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Digitale Korpusarithmetik mit antikem Text
Die digitale Analyse antiker Texte bewegt sich im Spannungsfeld zwischen traditioneller Hermeneutik, der quantitativen Philologie und den neuesten Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz. Eingebettet in einen wissenschaftlichen Kontext ist die digitale Korpusarithmetik nicht nur die Anwendung technischer Werkzeuge, sondern auch ein Weg methodischer Entscheidungen, der von der Auswahl des Korpus über die Definition von Textmerkmalen bis hin zu den Parametern der computergestützten Analyse reicht. Vorliegendes Buch verdeutlicht anhand der Sprachen Altgriechisch und Latein die methodischen und epistemischen Herausforderungen der wissenschaftlichen Textanalyse im digitalen Zeitalter.
Die Stadt Münster
Die aus zahlreichen Städten bekannten Königsstraßen hatten in karolingischer Zeit als überregionale Heerstraßen vor allem militärische Bedeutung und dienten in Westfalen als fränkische Anmarschwege während der Sachsenkriege. Im Mittelalter standen sie unter obrigkeitlicher Aufsicht, im Hochmittelalter unter dem Schutz der deutschen Könige.
Dank umfangreicher Untersuchungen der Stadtarchäologie Münster in den Jahren 2005 bis 2007 konnte die wechselvolle Geschichte der Königsstraße 48 bis 58 in Münster bis in die zweite Hälfte des 11. Jahrhunderts zurückverfolgt werden. Aus dieser Zeit stammt mit einem Kastenbrunnen der älteste
sicher datierbare Befund der Ausgrabungen mit einer dendrochronologischen Datierung »um 1085«.
Die Untersuchungen an der Königsstraße sind ein beinahe mustergültiges Beispiel dafür, welchen Erkenntnisgewinn eine interdisziplinäre Zusammenarbeit bringen kann. Die Ergebnisse aus Archäologie, Archäozoologie und Archäobotanik lassen den Wandel auf den innerstädtischen Parzellen von noch landwirtschaftlich geprägten Anwesen bis zur städtischen Bebauung in der Neuzeit nachvollziehen.
Poetry in the Name of God
Westfalen in der Jungsteinzeit
Vor ca. 11.000 Jahren begannen Menschengruppen im Vorderen Orient damit, Wildgetreide anzubauen und Schafe und Ziegen als Haustiere zu halten. Diese scheinbar unwesentlichen Veränderungen zogen einen der größten Umbrüche in der Menschheitsgeschichte nach sich. Der Übergang zur produzierenden Wirtschaftsweise ermöglichte einen außergewöhnlichen Bevölkerungsanstieg, Sesshaftigkeit und letztlich eine arbeitsteilige Ökonomie. Dieser Prozess der „Neolithischen Revolution“ ist damit die Grundlage unserer modernen Lebensweise.
Erst fast 6000 Jahre später erreichten diese Innovationen Westfalen. Einen möglichst aktuellen Überblick über den Zeitraum der westfälischen Jungsteinzeit von etwa 5300 bis 2000 v. Chr. bietet dieser Band. Im Vordergrund stand dabei der Versuch, die Lebenswirklichkeit der damaligen Menschen in all ihren Facetten zu erfassen und zu rekonstruieren.
Römische Steinarchitektur in Deutschland und ihre Erforschung eine Standortbestimmung
Trans-Adriatic Interactions in the 2nd Millennium BC
Übersetzen und Übersetzung im altsprachlichen Unterricht
Das Buch ist eine Neubearbeitung der 2016 als Ars Didactica 3 erschienenen Studie. Die neue Studie bleibt zwar dem konventionellen Übersetzungsbetrieb verpflichtet, stellt aber das kommentierende Übersetzen und den Übersetzungskommentar mit Hilfe zahlreicher Textbeispiele in den Mittelpunkt. Das kommentierende Übersetzen kann somit als Alternative zum konventionellen Übersetzen verstanden werden. Damit erhalten der existentielle Transfer, der Gegenwartsbezug, die Vernetzung von Wissensinhalten und die Kompetenzorientierung ein besonderes Gewicht.
Sokrates revised and revisited
Unter dem Titel Sokrates revised and revisited fand 2021/22 am Lessing-Gymnasium und an der Goethe-Universität Frankfurt am Main ein kooperatives Projekt statt, das sich dem Prozess gegen Sokrates widmete. Zu seinen Höhepunkten zählte ein wissenschaftliches Symposium und eine Inszenierung des Prozesses. Der Band enthält die auf dem Symposium gehaltenen Vorträge, vermehrt durch weitere Beiträge sowohl aus wissenschaftlicher Perspektive als auch aus dem Kontext der konkreten Projektarbeit. Die Aufsätze spiegeln den aktuellen Forschungsstand zum Sokratesprozess wider und verdeutlichen das große Potential der kreativen Auseinandersetzung mit der antiken Überlieferung.
High-Resolution Climatic Changes at Early Neolithic Franchthi
Frauenbilder – Männerbilder
In diversen Quellen der hellenistischen Zeit begegnen mächtige und bemerkenswerte Frauen. Dies veranlasste manche ForscherInnen dazu, für den Hellenismus ein recht emanzipiertes Frauenbild zu entwerfen. Über diese Annahmen der Emanzipation lässt sich diskutieren, doch liegt der Fokus dieser Arbeit vielmehr darauf, wie es fernab der Eliten aussah, also fernab von denjenigen, die vornehmlich in solchen bemerkenswerten Quellen auftauchen. Einen interessanten Zugang, um dies zu untersuchen, stellt die hellenistische Dichtung dar, da weibliche Figuren in den erhaltenen Werken viel Platz einnehmen. Diese Arbeit konzentriert sich auf zwei Autoren des 3. Jh. v. Chr.: Herodas und Theokrit.
Pollux’ Onomastikon: Ein griechischer Thesaurus des 2. Jahrhunderts n.Chr.



