Monographien des RGZM

Stefan Wenzel, Martin Grünewald und Ricarda Giljohann

Römische Landnutzung im antiken Industrierevier der Osteifel

Monographien des RGZM, Band 155

Seit Beginn der Römischen Kaiserzeit erlebte die Gegend zwischen Mayen am Rande der Eifel und Andernach am Rhein eine enorme Steigerung ihrer wirtschaftlichen Aktivität. In kurzer Zeit entstand dort ein Industrierevier, von dem aus weite Gebiete in den römischen Nordwestprovinzen mit hochwertigen Basaltlava-Mühlsteinen, leichten Tuffsteinen und später auch mit hitzebeständiger Keramik versorgt wurden. Steinbrüche wurden neu angelegt, Land- und Wasserwege ausgebaut, bestehende Absatzräume ausgedehnt und andere erst noch erschlossen. Auf Rückschläge im 3. und 4. Jahrhundert folgten weitere Boomphasen.

Wie konnten die zahlreichen Arbeiter und ihre Familien ernährt werden, und welche Folgen hatte der Erfolg der Stein- und der energieintensiven Keramikindustrie für die Umwelt? Um dies zu klären, wurden zwei römische Villen am Nordrand der Mayener Mühlsteinbrüche mit geophysikalischen Messungen, Grabungen, geoarchäologischen und botanischen Untersuchungen erforscht und ihr gesamtes Umfeld erkundet. Die Ergebnisse präsentiert dieses Buch. Die Bewohner der villa Mendig, »Im Winkel« waren selbst an der Herstellung von Mühlsteinen beteiligt. In der Spätantike dürfte eine Flächendrainage dort einen Umschlagplatz für Mühlsteine am Segbach trocken gehalten haben, während ein wehrhafter Speicherbau die Versorgung der Steinbrucharbeiter sicherstellte. In der villa Mendig, »Lungenkärchen« residierten Steinbruchbesitzer. Sie erwies sich als Axialhofanlage mit imposantem Wasserbecken. Begehungen führten ebenso zur Auffindung des zu »Lungenkärchen« gehörenden Begräbnisplatzes mit Monumenten aus Lothringer Kalkstein wie zur Entdeckung eines bislang unbekannten vicus »Im Terl«.

R. Nicholas E. Barton, Abdeljalil Bouzouggar, Simon N. Collcutt, Louise T. Humphrey (Hrsg.)

Cemeteries and Sedentism in the Later Stone Age of NW Africa: Excavations at Grotte des Pigeons, Taforalt, Morocco

Monographien des RGZM, Band 147

Die Grotte des Pigeons, Taforalt (Marokko) ist eine der berühmtesten Höhlenfundstellen in Nordafrika. Wir stellen neue Funde der Jäger und Sammler des Iberomaurusien vor, die sich größeren Herausforderungen durch ein sich rapide änderndes Klima ausgesetzt sahen.

In diesem Band beschreiben wir archäologische Zeugnisse, die den Zeitraum von vor 23000 bis 12500 Jahren abdecken. Wir untersuchen die Eigenschaften der Umwelt- und Verhaltensänderungen, die in einer größeren Erweiterung des Nahrungsspektrums vor etwa 15000 Jahren gipfelten; verbunden ist dies mit technologischen Neuerungen in einigen Aspekten und Konservatismus in anderen. Die Höhle wurde auch als bedeutender Bestattungsplatz genutzt, der es uns ermöglicht, die Bestattungspraktiken zu untersuchen und zusätzliche Informationen zur Ernährungsweise und zum Lebensstil zu gewinnen.

Sonja B. Grimm

Resilience and Reorganisation of Social Systems during the Weichselian Lateglacial in North-West Europe
An Evaluation of the Archaeological, Climatic, and Environmental Record

Monographien des RGZM, Band 128

Jäger- und Sammlergruppen mussten sich und ihre sozialen Systeme am Ende der Eiszeit im nordwestlichen Europa an abrupte Klimaumschwünge und tiefgreifende Umweltveränderungen anpassen. Dieser Anpassungsprozess wird hier im Detail rekonstruiert anhand von 25 archäologischen Fundplätzen und in Verbindung mit hochaufgelösten Klima- und Umweltarchiven. Durch die enge Verknüpfung können Klima-, Umwelt- und Kulturwandel in eine zeitliche Relation zueinander gesetzt werden, die erstmals für das Ende der Eiszeit fundierte Aussagen über Ursache und Wirkung zulassen. Es zeigt sich, dass die sozialen Systeme der Eiszeit zwar signifikante Klimaveränderungen meistern konnten, jedoch bei schnell wechselnden Umweltbedingungen an ihre Grenzen stießen.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Tafeln/Katalog

Monographien des RGZM, Band 122.4

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Tafeln/Katalog

Monographien des RGZM, Band 122.3

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Intention, Abfall oder Zufall – naturwissenschaftliche Untersuchungen

Monographien des RGZM, Band 122.2

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Archäologie, Geschichte, Grabbrauch

Monographien des RGZM, Band 122.1

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Joachim Weidig

Bazzano – ein Gräberfeld bei L’Aquila (Abruzzen)
Die Bestattungen des 8.-5. Jahrhunderts v. Chr.

Monographien des RGZM, Band 112,3

Bazzano bei L'Aquila gehört zu den größten vorrömischen Bestattungsplätzen im apenninischen Mittelitalien und übertrifft in der Zahl der Gräber sogar die Nekropolen von Fossa und Campovalano.
Über 500 Bestattungen der orientalisierenden und archa­ischen Zeit (8.-5. Jahrhundert v. Chr.) aus den Grabungen der Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Abruzzo von 1992-2004 werden in dieser Publikation erstmals vorgelegt und ausgewertet.
Vor allem etruskische Keramikimporte und deren lokale Adaptionen ermöglichen innerhalb einer absoluten Chronologie eine feinere Datierung der Gräber mit ihren älter wirkenden traditionellen italischen Schmuckelementen und Waffen. Dadurch kann auch die anhand von Seriationen und Gräberüberschneidungen erstellte Belegungs­abfolge der Nekropole in vier Hauptphasen besser mit den bestehenden Chronologie­systemen verglichen werden.
Neben Fragen zu Bestattungsbräuchen und Sozialstrukturen ist der Hauptteil der Arbeit der Klassifizierung und zeitlichen Einordnung von typischen mittelitalischen Objekten gewidmet, die weit über Bazzano hinaus verbreitet sind. Mit den ergänzenden anthro­pologischen Beiträgen wird das Bild einer mobilen eisenzeitlichen Bevölkerung entworfen, die sich in ihrer Lebensführung von den in der benachbarten Nekropole von Fossa bestattenden Individuen unterschied. Möglicherweise geht dies auf eine ausge­prägte Weidewirtschaft, auf Transhumanz oder aber auf eine sehr aktive Kriegerschicht zurück, deren Stellung auch durch die hohe Anzahl von waffenführenden Gräbern hervorgehoben wird.

Joachim Weidig

Bazzano – ein Gräberfeld bei L’Aquila (Abruzzen)
Die Bestattungen des 8.-5. Jahrhunderts v. Chr.

Monographien des RGZM, Band 112,2

Bazzano bei L'Aquila gehört zu den größten vorrömischen Bestattungsplätzen im apenninischen Mittelitalien und übertrifft in der Zahl der Gräber sogar die Nekropolen von Fossa und Campovalano.
Über 500 Bestattungen der orientalisierenden und archa­ischen Zeit (8.-5. Jahrhundert v. Chr.) aus den Grabungen der Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Abruzzo von 1992-2004 werden in dieser Publikation erstmals vorgelegt und ausgewertet.
Vor allem etruskische Keramikimporte und deren lokale Adaptionen ermöglichen innerhalb einer absoluten Chronologie eine feinere Datierung der Gräber mit ihren älter wirkenden traditionellen italischen Schmuckelementen und Waffen. Dadurch kann auch die anhand von Seriationen und Gräberüberschneidungen erstellte Belegungs­abfolge der Nekropole in vier Hauptphasen besser mit den bestehenden Chronologie­systemen verglichen werden.
Neben Fragen zu Bestattungsbräuchen und Sozialstrukturen ist der Hauptteil der Arbeit der Klassifizierung und zeitlichen Einordnung von typischen mittelitalischen Objekten gewidmet, die weit über Bazzano hinaus verbreitet sind. Mit den ergänzenden anthro­pologischen Beiträgen wird das Bild einer mobilen eisenzeitlichen Bevölkerung entworfen, die sich in ihrer Lebensführung von den in der benachbarten Nekropole von Fossa bestattenden Individuen unterschied. Möglicherweise geht dies auf eine ausge­prägte Weidewirtschaft, auf Transhumanz oder aber auf eine sehr aktive Kriegerschicht zurück, deren Stellung auch durch die hohe Anzahl von waffenführenden Gräbern hervorgehoben wird.

Joachim Weidig

Bazzano – ein Gräberfeld bei L’Aquila (Abruzzen)
Die Bestattungen des 8.-5. Jahrhunderts v. Chr.

Monographien des RGZM, Band 112,1

Bazzano bei L'Aquila gehört zu den größten vorrömischen Bestattungsplätzen im apenninischen Mittelitalien und übertrifft in der Zahl der Gräber sogar die Nekropolen von Fossa und Campovalano.
Über 500 Bestattungen der orientalisierenden und archa­ischen Zeit (8.-5. Jahrhundert v. Chr.) aus den Grabungen der Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Abruzzo von 1992-2004 werden in dieser Publikation erstmals vorgelegt und ausgewertet.
Vor allem etruskische Keramikimporte und deren lokale Adaptionen ermöglichen innerhalb einer absoluten Chronologie eine feinere Datierung der Gräber mit ihren älter wirkenden traditionellen italischen Schmuckelementen und Waffen. Dadurch kann auch die anhand von Seriationen und Gräberüberschneidungen erstellte Belegungs­abfolge der Nekropole in vier Hauptphasen besser mit den bestehenden Chronologie­systemen verglichen werden.
Neben Fragen zu Bestattungsbräuchen und Sozialstrukturen ist der Hauptteil der Arbeit der Klassifizierung und zeitlichen Einordnung von typischen mittelitalischen Objekten gewidmet, die weit über Bazzano hinaus verbreitet sind. Mit den ergänzenden anthro­pologischen Beiträgen wird das Bild einer mobilen eisenzeitlichen Bevölkerung entworfen, die sich in ihrer Lebensführung von den in der benachbarten Nekropole von Fossa bestattenden Individuen unterschied. Möglicherweise geht dies auf eine ausge­prägte Weidewirtschaft, auf Transhumanz oder aber auf eine sehr aktive Kriegerschicht zurück, deren Stellung auch durch die hohe Anzahl von waffenführenden Gräbern hervorgehoben wird.

Holger Schaaff

Antike Tuffbergwerke am Laacher See-Vulkan

Monographien des RGZM, Band 107

Mit den Tuffbergwerken rund um den Laacher See-Vulkan fassen wir die Wurzeln der Bausteinindustrie in Mitteleuropa. Erst die Baumeister, die im Rahmen der augusteischen Expansions- und Urbanisierungspolitik aus dem Mittelmeerraum kamen, brachten das Wissen um eine steinerne Architektur in unsere Region. In weitläufigen Stollensystemen gewonnen, diente der wertvolle Stein von Anfang an zur Errichtung repräsentativer Großbauten. Als beredtes Zeugnis dafür steht das sog. Ubiermonument in Köln, der älteste Steinbau im römischen Deutschland. Als früher Exportschlager war Tuff als erster „Leichtbaustein“ ein begehrter Baustoff auf antiken und mittelalterlichen Großbaustellen. Basierend auf dieser 2000-jährigen Tradition, ist die Tuffindustrie noch heute ein wichtiger Wirtschaftsfaktor in der Region.

In dem Buch werden die 59 bekannten antiken Bergwerke ausführlich beschrieben, ebenso die Techniken zur Steingewinnung und -verarbeitung. Die ungewöhnlich gute Quellenlage ermöglicht zudem eine fundierte Einschätzung zum Ertrag der Lagerstätte. Recherchen zu den zahlreichen Steinbruch- und Weiheinschriften werfen ein neues Licht auf die Heiligtümer im Tuffabbau und gewähren Einblick in die religiöse Vorstellungswelt der dort arbeitenden Menschen. Eine ausführliche Studie von Lutz Grunwald zur Keramik aus den Bergwerken führte zu einer völlig neuen Bewertung der mittelalterlichen Abbauaktivitäten.

Angelika Hunold

Die Befestigung auf dem Katzenberg bei Mayen und die spätrömischen Höhenbefestigungen in Nordgallien

Monographien des RGZM, Band 88

Auf dem Katzenberg bei Mayen bestand von etwa 300 n. Chr. bis in die Mitte des 5. Jahrhunderts zum Schutz des Wirtschaftszentrums Mayen eine militärische Befestigung, die zu den größten ihrer Art gehört.

Ausgehend von den dort gewonnenen Ergebnissen werden 143 weitere Höhenbefestigungen in Nordgallien untersucht. An Verkehrswegen orientiert, vor allem an den Wasserstraßen, besitzen diese Anlagen keineswegs den Charakter versteckter Refugien. Vielmehr können auch sie als Militäranlagen eingestuft werden, die in ein übergreifendes Verteidigungskonzept eingebunden waren. Sie sicherten den Fortbestand des zivilen und wirtschaftlichen Lebens im ländlichen Raum. Somit bilden Höhenbefestigungen eines der Elemente einer tief gestaffelten militärischen Sicherung in der Spätantike.

Allard W. Mees

Organisationsformen römischer Töpfer-Manufakturen am Beispiel von Arezzo und Rheinzabern unter Berücksichtigung von Papyri, Inschriften und Rechtsquellen

Monographien des RGZM, Band 52

Die römische Terra Sigillata wurde mit anspruchsvoller Technologie in großen Manufakturen hergestellt. Die rot engobierte Feinkeramik wurde über das gesamte römische Imperium vermarktet. Die komplexen Organisationsformen in den Produktionszentren und das Verbreitungsnetzwerk waren bisher kaum erforscht. Dieses Buch erörtert die Sozial- und Arbeitsorganisationsstrukturen innerhalb der Produktionszentren vom 1. Jh. v. Chr. bis zum 3. Jh. n. Chr. mit einem doppelten Ansatz: Erstens werden die Figurenstempel-Kombinationen auf reliefverzierter Terra Sigillata analysiert, und zweitens werden die Resultate mit den fast 40 bekannten ägyptischen Papyri mit Töpferverträgen verglichen. Darüber hinaus werden die feststellbaren Cluster der Töpfer auf ihr Wiederkehren in den Verbreitungsmustern hin erforscht. Die Konsortium-Gruppen werden mithilfe ihres Vorkommens an datierten Plätzen zeitlich eingeordnet. Die soziale Analyse der Töpferstempel zeigt, dass Sklaven in der Terra Sigillata-Industrie nicht nachgewiesen werden können.

Ralf-Dietrich Kahlke (Hrsg.)

Das Pleistozän von Untermassfeld bei Meiningen (Thüringen)

Monographien des RGZM, Band 40.3

Teil 3 der Monographie enthält die Bearbeitungen des spektakulären Feliden-Materials von Untermaßfeld, das Jaguar, Gepard, Puma, Luchs sowie Dolch- und Säbelzahnkatze umfasst. In dem reich illustrierten Band sind Untersuchungsergebnisse zu Insektenfressern, Hasenartigen und Nagetieren, Studien zu Herbivoren-Osteophagie und zu Kleinsäuger-Nagespuren sowie Ergebnisse von Paläotemperatur-Bestimmungen enthalten. Es schließt sich eine umfangreiche Darstellung der Entstehungsgeschichte des Fossilvorkommens sowie der Paläoökologie und Biostratigraphie des Frühpleistozäns von Untermaßfeld an. Beigegeben sind 15 Grabungspläne zur Dokumentation der über mehr als zwei Jahrzehnte geführten Grabungsarbeiten. Die Beiträge sind in deutscher oder englischer Sprache verfasst, sie verfügen jeweils über eine ausführliche englische Zusammenfassung.

Ralf-Dietrich Kahlke (Hrsg.)

Das Pleistozän von Untermassfeld bei Meiningen (Thüringen)

Monographien des RGZM, Band 40.2

In Fortsetzung des 1997 erschienenen Teils 1 der Monographie werden in Teil 2 neue Forschungsergebnisse einer internationalen Arbeitsgruppe (Koordination R.-D. Kahlke) zur frühpleistozänen Fossilfundstelle Untermaßfeld behandelt. Der Band beinhaltet die Forschungsgeschichte 1989 bis 1996 sowie Abhandlungen zum geologischen Bau des Vorkommens sowie zur Entstehung der ungewöhnlichen Anreichung von Skelettresten, zur Methodik der osteologischen Präparation und Konservierung, zu Cerviden-Neufunden und Hippopotamus-Schädelresten, außerdem die Bearbeitungen des Gesamtmaterials der Rhinocerotiden, Equiden, Elephantiden, Caniden,

Ursiden, Musteliden und Hyaeniden sowie entsprechender Funde von Koprolithen. Die wiederum reich bebilderten Beiträge sind in deutscher oder englischer Sprache verfasst, sie verfügen jeweils über eine ausführliche englische Zusammenfassung.

Ralf-Dietrich Kahlke (Hrsg.)

Das Pleistozän von Untermassfeld bei Meiningen (Thüringen)

Monographien des RGZM, Band 40.1

Die überaus fundreiche frühpleistozäne Wirbeltierlagerstätte Untermaßfeld wurde von einer weit gefächerten internationalen Arbeitsgruppe (Koordination R.-D. Kahlke) geowissenschaftlich und paläontologisch untersucht. Teil 1 der mehrteiligen monographischen Bearbeitung behandelt die Geschichte der Erforschung des Fossilvorkommens und seiner Umgebung sowie Beiträge zur Geologie und Paläomagnetik der Fundstelle selbst, zur Mollusken-Fauna und zu den aufgefundenen Resten von Fischen, Amphibien, Schildkröten und Vögeln. Behandelt werden zudem überaus reiche Funde von Boviden, Cerviden, Flusspferden und Wildschweinen. Der Gesamtbefund der Grabungsergebnisse (Geologie, Paläozoologie, Taphonomie, Paläoökologie, Stratigraphie) rundet die Darstellung ab. Die sämtlich reich illustrierten Beiträge sind in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst, sie verfügen jeweils über eine ausführliche englische Zusammenfassung.