Ines-Jacqueline Werkner, Madlen Krüger, Lotta Mayer (Hrsg.)

Krieg in der Ukraine
Hintergründe - Positionen - Reaktionen

FEST kompakt – Analysen – Stellungnahmen – Perspektiven , Band 4

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine stellt die bislang größte Gefährdung des Friedens in Europa seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges dar. Aber noch viel mehr: Der militärische Einmarsch am 24. Februar 2022 markiert eine Zäsur in der europäischen Friedens- und Sicherheitsordnung, geht es Putin doch nicht nur um eine Ausweitung seines Einflusses in Osteuropa, sondern um die Etablierung einer neuen Weltordnung. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes geben Einblicke in die Hintergründe und die Konfliktkonstellation, nehmen friedensethische und kirchliche Positionen in den Blick und beleuchten Reaktionen des Westens auf den Krieg in der Ukraine.

Vincent Heuveline, Nina Bisheh (Hrsg.)

E-Science-Tage 2021
Share Your Research Data

Durch die offene Bereitstellung von Forschungsdaten profitieren Wissenschaftler:innen ungemein: vorhandene Datensätze können wiederverwendet und die Effizienz des wissenschaftlichen Fortschritts gesteigert werden. Der Datenaustausch schafft mehr Transparenz, macht die Zusammenarbeit effizienter und kann als Qualitätssicherungsmaßnahme betrachtet werden.

Im Rahmen der E-Science-Tage 2021 wurden die Bedeutung, die Risiken und die Vorteile der gemeinsamen Nutzung von Forschungsdaten erörtert. Der vorliegende Tagungsband ist eine Sammlung von Vorträgen und Postern zum Thema „Share Your Research Data“.

Lisa Horstmann

Ikonographie in Bewegung
Die Überlieferungsgeschichte der Bilder des ›Welschen Gastes‹

Wie werden mittelalterliche Bücher mit Bild und Text überliefert und wie verändern sich diese im Laufe der Kopierprozesse? Der Frage geht dieses Buch nach und untersucht die Bildüberlieferung des ›Welschen Gastes‹ aus kunsthistorischer Perspektive mit Hilfe philologischer Ansätze. Der ›Welsche Gast‹ ist ein mittelhochdeutsches Lehrgedicht, das 1215/1216 von dem italienischen Kleriker Thomasin von Zerklaere verfasst wurde. Ein Großteil der heute in 24 Kopien überlieferten Handschrift ist mit einem Bilderzyklus ausgestattet worden. In diesem Buch werden Struktur und Genese des Bilderzyklus sowie die Veränderung innerhalb der knapp 250-jährigen Überlieferung analysiert.

Ulrich Blanché (Hrsg.)

Stencil Stories
A Stencil History of Street Art / Geschichte des Schablonen-Graffiti

Universitätsmuseum Heidelberg – Kataloge, Band 15

Banksy ist heute einer der bekanntesten Künstler. Die Ursprünge seiner bevorzugten Technik, des Schablonengraffiti, blieben bislang weitgehend unerforscht. Ihrer Geschichte widmet sich „Stencil Stories“. Beginnend 1870, wird eine Linie von Gebrauchsschablonen über Propaganda- und Widerstandsschablonen vor 1945, Protestschablonen des Mai 1968, Künstlerschablonen der Pop Art und Konzeptkunst, Schablonen des Punk und der Pochoiristen bis hin zu Street-Art-Schablonen und Banksy gezogen. Behandelt werden u. a. Blek Le Rat, John Fekner, David Wojnarowicz, Vhils, Alex Vallauri, C215, Banksy oder Punkbands wie CRASS und The Clash. Studierende der Universität und der PH Heidelberg steuerten Texte bei.

F. C. Kohlenberger

Valses de l’université de Heidelberg für Klavier zu zwei Händen

Anastasia Eckert, Felicitas Julia Hübner, Fabienne Kathrin Knittel, Rüdiger Thomsen-Fürst (Hrsg.)

Die Valses de l’université de Heidelberg für Klavier zu zwei Händen sind das Werk von F. C. Kohlenberger (1814‒1895), der in Genf als Klavierhändler tätig war. Neben seinem Hauptberuf komponierte Kohlenberger und gab seine Werke im Selbstverlag heraus. Der Band enthält neben dem Notentext auch umfangreiche Kommentare, die sich der Biografie des Komponisten, der Geschichte des Walzers im 19. Jahrhundert sowie dem Tanz im akademischen Kontext der Universität Heidelberg widmen.

 

Stephan Nicolussi-Köhler (Hrsg.)

Change and Transformation of Premodern Credit Markets
The Importance of Small-Scale Credits

Kreditmärkte zur Mobilisierung großer Kapitalmengen sind kein modernes Phänomen. Schon im Mittelalter und Früher Neuzeit gab es gut funktionierende Kreditmärkte, die allerdings mehrheitlich dem Bedarf nach Kleinkrediten von Handwerkern, Bauern und Stadtbürgern – also dem Großteil der gesamten historischen Bevölkerung – dienten. Die in diesem Buch vorgestellten Studien konzentrieren sich auf Kreditmärkte in verschiedenen Regionen (England, Wales, Tirol, Norditalien, Deutschland, Niederlande). Die einzelnen Beiträge diskutieren, wie der Wandel der Akteure und die Transformation der Institutionen auf vormodernen Kreditmärkten den Zugang zu Kapital und die Praxis der Geldvergabe beeinflusst haben.

Adrian Kuhl, Silke Leopold, Dorothea Redepenning (Hrsg.)

Über das Marionettentheater (hinaus)
Musik und Puppen

Ausgehend von einem Symposium thematisiert der Band in verschiedenen Beiträgen das in seiner langen Historie vielfältige Verhältnis von Musik und Figurentheater. Einerseits steht die Aufführung von Oper mit Puppen im 18. Jahrhundert sowie musikalisiertes Figurentheater in der Mitte des 20. Jahrhunderts im Fokus, andererseits nimmt der Band die Integration von Figurenthematik in Sujet, Ästhetik und Inszenierung von Oper mit realen Sängerinnen und Sängern in den Blick. Ergänzt wird dieser Fokus durch einen historischen Rundgang zum Verhältnis von Puppen und Musik sowie durch einen Blick auf die Institutionalisierung von Puppenspiel in internationalen Organisationen am Beispiel der UNIMA und der UNESCO.

Benjamin Held, Frederike van Oorschot (Hrsg.)

Digitalisierung: Neue Technik – neue Ethik
Interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Folgen der digitalen Transformation

FEST Forschung, Band 1

Neue Technik – neue Ethik? Der vorliegende Band, der im interdisziplinären Dialog an der FEST entstanden ist, fragt vor diesem Hintergrund in unterschiedlichen Wissenschafts- und Handlungsfeldern nach dem „Neuen“ in und durch digitale Technologien: Was ist das wirklich Neue? Entstehen neuartige Gegenstände, Werkzeuge, Wahrnehmungsformen, Erkenntnismittel, Fragestellungen, Akteure und/oder Kommunikationsformen? Ist überhaupt „Neues“ erkennbar oder setzen sich bestehende Fragestellungen in anderen Medien fort?

Zwischen den Beiträgen zeigen sich dabei vernetzende Linien, die – ähnlich wie Hashtags – einzelne Aussagen zu Fäden (Threads) miteinander verweben und so eine netzförmig verbundene Kartierung einer Debatte um Begriffe oder Phänomene ermöglichen. Dabei haben sich insbesondere drei thematische Verdichtungen herauskristallisiert:

 

  • #Berechenbarkeit #Überwachung #Steuerung #Freiheit #Demokratie
  • #Medienwandel #Wahrnehmung #Hermeneutik
  • #Anthropologie #Ethik #Theologie

Der Band stellt einen Beitrag zur notwendigen Debatte um die Gestaltung der digitalen Transformation dar und soll zum weiteren Nachdenken, Forschen und Diskutieren über neue Techniken und neue Ethiken im Kontext der Digitalisierung anregen.

Susan Richter (Hrsg.)

Amo te solo
Briefe der Kurfürstin Elisabeth Augusta an den Herzog Clemens Franz in Bayern 1743–1770

Im Jahr 2021 jährt sich der 300. Geburtstag von Elisabeth Augusta (1721–1794), Kurfürstin von der Pfalz. Als älteste Enkelin des Kurfürsten Carl Philipp wurde sie an ihrem 21. Geburtstag im Schloss Mannheim mit dem Erben der Kurwürde, Carl Theodor, verheiratet. Ihre jüngere Schwester, Maria Anna, wurde am gleichen Tag mit Clemens Franz von Paula, Herzog in Bayern, getraut. Elisabeth Augusta und Clemens Franz hatten sich im Vorfeld der Eheschließungen ineinander verliebt und über viele Jahre ein enges, vertrautes und auch erotisches Verhältnis gepflegt. Ihr Briefwechsel spiegelt die enge Bindung, reflektiert Pflichten und Grenzen, Langeweile und Hoffnungen, zeitweiligen Überdruss am Hofleben sowie ihr fürstliches Rollenverständnis. Es handelt sich dabei nicht um einen Austausch über gelehrte Inhalte oder ernste Kommentare zu politischen Entwicklungen, sondern um einen Blick in den fürstlichen Alltag, ein Stück Normalität. Dennoch erscheint gerade dieser umso spannender, da sich hier auch die privaten Handlungsspielräume fürstlicher Personen und die versteckte Sprache der Liebe und Leidenschaften offenbaren.   

Klaus Lieberz, Lucie Adamek, Bertram Krumm (Hrsg.)

Die Richtlinien-Psychotherapie
Expeditionen in einem dunklen Kontinent

Das Buch beschäftigt sich mit den bis heute ungelösten Fragen der Therapeutenwahl, der psychosomatisch-psychotherapeutischen/psychiatrischen Diagnostik, der Indikationsstellung und Differentialindikation hinsichtlich verschiedener psychotherapeutischer Verfahren, der Einschätzung der Krankheitsschwere und der prognostischen Aussichten unter den naturalistischen Bedingungen der psychotherapeutischen Praxis im Rahmen der Richtlinien-Psychotherapie. Das Buch berührt insbesondere die Interessen ärztlicher und psychologischer Psychotherapeuten. Die Verknüpfung von psychotherapeutischer Praxis und Forschung beinhaltet die Frage nach Art und Ausmaß der Qualitätssicherung in diesem Bereich.