Aegidus Romanus

Über die Fürstenherrschaft (ca. 1277-1279)
Nach der Handschrift Rom, Biblioteca Apostolica Vaticana, cod. borgh. 360 und unter Benutzung der Drucke Rom 1556 und Rom 1607

Volker Hartmann (Hrsg.)

Der Fürstenspiegel De regimine principum des Aegidius Romanus (gest. 1316) war im späten Mittelalter nicht nur das am weitesten verbreitete Werk seiner Gattung, sondern auch eine der am meisten gelesenen weltlichen Schriften überhaupt. Er wurde in fast alle Volkssprachen der westlichen Christenheit übersetzt. Der Text erscheint hier erstmals in einer modernen zweisprachigen Ausgabe, basierend auf einer zeitgenössischen Handschrift, dem Cod. Borgh. 360 der Vatikanischen Bibliothek, und mit sämtlichen Lesarten der bisher von der Forschung meist herangezogenen Drucke Rom 1556 und 1607. Ein kurzer Kommentar informiert vor allem über die Fundstellen der von Aegidius angeführten Zitate.

Sally Apeikis , Lea Bauer , Christoph Beringer , Cathrin Boch

Himjar
Das vergessene Reich in Südarabien

Universitätsmuseum Heidelberg – Kataloge, Band 7

Vor gut drei Jahrzehnten präsentierte eine kleine Ausstellung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz die Ergebnisse mehrjähriger Restaurierungsarbeit an den Überresten von zwei – wie sich dabei herausstellte – fast zweieinhalb Meter hohen Königsfiguren, die im klassischen Kontrapost wie Heroenstatuen dargestellt waren, signiert von einem griechischen Künstler Phokas. Schlagartig stellte sich damit ein bis dahin den meisten Archäologen und Historikern noch völlig unbekanntes altsüdarabisches Königreich im heutigen Jemen vor – und versank danach wieder weitgehend in Vergessenheit.

Immo Appenzeller , Dirk Dubbers , Hans-Georg Siebig , Albrecht Winnacker (Hrsg.)

Heidelberger Physiker berichten - Rückblicke auf Forschung in der Physik und Astronomie
Band 5: Vielfalt der Physik

Mit diesem Band endet die Reihe "Heidelberger Physiker berichten" vorläufig. Mit einer Fortsetzung in einigen Jahren kann aber gerechnet werden, wenn ein neuer Kreis von Emeriti nachgewachsen ist. Der vorhergehende Band 4 hatte den Fokus auf wichtigen Anwendungen, die aus der Physik hervorgegangen sind. Der vorliegende Band 5 hingegen dokumentiert noch einmal die volle Breite der in Heidelberg betriebenen Physik: von den allergrößten Dimensionen im Kosmos zu den allerkleinsten Skalen der Elementarteilchen, von den höchsten Energien machtvoller Beschleuniger zu den niedrigsten Energien ultrakalter Neutronen, von den (nur scheinbar) einfachen Systemen des Nukleons zu den höchst komplexen Systemen der Umwelt und des menschlichen Gehirns.

Immo Appenzeller , Dirk Dubbers , Hans-Georg Siebig , Albrecht Winnacker (Hrsg.)

Heidelberger Physiker berichten - Rückblicke auf Forschung in der Physik und Astronomie
Band 4: Von den Grundlagen zur Anwendung

Auch in diesem Band 4, dem nach derzeitiger Planung vorletzten der Reihe „Heidelberger Physiker berichten“, blicken Heidelberger Hochschullehrer der Physik und, in diesem Band, auch der Physikalischen Chemie auf ihren wissenschaftlichen Lebensweg und die Entwicklung ihres Fachgebietes zurück. Eine besondere Note erhält dieser Band durch den bereits im Titel angesprochenen Bezug zur Anwendung, die in der Heidelberger Physiktradition eher eine Randstellung einnimmt. Der Untertitel des Bandes weist einerseits auf eine persönliche fachliche Entwicklung des jeweiligen Vortragenden hin, kennzeichnet aber auch eine allgemeine Tendenz von Grundlagenforschung, sich zur Anwendung hin zu öffnen. In den vorliegenden Texten erfolgt diese Annäherung auf methodischer Basis, sie ergibt sich also aus der Möglichkeit, hochentwickelte Methoden der Laserspektroskopie, der modernen Optik oder der Spinresonanz auf praktische Fragestellungen oft interdisziplinären Charakters anzuwenden, in Biologie und Medizin, in Verfahrenstechnik und Materialwissenschaften. Gerade auch der interdisziplinäre Charakter der vorgestellten Forschung ist bezeichnend für einen Trend unserer heutigen Wissenschaft.

 

Immo Appenzeller , Dirk Dubbers , Hans-Georg Siebig , Albrecht Winnacker (Hrsg.)

Heidelberger Physiker berichten - Rückblicke auf Forschung in der Physik und Astronomie
Band 3: Mikrokosmos und Makrokosmos

In dem zunächst auf vier Bände angelegten Werk "Heidelberger Physiker berichten" blicken ehemalige Heidelberger Hochschullehrer der Physik und Astronomie auf ihren wissenschaftlichen Lebensweg und die Geschichte ihres Fachgebietes zurück. Die Basis für den vorliegenden Band bilden autobiographische Vorträge, die im Rahmen einer Ringvorlesung in den Jahren 2015 und 2016 präsentiert wurden. Schwerpunkt war dabei die Entwicklung der Physik im letzten Drittel des zwanzigsten und am Beginn des 21. Jahrhunderts. In dieser Periode wurden die traditionellen Arbeitsgebiete der Heidelberger Physiker weiter ausgebaut, daneben aber auch wichtige aktuelle Forschungsthemen vermehrt auch aus der Anwendung neu aufgenommen. Neben wissenschaftlichen Inhalten liefern die Beiträge Einsichten in das jeweilige Umfeld und die Wege, die zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen führten, wobei die Texte die Lebendigkeit des mündlichen Vortrags und die Authentizität persönlicher Erinnerung widerspiegeln.

Immo Appenzeller , Dirk Dubbers , Hans-Georg Siebig , Albrecht Winnacker (Hrsg.)

Heidelberger Physiker berichten: Rückblicke auf Forschung in der Physik und Astronomie
Band 2: Grundlegende Beiträge zur Physik der Atomkerne und der Sternatmosphären

Mit diesem Band 2 werden die Berichte ehemaliger Heidelberger Hochschullehrer der Physik und Astronomie über ihre wissenschaftliche Arbeit und die Geschichte ihres Fachgebietes fortgesetzt. Alle Beiträge beruhen wieder auf autobiographischen Vorträgen, die für den vorliegenden Band in den Jahren 2006 bis 2008 im Rahmen einer Ringvorlesung präsentiert wurden. Sie berichten über die Entwicklung der Physik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und behandeln insbesondere Fortschritte in unserem Verständnis der Physik der Atomkerne sowie den Neubeginn der Astrophysik an der Heidelberger Universität. Neben wissenschaftlichen Inhalten liefern sie Einsichten in das jeweilige Umfeld und die Wege, die zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen führten, wobei die Texte vieles von der Lebendigkeit des mündlichen Vortrags und der Authentizität persönlicher Erinnerung widerspiegeln.

Immo Appenzeller , Dirk Dubbers , Hans-Georg Siebig , Albrecht Winnacker (Hrsg.)

Heidelberger Physiker berichten: Rückblicke auf Forschung in der Physik und Astronomie
Band 1: Wege zur modernen Physik

In diesem zunächst auf vier Bände angelegten Werk berichten ehemalige Hochschullehrer der angesehenen Heidelberger Fakultät für Physik und Astronomie über ihre wissenschaftliche Arbeit und die Geschichte ihres Fachgebietes. Die Beiträge gehen auf autobiographische Vorträge zurück, die die Physiker in den Jahren 1991 bis 2016 gehalten haben. Vieles von der Lebendigkeit des mündlichen Vortrags und der Authentizität persönlicher Erinnerung ist darin erhalten geblieben. Packend und „aus dem wissenschaftlichen Leben gegriffen“ wird der jeweilige Weg zur wissenschaftlichen Erkenntnis geschildert, eingebunden in ein oft bewegtes Leben und Zeitgeschehen.

So sehr sich Lebenswege und Erfahrungen der Wissenschaftler unterscheiden, so viel Verbindendes kann der Leser darin entdecken. Und er erfährt aus erster Hand, wie Wissenschaft „gemacht“ wurde und auch heute noch, im Zeitalter von Interdisziplinarität und Großforschung, entsteht.

Im vorliegenden ersten Band finden sich Vorträge, welche die Geschichte der Physik um die Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts beschreiben. Die folgenden Bände werden dann über die neueren Entwicklungen berichten.

Udo Bayer

Vignettes
The Legacy of Jewish Laupheim

Aus der württembergischen Landgemeinde Laupheim ging eine für ihre Größe ganz überraschende, ja in Deutschland einzigartige Zahl bedeutender jüdischer Persönlichkeiten hervor, die auf unterschiedlichsten Gebieten Herausragendes leisteten. Dazu gehören unter anderem der Begründer der Württembergischen Vereinsbank und Mäzen Kilian von Steiner, der Künstler und Designer Friedrich Adler, der Komponist Moritz Henle, die Ärztin Hertha Nathorff, der Schriftsteller Siegfried Einstein und nicht zuletzt die  Unternehmerfamilie Bergmann, aus der die erfolgreiche Hochspringerin Gretel Bergmann hervorging, deren Leben auch verfilmt wurde. Zum ersten Mal werden von dem anerkannten Laupheim-Experten Udo Bayer eine kompakte historische Überblicksdarstellung der ehemaligen Laupheimer Judengemeinde und Kurzporträts sechs dieser bekannten Persönlichkeiten miteinander vereint.

Lajos Berkes , Laura Willer (Hrsg.)

Christen und Muslime am Nil
Zusammenleben im früharabischen Ägypten. Begleitheft zur Ausstellung im Universitätsmuseum Heidelberg vom 28. April bis 16. Juli 2017

Universitätsmuseum Heidelberg – Kataloge, Band 13

Mit der arabischen Eroberung Ägyptens änderte sich zunächst wenig für die einheimische Bevölkerung.

Die Ausstellung "Christen und Muslime am Nil" (28. April - 16. Juli 2017) im Universitätsmuseum Heidelberg zeigte anhand griechischer, koptischer und arabischer Papyri und archäologischer Objekte Veränderungen und Kontinuitäten innerhalb der früharabischen Zeit Ägyptens im Vergleich zur ausgehenden byzantinischen Epoche. Untersucht wurden unter anderem Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Glaube und Jenseitsvorstellungen, das Alltagsleben mit seinen Aspekten Ernährung und Kleidung sowie Veränderungen in den Verwaltungsstrukturen.

Wiebke Beushausen

Dirty Skirts
Body Politics and Coming-of-Age in Feminist Fiction of the Caribbean Diaspora

Der karibisch-diasporische Coming of age-Roman setzt sich kritisch mit dem Verhältnis von Körper, Subjekt und Gesellschaft auseinander. Die literaturwissenschaftliche Studie untersucht Form und Funktion dieser Gattung als post- und dekoloniale Neuperspektivierung des Bildungsromans. Sie analysiert Repräsentationen hegemonialer und subversiver Körperpolitiken und -diskurse unter kolonialen, postkolonialen und migrantischen Bedingungen in den Romanen von Angie Cruz, Edwidge Danticat, Ramabai Espinet und Makeda Silvera. Ihre Werke erzählen von adoleszenten, mütterlichen, homoerotischen, widerspenstigen, verletzlichen oder rebellischen Körpern. Das vorliegende Buch zeigt auf, wie feministisches, politisches Schreiben marginalisierten Körpern, Identitäten und Geschichten Sichtbarkeit verschafft.

Der Gegenstand dieses Buches, Körper in migrantischen Kontexten, ist von aktueller und höchst politischer Relevanz. Sich bewegende Körper sind gewiss kein neues Phänomen. In Anbetracht des  Widerspruchs zwischen grenzfreien globalen Märkten und frei beweglichem Kapital einerseits und gleichzeitig steigender Kontrolle ganz  bestimmter Körper an sehr realen Grenzen andererseits haben sich die Bedeutungszuschreibungen dieser Köper stark verändert. Die in den Romanen beschriebenen Körper erfüllen eine soziale, kulturelle und historische Funktion. Sie imaginieren und dokumentieren politische Diskurse unserer Zeit.

Ulrich Blanché (Hrsg.)

Art the Ape of Nature
Eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst

Universitätsmuseum Heidelberg – Kataloge, Band 8

„Art the Ape of Nature – das Affenmotiv in der zeitgenössischen Kunst“ war Titel eines Mittelseminars am Institut für Europäische Kunstgeschichte in Heidelberg, dessen Ergebnis in der Schau „Art the Ape of Nature – Eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst“ im Universitätsmuseum in Heidelberg 2013 zu sehen war. Im Seminar „Art the Ape of Nature – das Affenmotiv in der zeitgenössischen Kunst“ wurden in jeder Sitzung namhafte Vertreter der Neuesten Kunstgeschichte hinsichtlich ihres Umgangs mit dem Motiv des Affen diskutiert. Darunter waren der britische Nachkriegsmaler Francis Bacon, die politaktivistische Schriftfotografin Barbara Kruger, der Readymade-Kitschkünstler Jeff Koons, der expressive „Maleraffe“ Jörg Immendorff, die feministischen Aktions- und Plakatkünstlerinnen Guerilla Girls oder der Street „Artivist“ Banksy. Zudem wurde die Rolle etwa von Gorillas, Schimpansen und Pavianen in Darwin-Karikaturen des 19. Jahrhunderts sowie in heutigen Evolutionskarikaturen oder in Musikvideos von Bloodhound Gang, Peter Fox oder Modeselektor untersucht. Auch dem Darwinisten und Spiritisten Gabriel von Max, der exotischen Affenmalerei des „Naiven“ Henri Rousseau oder dem Dadaisten Francis Picabia wurde je eine Sitzung gewidmet, wie dem weniger bekannten Bildhauer Hugo Reinhold (gestorben 1900) oder dem Young British Artist Angus Fairhurst.

Für die Ausstellung konnten wir Künstler aus London, München und Wien gewinnen, die nicht nur wie Anja Priska oder Gerd Dengler Werke für unsere Ausstellung zur Verfügung stellten, sondern sich wie Larissa Kopp, Eva Blanché und Florian Aschka anlässlich „Art the Ape of Nature“ mit dem Motiv des Affen auseinandersetzten und neue Arbeiten explizit für die Ausstellung schufen.

Markus Blatt , Bernd Flemisch , Oliver Sander (Hrsg.)

Proceedings of the 3rd Dune User Meeting (2015)
Archive of Numerical Software - Special Issue 2017

Dune, die "Distributed and Unified Numerics Environment", befindet sich seit über einem Jahrzehnt in fortlaufender Entwicklung. An dieser Entwicklung beteiligen sich mehrere europäische Forschungseinrichtungen, und über die Jahre hinweg ist eine beträchtliche Nutzergemeinschaft entstanden. Das dritte Dune-Anwendertreffen wurde 2015 in Heidelberg veranstaltet und hatte zum Ziel, persönliche Kontakte sowohl unter den Nutzern als auch zwischen Nutzern und Entwicklern herzustellen und zu pflegen. Zehn Vorträge des Treffens wurden zu Beiträgen für diesen Tagungsbericht weiterentwickelt, der auch als Sonderausgabe Vol 5, No 1 (2017) der Zeitschrift "Archive of Numerical Software" erschienen ist.

Carina Branković , Simone Heidbrink , Charlotte Lagemann (Hrsg.)

Religion in Ex-Position
Eine religionswissenschaftliche Ausstellung

Universitätsmuseum Heidelberg – Kataloge, Band 11

Der vorliegende Begleitband entstand im Kontext der Ausstellung Religion in Ex-Position (2014/2015) als Kooperation des Instituts für Religionswissenschaft und des Universitätsmuseums der Universität Heidelberg. Neben einem Katalogteil, der die Ausstellung vorstellt und zum Betrachten und ‚Nachmachen‘ anregen soll, nimmt ein ergänzender Essayteil die gesamte Ausstellung sowie einzelne Exponate und Installationen in den Blick. Die Leitfrage „Wie können wir Religion(en) untersuchen?“ lädt dazu ein, religionswissenschaftliche Konzepte kennenzulernen, neue Perspektiven einzunehmen und Ansichten zu hinterfragen. Vorgestellt werden Ansätze führender Religionswissenschaftler_innen, Schwierigkeiten der Religionsdefinition sowie unterschiedliche Blickwinkel auf den Gegenstandsbereich ‚Religion‘. Beispiele aus dem Ausstellungskontext geben vertiefende Einblicke in die Konzepte rezenter Religionsforschung. Das Spektrum reicht von international renommierten Religionswissenschaftler_innen, Dozierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter_innen bis zu an der Ausstellung beteiligten Studierenden. Auch ‚fachfremde‘ Autor_innen kommen zu Wort.
Die Ausstellung Religion in Ex-Position war ein religionswissenschaftliches Lehrprojekt, welches anhand unterschiedlicher thematischer Schwerpunkte und praktischer Beispiele Arbeitsweisen kulturwissenschaftlicher Religionsforschung zeigte. Praxisnah und ‚zum Anfassen‘ wurden Theorien, Methoden und Konzepte der im frühen 20. Jahrhundert gegründeten ‚jungen‘ Disziplin Religionswissenschaft vorgestellt. Der Begleitband illustriert, wie vielfältig und gesellschaftsrelevant Religionsforschung sein kann.

Sigrid Böge

Orthogonale Gruppen und der Satz von Minkowski-Siegel
Vorlesung Wintersemester 2016–2017

Dieses Manuskript ist aus einer Vorlesung entstanden, die ich im Wintersemester 2016/17 in Heidelberg gehalten habe. Der Reiz für mich bestand darin, wirklich im Einzelnen und mit allen Formeln in Evidenz zu setzen, daß die Siegel-Minkowski'sche Formel in der großen Arbeit von Siegel aus dem Jahre 1935 äquivalent ist zu der Aussage, daß die Tamagawazahl der orthogonalen Gruppe (zunächst zu einer positiv definiten quadratischen Form) gleich 2 ist. Jeder weiß das, aber niemand hat das im Einzelnen vorgerechnet. Außerdem kann man die Formeln benutzen, um Darstellungen von Zahlen durch Formen zu betrachten. Den Ansatz dazu habe ich dem Buch von M. Kneser entnommen. Außerdem werden die Minkowski'schen Ungleichungen in orthogonalen Gruppen bewiesen und Siegelbereiche beschrieben.

Lukas Cladders , Isabella Löhr , Dominik Schaller (Hrsg.)

Ausgezeichnet!
Heidelberg und seine Nobelpreisträger. Begleitbroschüre zur Ausstellung im Universitätsmuseum Heidelberg

Universitätsmuseum Heidelberg – Kataloge, Band 6

Die Vergabe der Nobelpreise in den Bereichen Physik, Chemie, Medizin, Literatur, Wirtschaft und Frieden wird alljährlich mit großer Spannung erwartet. Oft bieten die Entscheidungen der Nobelpreis-Jury Anlass zu emotionalen Debatten. Der Nobelpreis ist mehr als nur ein Wissenschaftspreis. Er ist die begehrteste Auszeichnung überhaupt. Wissenschaftler, denen der schwedische König im Rahmen einer prunkvollen und weltweit beachteten Nobelpreiszeremonie Medaille und Diplom überreicht, gelten als die herausragenden Vertreter ihrer Disziplin. In der Geistes- und Wissenschaftsgeschichte erlangen die Preisträger Unsterblichkeit.

Jens Dannehl und Karin Buselmeier

Universitätsmuseum Heidelberg
Begleitheft zur Ausstellung

Universitätsmuseum Heidelberg – Kataloge, Band 2

Der Katalog ist das Begleitheft zur Dauerausstellung des Heidelberger Universitätsmuseums, so wie sie im Jahr 2006 dem Publikum präsentiert wurde.  Das Universitätsmuseum ist seit 1996 im barocken Bau der „Alten Universität“ untergebracht. Während sich das eigentliche Museum im Erdgeschoss des 1712 erbauten Gebäudes befindet, sind im ersten Obergeschoss die Alte Aula und im Nebengebäude der Studentenkarzer zu finden – beides Zeugnisse der traditionsreichen Universitätsgeschichte.
Beschrieben werden die Exponate in den drei Räumen des Museums, die sich mit der Geschichte Universität von der Gründung 1386 bis zum Jubiläum 1786 (Raum A), der Universität im 18. und 19. Jahrhundert (Raum B) sowie der Universität im 20. Jahrhundert (Raum C) beschäftigen. Außerdem enthält der Katalog Informationen zu der "Alten Aula" und zum Karzer.

Eike U. Decker

„Rezessive“ In­for­ma­tion in Spra­che
Ein probabilistisches Informationsmodell als Grundlage informationslinguistischer und systemlinguistischer Ansätze

Die Arbeit stellt ein Sprachmodell vor, das auf informations- und systemtheoretischen Analysen fußt. Sprache wird als informationsverarbeitendes System begriffen, dessen Elemente in gewichteter Relation zueinander stehen. Die Relationen sind, insbesondere im Austausch des Systems mit seiner Umwelt, veränderlich und erlauben es, sprachliche Äußerungen wahrscheinlichkeitstheoretisch zu bestimmen bzw. vorherzusagen. Insofern lässt sich auf Grundlage des Modells Sprache darstellen und neue Sprachtechnologie entwickeln, wobei eine Unterscheidung wahrgenommener Information („sprachlicher Phänotyp“) und nicht wahrgenommener Information („rezessive Information“) Flexibilität und Erfolg verspricht.

Iulia-Emilia Dorobanţu , Jacob Klingner , Ludger Lieb (Hrsg.)

Zwischen Anthropologie und Philologie
Beiträge zur Zukunft der Minneredenforschung

Der Sammelband vereint heterogene Beiträge zu den zentralen Themenfeldern der Minneredenforschung und liefert Einblicke in ihre aktuellen Tendenzen. Er geht auf das Symposium "Anthropologie und Philologie: Die Zukunft der Minneredenforschung. Diskussionen auf der Grundlage des Handbuchs Minnereden" zurück, das im Herbst 2013 im Internationalen Wissenschaftsforum Heidelberg stattfand. Die Beiträge bieten neue Zugänge zu der Gattungsproblematik und Binnendifferenzierung des Minneredenkorpus, seinem narrativen Potenzial sowie zu Aspekten der Textualität spätmittelalterlicher Liebesdichtung.

Maria Effinger , Karin Seeber (Hrsg.)

"Es ist schon eine wunderbare Zeit, die ich jetzt lebe"
Die Heidelberger Gelehrte Marie Luise Gothein (1863–1931). Eine Ausstellung der Universitätsbibliothek Heidelberg

Schriften der Universitätsbibliothek Heidelberg, Band 14

Marie Luise Gotheins "Geschichte der Gartenkunst" erschien 1914 und ist bis heute ein Standardwerk. In Preußen geboren, verdankte sie ihrem Mann, dem Nationalökonom und Kulturwissenschaftler Eberhard Gothein, ihr akademisches Leben in Karlsruhe, Bonn und Heidelberg. Früh emanzipierte sich die Mutter von vier Söhnen jedoch mit eigenen anglistischen Studien und Übersetzungen. Die Stadt am Neckar wurde der Autorin zur "dritten letzten Heimat". Briefe und Texte von Max und Marianne Weber sowie von Edgar Salin belegen Gotheins Beitrag zum "Heidelberger Geist".
Jedoch sind dies nur Facetten einer vernachlässigten Persönlichkeit der deutschen Wissenschaftsgeschichte. Neben den Gärten beschäftigten sie religions- und kulturhistorische Fragen, später wandte sie sich dem asiatischen Kulturkreis zu und lernte Sanskrit, um das indische Drama zu erforschen. Für ihre Studien reiste sie nach England, Italien, Griechenland, Indonesien, China und Japan. Der Katalog zur Ausstellung stellt Gotheins Leben, Werk und Reisen in einer Gesamtschau vor.

Maria Effinger , Kerstin Losert (Hrsg.)

"Mit schönen figuren"
Buchkunst im deutschen Südwesten

Schriften der Universitätsbibliothek Heidelberg, Band 15

Der Übergang vom handgeschriebenen zum gedruckten Buch vollzog sich zwischen der Mitte des 15. Jahrhunderts und der Zeit um 1500 nach und nach. Über ein halbes Jahrhundert existierten beide Buchformen nebeneinander. Das Spektrum der Beziehungen von Handschrift und Druck reicht von der reinen Imitation über wechsel- und gegenseitige Beeinflussungen bis hin zur Konkurrenz der technischen und funktionalen Ausdrucksmittel.

Im Mittelpunkt von Katalog und Ausstellung steht der bildkünstlerische Buchschmuck für spezifische Textgattungen: Mit dem Pinsel gemalte Ranken und Bordüren, figürliche Federzeichnungsillustrationen und Deckfarbenminiaturen stehen Holzschnittfolgen und gedruckten Vignetten gegenüber.

Die Ausstellung führt den Besucher anhand ausgewählter Beispiele aus den Sammlungen der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart und der Universitätsbibliothek Heidelberg in die Jahre zwischen 1430 und 1530. Neben dem Wechselspiel von technisch-kulturellem Medienwandel und dem jeweils konkreten Erscheinungsbild des Buches wird auch die Rolle der Auftraggeber, Käufer und Besitzer beleuchtet. Sie beeinflussten oftmals die Darstellungsformen und -inhalte des Buchschmucks maßgeblich, galten Bücher doch auch als Repräsentationsobjekte.