Von analogen und digitalen Zugängen zur Kunst
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Busch, Werner: Utz und Oelze, in: Effinger, Maria et al. (Hrsg.): Von analogen und digitalen Zugängen zur Kunst: Festschrift für Hubertus Kohle zum 60. Geburtstag, Heidelberg: arthistoricum.net, 2019, S. 241–248. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.493.c6552

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Identifikatoren (Buch)
ISBN 978-3-947449-59-0 (Hardcover)
ISBN 978-3-947449-58-3 (Softcover)
ISBN 978-3-947449-57-6 (PDF)

Veröffentlicht am 07.06.2019.


Werner Busch

Utz und Oelze

Bruce Chatwins Roman Utz, der einem Sammler Meißener Porzellanfiguren im kommunistischen Prag gewidmet ist, zeigt den Selbstbehauptungswillen eines aus der Zeit Gefallenen. Er lebt gegen alle Anfechtungen seinen Figurinen. Sein Kompromiss mit den Machthabern besteht darin, dass er den staatlichen Stellen zugesichert hat, nach seinem Tod würde seine Sammlung an sie übergehen. Doch als es so weit ist, ist die Sammlung verschwunden. Man hat erkannt, dass die Grundkonstellation einem realen Sammler folgt, dessen Sammlung ebenfalls am Ende seines Lebens verschwand, bis Sotheby’s sie wieder aufgetrieben und mit ganz erstaunlichem Erfolg versteigert hat. Der zweite Teil dieses Beitrags folgt einer eigenen Jugenderinnerung an einen Amsterdamer Sammler, dessen Existenz ebenfalls derjenigen von Utz unmittelbar vergleichbar ist, in manchem direkter als der reale Prager Sammler. Da er als Sammler, Händler und Kunstvermittler tätig war, dürfte er Chatwin, der lange für Sotheby’s gearbeitet hat, bekannt gewesen sein. Auch sein Leben scheint dem Leben von Utz eingeschrieben zu sein.

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