Die Heidelberger Universität auf dem Weg in das „Dritte Reich“
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Schroeder, Klaus-Peter: Die Heidelberger Universität auf dem Weg in das „Dritte Reich“: Arnold Paul Ruge, Philipp Lenard – Emil Julius Gumbel, Heidelberg: heiBOOKS, 2021. https://doi.org/10.11588/heibooks.840

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ISBN 978-3-948083-36-6 (PDF)

Veröffentlicht am 16.09.2021.

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Klaus-Peter Schroeder

Die Heidelberger Universität auf dem Weg in das „Dritte Reich“

Arnold Paul Ruge, Philipp Lenard – Emil Julius Gumbel

„Kommilitonen - der Pesthauch der Judenherrschaft weht Euch entgegen!“ – So lautete die Überschrift eines 1920 erschienenen Flugblatts aus der Feder des Heidelberger Philosophiedozenten Arnold Ruge. Ruge wie auch Philipp Lenard, erster Nobelpreisträger für Physik der Ruperto Carola, stehen exemplarisch für eine keineswegs kleine Gruppe akademischer „Brandstifter“, welche schon in den ersten Jahren der Weimarer Republik eine antisemitische Sturmflut entfesselten. Ein Opfer der gleichfalls von der Heidelberger Studentenschaft weithin begeistert aufgenommenen, von Lenard und Ruge unterstützten Hetzjagd wurde Emil Julius Gumbel. Das vom NSDStB organisierte Kesseltreiben gegen Gumbel endete mit der Entziehung der Venia legendi. An prominenter Stelle stand er auf der ersten Liste von 34 Deutschen, die am 23. August 1933 „ausgebürgert“ wurden. Vor dem Hintergrund dieser weit über Heidelberg hinaus Aufsehen erregenden Geschehnisse soll der Weg der Ruperto Carola in die Katastrophe des Dritten Reiches beispielhaft dargestellt werden.

Klaus-Peter Schroeder ist Professor für Deutsche Rechtsgeschichte an der Juristischen Fakultät der Heidelberger Ruperto Carola.

Inhaltsverzeichnis
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Titelei
Inhaltsverzeichnis
Vorwort
Prolog
Die Heidelberger Ruperto Carola: „Fortschrittlichste und geistig anspruchsvollste Universität Deutschlands?“
Erstes Kapitel
Arnold Paul Ruge: Kampf dem „zersetzenden byzantinischen, jüdischen Geist der Lüge“
Zweites Kapitel
Philipp Lenard: „Zudem sehe ich mit Hitler auch wieder Menschen kommen, die mir ähnlicher sind“
Drittes Kapitel
Emil Julius Gumbel – „Berüchtigter roter Schänder deutscher Ehre“
Viertes Kapitel
Heidelberg 1933: „Sie wollen Hass säen, Hass, heiligen, unausrottbaren Hass“
Anhang