Elisabeth Oy-Marra , Irina Schmiedel (Hrsg.)

Zeigen – Überzeugen – Beweisen
Methoden der Wissensproduktion in Kunstliteratur, Kennerschaft und Sammlungspraxis der Frühen Neuzeit

Autopsie und Empirie erlebten in der Frühen Neuzeit einen erheblichen Aufschwung, der nicht zuletzt auch für die Betrachtung von Kunst konstitutiv war. Die hiermit verbundenen Strategien des Zeigens, des Überzeugens und Beweisens spielten nicht nur in der frühneuzeitlichen Wissenschaftspraxis eine tragende Rolle, sondern in zunehmendem Maße auch in der zeitgenössischen Kunstliteratur und der noch jungen Disziplin der Kennerschaft. Besonders deutlich wird die Bedeutung jener Konzepte zudem in den Bereichen der Sammlung und Präsentation von Zeichnungen. Hier bediente man sich verschiedener visueller und textueller Evidenzverfahren, etwa um spezifische Ordnungsmuster darzustellen, Zuschreibungen zu stützen oder weitere Informationen zu vermitteln.
Der Sammelband vereint einen Großteil der Beiträge des Workshops Zeigen – Überzeugen – Beweisen. Formen der Erzeugung und Vermittlung von Wissen in Kunstliteratur, Kennerschaft und Sammlungspraxis der Frühen Neuzeit, der vom 5. bis 7. Oktober 2017 im Rahmen des DFG-geförderten Projektes Die Materialität der Wissensordnungen und die Episteme der Zeichnung. Die Zeichnungsalben des Sebastiano Resta in Mainz stattfand.

Jürgen Stöhr

Das Sehbare und das Unsehbare
Abenteuer der Bildanschauung. Teil 2: Caravaggio

Die Bildanschauung wird zu einem unvergleichlichen Abenteuer, wenn Kunstwerke intensiv betrachtet werden. Erst dann ist es möglich, tief in ihre Phänomenwelt und in die Eigenwirklichkeit der Malerei einzutauchen. Erst dann aktualisiert sich auch das genuine Wirkungspotential der Bilder. Im Mittelpunkt dieses Buches steht die Malerei Caravaggios. Genauer gesagt wird fast nur ein einziges Bild fokussiert: Das Emmausmahl aus dem Jahre 1606. Dieses Werk verhandelt in sich selbst auf besondere Weise die vom Bibeltext vorgegebene wundersame Thematik von Auferstehung, Augen-Öffnen, Sehen, Erkennen und Verschwinden.

Auch wir, die Betrachtenden, sind von diesem visuellen Erlebniszusammenhang noch heute ›betroffen‹. Um dem nachzugehen, wird eine detailreiche Reise in die großartige innere Struktur der Bildwelt dieses religiösen Ereignisbildes unternommen. Stets geht es um das, was für das Auge sehbar wird und um das, was unsehbar bleibt, aber dennoch nicht wegzudenken ist.

Die hier zur Sprache kommenden Bilderfahrungen werden schließlich ergänzt durch minutiöse Beobachtungen zu einem Emmausmahl von Diego Velázquez.

Landesmuseum Hannover (Hrsg.)

Die Ölskizzen in der Niedersächsischen Landesgalerie Hannover

Kataloge der Niedersächsischen Landesgalerie IV

Der Band katalogisiert erstmalig den Bestand von 221 Arbeiten, die zu zwei Konvoluten gehören: Ölskizzen, die aus den Nachlässen den beiden hannoverschen Maler Theodor Kotsch und Gustav Hausmann stammen. Ebenfalls aufgenommen wurde der Bestand von Ölskizzen des Kestner-Museums und des Hannoverschen Künstlervereins.

Katja Lembke (Hrsg.)

best of
111 Stories from the WeltenMuseum

Warum sind die Fische im Pazifik bunter als ihre Verwandten in Nord- und Ostsee? Gab es in Niedersachsen Dinosaurier? Wo lebten die ersten Menschen? Wie begann die Globalisierung, und seit wann gibt es eigentlich Kunst?
Mit 111 Objekten reisen Sie durch das WeltenMuseum, dessen Sammlungen ein Abbild unserer Lebenswelt darstellen. Raum und Zeit übergreifend erzählen sie Geschichten – von 240 Millionen Jahre alten Seelilien bis zu lebenden Bewohnern von Land und Wasser, vom Gamelanorchester aus dem fernen Indonesien bis zur Goldkette von Isenbüttel, von den ersten handwerklichen Erzeugnissen der frühen Menschen bis zur weltweit größten Sammlung deutscher Impressionisten. Wunderbare Fotos und einprägsame Texte sprechen Jung und Alt an und führen ein in die Geheimnisse unseres Kontinents.

Landesmuseum Hannover (Hrsg.)

Die deutschen, französischen und englischen Gemälde des 17. und 18. Jahrhunderts

Der 1990 vorgelegte Katalog zum Teilbestand der Niedersächsischen Landesgalerie ersetzt den 1954 publizierten Band von Gert von der Osten. Für die Neufassung wurden neue Erkenntnisse eingepflegt und wissenschaftliche Standards angepasst.

Landesmuseum Hannover (Hrsg.)

Von Cranach bis Monet
Zehn Jahre Neuerwerbungen 1976 -1985

Der Katalog von 1985 verzeichnet die Neuerwerbungen der Niedersächsischen Landesgalerie von 1976 bis 1985. Bei den Neuerwerbungen stand vor allem die Stärkung der jeweiligen Schwerpunkte im Fokus – der Zeithorizont reicht von Cranach bis Monet, umfasst u. a. aber auch Werke von Brueghel, Tischbein, Schwingen und Mackensen.

Landesmuseum Hannover (Hrsg.)

Die italienischen und französischen Handzeichnungen im Kupferstichkabinett der Landesgalerie

Das vom Landesmuseum Hannover betreute Kupferstichkabinett umfasst Arbeiten deutscher, englischer, niederländischer, italienischer und französischer Graphiker. Die drei ersten Konvolute wurde in den 1960er Jahren umfassend katalogisiert; die Erfassung der italienischen und französischen Arbeiten blieb bis zum Erscheinen des vorliegenden Bandes im Jahre 1987 ein Desiderat. Die einzelnen Blätter werden in Bild und Text beschrieben.

Otto Karl Werckmeister

The Political Confrontation of the Arts in Europe from the Great Depression to the Second World War

Wolfgang F. Kersten (Hrsg.)

Georg Bloch Annual, Vol. 24/25, 2019/2020

Eine nie dagewesene Politisierung der Künste lief in Europa von 1929 bis 1939 ab. Staatsaufsicht, Parteienagitation und öffentlicher Druck zwangen die Künste in den Dienst einer Innenpolitik der sozialen Stabilisierung und einer Außenpolitik der antagonistischen Selbstbehauptung. Sie wurden verwickelt in die Kämpfe zwischen den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Systemen, die sich im 2. Weltkrieg zuspitzten. Infolgedessen waren sie in einen dreifachen ideologischen Konflikt zwischen Kommunismus, Faschismus und Demokratie verstrickt. In einem rasanten Kurs wurden doktrinär Kunstpolitik betrieben und Kunstideologien verkündet. Das nennt der Autor eine politische Konfrontation der Künste.

Stefanie Rehm

Tischbein und die Kunst des ‚Goldenen Zeitalters'
Rezeptionsgeschichte(n) um 1800

Die Kunst des ‚Goldenen Zeitalters‘ der Niederlande steht häufig im Fokus der Kunstgeschichte, doch nur selten hinsichtlich ihrer Rezeptionsgeschichte in Deutschland in der Zeit um 1800. Die Studie schließt diese Lücke am Beispiel der Niederlande-Reise von Johann Heinrich Wilhelm Tischbein und gewinnt dabei einen neuen Blick auf Aspekte wie Bildwissen, Verbreitung und Rezeption der niederländischen Kunst des 17. Jahrhunderts. Beziehungen und Austausch zwischen Künstlern und Kennern, Agenten und Sammlern werden ebenso untersucht wie die innovative Rolle des ‚Goethe-Tischbein‘ – als verlässlicher Augenzeuge und geschickter Netzwerker ist er seiner Zeit weit voraus.

Horst Wolfgang Böhme , Reinhard Friedrich , Barbara Schock-Werner , Europäisches Burgeninstitut – Einrichtung der Deutschen Burgenvereinigung e. V. (Hrsg.)

Wörterbuch der Burgen, Schlösser und Festungen

Burgen, Schlösser und Festungen erfreuen sich ungebrochener Beliebtheit, erlauben sie doch einen unmittelbaren Einblick in die Vergangenheit, indem sie Geschichte, Kultur und Alltag erfahrbar machen. Als lohnendes Ziel öffnen sie nicht nur Besuchern ihre Tore, sondern bieten historisch Interessierten Anlass zur weiteren Beschäftigung und Forschung. Das Nachschlagewerk macht mit über 300 Einträgen mit Fachausdrücken aus dem Burgen-, Schlösser- und Festungsbau vertraut. Erläutert werden Bautypen, Bauteile und Bauelemente. Dabei folgt der Begriffserklärung eine knappe Darstellung der historischen Entwicklung mit Nennung ausgewählter Beispiele. Ein einführender Essay gibt einen Überblick über die historische Entwicklung von Burgen, Schlössern und Festungen.

Diese rein digitale Neuauflage in dynamischen HTML-Format basiert auf der 2004 bei Reclam erschienenen Druckausgabe und bietet interaktive Navigationsfunktionen, verlinkte Querverweise und Verlinkungen auf Satellitenbilder der jeweiligen Burg.

Birgit Dalbajewa , Andreas Dehmer , Hilke Wagner (Hrsg.)

Die Internationale Kunstausstellung Dresden 1926 in historischen Aufnahmen von Alexander Paul Walther
Kommentierte Quellenedition

Die Internationale Kunstausstellung Dresden 1926 war eine der markantesten ihrer Art in der Weimarer Republik. Auf ihren Errungenschaften fußte auch die erste documenta 1955 in Kassel. Anhand historischer Aufnahmen des Architekturfotografen Alexander Paul Walther werden Erscheinungsbild, Intentionen und Wirkung dieses Großereignisses nachgezeichnet.
Die bedeutenden fotografischen Dokumente befinden sich im Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und wurden bisher noch nie gemeinsam und vollständig publiziert. Ihre kommentierte Edition leistet das Dresdner Albertinum innerhalb des BMBF-Verbundforschungsprojekts „Vom Gegenstand zum Exponat“ als eine inspirierende Grundlage für weitere Forschungen.

Maren Manzl

Intermedialität im Werk von Gregory Crewdson
Ein Bildkünstler im Kontext von Malerei, Film und Fotografie

Der 1962 in Brooklyn geborene Fotograf Gregory Crewdson inszeniert großformatige Fotos mit Blick auf das melancholische und entfremdete Leben in amerikanischen Vorstädten. Hauptthemen sind scheinbar zufällig festgehaltene Szenen von Innenräumen, Vorgärten und Straßenfluchten, in denen die Protagonisten zumeist wie teilnahmslos in sich gekehrt wirken. Neben der Vorstellung von Crewdsons Gesamtwerk und der Ikonografie der Bilder werden vor allem Bezüge zur bildenden Kunst, zur Fotografie und zur Filmgeschichte bearbeitet und im Detail verglichen. Crewdsons Aufnahmen werden u. a. Werken von Hopper, Eggleston, Wall und Sternfeld sowie Filmen von Lynch, Spielberg und Hitchcock gegenübergestellt.

Heide Grape-Albers (Hrsg.)

Die holländischen und flämischen Gemälde des 17. Jahrhunderts

„Über 200 Gemälde holländischer und flämischer Meister sind heute in der Landesgalerie versammelt, wobei der Schwerpunkt eindeutig bei der holländischen Malerei mit 153 Stücken liegt. Unter den flämischen Gemälden finden sich Werke von Peter Paul Rubens, Jacob Jordaens, Frans Snyders und Anton van Dyck, die holländische Schule ist mit einer stattlichen Auswahl von Gemälden der Rembrandt-Schüler wie Gerrit Dou, Arent de Gelder, Carel und Barend Fabritius oder Nicolaes Maes vertreten.“ (S. 12) – Mit dem Bestandskatalog aus dem Jahr 2000 liegt eine vollständige Neubearbeitung des Bandes von Gert von der Osten (1954) vor.

ICOM Deutschland , Markus Walz (Hrsg.)

Museum: ausreichend. Die ‚untere Grenze‘ der Museumsdefinition
Tagungsband des Internationalen Bodensee-Symposiums 2018

Beiträge zur Museologie, Band 9

Die Menge und die Vielfalt der Museen wachsen stetig, doch was sind die „harten Kriterien“, die Museen von Nicht-Museen unterscheiden? Das deutsch-schweizerisch-österreichische Bodensee-Symposium 2018 diskutierte an Fallbeispielen interessante Grenzziehungen durch Outsourcing von Leistungen, für die dem einzelnen Museum die Kompetenzen fehlen, durch klaren Verzicht auf vor Ort nicht zu erfüllende „Museums-Kernaufgaben“ sowie durch externe Qualitätsprüfung und Zertifizierung, ob das Institut den Ansprüchen an ein Museum genügt (oder nicht). Am Schluss stehen Perspektiven auf die Museumsdefinition von Verantwortlichen aus museumsverwandten Einrichtungen (Privat-, Universitäts- und Unternehmenssammlungen).

María López-Fanjul y Díez del Corral (Hrsg.)

The Second Glance
All Forms of Love

"Der zweite Blick" ist eine neue Ausstellungsreihe, die sich anhand aktueller gesellschaftsrelevanter Themen mit der Dauerausstellung des Bode-Museums auseinandersetzt. Die Werke in seiner Sammlung umfassen 1.500 Jahre europäischer Kunst- und Kulturgeschichte und eignen sich daher besonders für eine Reihe wie "Der zweite Blick", die menschliche Identitäten und ihre bildnerische Darstellung thematisiert. "Spielarten der Liebe", der erste Teil der Reihe, wirft einen zweiten Blick auf Werke, die sich mit der Vielfalt sexueller Identitäten befassen.

Melanie Kraft

historia, narratio, exemplum
Jörg Breu d. Ä. und die Historienbilder für das Herzoghaus München

Der Augsburger Maler Jörg Breu d. Ä. (um 1475/80–1540) arbeitete für zahlreiche hochrangige Auftraggeber wie Maximilian I., die Fugger oder das Herzoghaus München. Von diesem ging einer seiner prestigeträchtigsten Aufträge aus: Im Rahmen der sogenannten Historienbilder schuf er die Geschichte der Lucretia und die Schlacht von Zama.
Die Publikation widmet sich anhand dieser Werke erstmals gezielt der Erzählstrategie und der Bildrhetorik Jörg Breus vor dem Hintergrund seines Œuvres, des Gesamtauftrags, seiner Zeitgenossen wie Hans Burgkmair oder Albrecht Altdorfer und der Beziehungen zum Münchener Hof. Erstmals werden so die Bildfindungen Breus umfassend analysiert, um einen bisher kaum beachteten Maler der deutschen Renaissance greifbarer zu machen.

Katja Lembke (Hrsg.)

best of
111 Geschichten aus dem Weltenmuseum

Warum sind die Fische im Pazifik bunter als ihre Verwandten in Nord- und Ostsee? Gab es in Niedersachsen Dinosaurier? Wo lebten die ersten Menschen? Wie begann die Globalisierung, und seit wann gibt es eigentlich Kunst?
Mit 111 Objekten reisen Sie durch das WeltenMuseum, dessen Sammlungen ein Abbild unserer Lebenswelt darstellen. Raum und Zeit übergreifend erzählen sie Geschichten – von 240 Millionen Jahre alten Seelilien bis zu lebenden Bewohnern von Land und Wasser, vom Gamelanorchester aus dem fernen Indonesien bis zur Goldkette von Isenbüttel, von den ersten handwerklichen Erzeugnissen der frühen Menschen bis zur weltweit größten Sammlung deutscher Impressionisten. Wunderbare Fotos und einprägsame Texte sprechen Jung und Alt an und führen ein in die Geheimnisse unseres Kontinents.

Johannes Warda (Hrsg.)

Beyond Bauhaus
New Approaches to Architecture and Design Theory

Die immer wieder neue Beschäftigung mit den avantgardistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts gehört fest zum Theoriediskurs von Architektur, Kunst und Design. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes nehmen den 100. Geburtstag des Bauhauses zum Anlass für eine kritische Revision von dessen pädagogischen Konzepten, Genderpolitik und designtheoretischen Implikationen. Schließlich eröffnen die Beiträge neue Perspektiven auf die sich zunehmend hybridisierenden Felder der gestaltenden Disziplinen zwischen virtuellen Umgebungen, der Ästhetik nachhaltigen Entwerfens, Biotechnologie und der Frage nach einer postkolonialen Ethik.

Heike Messemer

Digitale 3D-Modelle historischer Architektur
Entwicklung, Potentiale und Analyse eines neuen Bildmediums aus kunsthistorischer Perspektive

Computing in Art and Architecture, Band 3

Digitale 3D-Modelle historischer Architektur ➔ Entwicklung, Potentiale und Analyse eines neuen Bildmediums aus kunsthistorischer Perspektive bietet erstmals einen umfassenden historischen Überblick über die Entstehungsgeschichte digitaler Architekturrekonstruktionen aus kunsthistorischer Perspektive. Zentrales Anliegen des Buchs ist es, anhand der kunsthistorischen Analyse digitaler 3D-Modelle Potentiale dieses neuen Bildmediums und Forschungswerkzeugs in den Geistes- und Kulturwissenschaften aufzuzeigen. Wesentliche Diskurse, Desiderate und Handlungsbedarfe in den Bereichen der Hypothesendarstellung, Dokumentation des Erstellungsprozesses und Langzeitarchivierung werden diskutiert. Der Wissenschaftscommunity bietet das Buch eine fundierte Grundlage für die Verortung digitaler 3D-Modelle historischer Architektur im Kontext von möglichen Forschungsfragen, wesentlichen Handlungsbedarfen und für die Initiierung von Impulsen für zukünftige Projekte.

Antonia Wagner

Feminismus und Konsum

Dissertationen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Band 2

Ist Konsumieren ein Symbol für gesellschaftliche Freiheiten? Oder (re-)produziert Konsum eine Geschlechterordnung, die ‚die Frau‘ auf ein Objekt männlichen Begehrens reduziert? Konsumieren ist Ausdruck von Lust, macht Arbeit und lebt durch Bilder. Die hier vorliegende differenzierte Betrachtung zeigt, wie widersprüchlich Weiblichkeit in Konsumkulturen konstruiert wird. Entsprechend zeigen sich feministische Positionen der 1960er bis 1980er Jahre kritisch gegenüber der Konsumkultur, reflektieren gleichwohl auch die potentielle Macht der Konsumentin und einer feministisch geprägten Konsumästhetik. Diese feministischen ästhetischen Haltungen gegenüber dem Kaufen, dem Benutzen, dem Betrachten oder dem Verzehren käuflicher Dinge werden anhand von Werken weiblicher Künstlerinnen wie Evelyne Axell, Nathalia LL, Martha Rosler, Christa Dichgans, Sanja Iveković und Judith Barry herausgearbeitet.