Vergängliche Kunst und fortwährende Macht
Empfohlene Zitierweise

Raband, Ivo: Vergängliche Kunst und fortwährende Macht: Die 'Blijde Inkomst' für Erzherzog Ernst von Österreich in Brüssel und Antwerpen, 1594, Heidelberg: arthistoricum.net, 2019. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.449

Weitere Zitierweisen
Lizenz

Dieses Werk ist unter der Creative Commons Licenz 4.0
(CC BY-NC- SA 4.0)
veröffentlicht.
Creative Commons Lizenz CC BY-NC-SA 4.0

Identifikatoren
ISBN 978-3-947449-34-7 (PDF)

Veröffentlicht am 30.09.2019.

Die gedruckte Ausgabe erschien 2019 bei ad picturam Fachverlag für kunstwissenschaftliche Literatur e. K. ISBN: 978-3-942919-06-7

Statistik


Raband, Ivo

Vergängliche Kunst und fortwährende Macht

Die 'Blijde Inkomst' für Erzherzog Ernst von Österreich in Brüssel und Antwerpen, 1594

Der Habsburger Ernst von Österreich (1553–1595), zweiter Sohn Kaiser Maximilians II., wurde 1593 zum Statthalter der Spanischen Niederlande ernannt. Der Erzherzog erreichte seine neue Residenzstadt Brüssel am 30. Januar 1594, wo er mit dem triumphalen Einzug der Blijde Inkomst – dem traditionellen „fröhlichen Einzug“ – begrüßt wurde; der zweite Einzug in die illustre Handelsmetropole Antwerpen folgte im Juni. Das Ableben des Erzherzogs nach nur 13 Monaten im Amt im Februar 1595 sowie seine politische Bedeutungslosigkeit ließen dieses Ereignis bisher in der Forschung zurücktreten, obwohl es einen aufschlussreichen Einblick in die Spanischen Niederlande zur Zeit des Achtzigjährigen Krieges bietet.
Im Rahmen der Studie wurden unterschiedliche Orte und Medien performativer und visueller Künste identifiziert und aktuelle Methoden aus den Bereichen der Kunstgeschichte, Historiographie, Sozialgeschichte und Religionsgeschichte herangezogen. Die Untersuchung fokussiert sich zuerst auf die von den Städten zu Ehren des Erzherzogs gestalteten ephemeren Festapparate, Bühnen, tableaux vivants und Aufführungen anhand ihrer nachfolgend erschienenen Festbücher. Anschließend stellt sich die Frage, welches Nachwirken die Blijde Inkomst auf das Selbstverständnis Ernsts von Österreich in den Niederlanden hatte. Zu diesem Zweck werden ein bei Otto und Gijsbert van Veen in Auftrag gegebenes Druckporträt des Erzherzogs, die erzherzogliche Sammlung – auf Grundlage des bisher noch nicht publizierten Nachlassinventars – sowie das Grabmonument im Hochchor der Brüsseler St. Michael und Gudula-Kirche untersucht.

Ivo Raband studierte Kunstgeschichte und Germanistik an der Universität Osnabrück und Kunst- und Bildgeschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. 2016 wurde er an der Universität Bern mit der oben erwähnten Dissertation promoviert. Von Mai 2016 bis Januar 2018 war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Neuzeit an der Universität Bern. Im Frühjahr 2018 war Ivo Raband Junior Fellow am interdisziplinären Walter Benjamin Kolleg der Philosophisch-historischen Fakultät der Universität Bern. Von September 2018 bis Mai 2019 erlaubte ihm ein Early Postdoc.Mobility Stipendium des Schweizerischen Nationalfonds am Kunsthistorischen Institut in Florenz, Max-Planck-Institut an seinem Habilitationsprojekt zu forschen, welches sich mit Fliegen und Schweben in der Skulptur der Vormoderne auseinandersetzt. Seit Juni 2019 arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunstgeschichtlichen Seminar der Universität Hamburg.

Inhaltsverzeichnis
PDF
Titelei
Inhalt
Vorbemerkung
Einleitung
Teil I: Vergängliche Kunst
1. Die 'Blijde Inkomst': Form und Funktion
2. Brüssel: Der Triumph der Habsburger
3. Antwerpen: Der Wunsch nach Frieden und Wohlstand
Teil II: Fortwährende Macht
4. Potential und Nachwirken der 'Blijde Inkomst'
Fazit: Fortwährende Kunst und vergängliche Macht?
Bibliographie