Wagner, Berit und Gannon, Corinna (Hrsg.): Opus magnum: Matthäus Merian d.Ä. und die Bebilderung der Alchemie, Heidelberg: arthistoricum.net, 2024. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1311
Matthäus Merian d.Ä. und die Bebilderung der Alchemie
unter Mitarbeit von Thomas Hofmeier
In einer außergewöhnlichen Konjunkturwelle brachten die Verlage von Johann Theodor de Bry und Lucas Jennis zwischen 1615 und 1630 eine Vielfalt alchemistischer und alchemisch-spiritueller Druckschriften hervor. Der damals noch junge Matthäus Merian d.Ä. (1593-1650) wurde beauftragt, fast 20 dieser Publikationen zu bebildern. Häufig ohne direkte ikonographische Vorbilder, gelang es dem Künstler – in enger Zusammenarbeit mit Verlegern, Autoren und seinen Künstlerkollegen –, ausgeklügelte Bildsynthesen zu schaffen, die schnell ikonenhaften Status erlangten. Im vorliegenden Sammelband wird das berühmte Corpus der Frankfurter Alchemica illustrata mit Beiträgen von 16 internationalen Autorinnen und Autoren einer umfassenden kunst- und kulturhistorischen Analyse unterzogen.
Berit Wagner forscht am Kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität Frankfurt am Main zur frühneuzeitlichen Sammlungspraxis und zu naturmagischen Bildkonzepten am Beispiel von Künstlern der Frühen Neuzeit. Seit 2018 leitet sie das Projekt zur Virtuellen Ausstellung & Dynamischen Wissensplattform Matthäus Merian d.Ä. und die Bebilderung der Alchemie um 1600.
Corinna Gannon ist Kunsthistorikerin und schloss ihre Dissertation zum Thema Kunst, Magie und Alchemie am Hof von Kaiser Rudolf II. 2022 ab. Parallel dazu forschte sie im Auftrag der Dr. Senckenbergischen Stiftung zur Frankfurter Kunst- und Medizingeschichte und veröffentlichte eine Monografie über deren Porträtsammlung. Aktuell ist sie am Städel Museum tätig.
Rezensionen und Presse
Holger T. Gräf: Rezension zu: Berit Wagner, Corinna Gannon (Hg.): Opus magnum. Matthäus Merian d. Ä. und die Bebilderung der Alchemie, in: Hessisches Jahrbuch für Landesgeschichte 75.2025, S. 269 f.