Bücher
»Diaetae hypocaustae«: Klimatisierung von römischer Oberschichtarchitektur unter besonderer Berücksichtigung der urbs und der Region Latium
Die interdisziplinäre Studie unter internationaler Beteiligung befaßt sich mit der Hypokaustenheizung (und Kühlsystemen) in Wohnhäusern, Villen und Residenzen, hauptsächlich in Rom und Latium. Den Hauptteil bildet, neben generellen Überlegungen, einem geographischen Überblick, der Diskussion der Schriftquellen und einem Befundkatalog, die Analyse von drei Baukomplexen: der sog. Tempio di Minerva Medica und die Residenz des Maxentius in Rom sowie der Winterpalast in der Villa Adriana bei Tivoli. Mehrere Appendices ergänzen einzelne Aspekte des Themas. Die wichtigsten Ergebnisse sind: Die weite Verbreitung des Phänomens im gesamten Römischen Reich, auch in Rom und Latium mit ihrem milden Klima; die Beschränkung der Hypokaustenheizung auf die Oberschicht der römischen Gesellschaft.
Fragmentation in Greek Sanctuaries and Bronze Age Hoards: An Interdisciplinary Approach
Aus ganz Europa und dem Mittelmeerraum ist eine große Anzahl absichtlich fragmentierter Artefakte aus Hortfunden und aus rituellen Kontexten bekannt. Dieser Band untersucht auf der Grundlage neuester Forschungsergebnisse die kulturellen, rituellen und praktischen Beweggründe für das Phänomen der Fragmentierung, von der Kupferzeit in West-, Mittel- und Südosteuropa bis zur archaischen Periode in Griechenland. Der Band versammelt Beiträge führender internationaler Wissenschaftler aus den Bereichen Archäologie, Archäometallurgie und Konservierung und geht auf eine internationale Tagung zurück, die im November 2023 im Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz stattgefunden hat.
Beyond Hunting: The »Man the Hunter« Research Paradigm and the Evolution of Archaeological Thought
Vor mehr als 50 Jahren erschien eines der einflussreichsten Bücher, das die Agenda der Pleistozän-Archäologie revolutionierte – „Man the hunter“ (Der Mensch als Jäger), herausgegeben von Richard B. Lee und Irven DeVore. In „Man the Hunter“ wird die Großwildjagd als Lebensweise und nicht nur als Überlebenstechnik betrachtet. Zum ersten Mal wurden die Auswirkungen der Jagd auf unsere Sozialstruktur und unser Verhalten aus evolutionärer Perspektive diskutiert. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach seiner Veröffentlichung wird in diesem Band das Paradigma von „Man the Hunter“ anhand einer Sammlung von Artikeln, die neue Perspektiven auf die Komplexität der Vergangenheit der frühen Menschen bieten, kritisch neu bewertet.
Katalog der Eisenfunde von Haltern aus den Grabungen der Jahre 1949-1994
Mit Band 35 der Bodenaltertümer Westfalens werden die Eisenfunde aus den archäologischen Ausgrabungen in Haltern in den Jahren 1949 bis 1994 vorgelegt. Das reiche Spektrum der untersuchten Eisenfunde belegt unterschiedliche Tätigkeitsfelder im römischen Militärlager von Haltern, darunter Holz- und Metallbearbeitung. Das weitgehende Fehlen militärischer Ausrüstungsteile bestätigt die These einer kriegerischen Auseinandersetzung am Ende der Belegungszeit.
The World’s Heritage in the Digital Age: New Technologies Towards Sustainable Research, Conservation and Communication
Die 26. internationale Konferenz „Cultural Heritage and New Technologies“ fand 2021 zu dem Thema „The World’s Heritage in the Digital Age – New Technologies Towards Sustainable Research, Conservation and Communication“ im Wiener Rathaus und online statt.
Die Beiträge in diesem Konferenzband behandeln technologiegestütze Verfahren und Methoden in allen Bereichen des Cultural Heritage. Die hier versammelten Artikel diskutieren Themen aus dem Bereich quantitativer Methoden, Fragen der Datenmodellierung und des Semantic Web, Modellierung, Methoden der digitalen (Not-)Dokumentation sowie Fragen des (Welt-) Kulturerbemanagements im Zeichen der Digitalisierung.
Zur Geschichte der Kleidung in der Steinzeit / A Stone Age History of Clothing: Mitteldeutscher Archäologentag vom 26. bis 28. September 2024 in Halle (Saale)
Wie kleideten sich die Menschen in der Steinzeit, welche Materialien und Techniken nutzten sie und wie lassen sich diese nachweisen? Ist der Beginn der Kleidung auf ein aufkommendes Schamgefühl oder auf den praktischen Schutz vor der Witterung zurückzuführen? Eng verbunden mit diesen Fragen ist die Untersuchung von Mensch-Tier-Beziehungen und welchen Einfluss diese bei der Wahl der Rohmaterialien für die Herstellung von Schmuck und Kleidung hatten.
Diesen und weiteren zentralen Fragestellungen widmet sich dieser Band mit einem interdisziplinären Ansatz aus Archäologie, Natur-, Kultur- und Medienwissenschaften. Dafür werden in den vorliegenden Studien direkte Belege wie Fundkontexte aus Bestattungen untersucht sowie indirekte Belege über figürliche Darstellungen oder Werkzeuge herangezogen, um (Be)Kleidung in ihrer evolutionären und sozialen Bedeutung zu betrachten.
[In Version 2 wurde die ursprünglich in Version 1 vorhandene Abbildung 7 auf Seite 371 aus urheberrrechtlichen Gründen geschwärzt.]
Das Neuenbürger Erzrevier: Ein Wirtschaftsraum im Nordschwarzwald während der Späthallstatt- und Frühlatènezeit
Keltische Schmelzmeister produzierten während des 6. und 5. Jahrhunderts v. Chr. im Nordschwarzwald in großem Stil Eisen. Auf dem Neuenbürger Schlossberg waren bereits in den 1930er Jahren Siedlungsspuren der frühen Eisenzeit entdeckt und mit dem nahegelegenen Erzrevier in Zusammenhang gebracht worden – der tatsächliche Umfang der bergbaulichen Nutzung der Region konnte aber erst durch ein Forschungsprojekt in den Jahren 2004 bis 2011 erfasst werden. Systematische Prospektionen in den Wäldern um Neuenbürg brachten umfangreiche Relikte der keltischen Metallproduktion und -verarbeitung zutage. Ausgrabungen an sechs der über 80 erfassten Verhüttungsplätze belegen, dass in einem etwa 5 × 6 km großen Gebiet über einen begrenzten Zeitraum während der späten Hallstatt- und frühen Latènezeit eine zentral organisierte und hoch spezialisierte Eisenproduktion betrieben wurde. Die außergewöhnlich gut erhaltenen Verhüttungsplätze gehören zu den ältesten Nachweisen der Eisentechnologie nördlich der Alpen und sind ein über Baden-Württemberg hinaus bedeutendes montanarchäologisches Denkmal.
Oberderdingen-Großvillars, Lkr. Karlsruhe: Epirössen und der Beginn der Michelsberger Kultur
Die zweite Hälfte des 5. Jahrtausends v. Chr. ist eine Zeit des Wandels: Die jungneolithische Michelsberger Kultur löst die alt- und mittelneolithischen Traditionen ab, die weite Teile Mitteleuropas rund ein Jahrtausend lang geprägt hatten. Wie sich diese neue Kultur in den verschiedenen Regionen etablierte, ist seit langem Gegenstand der Diskussion. Für den Kraichgau bietet die in den Jahren 2000 bis 2002 untersuchte Siedlungsstelle von Oberderdingen-Großvillars, Lkr. Karlsruhe, erstmals die Voraussetzungen, eine lokale, flachbodige Bischheimer Gruppe zu umreißen, die nicht als Vorgänger der Michelsberger Kultur gelten kann. Über die Auswertung der Befunde und Funde hinaus umfasst der vorliegende Band eine Evaluation des aktuellen Kenntnisstands zur frühen Michelsberger Kultur und zu den ihr vorangehenden epirössener Gruppen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Interpretation der Keramikverzierungen, wobei das klassische Konzept geschlossener „Kulturgruppen“ zugunsten einer flexibleren Betrachtung von „Keramikstilen“ aufgegeben wird. Eine systematische Sammlung der verfügbaren C14-Daten bildet die Grundlage der chronologischen Einordnung. Daneben stehen GIS-gestützte Analysen zum Siedlungswesen und der regionalen Verbreitung der Stilgruppen im Fokus.
Cooking Food - Creating Culture? Food Culture as a Concept for Archaeology. A case study from Early Neolithic Southeast Europe
Das Buch untersucht am Beispiel von Milch- und Subsistenzwirtschaft auf dem Nordbalkan und im Karpatenbecken die Esskultur des Frühneolithikums in Südosteuropa. Mithilfe von Analysen organischer Rückstände und Daten zur Fauna sowie kulturtheoretischer Ansätze verdeutlicht es, wie Essverhalten zwischen Tradition und Innovation verhandelt wird. Jenseits funktionalistischer Erklärungen beleuchtet der Autor auch die symbolische, soziale und ökologische Dimension von Essen und hinterfragt, wie Begegnung, Anpassung und Identität Ernährungsstrategien prägten. So entsteht ein nuanciertes Bild des Übergangs zur Jungsteinzeit.
Draft Cattle: Their history, significance and value with a global perspective: Proceedings of the World Draft Cattle Symposium (March 8–9, 2024)
Im Jahr 2024 versammelten sich mehr als 126 Wissenschaftler, Museumsfachleute und Praktiker aus dem Bereich Zugrinderanspannung im UNESCO-Weltkulturerbe Kloster Lorsch zum ersten World Draft Cattle Symposium. Dieser Tagungsband bietet einen umfassenden Überblick über die Ergebnisse der Konferenz und gibt einen tiefen Einblick in die Geschichte, Bedeutung und den Wert von Zugrindern aus einer globalen Perspektive.
Stadt, Vorstadt und Stadterweiterung im Mittelalter: Archäologische und historische Studienzum Wachstum der drei Zähringerstädte Burgdorf, Bern und Freiburg im Breisgau
Die Städtegründungen der Herzöge von Zähringen haben Generationen von Forschern fasziniert. Allerdings konzentrierte sich das Interesse vornehmlich auf den Gründungsakt, den Gründungsplan, die Person des Stadtgründers, allenfalls noch auf die Frage nach der Vorgängerbesiedlung. In der vorliegenden, reich illustrierten Studie über drei «klassische» Zähringerstädte stehen nun die späteren Erweiterungen der Gründungsstädte im Zentrum. Ausgehend von den drei Fallbeispielen wird ganz allgemein nach dem flächenmässigen Wachstum der mittelalterlichen Stadt gefragt.
Wann, wo, wie und warum wachsen Städte? Basierend auf archäologischen, schriftlichen und bildlichen Quellen werden die einzelnen Erweiterungen der drei ausgewählten Zähringerstädte eingehend analysiert und miteinander verglichen, wobei die Fragen zur Stadtentstehung aber nicht ausgeklammert werden. Es zeigt sich, dass Stadterweiterungen meist komplexe Entstehungsgeschichten im Spannungsfeld von Wirtschaft, Bevölkerungswachstum und Repräsentation aufweisen.
Römische Funde aus dem rechtsrheinischen Teil der Kreise Kleve und Wesel
Grundlage dieser Arbeit sind die römischen Funde von 208 Fundstellen aus den rechtsrheinischen Teilen der Kreise Kleve und Wesel am Niederrhein. Der Großteil der Funde wird hier erstmals vorgelegt.
Der Forschungsgeschichte folgt die Bearbeitung der vielen Funde, die von 60 v. Chr. bis zur Mitte des 5. Jahrhunderts datieren. Etliche Fundtypen waren bisher kaum oder gar nicht aus diesem Gebiet bekannt. Beschrieben werden die antiken Topographie und die Böden, die Besiedlungsgeschichte von der Späteisen- bis zur Merowingerzeit, die Archäologie und antike Quellen, die u. a. den Grad der römischen Kontrolle im Limesvorland und die Rolle des Rheins als Grenze des Römischen Reiches beleuchten.
Die Klosterkirche Corvey: Bauuntersuchung und Baugeschichte des Westbaus. Teil 1
Als ältestes Baudenkmal in Westfalen-Lippe hat der karolingische Westbau der Kirche St. Stephanus und Vitus des ehemaligen Abteiklosters Corvey herausragende Bedeutung für die historische Identität des Landes. Die 822 am Westufer der Weser errichtete Benediktinerabtei Corvey war eines der wichtigsten kulturellen und wirtschaftlichen Zentren zwischen Nordsee und Süddeutschland und stand in regem geistig-kulturellem Austausch mit anderen frühmittelalterlichen Bildungszentren Europas. Mit dem vorliegenden Band gelingt eine umfassende Darstellung der wechselvollen Baugeschichte des Westbaus, von den karolingischen Anfängen im 9. Jahrhundert über hochmittelalterliche Umbauten bis hin zu neuzeitlichen Eingriffen und Erweiterungen.
Die Klosterkirche Corvey: Bauuntersuchung und Baugeschichte des Westbaus. Teil 2
Als ältestes Baudenkmal in Westfalen-Lippe hat der karolingische Westbau der Kirche St. Stephanus und Vitus des ehemaligen Abteiklosters Corvey herausragende Bedeutung für die historische Identität des Landes. Die 822 am Westufer der Weser errichtete Benediktinerabtei Corvey war eines der wichtigsten kulturellen und wirtschaftlichen Zentren zwischen Nordsee und Süddeutschland und stand in regem geistig-kulturellem Austausch mit anderen frühmittelalterlichen Bildungszentren Europas. Mit dem vorliegenden Band gelingt eine umfassende Darstellung der wechselvollen Baugeschichte des Westbaus, von den karolingischen Anfängen im 9. Jahrhundert über hochmittelalterliche Umbauten bis hin zu neuzeitlichen Eingriffen und Erweiterungen.
Die Klosterkirche Corvey: Bauuntersuchung und Baugeschichte des Westbaus. Beilagen
Als ältestes Baudenkmal in Westfalen-Lippe hat der karolingische Westbau der Kirche St. Stephanus und Vitus des ehemaligen Abteiklosters Corvey herausragende Bedeutung für die historische Identität des Landes. Die 822 am Westufer der Weser errichtete Benediktinerabtei Corvey war eines der wichtigsten kulturellen und wirtschaftlichen Zentren zwischen Nordsee und Süddeutschland und stand in regem geistig-kulturellem Austausch mit anderen frühmittelalterlichen Bildungszentren Europas. Mit dem vorliegenden Band gelingt eine umfassende Darstellung der wechselvollen Baugeschichte des Westbaus, von den karolingischen Anfängen im 9. Jahrhundert über hochmittelalterliche Umbauten bis hin zu neuzeitlichen Eingriffen und Erweiterungen.
Ergebnisse zur archäologischen Abbruchbegleitung der ehemaligen Eternitfabrik im Bereich des augusteisch-tiberischen Truppenplatzes NOVAESIUM im Neusser Augustinusviertel
Neuss gehört zu den wenigen Orten in Deutschland, deren Wurzeln tief in der Antike liegen. Schon in den letzten beiden vorchristlichen Jahrzehnten befand sich hier an der Mündung der Erft in den Rhein eine stark befestigte Operationsbasis der römischen Streitkräfte. Dort führte das Pulheimer Fachbüro minerva X in den Jahren 2021 und 2022 auf dem ca. 7 ha großen Gelände der ehemaligen Eternitfabrik anlässlich des Abbruchs der Werkshallen eine archäologische Untersuchung durch. Wenngleich der Fundplatz als Teil des augusteisch-tiberischen Truppenplatzes NOVAESIUM seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannt ist und hier über Jahrzehnte zahlreiche Maßnahmen stattfanden, bildet der derzeitige Publikationsstand nicht die Höhe der Forschung ab. Der vorliegende Bericht fasst den aktuellen Forschungsstand zusammen und gibt eine Übersicht der Befundlage im Westen der UNESCO-Welterbefläche.
Die Darstellung und Selbstdarstellung der kaiserlichen Familie im römischen Ägypten: Eine Untersuchung von Octavian-Augustus bis Hadrian (30 v. Chr.–138 n. Chr.)
Die Arbeit untersucht die Frage, welche Funktionen den Frauen und weiteren Mitgliedern der Kaiserfamilie für die Repräsentation des Kaiserhauses im römischen Ägypten zukamen. Aufgrund ihres seriellen Charakters stellen Münzen hierfür die beste Quellengruppe dar, sodass die alexandrinische Provinzialprägung im Zentrum steht und mit der römischen Reichsprägung verglichen wird, um provinzielle Eigenheiten sowie römische Einflüsse aufzudecken. Kontextualisiert wird dies durch weitere Quellen wie Papyri und Inschriften, um so ein möglichst umfassendes Bild der Darstellung, Selbstdarstellung und – wo möglich – der Wahrnehmung der kaiserlichen Familie in der Provinz zu gewinnen.
Theorie | Archäologie | Reflexion 2: Kontroversen und Ansätze im deutschsprachigen Diskurs
Der Doppelband „Theorie | Archäologie | Reflexion. Kontroversen und Ansätze im deutschsprachigen Diskurs“ widmet sich der Diversität an Zugängen, die den archäologischen Theoriediskurs heute und in naher Zukunft prägen. Dazu versammelt er wegweisende Beiträge, spannende Gedankenexperimente und erste theoretische Annäherungen quer durch das archäologische Fächerspektrum. Dabei kommen sowohl etablierte als auch Nachwuchswissenschaftler*innen zu Wort, um neue Impulse und Ansätze in den Diskurs einzuspeisen oder bestehende Zugänge zu diskutieren. Die Beiträge in Band 2 fokussieren auf Relationen und Beziehungen, Zeit und Raum sowie auf Modelle, Analogien und Abstraktionen in der Archäologie.
Zehn Jahre Monitoring an der Wattenheimer Brücke (Lorsch, Kreis Bergstraße): Ergebnisse und Trends
Diese einzigartige, über ein ganzes Jahrzehnt andauernde Monitoringstudie zu einem Beweidungsprojekt mit Rindern im südhessischen Lorsch, erlaubt tiefe Einblicke in die Veränderung der Artenvielfalt. Einzelstudien behandeln sowohl die Botanik als auch die Laufkäfer, Avifauna, Säugetiere, Amphibien, Reptilien aber auch Spinnen, Ameisen, Tagfalter und Wanzen sowie die Fischvielfalt im angrenzenden Gewässer Weschnitz. Das Werk zeigt eindrücklich den Einfluss großer Pflanzenfresser sowie die Veränderung des Artenspektrums durch Klimawandel auf.
Zugehörige Forschungsdaten: https://doi.org/10.11588/DATA/JAYMZQ
Beast and Human: Case Studies for Northern Europe from Prehistoric to Early Modern Times
Aus guten Gründen gibt es mehr und mehr Untersuchungen zu Tier und Mensch („Human-Animal Studies“) in der Archäo(zoo)logie, die einen Perspektivwechsel versuchen – es ist Zeit, die Rolle der Menschen im Umgang mit Tieren differenzierter zu sehen und vor allem den Tieren eine größere Eigenart beizumessen. Mit einigen Änderungen geht die vorliegende Publikation auf eine Veranstaltung während des Jahrestreffens der Europäischen Vereinigung der Archäolog*innen (EAA) im September 2021 in Kiel zurück. Auf der Grundlage der zwölf Artikel kann eine Erzählung präsentiert werden, die geographisch von England bis nach Russland und zeitlich von der Steinzeit bis zur Frühen Neuzeit reicht.
Der Karlsgraben und die Anfänge des Kanalbaus in Europa: Künstliche Wasserwege in Antike und Mittelalter. Teil 1: Text
Künstlich angelegte schiffbare Kanäle dienen der Optimierung natürlicher Wasserwege. In Europa liegen ihre Anfänge in Antike und Mittelalter. Eines der außergewöhnlichsten Bauvorhaben ist der Karlsgraben zur Verbindung von Rhein und Donau, der in die Jahre 792/793 n. Chr. datiert. Das Buch präsentiert ausgehend von Quellen und Methoden der Archäologie, Geschichts- und Geowissenschaften neue Ergebnisse zur Konstruktion, Baustellenorganisation und Chronologie sowie zu den historisch-politischen Rahmenbedingungen. Der Karlsgraben wird anschließend in die Entwicklung des frühen Kanalbaus eingeordnet. Die Grundlage bildet eine diachrone Analyse von über 200 archäologisch und historisch überlieferten Kanalbauten von der Antike bis zum Spätmittelalter zwischen Nordengland und dem Eisernem Tor.
Der Karlsgraben und die Anfänge des Kanalbaus in Europa: Künstliche Wasserwege in Antike und Mittelalter. Teil 2: Katalog und Tafeln
Künstlich angelegte schiffbare Kanäle dienen der Optimierung natürlicher Wasserwege. In Europa liegen ihre Anfänge in Antike und Mittelalter. Eines der außergewöhnlichsten Bauvorhaben ist der Karlsgraben zur Verbindung von Rhein und Donau, der in die Jahre 792/793 n. Chr. datiert. Das Buch präsentiert ausgehend von Quellen und Methoden der Archäologie, Geschichts- und Geowissenschaften neue Ergebnisse zur Konstruktion, Baustellenorganisation und Chronologie sowie zu den historisch-politischen Rahmenbedingungen. Der Karlsgraben wird anschließend in die Entwicklung des frühen Kanalbaus eingeordnet. Die Grundlage bildet eine diachrone Analyse von über 200 archäologisch und historisch überlieferten Kanalbauten von der Antike bis zum Spätmittelalter zwischen Nordengland und dem Eisernem Tor.
H «Πυξίδα του Μουσαίου» από το Κυνόσαργες: Ένα νέο έργο του Ζωγράφου της Ερέτριας
In dieser Monographie wird ein bedeutender Neufund der attischen Vasenmalerei veröffentlicht. Es handelt sich um eine rotfigurige Pyxis vom Typ A aus den Jahren 430-425 v. Chr., die in einer Opferrinne auf dem Athener Kynosarges-Friedhof gefunden wurde. Die Vase trägt eine hervorragend erhaltene Darstellung des Barden Mousaios und der Neun Musen. Alle zehn Figuren sind durch aufgemalte Inschriften gekennzeichnet. Die Vase lässt sich durch eine erschöpfende Analyse als ein Werk aus der Zeit des Höhepunkts des Eretria-Malers bestimmen.
Demokratie- und Werteerziehung im Lateinunterricht
Das antike Rom war nie eine Demokratie, und die römische Gesellschaft unterschied sich in ihren Werten von der heutigen fundamental. Doch lassen sich die Ziele von Demokratie- und Werteerziehung dennoch im Lateinunterricht erreichen. Der Band versammelt dazu fünf Beiträge ausgewiesener Expertinnen und Experten des Fachs an der Schnittstelle zwischen Fachwissenschaft und Fachdidaktik. Er zeigt beispielhaft auf, welche Texte und Konzepte geeignet sind, um dieses Ziel zu erreichen. Die vorgestellten Beispiele betreffen die klassische Geschichtsschreibung (Livius), die kaiserzeitliche Briefliteratur (Plinius d. J.), schließlich utopische Literatur der frühen Neuzeit. Zudem wird ein Überblick über den Bereich der politischen Bildung im Lateinunterricht gegeben.
A Paleography of the Book of Kemyt
Das Buch Kemyt ist ein altägyptischer Schultext, der auf Tonscherben, Papyri, Schreibtafeln, Wänden und hunderten von Ostraka über einen Zeitraum von sechs Jahrhunderten überliefert ist. Die verwendete Handschrift stellt eine Besonderheit neben den üblichen Schriftarten des Hieratischen und der Kursivhieroglyphen dar. Der vorliegende Band präsentiert erstmals das gesamte Zeicheninventar von mehr als 200 Quellen, das unter anderem mithilfe digitaler Methoden erstellt wurde. Diese erste Paläographie des Buches Kemyt ermöglicht nun eine synchrone und diachrone Perspektive sowie überregionale Vergleiche. Die PDF-Version ist zudem mit der Online-Datenbank für Hieratisch und Kursivhieroglyphen „AKU-PAL“ verknüpft.



