeit aus der Reihe „Dissertationen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe“ zeigt, wie widersprüchlich Weiblichkeit in Konsumkulturen konstruiert wird. Entsprechend zeigen sich feministische Positionen der 1960er bis 1980er Jahre kritisch gegenüber der Konsumkultur, reflektieren gleichwohl auch die potentielle Macht der Konsumentin und einer feministisch geprägten Konsumästhetik. Sie werden anhand von Werken wie Evelyne Axell, Nathalia LL, Martha Rosler, Christa Dichgans, Sanja Iveković und Judith Barry herausgearbeitet.

  • 24.04.2020

    Ruth Sonja Simonis: Microstructures of global trade. Porcelain acquisitions for Augustus the Strong

    Im Jahr 1716 entsandte der sächsisch-polnische Kurfürst-König August der Starke den Italiener Peter Robert Taparelli Graf von Lagnasco nach Den Haag, um vor Ort ostasiatisches Porzellan zu kaufen. Die Korrespondenz rund um dieses Unternehmen gibt detaillierte Einblicke in die Handelssituation in den Niederlanden. Die transkribierten Briefe erlauben Rückschlüsse auf die Verfügbarkeit asiatischer Waren, den Wettbewerb zwischen Käufern, Preise und Handelsnetzwerke, sowie die Objekte, die für den König erworben wurden. Die Publikation untersucht die Bedeutung privater Händler und ihre Rolle in der Versorgung des sächsischen Hofes mit ostasiatischen Luxusgütern.

  • 09.04.2020

    Elke Seibert , Agathe Cabau , Markus A. Castor (Eds.): Discovering/Uncovering the Modernity of Prehistory

    Wann begann die Abstraktion? Wie haben prähistorische Artefakte dazu beigetragen, künstlerische Probleme europäischer Avantgardisten zu lösen? Diese grundlegenden kunsthistorischen Fragen zu Frühgeschichte und Moderne werden sowohl in der französischen als auch in der deutschen Kunstgeschichte grundlegend diskutiert - aber die Traditionen unterscheiden sich. Der neu veröffentlichte Band in der Reihe "Passages online" sammelt Konferenzbeiträge (Deutsches Zentrum für Kunstgeschichte Paris, 2017), die das Bewusstsein dafür schärfen, einen Dialog initiieren und weitere Forschungen anregen.

  • 19.03.2020

    Ist Kultur in virtueller Umgebung authentisch und glaubwürdig? Ein neuer Konferenzband gibt Antworten

    Sammlungsobjekte im Cyberspace, Konzerte und Performances als Datastreams, Kulturvermittlung in der Virtual Reality – in allen Medien erweitern digitale Technologien die Sichtbarkeit des kulturellen Erbes und generieren neue Kontexte, Narrative und Vermittlungsoptionen.
    Aber lassen sich Glaubwürdigkeit und Einzigartigkeit der materiellen Evidenz der Objekte in den digitalen Datenströmen abbilden? Welche technischen Anforderungen sind nötig? Ein neuer Konferenzband mit Beiträgen der internationalen EVA-Tagung (Electronic Visualisation and the Arts), die im Herbst 2019 in Berlin stattfand, versucht sich an den Antworten. 

  • 13.03.2020

    María López-Fanjul y Díez del Corral: Der zweite Blick. Spielarten der Liebe

    Das Projekt »Der zweite Blick« zeigt die Sammlung des Berliner Bode-Museums aus neuen und ungewohnten Perspektiven, die für gewöhnlich im kunsthistorischen Diskurs keinen Raum finden. Der erste Band der Reihe ist jetzt online bei Artbooks erschienen und beschäftigt sich mit den "Spielarten der Liebe" in den Exponaten der Dauerausstellung. Gemäß dem Motto Friedrichs des Großen, dass "jeder nach seiner Façon selig werden" solle, spielt Offenheit und Toleranz in Berlin traditionell eine Rolle und das spiegelt sich auch in den Exponaten des Museums.

  • 25.02.2020

    Maximiliane Mohl: Das Museum Fridericianum in Kassel

    Das Museum Fridercianum, das Ende des 18. Jahrhunderts als erstes autonomes und solitäres Museumsgebäude auf dem europäischen Kontinent gebaut wurde, ist einer der Vorreiter für eine Entwicklung, die Kunst für jedermann zugänglich machte. Maximiliane Mohl untersucht seine wechselvolle Architekturgeschichte und ordnet es ein in die internationale Architektur des Frühklassizismus, die politischen Umstände und die städtebauliche Ausgangslage.

  • 13.02.2020

    Miguel Helfrich, Christina Haak (Hrsg.): Casting. Ein analoger Weg ins Zeitalter der Digitalisierung?

    2. überarbeitete Auflage
    Als älteste bis heute aktive Einrichtung der Staatlichen Museen zu Berlin feiert die Gipsformerei 2019 ihr zweihundertjähriges Bestehen. Ihr bevorstehendes Jubiläum ist ein willkommener Anlass, um u. a. folgende Frage zu diskutieren: Wie kann sich eine Institution, deren Fokus auf der traditionellen handwerklichen Fertigung liegt, gegenüber technischen Innovationen behaupten? Die Publikation widmet sich dieser Frage und bietet darüber hinaus einen interessanten Querschnitt zur aktuellen Forschungsdebatte. Neben den einzelnen Vorträgen werden sämtliche Diskussionsbeiträge, eine Podiums- sowie eine Schlussdiskussion am Ende der Publikation in deutscher und in englischer Sprache zusammengefasst.

  • 12.02.2020

    Stephanie Herold, Anneli Randla, Ingrid Scheurmann (Hrsg.): Renationalisierung oder Sharing Heritage? Wo steht die Denkmalpflege im Euopäischen Kulturerbejahr 2018?

    Überall in Europa erleben wir gegenwärtig deutliche Renationalisierungsbewegungen und eine Inanspruchnahme des kulturellen Erbes für Identitätsbildungsprozesse von Ländern und Regionen. Im Zuge dessen werden die Grenzen zu Anderen deutlicher als zuvor markiert und Fragen der Zugehörigkeit zum Erbe kritisch ventiliert (z.B. gehört der Islam zu Deutschland/Europa? müssen wir Grenzkontrollen reaktivieren? etc.). Diesem Trend suchen europäische Institutionen durch die Betonung gemeinsamer Werte und Traditionen entgegenzusteuern – nach der Deklaration von Faro 2005 gilt das nicht zuletzt für die Ausrufung des europäischen Kulturerbejahres, das 2018 unter dem Motto Sharing Heritage steht und zu einer Neu-Betrachtung des kulturellen Erbes unter Prämissen des Kulturtransfers und der Rezeption von Ideen auffordert. Grenzräume erfahren dabei als Austauschregionen, aber auch als potentielle Konfliktregionen eine besondere Beachtung. Denkmalpflege, Archäologie und Museologie sind durch die aktuellen Neubewertungen des kulturellen Erbes wie alle anderen sammelnden Fächer zu einer Positionsbestimmung herausgefordert.

  • 11.02.2020

    ICOM Deutschland, Tout-Smith, Deborah (Hrsg.): Museums, Borders and European Responsibility. One Hundred Years after the First World War

    Museen sind die Schatzkammern des kulturellen Erbes, Stätten der Erinnerung und der Selbstvergewisserung. Aber wessen Geschichten erzählen sie und warum? Was wird in Museen erinnert und was vergessen?
    Hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs reflektieren Museumspraktiker und Wissenschaftler aus Europa und darüber hinaus erneut dessen Auswirkungen. Sie reflektieren die Rolle, die Museen bei der präzisen und authentischen Darstellung des Krieges, der Ausgestaltung des Gedenkens und der Bewahrung seines Vermächtnisses spielen. Sie untersuchen komplexe Themen, darunter vielfältige und widersprüchliche Wahrnehmungen des Krieges, seine politischen Folgen und die Frage nach der europäischen Verantwortung.
    Sie plädieren für die selbstbewusste Berücksichtigung kritischer Stimmen und unterschiedlicher Perspektiven sowie dafür, die Auswirkungen von Gewalt und Dogmen auf die europäische Gesellschaft zu überdenken.

  • 17.12.2019

    Engelberg-Dočkal / Trepte (Eds.) : Stadtbilder Weimar. Städtische Ensembles und ihre Inszenierungen nach der politischen Wende

    Stadtbilder Weimar geht aus einem Seminar hervor, das an der Bauhaus-Universität Weimar im Sommersemester 2018 gehaltenen wurde. Der Band gibt einen ersten Einblick in die Architektur und den Städtebau Weimars nach der politischen Wende. Dabei erfährt die geläufige Wahrnehmung der Innenstadt als unversehrtes historisches Zentrum eine kritische Reflexion. Außerdem werden der Umfang baulicher Maßnahmen und ihr Einfluss auf heutige Stadtbilder anhand verschiedener Ensembles besprochen. Ausgehend von den Bauaktivitäten der 1990er Jahre, diskutieren die Aufsätze die Gestaltung der städtischen Identität, insbesondere im Kontext des Modellstadt-Programms, der Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe und des Kulturstadtjahres 1999. Hauptsächlich geht es um die Frage nach übergeordneten Leitbildern und bestimmenden Identifikationsobjekten, wobei in jüngster Zeit vor allem die Architekturmoderne neben das traditionelle Motiv der Klassikerstadt tritt.

  • 17.12.2019

    Judith Schulte: Der Vietnamkrieg im Fotoessay. Larry Burrows zwischen Propaganda und kritischer Kriegsfotografie

    Der Fotojournalismus während des Vietnamkriegs gilt als besonders unmittelbar und kritisch. Die bildwissenschaftliche Studie analysiert anhand von Fotoessays von Larry Burrows die US-amerikanische Darstellung des Krieges im Life-Magazin und deren spätere Rezeption im historischen, medienwissenschaftlichen und kunst- wie fotografiehistorischen Kontext. Hierbei werden Kriterien und Bildmuster der Authentizität herausgearbeitet und überprüft.
    Die Studien zeigen ein wandelndes Kriegsbild, das noch stark in kolonialen Bildmustern verhaftet ist. Fotografieren im Stil der combat photography, später im embedded journalism zum Prinzip gemacht, kann bereits für den Vietnamkrieg als Form der Propaganda aufgezeigt werden.

  • 17.12.2019

    Hilliges, Marion (Hrsg.): Gestalten, produzieren, sammeln. Peter Behrens und die AEG im Archiv der Avantgarden

    Peter Behrens sah seine Aufgabe als künstlerischer Beirat der AEG nicht auf den Bereich der „Produktgestaltung“ beschränkt, sondern verstand die Berufung als einen umfassenden künstlerischen Gestaltungsauftrag im Sinne eines Corporate Designs. Als Lehrer von Walter Gropius und Ludwig Mies van der Rohe sowie als Mitbegründer des deutschen Werkbundes war er eine Leitfigur in der Diskussion um die neue Sachlichkeit in Deutschland und stellte durch seine Arbeit entscheidende Weichen für die Gründung des Bauhauses. Dementsprechend wird den Objekten, die Behrens für die AEG entworfen hat, in diesem Jahr, dem 100. Jubiläumsjahr des Bauhauses, eine kleine Ausstellung im Archiv der Avantgarden in Dresden gewidmet. Der Katalog zeigt zahlreiche seiner berühmt gewordenen Objekte für die AEG aus der Sammlung Mazona, die im AdA aufbewahrt werden.

  • 17.12.2019

    Drost, Flahutez, Helmreich, Schieder (Hrsg.): Networking Surrealism in the USA. Agents, Artists, and the Market

    This volume brings the complex networks that fostered and sustained surrealism in North America into academic focus. Who — among collectors, critics, dealers, galleries, and other kinds of mediating agents — supported the artists in the surrealist orbit, in what ways, and why? What more can be learned about highprofile collectors such as the de Menils in Houston or Peggy Guggenheim in New York? Compared to their peers in Europe, did artists in the United States use similarly spectacular strategies of publicity and mediation? In what networks did the commercial galleries operate, locally and internationally, and how did they dialogue with museums? This book offers an innovative and lasting contribution to research and scholarship on the history of art in America, while focusing specifically on the expansion and reception of surrealism in the United States.

  • 10.12.2019

    Köhren, Leonie: Ein neues Gesicht für Frankfurt

    Mit welchen Mitteln kann es gelingen, dass kriegszerstörte deutsche Städte auch noch Jahrzehnte nach Kriegsende zu einem identitätsstiftenden Stadtbild zurückfinden? Vor dem Hintergrund des 2018 vollendeten Wiederaufbaus der Frankfurter Altstadt erscheint diese Frage noch immer aktuell. Die lang vernachlässigte Architektur der Postmoderne kann in diesem Zusammenhang Perspektiven aufzeigen, deren Qualitäten bis heute unterschätzt werden. Ihre Bedeutung soll in dieser Studie anhand von ausgewählten Frankfurter Bauten der achtziger Jahre spezifiziert werden, denn das wohl eindrucksvollste Beispiel jener vielfältigen Baukultur besitzt die Stadt Frankfurt mit gleich einem ganzen Ensemble postmoderner Architektur.

  • 10.12.2019

    Landesmuseum Württemberg (Hrsg.): Die Kunstkammer der Herzöge von Württemberg. Bestand, Geschichte, Kontext

    3 Bände

    Wie viele Fürsten legten auch die Herzöge von Württemberg ab dem ausgehenden 16. Jahrhundert eine Kunstkammer an. Neben den kostbaren kunsthandwerklichen Arbeiten umfasste die Sammlung Exotica, magische Gegenstände, Bronzen, wissenschaftliche Instrumente, Miniaturen und vieles mehr.
    Über 30 einführende Essays und mehr als 330 Objektbeschreibungen stellen die württembergische Kunstkammer, ihre Bestände und ihre wechselvolle Geschichte vor. Durch die ungewöhnlich reiche archivalische Überlieferung konnten der jeweilige Eingang der Objekte in die Kunstkammer, sowie die sich im Laufe der Zeit wandelnden Schwerpunkte der Sammlung rekonstruiert und deren Geschichte kontextualisiert werden.

  • 05.12.2019

    Schmitz, Sabine, Weyrich, Marie (Hrsg.): Belgien im Gepäck – Elf Museumskoffer zur Geschichte Belgiens. Eine multimediale Reise in die Vergangenheit

    Belgien gehört zu den unentdeckten Nachbarn Deutschlands. Die im Katalog vorgestellten elf Museumskoffer laden zu einer virtuellen Entdeckungsreise ein, die Lust darauf machen soll, Belgien zu erkunden: Texte in deutscher, französischer und niederländischer Sprache, Abbildungen der Koffer sowie durch Barcodes abrufbare Filmeinheiten eröffnen einen multimedialen Zugang zu wichtigen Stationen der deutsch-belgischen Vergangenheit seit dem Ersten Weltkrieg. Zugleich wird mit dem Museumskoffer ein Medium vorgestellt, das Kulturwissenschaft, Geschichte, Sprachpraxis, Kunstpädagogik und interkulturelle Didaktik zusammenführt und daher für Museen, Schule und Hochschule ein spannendes Medium ist.

  • 04.12.2019

    Kuroczyński, Pfarr-Harfst, Münster (Eds.): Der Modelle Tugend 2.0

    Computing in Art and Architecture, Vol. 2
    Der Modelle Tugend 2.0 – Digitale 3D-Rekonstruktion als virtueller Raum der architekturhistorischen Forschung
    fasst die digitale 3D-Rekonstruktion als Bestandteil einer interdisziplinären objektbezogenen Forschung auf. Handbuchartig werden übergreifende Methoden an der Schnittstelle zwischen Archäologie, Kunst- und Architekturgeschichte einerseits sowie Computergrafik und Kulturinformatik andererseits präsentiert und diskutiert. Zentrales Anliegen des Buches ist es, die Bandbreite des aktuellen wissenschaftlichen Diskurses zu digitalen 3D-Rekonstruktionen abzubilden und dabei sowohl bisherige Traditionen und Entwicklungslinien, den aktuellen Forschungs- und Praxisstand als auch künftige Herausforderungen und Desiderate darzustellen. Studierende, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler wie auch interessierte Laien erhalten einen fundierten Überblick zum Themenfeld der digitalen 3D-Rekonstruktion im Feld der Architekturgeschichte. Der Fachcommunity bietet das Werk eine umfassende aktuelle Verortung und damit die Grundlage für die Identifizierung von zukünftigen Handlungsfeldern und Anregungen zu weiterführenden Diskursen.

  • 04.12.2019

    Schreck, Anne-Cathrin et al.: Gekauft – Getauscht – Geraubt?

    Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Band 18
    Die Frage nach der Herkunft ihrer Sammlungsobjekte stellt sich Museen heute aktueller denn je. Seit 2014 recherchiert ein Forschungsteam die Erwerbungen des Germanischen Nationalmuseums während der NS Zeit mit dem Ziel, NS-verfolgungsbedingt entzogene und somit unrechtmäßig in das Museum gelangte Werke zu identifizieren. Der reich bebilderte Band stellt in zehn wissenschaftlichen Aufsätzen und acht Exkursen ausgewählte Objekte und ihre Provenienz vor. Die Beiträge verfolgen den Weg der Objekte ins Museum und beleuchten die Schicksale der Personen, die mit ihnen handelten, sie sammelten oder in ihren Besitz brachten. In diesem Zusammenhang erschienen auch Weitere Ergebnisse der Provenienzforschung und ein Registerband.

  • 04.12.2019

    Ivo Raband: Vergängliche Kunst und fortwährende Macht. Die 'Blijde Inkomst' für Erzherzog Ernst von Österreich in Brüssel und Antwerpen, 1594

    Der Habsburger Ernst von Österreich (1553–1595), zweiter Sohn Kaiser Maximilians II., wurde 1593 zum Statthalter der Spanischen Niederlande ernannt. Der Erzherzog erreichte seine neue Residenzstadt Brüssel am 30. Januar 1594, wo er mit dem triumphalen Einzug der Blijde Inkomst – dem traditionellen „fröhlichen Einzug“ – begrüßt wurde; der zweite Einzug in die illustre Handelsmetropole Antwerpen folgte im Juni. Das Ableben des Erzherzogs nach nur 13 Monaten im Amt im Februar 1595 sowie seine politische Bedeutungslosigkeit ließen dieses Ereignis bisher in der Forschung zurücktreten, obwohl es einen aufschlussreichen Einblick in die Spanischen Niederlande zur Zeit des Achtzigjährigen Krieges bietet.
    Im Rahmen der Studie wurden unterschiedliche Orte und Medien performativer und visueller Künste identifiziert und aktuelle Methoden aus den Bereichen der Kunstgeschichte, Historiographie, Sozialgeschichte und Religionsgeschichte herangezogen.

  • 20.11.2019

    Annabelle Görgen-Lammers (Hrsg.): Transparentes Museum. Dokumentation, Reflexion, Evaluation und Kontext eines Pilotprojektes

    Das »Transparente Museum« ist ein Pilotprojekt der Hamburger Kunsthalle. Die neuartige Sammlungspräsentation eröffnet Besucher*innen beispielhaft Einblicke in die Kernaufgaben eines Kunstmuseums: Sammeln, Forschen, Bewahren, Ausstellen, Vermitteln. Durch Werke aller Epochen und Medien, interdiziplinäre Zusammenarbeit und partizipative Vermittlungselemente macht es die dahinterstehenden Prozesse und Kriterien nachvollziehbar, reflektierbar, diskutierbar. Die theoriegestützte wie praxisnahe Publikation dokumentiert, evaluiert und reflektiert das Pilotprojekt als Fallbeispiel im Kontext und bezieht dabei umfangreiche Besucherreaktionen ebenso ein wie Stimmen junger und renommierter Forscher*innen.

  • 20.11.2019

    ZERO foundation, Tiziana Caianiello, Barbara Könches (Hrsg.): Between the Viewer and the Work: Encounters in Space. Essays on ZERO Art

    Die internationale Kunstbewegung ZERO, die sich am Ende der 1950er Jahre bildete, brachte Kunstwerke hervor, die auf verschiedene Weise in den Betrachterraum vorstoßen: zum Beispiel durch Lichtreflektion, Bewegung oder räumliche Ausdehnung.
    Diese Entwicklung ist im Kontext einer allgemeinen Tendenz zum „Ausstieg aus dem Bild“ zu sehen, die um 1960 in verschiedenen Ländern parallel zu beobachten ist: Von zweidimensionalen Bildern über Objekte bis zu Rauminstallationen interferieren die Werke immer mehr mit dem Raum des Betrachters und fordern unterschiedliche Partizipationsgrade. Welche Rolle spielt ZERO in diesem Kontext?
    Die Publikation in englischer Sprache sammelt die Beiträge einer internationalen Konferenz, die sich 2018 in Düsseldorf im Rahmen des Events ZERO: Please turn! mit diesem Thema beschäftigt hat.

  • 26.09.2019

    Germanisches Nationalmuseum (Hrsg.): Paul Wolfgang Merkel und die Merkelsche Familienstiftung. Eine Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum Nürnberg

    Die Ausstellung "Paul Wolfgang Merkel und die Merkelsche Familienstiftung", in deren Mittelpunkt die hervorragende und für ihre Zeit überaus markante Gestalt des Nürnberger Kaufmannes und Politikers Paul Wolfgang Merkel (1756-1820) steht, will mit der Präsentation der wichtigsten Leihgaben der Stiftung den Kunst- und Sammlersinn dieses aufgeschlossenen Mannes dokumentieren und damit zugleich ein Kapitel Nürnberger Kulturgeschichte der ausgehenden reichsstädtischen Zeit und der Jahre nach 1806 illustrieren.

  • 25.09.2019

    Stefan Heinlein: Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken und seine Vision vom Himmlischen Jerusalem. Ein Held in den Künsten des Friedens. Dem Fürsten zum 300. Geburtstag

    Das Staatsziel für Fürst Wilhelm Heinrich von Nassau-Saarbrücken war in erster Linie die Existenzsicherung seines kleinen Landes. Über Jahrhunderte hinweg Durchmarschgebiet für französische Truppen in Richtung Altes Reich, wurde es regelmäßig von Krieg, Zerstörung und Hunger heimgesucht. Wilhelm Heinrich verhinderte dieses vorprogrammierte Schicksal, indem er als französischer Offizier loyale Frankreichpolitik betrieb und sich herrschaftsikonographisch an die Sonnenikonographie Ludwigs XIV. anlehnte. Höhepunkt seiner damit verknüpften Friedenspolitik war die Saarbrücker Ludwigskirche, die er als Zeichen des vorweggenommenen Himmlischen Jerusalems in den Jahren nach 1762 errichten ließ.

  • 23.09.2019

    Thomas Biskup, Truc Vu Minh, Jürgen Luh (Hrsg.): Preußendämmerung. Die Abdankung der Hohenzollern und das Ende Preußens

    Der Band der Reihe "Kulturgeschichte Preußens - Colloquien" beinhaltet die Beiträge des achten Colloquiums, welches vom 26.-27. Oktober 2018 stattfand.
    Am 9. November 1918 verkündete Reichskanzler Max von Baden den doppelten Thronverzicht Wilhelms II.– als Deutscher Kaiser und als preußischer König; nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am 25. Februar 1947 durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 der Staat Preußen vom Alliierten Kontrollrat aufgelöst, weil er, wie es im Wortlaut hieß, „seit jeher Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland“ gewesen sei. Es ist die Zeit der „Preußendämmerung“, die Zeit des schleichenden Endes von Preußen und des langsamen Abrücken Deutschlands von seiner monarchischen Vergangenheit.
    Tatsache bleibt aber, dass Preußen ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte war und ist und man mit seinem Erbe auch heute noch umgehen muss. Auf die schon bald nach 1918 in Öffentlichkeit und Wissenschaft streitlustig oder in versöhnender Absicht gestellten Fragen „Wie umgehen mit dem preußischen Staat und seiner Dynastie, mit der Idee und der Konstruktion Preußens, mit den Idealen und Werten, die der Hohenzollernstaat verkörperte, den Erfolgen und Irrungen, der Duldsamkeit und Willkür der Herrscher sowie dem materiellen Erbe von Staat und Herrschaft?“ werden in diesem Band unaufgeregte, der Gegenwart und auch der Zukunft angemessene Antworten zu geben versucht.

  • 05.09.2019

    Regula Krähenbühl, Roger Fayet (Hrsg.): Authentizität und Material. Konstellationen in der Kunst seit 1900

    Outlines, Band 11
    Um Fragen zu Konzepten des Authentischen und ihrer Relevanz in der Kunst seit 1900 kreisen die Texte des Sammelbandes: So wird das referenzielle Authentizitätskonzept in der Skulptur um 1900, bei Piero Manzoni oder anhand von Verfahren der zeitgenössischen Kunst erörtert. Aufsätze zum Hamburger Faksimile-Streit Ende der 1920er Jahre, zu Dieter Roth und zu computerbasierten Werken thematisieren das Verhältnis von Original und Reproduktion. Echtheit im Sinne einer besonderen Beziehung zwischen einer Sache und deren Urheberschaft behandeln Beiträge zur kennerschaftlichen Expertise, zur haptischen Wahrnehmung des Artefakts und zur Authentizitätsproblematik im medienwissenschaftlichen Diskurs.

  • 25.07.2019

    Christian Nille, Von der Alltagsanschauung zur kunsthistorischen Raum-Kritik. Versuche am Beispiel der Vorhoffassade des Georg Forster-Gebäudes der Mainzer Universität

    Bild als Ereignis, Band 1

    Das Georg Forster-Gebäude befindet sich auf dem Campus der Universität Mainz. Gestalterisch sticht bei diesem Bauwerk die gläserne Vorhoffassade heraus. Die vorliegende Arbeit erschließt die Faszination, die von diesem Gebilde ausgeht, systematisch und trägt damit zur aktuellen wissenschaftlichen Bildkritik bei.
    Hierbei wird der Frage nachgegangen, welche Position die Kunstgeschichte zwischen dem Umgang mit Bildern in der Alltagsanschauung und der wissenschaftlichen Analyse von Bildern einnehmen sollte. Bei der zu entwickelnden Antwort werden Anleihen bei der Kunstgeschichte, der Wissenschaftstheorie und der aktuellen Raumsoziologie genommen, um eine kunsthistorische Raum-Kritik zu formulieren.

  • 25.07.2019

    Ian Verstegen, Federico Barocci and the Science of Drawing in Early Modern ltaly

    Federico Barocci ist aus dem Kanon der Kunstgeschichte der Spätrenaissance und des Barock nicht mehr wegzudenken. Doch trotz zahlreicher Monographien und Ausstellungen entzieht sein Werk sich einem umfassenden Verständnis. Das folgende Buch ist eine strukturelle Untersuchung der Arbeitsweise und des Vorgehens von Federico Barocci. Es wirft Licht auf die unterschiedlichen Zeichnungen, die während der Entstehung der einzelnen, typischen Gemälde entstanden. Das Buch untersucht die Logik hinter Baroccis Vorgehensweise, die idealisiert erscheinen mag aber dennoch sehr reell ist. Letztendlich dient das Buch als Schlüssel zum Verständnis der Funktion und Beschaffenheit der erstaunlichen grafischen Produktion Baroccis.

  • 25.07.2019

    Gudrun Knaus, Regine Stein, Angela Kailus, LIDO-Handbuch für die Erfassung und Publikation von Metadaten zu kulturellen Objekten

    Band 1 des LIDO-Handbuchs mit dem Schwerpunkt Graphik entstand in enger Kooperation mit den Mitgliedern des internationalen Arbeitskreises Graphik vernetzt. Um Daten aus verschiedenen Erfassungssystemen in Museen und Bibliotheken auf sammlungsübergreifenden Plattformen zusammenführen zu können, müssen gemeinsame Standards für Dateninhalte und die Datenstruktur angewendet werden. Der vorliegende Leitfaden listet alle relevanten Datenfelder für die Beschreibung von Zeichnungen und Druckgraphik auf. Jedes Datenfeld wird definiert und enthält Tipps für die Erfassung, inhaltliche Beispiele sowie Hinweise, die beim Datenexport im LIDO-XML-Format zu beachten sind.

  • 04.07.2019

    Marlen Schneider, Ulrike Kern (Hrsg.), Imitatio – Aemulatio – Superatio: Bildpolitiken in transkultureller Perspektive. Thomas Kirchner zum 65. Geburtstag

    Aemulative Handlungen wirken sich oft progressiv aus, sei es durch innovative Adaption, Modulation oder Perfektion von bereits Vorhandenem, aber auch durch ironische Brechung mit traditionellen Sehgewohnheiten. Diese Prozesse, durch die kulturelle, soziale und mediale Gegebenheiten sowohl in der Produktion als auch in der Rezeption von Kunst neu verhandelt werden, bilden den thematischen Schwerpunkt des Bandes. Vorgestellt wird eine epochen- und kulturraumübergreifende Perspektive auf den fortwährenden Bedeutungswandel visueller Zeichen und künstlerischer Verfahren. Die in den Fallstudien untersuchte Konfrontation verschiedener historischer, kultureller und ästhetischer Kontexte vermag es, den Kunstdiskurs zu dynamisieren, neue Sichtweisen zu eröffnen, und die anhaltende gesellschaftliche Brisanz von aktueller Kunst und Werken vergangener Epochen deutlich zu machen.
    Die Thomas Kirchner gewidmete Festschrift wird von Ulrike Kern und Marlen Schneider herausgegeben.

  • 13.06.2019

    Blanca Gutiérrez Galindo , “En la República Democrática Alemana la pintura es más alemana”

    Dieser Band umfasst drei Aufsätze, in denen über die Rezeption der Kunst der DDR nach der Wiedervereinigung Deutschlands reflektiert wird. Ziel ist es, den spanischsprachigen Lesern eine vielseitige Perspektive des Kunstgeschehens in Deutschland zu bieten, die nicht auf das ehemalige Westdeutschland beschränkt ist. Der erste Aufsatz befasst sich mit den wichtigsten Ausstellungen von Malerei aus der DDR. Der zweite Aufsatz untersucht den Fall des Malers Bernhard Heisig, dessen umfassendes malerisches Werk von westdeutschen Historikern als Aufarbeitung der Vergangenheit interpretiert wurde. Der dritte Aufsatz gibt einen kurzen Überblick des Kunstgeschehens der 1940er Jahre in der DDR.

  • 13.06.2019

    Maria Effinger, Stephan Hoppe, Harald Klinke, Bernd Krysmanski (Hrsg.), Von analogen und digitalen Zugängen zur Kunst. Festschrift für Hubertus Kohle zum 60. Geburtstag

    Hubertus Kohle ist ein Kunsthistoriker und Hochschullehrer, der sich besonders mit seinen Forschungen zur Kunst der europäischen Aufklärung und des 19. Jahrhunderts in Deutschland einen Namen gemacht hat. Schon früh hat er seine Disziplin digitalen Verfahren und Konzepten geöffnet und setzt sich seit Jahren für das elektronische Publizieren im Open Access ein. Aktuell widmet er sich als einer der beiden Leiter des renommierten DFG-Schwerpunktprogramms „Das digitale Bild“ auch fachübergreifend dem Thema des Digitalen. Anlässlich seines 60. Geburtstags ehren ihn zahlreiche Freunde und akademische Weggefährten mit der vorliegenden Festschrift, die inhaltlich an die Schwerpunkte seines kunsthistorischen Wirkens anknüpft – von den analogen Anfängen, die der Kunst des Aufklärungszeitalters gewidmet waren, bis hin zum aktuellen Feld der „Digitalen Kunstgeschichte“. Diese Festgabe versteht sich als experimentelle Online-Publikation, die dem Jubilar zum Geburtstagstermin in einer ersten Version rein virtuell präsentiert wird.

  • 02.05.2019

    Angela Zieger, „Ich bereite vor: eine Ausstellung nach meinem Tode.“ Zum grafischen, malerischen und kalligrafischen Werk von F.H. Ernst Schneidler

    Friedrich Hermann Ernst Schneidler (1882-1956) war ein bekannter Schriftgestalter, Buchkünstler, Gebrauchsgrafiker und Professor für Schrift und Grafik. Auf diesem beruflichen Wirken gründet seine Bekanntheit in breiten Fachkreisen. Parallel zu diesen ‚Tagarbeiten‘ entsteht ein umfangreiches, freies künstlerisches Werk, das Schneidler weitgehend verborgen hält. Gerade diesen Teil seiner Arbeit bezeichnet er jedoch immer wieder als Quell seiner schöpferischen Existenz.
    Primär widmet sich dieses Buch deshalb dem bislang unerforschten freien Werk Schneidlers. Bezüge zwischen freiem und gebrauchsgrafischem Werk werden aufgezeigt und die Entstehung der künstlerischen Arbeiten in einen kunsthistorischen Zusammenhang eingebunden sowie vor dem Hintergrund biografischer und zeithistorischer Bedingungen analysiert.

  • 29.04.2019

    Claudia Selheim (Hrsg.), Reisebegleiter – mehr als nur Gepäck

    Aussehen und Material von Reisegepäck passten sich in den letzten 250 Jahren den veränderten Verkehrsmitteln und Bedürfnissen einer zunehmend mobileren Gesellschaft an. Die 23 Beiträge des Ausstellungsbegleitbandes präsentieren die breite Palette an Gepäckstücken von der Gesindetruhe über den Schrankkoffer bis zu Bord-Case und Plastiktüte und bilden nahezu alle Exponate der Ausstellung zumeist in Farbe ab.
    Erstmals sind Materialität, Funktionalität und zeitliche Einordnung gemeinsam erfasst. Unterschiedlichste Facetten von „Reisebegleitern“ wie Kofferwerbung, der Gepäckverkehr bei der Bahn, Militärgepäck, der Koffer im Museum, Gepäckversicherung, das Schreiben auf Reisen oder umfangreiche Reiseservice erscheinen in ihrem jeweiligen kulturgeschichtlichen Kontext. Im Anhang sind nach dem Ausstellungsplan die technischen Daten der Exponate erfasst.

  • 25.04.2019

    Peter Daners, Frederik Poppe, Annika Schank, Melanie Schmitt (Hrsg.), Wechselwirkungen. Kunst im Kontext der Inklusionsdebatte

    Der Tagungsband widmet sich dem Thema Kunst und Inklusion aus unterschiedlichen Perspektiven: Expert*innen aus dem Museum, der Rehabilitationswissenschaft, der Kunstwissenschaft und den Disability Studies diskutieren die künstlerische Produktion, Präsentation, Vermittlung und Rezeption der Arbeiten von Künstler*innen mit Assistenzbedarf. Der Band dokumentiert die Ergebnisse der Tagung Wechselwirkungen, die 2018 als Kooperation des Museum Folkwang mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe stattfand, und erweitert zugleich den bisher eher in der Pädagogik verankerten Diskurs zur Situation von Künstler*innen mit Assistenzbedarf um eine kunstwissenschaftliche Ebene.

  • 03.04.2019

    Frank Matthias Kammel (Hrsg.), Enthüllungen. Restaurierte Kunstwerke von Riemenschneider bis Kremser Schmidt

    In einem vierjährigen Projekt wurden 21 hochrangige Gemälde und Skulpturen, u.a. von Riemenschneider, Altdorfer, Wertinger, Mauch und Kremser Schmidt, kunsttechnologisch untersucht und restauriert. Die Ergebnisse der Restaurierung sowie die kunsttechnischen und kunstgeschichtlichen Forschungen werden erstmals im Rahmen der Ausstellung und in der vorliegenden Begleitpublikation präsentiert.

  • 25.03.2019

    ICOM Deutschland (Hrsg.): Difficult Issues. Proceedings of the ICOM international conference 2017

    Beiträge zur Museologie, Band 7
    Museen sind die Schatzkammern des kulturellen Erbes, Stätten der Erinnerung und der Selbstvergewisserung. Aber wessen Geschichten erzählen sie? Was wird in Museen erinnert, was „vergessen“? – Rund 200 Museumsexperten haben dazu auf der internationalen ICOM-Tagung 2017 unterschiedliche Handlungskonzepte diskutiert. Zwischenbilanz: Um ihre Akzeptanz bei möglichst vielen Bezugsgruppen zu sichern, gehen Museen dazu über, ihr Profil und ihre Rahmenbedingungen offensiv zu kommunizieren. Sie machen unterschiedliche Bevölkerungsgruppen sichtbar, verschaffen ihren Lebensgeschichten Gehör und präsentieren sie als gleichberechtigte Teile des gemeinsamen kulturellen Erbes.
    Der Tagungsband vereinigt zahlreiche Beispiele aus europäischen Museen, mit denen die beteiligten Experten den fachlichen Austausch stärken und zu einem gemeinsamen Lernen beitragen möchten.

  • 20.03.2019

    ZADIK, basis wien, Institut für moderne Kunst (Eds.), State of the Art Archives. Internationale Konferenz für Archive zur Dokumentation von moderner und zeitgenössischer Kunst

    Anlässlich ihrer Gründungsjubiläen luden das ZADIK – Zentralarchiv für deutsche und internationale Kunstmarktforschung e.V. in Kooperation mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität zu Köln, die basis wien und das Institut für moderne Kunst Nürnberg zu einer Konferenz internationaler Kunstarchive ein. Der vorliegende Tagungsband umfasst die Vorträge der eingeladenen internationalen Kunstarchive, die über ihre Institutionen, die jeweiligen Sammlungsschwerpunkte, die eigene Arbeit sowie ihre Benutzerservices informieren.

  • 31.01.2019

    Heinz Herbert Mann, Marcel Duchamp: 1917

    "Das Schweigen von Marcel Duchamp wird überbewertet." Als Joseph Beuys dies 1964 aussprach, konnte er nicht ahnen, daß dreißig Jahre später die Literatur über Duchamp auch für Spezialisten nicht mehr zu überblicken, geschweige denn zu verstehen ist. Und dennoch sind viele blinde Stellen geblieben: zum Beispiel der "in manchen Details unklare Versuch, als R. Mutt ein Pissoir in eine Juryfreie Ausstellung zu schmuggeln, deren Komitee er selbst angehörte." In seiner detaillierten Recherche widmet sich der Autor diesem "Fall Mutt", entzieht einigen Spekulationen den Nährboden und rückt diverse Unwahrheiten und Irrtümer zurecht.

  • 17.01.2019

    Annika Dix, Heiß diskutiert: Kachelöfen - Geschichte, Technologie, Restaurierung

    Der Tagungsband verbindet aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse aus dem Gebiet der Kunst- und Kulturgeschichte, Archäologie und Volkskunde mit Fallbeispielen aus der handwerklichen sowie der restauratorischen Praxis und Forschung. Die Beiträge erörtern die Aspekte der historischen Wohnforschung, der Werkstattpraxis oder des Auftragswesens. Es werden Facetten der Firmengeschichte, der Materialkunde und der Sammlungsgeschichte angerissen. V.a. die restauratorischen Beiträge behandeln ein bislang vernachlässigtes Thema: Sie zeigen nicht nur die komplexen Tätigkeitsfelder auf, sondern auch Möglichkeiten im Umgang mit Kachelöfen und Einzelkacheln in Museen und Denkmalpflege im Spannungsfeld zwischen konservatorisch-restauratorischer und handwerklich-traditioneller Herangehensweise. Die 14 Beiträge sind in Deutsch und Englisch zusammengefasst.

  • 17.01.2019

    Thomas W Gaehtgens und Uwe Fleckner, Historienmalerei

    Geschichte der klassischen Bildgattungen in Quellentexten und Kommentaren, Band 1
    Mit 43 Quellentexten von Alberti bis ins späte 19. Jahrhundert gibt der Band "Historienmalerei" einen umfassenden Überblick über die Theoriegeschichte dieser Gattung, der die führende Rolle in der Hierarchie der Bildaufgaben zugewiesen worden ist. die vorliegende Textsammlung bietet damit die Möglichkeit, bei der Deutung des einzelnen Kunstwerks und seiner historischen Stellung die kunsthistorische Debatten der unterschiedlichen Epochen stärker zu berücksichtigen.

  • 17.01.2019

    Frank Matthias Kammel, Heiße Kufen. Schlittenfahren: Repräsentation, Vergnügen, Sport

    Der Band stellt Schlitten und Schlittendarstellungen aus den reichen Beständen des GNM vor und behandelt die kulturgeschichtliche Bedeutung des Schlittenfahrens vom 16. Jh. bis heute. Hervorgehoben wird die mit den geselligen Vergnügungen von Adeligen und Patriziern verbundene Repräsentation von Herrschaft und Macht. Neben Prachtfahrzeugen werden Schlitten als Transport- und Verkehrsmittel in der Arbeitswelt der Neuzeit thematisiert, ferner Aspekte ihrer Verwendung im kindlichen Spiel und in der winterlichen Freizeitgestaltung. Schlitten und Schlittenfahren stehen darüber hinaus metaphorisch etwa für die Eitelkeit oder die Wechselfälle des Lebens. Die zahlreichen, meist farbigen Abbildungen vermitteln dazu informative, individuell künstlerische und überraschende Einblicke.

  • 16.01.2019

    Kristina Hagen, Architektur als Argument. Frühneuzeitliche Klosterhöfe der Abtei St. Blasien im Dienste herrschaftlicher Verwaltung und institutioneller Rangansprüche

    Schlossartige Höfe des 16.-18. Jahrhunderts dienten dem vorderösterreichischen Benediktinerkloster St. Blasien als Verwaltungsmittelpunkte seines großen Fernbesitzes: In Stadthöfen, ländlichen Amtshäusern und Propsteien wurden Abgaben – Naturalerträge und Geld – gesammelt, gelagert, verkauft oder weiterverteilt. Hier war Raum für öffentliche Zusammenkünfte sowie Verwalter, Quartier nehmende Äbte, Konventsmitglieder und Gäste. Die Bauten mussten somit neben sehr praktischen Aufgaben auch repräsentativen Ansprüchen gerecht werden.
    Die Studie untersucht daher neben der Funktion den Beitrag der Gebäude zur Definition des herrschaftlichen Territoriums und inwieweit Form und Stil als rhetorische Mittel zur Abbildung von Rangansprüchen dienen sollten.

  • 16.01.2019

    Sandra König, Albinmüller 1871–1941. Raumkunst zwischen Jugendstil, Neoklassizismus und Werkbund

    Albinmüller (d. i . Albin Müller, 1871–1941), Mitglied des Deutschen Werkbunds und der Darmstädter Künstlerkolonie, entwarf eine Vielzahl an Raumausstattungen sowie Gebrauchs- und Ziergeräten, welche hier erstmals übergreifend in ihrer Gesamtheit betrachtet werden. Ebenso wird die Lehrtätigkeit an der Magdeburger Kunstgewerbeschule (1900–1906) und den Großherzoglichen Lehrateliers in Darmstadt (1907–1911) behandelt. Albinmüller war überzeugt, dass eine moderne, zeitgemäße Formgebung „ohne Zutat überlieferter Formen“ möglich sei. Seine Entwürfe wurden u. a. auf den Weltausstel-lungen in St. Louis 1904 und Brüssel 1910 sowie der III. Deutschen Kunstgewerbe-Ausstellung in Dresden 1906 prämiert.

  • 16.01.2019

    Katharina Frank, Die biblischen Historiengemälde der Cranach-Werkstatt. Christus und die Ehebrecherin als lehrreiche ›Historie‹ im Zeitalter der Reformation

    Eines der bekanntesten Bildsujets Lucas Cranachs d. Ä. und seiner Söhne ist die Erzählung aus dem Johannesevangelium über Christus und die Ehebrecherin. Ab den 1530er Jahren wurde die biblische ›Historie‹ in der Wittenberger Werkstatt in zahlreichen Varianten gemalt. Die bildrhetorische Wirkung der Gemälde soll den Betrachter belehren, erfreuen und bewegen.
    Die medienhistorische Studie untersucht den Bildgebrauch dieser Werke in der Reformationszeit. Die Historiengemälde sind nicht nur als Ausdruck der lutherischen Gnadenlehre zu verstehen, sondern auch als Tugendspiegel fürstlicher Milde und Exempel weiser Rechtsprechung – zugleich fordern sie die Gläubigen zur inneren Einkehr auf.
    Es handelt sich um den 2. Band der Stuttgarter Akademieschriften.

  • 17.12.2018

    Andreas Bienert, Eva Emenlauer-Blömers, James R. Hemsley (Hrsg.), Konferenzband EVA Berlin 2018

    Auch Band 25 der EVA Berlin Konferenzen EVA Berlin - Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie, fokussiert den Spannungsbogen zwischen materiellem Kulturerbe und virtueller Repräsentanz. Beleuchtet werden die veränderte Praxis des Kuratierens, der wissenschaftlichen Dokumentation und Wissenschaftsvermittlung. Das Ziel sind breitere Zugänge zu Sammlungsbeständen etc.

  • 12.12.2018

    Romana Sammern, Julia Saviello (Hrsg.), Schönheit ― Der Körper als Kunstprodukt. Kommentierte Quellentexte von Cicero bis Goya

    Spätestens seit der berühmten Anekdote vom Bild der schönen Helena gilt körperliche Schönheit als ein Kunstprodukt. Für sein Bildnis der Helena soll der griechische Maler Zeuxis die fünf hervorragendsten Jungfrauen ausgewählt und von jedem Modell den jeweils schönsten Körperteil gemalt haben.
    Nach dieser Vorstellung ist vollkommene Schönheit erst durch einen künstlichen Eingriff zu erzielen; das gilt sowohl für den lebendigen Körper als auch für sein künstlerisches Abbild. Kunst und Körperpflege stehen damit in einem spannungsvollen Wechselverhältnis. Denn die Grundlagen und Mittel zur Erzeugung und Steigerung von körperlicher Schönheit, die in beiden Bereichen zur Verfügung stehen, über- schneiden, ergänzen und beeinflussen sich. Das Buch beleuchtet dieses Wechselverhältnis anhand ausgewählter Grundlagentexte in deutscher Übersetzung, ergänzt um fundierte Kommentare zum historischen Kontext.

  • 12.12.2018

    Piotr Kuroczyński, Peter Bell, Lisa Dieckmann (Hrsg.), Computing Art Reader. Einführung in die digitale Kunstgeschichte

    Computing in Art and Architecture, Band 1
    Der Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte versteht sich als Netzwerk, das digitale Methoden im Fach Kunstgeschichte stärkt und gleichsam bildwissenschaftliche Forschung weitreichender in den Digital Humanities etabliert. Dazu richtet sich das Engagement des Arbeitskreises nicht nur auf die Weiterentwicklung digitaler Infrastrukturen und Werkzeuge, sondern auch auf die methodenkritische Vermittlung vielfältiger Ansätze digitaler Kunstgeschichte in der Lehre.
    Der Computing Art Reader — Einführung in die digitale Kunstgeschichte stellt einen Schritt zur Umsetzung dieser Aufgaben dar. Die Texte bilden ein Mosaik aus theoretischen Essays, praxisnahen Projektbeschreibungen, Überblicken über Forschungszweige und kontroversen Positionstexten, in denen konkrete Technologien, aktuelle Diskurse und zukünftige Ziele des Teilgebiets ersichtlich werden.

  • 11.12.2018

    Andreas Bienert, Eva Emenlauer-Blömers, James R. Hemsley (Hrsg.), Konferenzband EVA Berlin 2017

    Band 24 der Reihe EVA Berlin - Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie, die 2017 in Berlin stattgefunden hat, ist online. Die EVA-Konferenzen sind ein internationales Forum für Anwender, Entwickler und Vermittler elektronischer Dokumentations- und Kommunikationstechniken im Kulturbereich. Die Tagungsbeiträge umfassen zahlreiche Aspekte der Digital Humanities.

  • 28.11.2018

    Hans-Rudolf Meier, Daniela Spiegel, Kulturreformer. Rassenideologe. Hochschuldirektor. Der lange Schatten des Paul Schultze-Naumburg

    Paul Schultze-Naumburg (1869–1949) gehört zu den schillerndsten Vertretern der deutschen Kulturgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts. Als Maler, Publizist, Unternehmer, Architekt und Kulturpolitiker erreichte er eine große Popularität, nach dem Ersten Weltkrieg radikalisierte er sich jedoch zum völkischen Rassisten und wurde früh Mitglied der NSDAP. Von 1930 bis 1940 leitete Paul Schultze-Naumburg die „Staatlichen Hochschulen für Baukunst, bildende Künste und Handwerk“ in Weimar. Im vorliegenden Band werden Persönlichkeit, Werk und Wirken Paul Schultze-Naumburgs sowie das Profil der Weimarer Hochschule unter seinem Direktorat beleuchtet.

  • 31.10.2018

    Jacob Birken, Die kalifornische Institution. Fernwestliche Weltbilder um 1906

    Dissertationen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Band 1
    Im April 1906 schießt Arnold Genthe in San Francisco eine Reihe von Aufnahmen der durch Erdbeben und Feuer zerstörten Küstenstadt. Seine Bilder sind als Dokumentationen der Katastrophe bis heute bekannt, Genthe selbst fast vergessen – die verträumt-verwaschenen Portraits und Tanzbilder, die den Großteil seines Werks stellten und ihn über die USA hinaus berühmt machten, entsprachen kaum den Prinzipien der nachfolgenden künstlerischen Avantgarden. Ausgehend von Genthes bekanntesten Aufnahmen der Katastrophe möchte dieses Buch die ästhetischen, medienphilosophischen und gesellschaftspolitischen Konflikte nachzeichnen, die die Weltbilder des ‚Fernen Westens‘ um die Jahrhundertwende prägten.

  • 25.10.2018

    Simone Bogner u.a. (Eds.): Denkmal – Erbe – Heritage. Begriffshorizonte am Beispiel der Industriekultur

    Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 27
    Der Band „Denkmal – Erbe – Heritage“ umfasst unterschiedliche disziplinäre und generationsspezifische Ansätze zu den Titel gebenden Begriffen, die mit dem Motto „Sharing Heritage“ des Kulturerbejahres 2018 korrespondieren. Entstanden ist der Band 2017 aus der Kooperation des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmahlpflege e.V. mit dem Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“, die ihre Jahrestagung zusammenlegten.

  • 23.10.2018

    Dominik von Roth, Linda Escherich (Hrsg.), Private Passion – Public Challenge. Musikinstrumente sammeln in Geschichte und Gegenwart

    Beim Verkauf der Sammlung Rück an das Germanische Nationalmuseum Anfang der 1960er Jahre ging in Deutschland letztmals eine große Musikinstrumentensammlung aus Privatbesitz in die öffentliche Hand über. Dem Beispiel Rück entsprechend ist das private Sammeln von Musikinstrumenten zentraler Angelpunkt der Konferenz. Beiträge zu historischen und zeitgenössischen Sammlungen aus ganz Europa sowie Fragen an die Musikwissenschaft und damit verknüpfte Aufgaben musealer Präsentationen von Sammlungsbeständen werden durch Erfahrungsberichte privater Sammler ergänzt. Positionen aus den Bereichen Literaturwissenschaft, Kulturmanagement, Transcultural Music Studies und Kunstgeschichte bieten transdisziplinäre Korrektive und runden den Tagungsband ab.

  • 18.10.2018

    Spaces of Leisure and Power, 1400-1700. PALATIUM e-Publications, Band 4, Hrsg. Sylva Dobalovà / Ivan P. Muchka, und Band 5, Hrsg. Stephan Hoppe / Krista De Jonge / Stefan Breitling

    Die beiden neu erschienenen PALATIUM-Bände untersuchen sozioarchitektonisch europäische Fürstenresidenzen zwischen 1400 und 1700.
    Band 4 fokussiert hierbei auf die Freizeit, die einerseits kontemplativ gestaltet werden konnte andererseits sich in unbeschwerten Aktivitäten, wie Jagen oder höfischen Festen, äußerte. Der Band verknüpft so Funktionen, Typologien, die künstlerischen Dekorationen, die Gärten und natürlichen Umgebungen der „palazotto culture“, die einen Einklang von Kultur und Natur anstrebte.
    Band 5 hingegen analysiert die architektonischen Machtdiskurse einer fürstlichen Residenz. Diese werden durch Untersuchungen der Raumplanung und der Inneneinrichtung offengelegt und verdeutlichen die immanente Präsenz des Fürsten, entweder in persona oder in seinem allgegenwärtigen und zentrierten Abbild.

  • 08.10.2018

    Gitta Bertram, Rubens as a Designer of Title Pages. Title Page Production and Design in the Beginning of the Seventeenth Century

    Diese sozio- und medienhistorische Untersuchung der buchgestalterischen Arbeit von P. P. Rubens ist der erste Band der Stuttgarter Akademieschriften und zeigt, dass er mit den Traditionen der Titelblattgestaltung bewusst umzugehen wusste. In enger Zusammenarbeit mit Kupferstechern und Verlegern schuf Rubens 48 visuelle und intellektuelle Kunstwerke für sehr unterschiedliche Bücher, die im 17. Jahrhundert in keiner Bibliothek von Rang fehlen durften. Die Titelblätter waren nicht nur Werbung für die Werke, sondern auch für deren Autoren und Verleger, oft Balthasar Moretus. Rubens' vielfach kopierte Entwürfe trugen dazu bei, dass sich sein Ruf als gelehrter Künstler, Altertumsforscher, Humanist und Katholik in der Welt verbreitete.

  • 17.09.2018

    Eduard Isphording, Kräuter und Blumen. Botanische Bücher bis 1850 im Germanischen Nationalmuseum

    Der Bestandskatalog ist einer nach Anzahl und Qualität bedeutenden Teilsammlung der Museumsbibliothek gewidmet, den botanisch-pharmazeutischen Büchern. Ein Gang durch die Geschichte der botanischen Literatur und Buchillustration schildert die Erforschung der Pflanzenwelt von ihren Anfängen in der Antike bis ins 19. Jahrhundert und ihren Niederschlag in teils prachtvoll illustrierten Büchern. Der Katalog der rund 330 Pflanzenbücher aus fünf Jahrhunderten erläutert mit technischen Angaben, kurzen Beiträgen zu Inhalt, Autor und Illustration sowie mit zahlreichen Abbildungen die Besonderheit des jeweiligen Buches.
    Das Buch bringt dem Leser die Grundlagen heutiger Sichtweisen auf die Pflanzenwelt nahe: den Blick der Naturwissenschaft, speziell der Pharmazie, der Landwirtschaft – und der Gartenliebhaber.

  • 12.09.2018

    Daniel Burger, Die Cadolzburg. Dynastenburg der Hohenzollern und markgräflicher Amtssitz

    Die Cadolzburg war ein wichtiges Verwaltungszentrum der Hohenzollern in Franken und zählte bis zu den verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zu den besterhaltenen Burgen Deutschlands. Die vorliegende Monographie umfasst den Forschungsstand, einen historischen Abriss, eine analysierende Baubeschreibung sowie die Stellung der Cadolzburg innerhalb des zollernschen Burgenbaus in Franken. Exkurse gehen auf Steinmetzzeichen, die Befestigung des Marktes Cadolzburg sowie die Folter in der Cadolzburg ein; ein Verzeichnis der Beamten und Inventare der Burg sowie Personen- und Ortsregister beschließen den Band.

  • 15.08.2018

    Thomas Eser, Die älteste Taschenuhr der Welt? Der Henlein-Uhrenstreit

    Vor 500 Jahren stellte der Nürnberger Schlosser Peter Henlein als einer der ersten kleine, tragbare Uhren her. Schon seine Zeitgenossen priesen Henlein für diese technische Meisterleistung. Doch gibt es überhaupt noch von Henlein hergestellte Uhren? Wenn ja, wie kann man sie identifizieren? Die Diskussion um diese Fragen wird in Sammlerkreisen und unter Museumsfachleuten schon seit Langem geführt, bis hin zu dem Streit, welche Uhr den Titel „Älteste Taschenuhr der Welt“ erhält. Die ausstellungsbegleitende Publikation, die dieses Mal in der Reihe der Kulturgeschichtlichen Spaziergänge erscheint, ordnet die am GNM jüngst erlangten Forschungsergebnisse zur „Henlein-Uhr“ in einen breiten historischen Kontext ein.

  • 31.07.2018

    Jutta Zander-Seidel (Hg.), In Mode. Kleider und Bilder aus Renaissance und Frühbarock

    Der Band stellt die rund 50 Originalkostüme des Museums aus der Zeit von 1560 bis 1650 vor, die in der Sonderausstellung erstmals präsentiert werden, ergänzt um internationale Leihgaben. Gemalte und grafische Porträts der Zeit überliefern ursprüngliche Wirkungen und Trageweisen. Sie inszenierten die Dargestellten und deren Status, während illustrierte Flugblätter modekritische Ansichten verbreiteten. Im Anhang sind zu den textilen Objekten des GNM Materialien und Techniken erfasst. Der Katalog bietet Nahsichten auf Formen, Materialien und Dekore frühneuzeitlicher Kleidung und macht ihre in Vergessenheit geratenen Botschaften für heutige Betrachter wieder lesbar.

  • 19.07.2018

    Martina Sauer, Faszination - Schrecken. Zur Handlungsrelevanz ästhetischer Erfahrung anhand Anselm Kiefers Deutschlandbilder

    Auf der Annahme, dass wir Welt wie Bilder zunächst über unsere Empfindungen erschließen, mithin zwischen beidem ein unmittelbarer Zusammenhang besteht, baut das Buch auf. In der Diskussion von Faszination und Schrecken, wie sie die Deutschlandbilder Anselm Kiefers auslösen können, diskutiert die Autorin die Konsequenzen und Schlussfolgerungen daraus für unser kulturelles Selbstverständnis. Für die Forschung neu entwickelt die Autorin darauf aufbauend eine Bild- und Kulturtheorie, die den Sonderstatus der Kunst mit erläutert.

    Lesen Sie mehr über Martina Sauer, <a href="http://books.ub.uni-heidelberg.de/arthistoricum/catalog/book/344">Faszination - Schrecken. Zur Handlungsrelevanz ästhetischer Erfahrung anhand Anselm Kiefers Deutschlandbilder</a>
  • 02.07.2018

    Nationalkomitee des Corpus Vitrearum Deutschland; Germanisches Nationalmuseum in Nürnberg, Originale Kaltmalerei auf historischen Glasmalereien

    Der Band beinhaltet Beiträge des Arbeitsgesprächs vom 10./11. März 2016 im Germanischen Nationalmuseum. Das Phänomen der "Kaltmalerei", das heißt der nicht eingebrannten Malerei auf mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Glasgemälden, ist erst in jüngerer Zeit in den Fokus von Glasmalerei-Restaurierung und -Forschung gerückt. Im März 2016 war ein vom Nationalkomitee des Corpus Vitrearum Deutschland gemeinsam mit dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg veranstalteter Workshop allein diesem Themenfeld gewidmet. Die Impuls-Referate und Vorträge liegen jetzt in publizierter Form vor.

  • 11.06.2018

    Jürgen Stöhr, Das Sehbare und das Unsehbare. Abenteuer der Bildanschauung. Théodore Géricault, Frank Stella, Anselm Kiefer

    Die Bildanschauung wird zum unvergleichlichen Abenteuer, wenn Kunstwerke intensiv betrachten werden: Erst dann ist es möglich, tief in ihre Phänomenwelt und in die Eigenwirklichkeit der Malerei einzutauchen. Erst dann aktualisiert sich auch das genuine Wirkungspotential der Bilder. Jürgen Stöhr, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Konstanz, lädt ein zu einer rezeptionsästhetisch-phänomenologischen Reise durch großartige Bildlandschaften.

  • 06.06.2018

    Stephanie Armer, Thomas Eser (Hrsg.), Luther, Kolumbus und die Folgen. Welt im Wandel 1500-1600

    Mit den Namen Luther und Kolumbus verbinden sich meist Vorstellungen von Aufbruch, Expansion und Glaubensfreiheit. Der Katalog frägt anlässlich des 500. Reformationsjubiläums nach den Folgen der Gleichzeitigkeit von Glaubens- und Weltbildwandel im 16. Jahrhundert. Wie konnte eine sich auf die Autorität des Alten berufende Gesellschaft mit dem Veränderungsdruck ihrer Zeit umgehen? Ein 185 Nummern umfassender, reich illustrierter Katalog und sieben wissenschaftliche Beiträge beleuchten eine faszinierende Welt im Wandel, in der Aufbruchs-und Endzeitstimmung gleichermaßen ihren Platz hatten und der Umgang mit Neuem und Fremdem erst erprobt werden musste.

  • 30.05.2018

    Jutta Zander-Seidel, Kleiderwechsel. Frauen-, Männer- und Kinderkleidung des 18. bis 20. Jahrhunderts

    Dieser Band ist der 1. Band der Reihe Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums. Er stellt die Dauerausstellung der Kostümsammlung vor und führt durch 300 Jahre Kleidungskultur. Die Ausstellung „Kleiderwechsel“ zeigt nicht nur den Wandel der Kleider und Moden im Laufe der Zeit, sondern setzt gleichzeitig auch neue Maßstäbe im Bereich der Ausstellungskonzeption. Die Kostümsammlung des Germanischen Nationalmuseums gehört zu den ältesten textilen Fachsammlungen weltweit.

  • 26.03.2018

    Klaus Dieter Gaus, Friedrich Albert Schmidt, 1846–1916

    Friedrich Albert Schmidt, 1846–1916, zählt zu den Weimarer Malern der ausgehenden Epoche des Realismus im Übergang zum Impressionismus. Prägende Stationen im Leben des Künstlers sind, nach seiner Ausbildung in München, die Lehrjahre bei Eugène Lavieille und dessen Künstlerfreunden in Barbizon sowie die folgenden Jahre bei Arnold Böcklin in Florenz. Aus Schmidts Lebensstationen und den ihnen zugeordneten Malperioden zeigt sich die eindrucksvolle künstlerische Vielfalt des Künstlers, die auch in der Wahl der Ausdrucksmittel anschaulich wird. Sie reicht vom großformatigen Ölbild der Ateliersarbeit über Gemälde und Skizzen mittlerer bis kleiner Bildformate aus der Arbeit im Freien bis hin zu Radierungen, Aquarellen und Tuschearbeiten. (Dritte, vollständig überarbeitete Ausgabe 2018)

  • 20.03.2018

    Thomas Steinruck, Business Artists. Strategische Vermarkter im Kunstbetrieb

    Seit wenigen Jahrzehnten hat sich ein neuer Künstlertypus herausgebildet, dessen Existenz als ein weiteres Symptom der aktuellen Ökonomisierung aller Lebensbereiche verstanden werden kann: der Business Artist. Er ist Unternehmer und Manager, Art Director und Designer. In der Nachfolge von Andy Warhol sind mit Damien Hirst, Jeff Koons und Takashi Murakami die drei aktuell erfolgreichsten Business Artists ausgewählt, die in den einschlägigen Diskursen diesen Typus gegenwärtig am prominentesten repräsentieren.

  • 19.03.2018

    G. U. Großmann, Claudia Selheim, Barbara Stambolis (Hrsgg.), Aufbruch der Jugend. Deutsche Jugendbewegung zwischen Selbstbestimmung und Verführung

    Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 26.09.2013–19.01.2014.
    Jugend stand ganz besonders um 1900 für Aufbruch und Erneuerung, für Zukunft und Visionen. Jugendliche aus bürgerlichen Kreisen begehrten gegen die Elternwelt auf. Viele ihrer Ziele trafen sich mit den Forderungen der Lebensreformbewegung. Junge Leute schlossen sich in Bünden wie dem „Wandervogel“ zusammen. Gemeinsame Unternehmungen stärkten das Gruppengefühl.

  • 19.03.2018

    Birgit Franz, Gerhard Vinken (Eds.), Das Digitale und die Denkmalpflege. Bestandserfassung – Denkmalvermittlung – Datenarchivierung – Rekonstruktion verlorener Objekte

    Die „digitale Revolution” ist längst in vollem Gange. Für die Denkmalpflege haben digitale Anwendungen neue Perspektiven geöffnet, etwa in der interaktiven Visualisierung verlorener Zustände, im Monitoring bedrohter Stätten und Artefakte oder in der komplexen Vernetzung heterogener Wissensbestände. Deutlicher werden inzwischen auch Grenzen und ungelöste Probleme im Einsatz digitaler Technologien, etwa was die Nachhaltigkeit der rapide wachsenden Datenmengen betrifft.

  • 19.03.2018

    Henry Keazor (Hrsg.), Film Plakat Kunst. Dietrich Lehmann und der Heidelberger Filmclub der 50er Jahre

    In den 50er Jahren schuf Dietrich Lehmann (1929-2014) handgemalte Filmplakate für den studentischen Filmclub Heidelberg, dessen Wirken über Heidelberg hinaus eine beachtliche Strahlkraft in das bundesrepublikanische Nachkriegsdeutschland hatte. Der die gleichnamige Ausstellung des Universitätsmuseums Heidelberg begleitende Katalog ordnet die Plakatschöpfungen Lehmanns innerhalb der Entwicklungsgeschichte des Filmplakats ein und setzt sich in Beiträgen mit der Geschichte des Heidelberger Filmclubs wie der Filmclubs in Deutschland generell auseinander. Darüber hinaus werden Hintergründe zur Kinogeschichte beleuchtet und die Persönlichkeit Dietrich Lehmanns vorgestellt.

  • 20.02.2018

    Laurence Bertrand Dorléac, Thomas Kirchner, Déborah Laks and Nele Putz (Hrsg.): Les Arts à Paris après la Libération. Temps et Temporalités

    Der Band 2 der Passages online wirft neues Licht auf die Pariser Kunstwelt nach dem Zweiten Weltkrieg, ihre Akteure, (inter)nationalen Dimensionen und ästhetischen Spannungsfelder. Er vereint eine Auswahl an Beiträgen des Jahreskongresses 2014/2015 des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris sowie weitere Forschungsergebnisse dieses Jahres. Neben historiografischen Fragestellungen stellt der Band konkrete Fallbeispiele in den Mittelpunkt, in denen bekannte Protagonisten wie Giacometti, Picasso und Brassaï untersucht werden, aber auch neue Akteure, Institutionen und Medien vorgestellt sowie innovative Perspektiven entwickelt werden. Er leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Kunst der Nachkriegszeit.

  • 29.01.2018

    Janneke Schoene: Beuys’ Hut. Performance und autofiktionale Subjektivität

    Die exegetische Rezeption um Joseph Beuys geht davon aus, dass Beuys ein ‚authentischer‘ Künstler ist, dessen Performance sich durch eine besondere Unmittelbarkeit auszeichnet. Die Studie zeigt anhand einer Untersuchung der Tatarenlegende als Erzählung, einiger autobiographischer Schriftstücke, Performances bzw. Medialisierungen und der Beuys-Retrospektive im New Yorker Guggenheim Museum 1979 als Bühne der Künstlerschaft, dass Beuys eine autofiktionale Figur ist, die ihre Künstlichkeit, Konstruiertheit und Fiktionalität selbst ausstellt. So wird ersichtlich, dass die Beuys’sche Inszenierung als ironischer Kommentar des Stellenwerts und der Rolle des Künstlers zu sehen ist, die er zugleich so offensiv einnahm.

  • 12.12.2017

    Sigrid Ruby: Mit Macht verbunden. Bilder der Favoritin im Frankreich der Renaissance

    Die Mätressen der französischen Könige prägen unsere Vorstellung vom Leben am frühneuzeitlichen Fürstenhof – ein Leben voll Glamour, Affären und Intrigen, animiert von schönen Frauen, die Macht und Einfluss hatten. In dieser Studie geht es um eine Präzisierung dieser Vorstellung aus kunstgeschichtlicher Perspektive. Untersucht werden Bilder der Favoritin, wie sie das Zeitalter der französischen Renaissance in unterschiedlichen Medien und Gattungen hervorbrachte. Im Zentrum stehen zwei historische Frauenfiguren, Anne de Pisseleu (1508-80?) und Diane de Poitiers (1500-1566).