Passages online

Passages online

Die Reihe Passages online wurde 2017 vom Direktor des Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris, Prof. Dr. Thomas Kirchner, gegründet. Mit der Absicht, die am Deutsche Forum für Kunstgeschichte Paris (DFK Paris) erarbeiteten Forschungsergebnisse zeitnah und dauerhaft frei zur Verfügung zu stellen, präsentiert die Reihe die am DFK Paris entstandenen Sammelbände sowie kunsthistorische Dokumentationen und Kongressakten.

Die Reihe ergänzt die bereits existierende deutsch- und französischsprachigen Publikationsreihen der „Passages” und der „Passarelles“, die im Verlag der Maison des Sciences de l’Homme MSH erscheinen.

Die Passages online sind grundsätzlich mehrsprachig und konzentrieren sich insbesondere auf folgende Formate:

  • Jahresbände mit den Ergebnissen der zum Jahresthema durchgeführten Konferenzen
  • Kongressakten zu den am DFK Paris oder in Kooperationen veranstalteten Kolloquien
  • Kunsthistorische Dokumentationen wie die Publikation von Inventaren oder Beständen in Katalogform
  • Monographien mit umfangreichen Dokumentationen

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Bibliographische Angaben

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Herausgeber
Thomas Kirchner, Paris

Kontakt
Markus A. Castor
Deutsches Forum für Kunstgeschichte Paris
E-Mail: mcastor@dfk-paris.org
https://dfk-paris.org

ISSN
ISSN (online): 2568-9649
ISSN (Print): 2569-0949

Erscheint demnächst

Philippe Cordez (Hrsg.)

Art médiéval et médiévalisme

Claire Calogirou, Élodie Vaudry (Hrsg.)

L’urbain et le sensible

Anne Perrin Khelissa, Émilie Roffidal (Hrsg.)

Réseaux et académies d'art au Siècle des lumières en province

Dieses Buch ist das Ergebnis der sechsjährigen Forschungsarbeit des Programms ACA-RES zu den Kunstakademien und ihren Netzwerke im vorindustriellen Frankreich. Es untersucht die Rolle der Provinzen bei der Entwicklung einer modernen Kunstpraxis, zwischen dem Erlernen von Regeln des Kunstgeschmacks und der Reaktion der Künste auf die sozialen und kulturellen Realitäten der Regionen. Der Band stellt Künstler, Amateure, Zeichner der Manufakturen, Unternehmer, Händler und städtische Notabeln ins Licht, Akteure, die keineswegs in geschlossenen Kreisen der Provinzen agierten sondern in ständiger Verbindung mit der internationalen Kunstwelt standen. So entsteht hier eine völlig neue Geschichte der Zirkulation künstlerischer Modelle und der Mobilität zahlreichen Akteure der Kunst, die den Fortschritt der Kunst befördert haben. 

Dorit Kluge, Gaëtane Maës, Isabelle Pichet (Hrsg.)

L’ expérience sensorielle dans les expositions d’art au XVIIIe siècle

Bisher erschienen

Déborah Laks (Hrsg.), Natalia Sassu Suarez Ferri (Hrsg.)

Transmission and Gender: Women Artists as Teachers in the XXth Century

Während der Anteil an Frauen im Bereich des Kunstunterrichts langsam, aber sicher wächst, stehen die spezifische Besonderheit der Werdegänge von Frauen sowie ihre Auswirkungen auf die Vermittlung und das künstlerische Schaffen an der Schnittstelle mehrerer Felder und werfen eine Vielzahl von Fragen auf. Wie sieht die Karriere einer Frau aus, und wie werden die Institutionen durch die Arbeit von Frauen verändert? Wie werden die Hierarchien neu gestaltet, wie wandelt sich das Bezugsfeld der Studierenden, was ermöglichen die neu entwickelten Methoden? Die in dieser Publikation versammelten Aufsätze beleuchten individuelle Werdegänge und zeichnen die Debatten nach, die an den Kunsthochschulen stattfinden, sowie die Entwicklungen, die der Unterricht von Künstlerinnen aufdeckt, vorbereitet oder im Bereich zeitgenössischen künstlerischen Schaffens vollbringt.

Tandis que le champ de l’enseignement de l’art se féminise, lentement mais sûrement, la spécificité des trajectoires féminines et de leurs effets sur la transmission et la création se trouvent au carrefour de plusieurs champs et ouvrent une pluralité de questionnements. A quoi ressemble une carrière féminine, de quelle manière les institutions sont-elles modifiées par l’arrivée des femmes ? Comment les hiérarchies sont-elles repensées, le champ référentiel des élèves évolue-t-il, que permettent les nouvelles méthodes développées ? Les articles réunis mettent en lumière des trajectoires individuelles tout en retraçant plus largement les luttes dont les écoles sont le théâtre et les évolutions que l’enseignement par des artistes femmes révèle, prépare ou accomplit dans le champ de la création contemporaine.

Markus A. Castor (Hrsg.), Martin Schieder (Hrsg.), Wiebke Windorf (Hrsg.)

Entre croyance aux miracle et iconoclasme: L’espace sacré en France au XVIIIe siècle

In diesem Tagungsband sollen die Evidenzen, religiösen Erfahrungen und ästhetischen Transformationen des sakralen Raums im Zeitalter der Aufklärung aus einer inter- und transdisziplinären Perspektive beleuchtet werden. Inwiefern sollten wir die Kirche im 18. Jahrhundert nicht nur als heiligen Raum begreifen, sondern auch als einen Ort, der Gläubige und Touristen, Geistliche und Künstler, Adlige und Bürger, Männer und Frauen gleichermaßen anzieht und gleichzeitig eine soziale, ästhetische und emotionale Dimension aufweist? Wie lassen sich die grundlegende Säkularisierung und die Entgrenzung erklären, die den sakralen Raum zwischen dem Tod Ludwigs XIV. und der Französischen Revolution betrafen? Wie wird im Zeitalter der aufkommenden Naturwissenschaften, Enzyklopädien und des Wissensfortschritts in der Kunst mit der Frage nach der Glaubwürdigkeit der Transzendenz umgegangen? Vor dem Hintergrund der Konfrontation zwischen Kritik an der Kirche und am Absolutismus, Atheismus, Entmystifizierung des Religiösen und plausibler Reaktualisierung des Spirituellen sind (syn)ästhetische Konzeptionen sakraler Räume von besonderer Relevanz. Nicht nur  in kunsttheoretische Diskurse eingebunden, sind sie ein greifbarer Ausdruck der kontinuierlichen Neujustierung der aufklärerischen Gesellschaft.

Ces actes du colloque se proposent d’interroger les évidences, expériences religieuses et transformations esthétiques de l’espace sacré au siècle des Lumières à partir d’une perspective intermédiale et transdisciplinaire. Dans quelle mesure devons-nous appréhender l’église, au XVIIIe siècle, non seulement comme un espace sacré mais aussi comme un lieu attirant tout autant croyants et touristes, ecclésiastiques et artistes, nobles et bourgeois, hommes et femmes ; et investi simultanément d’une dimension sociale, esthétique et affective ? Comment expliquer la sécularisation fondamentale et le décloisonnement qui affectent l’espace sacré entre la mort de Louis XIV et la Révolution française ? À l’ère de l’émergence des sciences naturelles, des encyclopédies et des avancées de la connaissance , comment l’art traite-il la question de la crédibilité de la transcendance ? Sur fond de confrontation entre critique de l’Église et de l’absolutisme, athéisme, démystification du religieux et réactualisation plausible du spirituel, les conceptions (syn)esthétiques des espaces sacrés revêtent une pertinence toute particulière. Loin de n’être que des discours de théorie de l’art, elles sont en effet l’expression tangible du réajustement continu de la société des Lumières.

Andreas Beyer (Hrsg.), Godehard Janzing (Hrsg.), Andrea Pinotti (Hrsg.), Céline Trautmann-Waller (Hrsg.)

Le monument en débat: Théories et pratiques de la monumentalisation en Allemagne et en Autriche après 1945

Zweifelsohne wird das Denkmal als erinnerungskulturelles Medium in wenigen europäischen Ländern so akut und virulent verhandelt wie in Deutschland und Österreich nach 1945. Die Debatten reichen von der unabdingbaren Erinnerung an die Shoah über Fragen nach der Nutzung nationalsozialistischer und stalinistischer Überreste bis hin zu jüngsten Wiederaufbauprojekten und sind Ausdruck unseres ethischen wie politischen Verhältnisses zur Geschichte. Was also sagen Denkmäler, ihre Gestaltung, Wiedererrichtung oder Zerstörung aus und wie gestalten sie unsere Zukunft? Anhand diverser Fallstudien sucht dieser Tagungsband nach einem gegenwärtigen Denkmalbegriff jenseits seiner nationalen Wurzeln.

Il existe peu de pays en Europe où la question du monument comme medium de la mémoire historique se soit posée de manière aussi aiguë et virulente qu’en Allemagne et en Autriche après 1945. Expressions de notre rapport éthique et politique à l’histoire, les débats interrogent la nécessité de la mémoire de la Shoah, l’usage possible des résidus encombrants du national-socialisme et du stalinisme ou encore de récents projets de reconstruction. Qu’est-ce qu’un monument « dit » ou « ne dit pas », et en quoi sa création, sa modification ou sa destruction engagent-elles notre avenir ? Les études de cas allemands et autrichiens rassemblées ici tentent une définition actuelle du monument, au-delà de son enracinement national.

Thomas Kirchner (Hrsg.), Sophie Raux (Hrsg.), Marlen Schneider (Hrsg.)

L'art de l’Ancien Régime: Sortir du rang !

Die Kunstgeschichte zum Ancien Regime befasste sich bislang hauptsächlich mit den wichtigsten Akteuren dieser Epoche, den „Schönen Künsten“, den gut dokumentierten Institutionen, Paris und anderen Hauptstädten sowie den europäischen Höfen. Das vorliegende Buch lädt dazu ein, diese Kunstgeschichte „von oben“ kritisch zu hinterfragen und traditionelle Methoden mit den Ansätzen anderer Disziplinen zu verknüpfen: mit der Sozialgeschichte, der Anthropologie, der materiellen und visuellen Kultur, der Wissenschafts- und Technikgeschichte, der Netzwerkanalyse und den Gender Studies. Das methodische und thematische Leitmotiv lautet „sortir du rang (aus der Reihe tanzen)“, um den historiografischen Rahmen zu überdenken, sich über den etablierten Kanon und die akademischen Normen hinwegzusetzen, Randbereiche zu erkunden und den Blick zu verlagern. Die achtzehn in diesem Band versammelten Beiträge beziehen sich auf ein breites Spektrum von Medien, Genres und Objekten und sind darauf ausgerichtet, die visuelle und materielle Kultur der Epoche in ihrer ganzen Fülle und Komplexität zu erfassen.

L’histoire de l’art de l’Ancien Régime s’est principalement focalisée sur les grands acteurs, les « beaux-arts », les institutions les mieux documentées, Paris, d’autres capitales et les cours. Le présent ouvrage invite à dépasser cette histoire « par le haut », en faisant dialoguer les cadres analytiques de l’histoire de l’art avec les approches de l’histoire sociale, de l’anthropologie, de la culture matérielle et visuelle, de l’histoire des sciences et des techniques, de la sociologie des réseaux et des études de genre. Revisiter les cadres historiographiques, défier les canons et les normes académiques, interroger les marges, décentrer le regard, en un mot « sortir du rang » – tel en est le fil conducteur méthodologique et thématique. Déployées autour d’un large éventail de médias, de genres, d’objets, les dix-huit contributions réunies dans ce volume s’attachent à saisir la culture visuelle et matérielle de l’époque dans sa richesse et sa complexité.

Florian Dölle

Paris und Versailles in Reisebeschreibungen deutscher Architekten um 1700: Pitzler, Corfey und Sturm

Die vorliegende Arbeit untersucht die Architekturrezeption in Reisebeschreibungen von drei deutschsprachigen Architekten zu Paris und Versailles um 1700: Christoph Pitzler, Lambert Friedrich Corfey und Leonhard Christoph Sturm. Dafür wurde eine in der kunsthistorischen Quellenanalyse neuartige quantitativ-qualitative Methode angewandt, bei der die Ermittlung der erwähnten Inhalte, das Vorgehen der Architekten bei der Beschreibung und die dafür verwendeten Quellen im Fokus stehen. Die umfangreichen Datenerhebungen und -interpretationen liefern zahlreiche neue Ergebnisse zur Architekturrezeption in den bislang kaum bearbeiteten Frankreichteilen sowie zur Genese der Reiseberichte.

Cette étude examine la réception de l'architecture dans les descriptions de voyage de trois architectes germanophones sur Paris et Versailles autour de 1700 : Christoph Pitzler, Lambert Friedrich Corfey et Leonhard Christoph Sturm. À cette fin, une méthode quantitative-qualitative, nouvelle dans l'analyse des sources de l'histoire de l'art, a été appliquée, qui se concentre sur la détermination des contenus mentionnés, l'approche des architectes à la description et les sources utilisées pour celle-ci. La collecte et l'interprétation approfondies des données fournissent de nombreux résultats nouveaux sur la réception de l'architecture dans les sections françaises qui n'ont guère été abordées jusqu'à présent, ainsi que sur la genèse des carnets de voyage.

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Julia Drost (Hrsg.), Hélène Ivanoff (Hrsg.), Denise Vernerey-Laplace (Hrsg.)

Arts et politiques: Le marché de l'art entre France et Allemagne de l'Entre-deux-guerres à la Libération

Kunst und Politik zwischen Deutschland und Frankreich vom Beginn der Zwischenkriegszeit bis 1945. Eine Serie von sechzehn Fallstudien über die Akteure des Kunstmarkts. Ein zur Zeit noch nie erforschter Blick über Handelsnetzwerke, Künstlerlaufbahnen und -sammlungen, über die transnationalen Verhältnisse zwischen Kunst und Politik.

Qui sont les acteurs du marché de l’art entre la France et l’Allemagne ? Quelle lecture politique peut-on faire de l’histoire des collections ? Alors que le début des années 1920 témoigne, après la rupture de la guerre, d’une reprise dynamique des échanges entre les deux États, ces derniers furent modifiés par l’instauration du nazisme à partir de 1933, puis l’Occupation de la France. À partir d’études de cas concernant des institutions culturelles, des réseaux marchands, ainsi que des parcours et collections d’artistes, les 15 contributions de cet ouvrage se consacrent aux réseaux transnationaux du marché de l’art de l’Entre-deux-guerres aux années suivant la Libération. Elles donnent à voir les enjeux et les implications politiques des transactions commerciales relatives aux œuvres d’art, mettant en lumière la complexité des rapports, encore largement inédits à ce jour, entre arts et politiques.

Manja Wilkens (Hrsg.), Yves Guignard (Hrsg.)

Wilhelm Uhde: Briefe an Freunde, Künstler und Kunsthändler; mit zwei unveröffentlichten Texten "Mona Lisa und Olympia" "Der Sammler"

Wilhelm Uhde war im besten Sinn des Wortes ein Dilettant: als Kunsthändler, wie als Kunsthistoriker und als Sammler. Vor dem Ersten Weltkrieg hatte er sich um die Pariser Avantgarde verdient gemacht, konzentrierte sich dann vor allem auf die Förderung der sog. Naiven Malerei. Er lebte ab 1904 mit weltkriegsbedingten Unterbrechungen in Paris. Das Buch publiziert Briefe an Händler und Freunde und zeichnet so die Situation eines überzeugten Europäers, zwischen den Nationen lebenden und Deutschen nach, dem die Nationalsozialisten die Staatsbürgerschaft aberkannten. Nach dem Zweiten Weltkrieg blieben ihm nur zwei Jahre; jetzt geriet zudem die abstrakte Malerei in sein Blickfeld.

Wilhelm Uhde était un dilettante dans le meilleur sens du terme : en tant que marchand d'art, historien de l'art et collectionneur. Avant la Première Guerre mondiale, il avait rendu des services exceptionnels à l'avant-garde parisienne. Entre-deux-guerres, il s'est concentré sur la promotion de la peinture dite naïve. Il vit à Paris à partir de 1904, avec des interruptions dues aux guerres mondiales. Le livre publie ses correspondances avec des collectionneurs, des amis. Il retrace par la même occasion le parcours d'un Européen convaincu, vivant entre les nations, déchu de sa citoyenneté allemande par les nationaux-socialistes. Après la Seconde Guerre mondiale, il ne reste à Uhde plus que deux ans à vivre ; la peinture abstraite arrive alors au cœur de ses préoccupations.

Jill Carrick (Hrsg.), Déborah Laks (Hrsg.)

Daniel Spoerri : Topographies: Networks of Exchange

Daniel Spoerris Arbeiten besetzen den Schnittpunkt mehrerer künstlerischer Trends und Tendenzen. Die meisten Kommentatoren seines Werks betrachteten ihn hingegen als Künstler des Neuen Realismus, und sein Werk wird oftmals auf die der Fallenbilder reduziert. Diese von der Kunstgeschichtsschreibung gefestigte Verengung, weitgehend von den klassifizierenden Bemühungen Pierre Restanys geprägt, entspricht jedoch nur einem kleinen Teil seines Werkes. Spoerris Filme, seine Lyrik, seine Bücher, die MAT-Editionen, seine Bedeutung als Organisator von Veranstaltungen und Ausstellungen sind Beispiele für die Vielfalt und Offenheit seiner Aktivitäten. In den 1960er Jahren stand er Fluxus und Zero nahe und legte den Grundstein für die Eat Art. Die Arbeit des Künstlers als Teil transnationaler Netzwerke zu verstehen, die verschiedene Disziplinen sowie theoretische und materielle Ansätze vereinen, legt es nahe, Spoerris Interaktionen mit den verschiedensten Akteuren der Zeit neu zu bewerten. Dieses Buch geht als Tagungsband des von Jill Carrick und Déborah Laks am 22. Und 23. Oktober 2018 am DFK Paris veranstalteten Kolloquiums "Topographien von Daniel Spoerri: der Künstler in seinen Netzwerken" diesen Fragen nach.

Le travail de Daniel Spoerri se situe au croisement de plusieurs courants et tendances artistiques. Pour la plupart des commentateurs, il est pourtant généralement abordé comme un artiste du Nouveau Réalisme, et son œuvre antonnée au Tableau-Piège. Cette place délimitée, forgée par une historiographie largement marquée par les efforts classificateurs de Pierre Restany, ne correspond en réalité qu’à une petite partie de son travail. Ses films, sa poésie, ses livres, les éditions MAT, ses activités d’organisateur d’évènements et d’expositions sont autant d’exemples de la diversité et de l’ouverture de ses champs de recherche. Dans les années 1960, il se rapproche de Fluxus et de Zero et pose les fondements du Eat Art. Son œuvre s’inscrit dans des réseaux transnationaux mêlant des disciplines, des approches théoriques et matérielles différentes, et il importe aujourd’hui de réévaluer ses interactions avec les différents acteurs de la période. Cet ouvrage constitue les actes du colloque « Topographies de Daniel Spoerri : l’artiste en ses réseaux » organisé au DFK Paris par Jill Carrick et Déborah Laks les 22 et 23 octobre 2018.

André Gunthert (Hrsg.), Thomas Kirchner (Hrsg.), Marie-Madeleine Ozdoba (Hrsg.)

Nouveaux médias: mythes et expérimentations dans les arts

Herausgegeben unter Mitwirkung von Sara Alonso Gómez, François Aubart, Juliette Bessette, Marie-Laure Delaporte, Claus Gunti, Caroline Marié, Julie Martin und Marie Vicet.
https://newmedia.dfk-paris.org/
Von den Anfängen des Films, über Videoinstallationen und kybernetische Kunst, bis hin zu den neuesten Virtual-Reality-Brillen: in kunstwissenschaftlichen und künstlerischen Beiträgen analysiert der Band die komplexen Beziehungen zwischen den Künsten und den neuen Medien. 
Die Beiträge distanzieren sich vom Mythos der Neuen Medien als Symbol von Modernität und widmen sich praxisbezogen, anhand künstlerischer Ansätze, den Herausforderungen, vor die uns die Neuen Medien stellen. Fern vom technologischen Determinismus, der am Beginn der Auseinandersetzung mit der medialen Entwicklung stand, erscheinen Medien und Technik vor allem im Licht des Gebrauchs, als Werkzeug zur Erforschung von Kunst und Kultur. Mit einem Schwerpunkt auf experimentelle Ausdrucksformen werden auch Strategien des Widerstandes beleuchtet, wenn es um den hegemonialen Einsatz des Visuellen geht. Exemplarisch wenden sich die Autor*innen dem neuerlichen Durchdenken des Kunstobjekts und der Publikumserfahrung, dem Hinterfragen der Museumspraxis und der Kritik am Stellenwert von Technologie zu.

Des débuts du cinéma jusqu’aux dispositifs de réalité virtuelle, en passant par l’art vidéo ou l’art cybernétique, les recherches en histoire de l’art qui explorent les relations entre les arts et les nouveaux médias questionnent aussi bien les ressources des formes expérimentales que les enjeux de la résistance à l’hégémonie visuelle.
Cet ouvrage prend ses distances avec la mythologie des nouveaux médias comme symbole de modernité, pour tenter d’en saisir les enjeux à travers les pratiques artistiques. Loin du déterminisme technologique qui a contribué à charpenter le domaine, médias et techniques apparaissent alors comme des outils d’investigation des arts et de la culture. Reconfiguration de l’objet artistique et de l’expérience des publics, interrogation des pratiques muséales, critique du rôle des technologies : vingt-quatre contributions scientifiques et artistiques déploient une géographie extensive de la recherche la plus récente.

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Thomas Kirchner (Hrsg.), Déborah Laks (Hrsg.), Elvan Zabunyan (Hrsg.)

L’art en France à la croisée des cultures

Dieses Buch versammelt die am DFK Paris im Rahmen des Jahresthemas 2016/17 – Die Kunst in Frankreich im transkulturellen Kontext - entstandenen Überlegungen und Diskussionen. Der intensive Austausch der Forscherinnen und Forscher über ihre jeweiligen Projekte hinaus beförderte die Befragung des Eurozentrismus, analysierte spezifische Ausformungen von Hegemonie und zeigte die Konsequenzen der Kolonialgeschichte auf. Wie das künstlerisch-intellektuelle Schaffen und das Engagement der Künstler sich in die Mobilitäten der Globalisierung einschreiben, arbeiten die Fallstudien zu afrikanischen, amerikanischen, asiatischen, europäischen und ozeanischen Kontexten heraus. Mit der Reflexion auf die Interdependenzen zwischen den beschriebenen Neupositionierungen und der Kunstgeschichte wird die Notwendigkeit deutlich, in der kunsthistorischen Analyse die Querpfade, Desorientierungen, das Fragmentarische und die Entwurzelungen anzuerkennen – hier und jetzt, hier und anderswo.

Cet ouvrage rassemble la somme des réflexions et discussions menée au DFK Paris dans le cadre du sujet annuel de 2016/17 « Les arts en France à la croisée des cultures ». Avec leur échange intensif, les chercheurs ont pu renforcer le questionnement de l’eurocentrisme ainsi que démontrer et analyser les différentes formes de l’hégémonie et les conséquences des histoires coloniales. En examinant des différentes études de cas dans les contextes africains, américains, asiatiques, européens et océaniens, il devient évident que la création et l’engagement artistiques et intellectuels appartiennent aux mobilités de la mondialité. Mettant en avant les interdépendances entre les repositionnements décrits et l'histoire de l'art, on comprend la nécessité de reconnaître dans l'analyse en histoire de l'art les chemins de traverse, les désorientations, le fragmentaire et les déracinements - ici et maintenant, ici et ailleurs.

Birgit Ulrike Münch (Hrsg.), Wiebke Windorf (Hrsg.)

Transformer le Monument funéraire: Möglichkeitsräume künstlerischer Überbietung des französischen Monuments im 18. und 19. Jahrhundert

Die durchaus originelle französische Skulptur im 18. und 19. Jahrhunderts wurde bislang zu oft lediglich im Kontext einer illustrierten Mentalitätsgeschichte thematisiert und dabei ihre Eigenständigkeit verkannt. Sicherlich trug auch die gewichtige Einschätzung Erwin Panofskys hierzu bei, der der Grabskulptur nach Bernini mangelnden Innovationsgeist attestiert hatte. Der vorliegende Band möchte hingegen die „Möglichkeitsräume“ ausloten, die zu einem tieferen Verständnis der Memorialkultur und ihrer Transformationen beitragen, und plädiert hierbei für eine Überwindung der starren Trennung in prä- und postrevolutionäre Kunst. Neben den Räumen des Monuments, die um 1800 durch den Wechsel des Begräbnisortes einem Wandel unterworfen waren, fragen die Beiträge nach den unterschiedlichen Öffentlichkeitssphären dieser Transformationen, nach der Innovationskraft des „aufgeklärten“ (Grab-)monuments und seinen neuen wie resilienten Funktionszuweisungen.

La sculpture française des XVIIIe et XIXe siècles, qui était en tout cas originale, n’a jusqu’à présent trop souvent été abordée que dans le cadre d’une histoire illustrée des mentalités, ne reconnaissant ainsi pas son indépendance. Certes, l’évaluation pesante d'Erwin Panofsky, qui avait attesté d’un manque d’esprit novateur dans la sculpture funéraire après Bernin, y a également contribué. Le présent volume se propose au contraire d’explorer les « espaces de possibles » permettant une meilleure compréhension de la culture du monument funéraire et de ses transformations ; il plaide ce faisant pour un dépassement de la stricte démarcation entre art pré- et postrévolutionnaire. Outre les espaces du monument, métamorphosés sous l’effet du changement de lieu des sépultures au tournant du XIXe siècle, les articles ici réunis interrogent les différentes sphères publiques de ces mutations, la puissance d’innovation du monument (funéraire) « éclairé », hérité des Lumières ou encore les nouvelles fonctions de résilience qui lui sont attribuées.

Jörg Ebeling (Hrsg.), Guillaume Nicoud (Hrsg.), Thorsten Smidt (Hrsg.)

Jérôme Napoléon - und die Kunst und Kultur im Königreich Westphalen / et l’art et la culture dans le Royaume de Westphalie: Kolloquiumsakten und Archive / Colloque et recueil d’archives

Das nur sechs Jahre existierende Königreich Westphalen unter dem jüngsten der Napoleoniden Jérôme Bonaparte (1784–1860) – bekannt als „König Lustik“ − ist ein Musterbeispiel für den künstlerischen wie kulturellen Transfer zwischen Frankreich und Deutschland. Die in diesem Band versammelten Texte gehen den Fragen des französischen Vorbilds und Einflusses sowie den lokalen Tendenzen der Assimilation oder der Abwandlung des vielfältigen Kulturlebens in der westphälischen Hauptstadt und seinen Provinzen nach. Sekundiert durch eine Auswahl der die Themen »Kunst und Kultur unter König Jérôme« betreffenden Archive in Deutschland und Frankreich, bietet sich ein entscheidendes Fundament für das genaue Ausloten des Verhältnisses von Zentrum und Peripherie im napoleonisch geprägten Europa.

 

Malgré ses six années d’existence, le royaume de Westphalie dirigé par le plus jeune des Napoléonides Jérôme Bonaparte (1784-1860), surnommé le « König Lustik », apparaît comme un exemple paradigmatique des transferts artistiques et culturels entre la France et l’Allemagne. Les textes réunis dans le présent volume explorent les modèles et influences françaises de même que les tendances locales à l’assimilation ou à la modification de la vie culturelle multiforme de la capitale westphalienne et de ses provinces. Étayée par une sélection d'archives conservée en Allemagne et en France traitant de la thématique de « l'art et de la culture sous le roi Jérôme Napoléon », cette étude aspire à fournir une base essentielle pour l'exploration précise de la relation entre centre et périphérie dans l'Europe napoléonienne.

Elke Seibert (Hrsg.), Agathe Cabau (Hrsg.), Markus A. Castor (Hrsg.)

Discovering/Uncovering the Modernity of Prehistory

The research field of prehistory and modernity is very topical in both French as well as German art history, though the traditions differ. In view of this historical situation, the conference’s goal (German Center for the History of Art Paris, 2017) was to raise awareness and initiate a dialog, which opened up new perspectives for all participants and generated innovative research. Prehistory, or primeval times, leads back to fundamental art historical questions: When did abstraction begin? What specific qualities of prehistoric artefacts contributed to solutions to artistic problems of the European avant-gardists like Picasso, Miró, Baumeister, Giacometti or Bataille? What is characteristic of prehistoric art as compared to other arts premiers? Work-related questions stood at the center of the discussions and revealed interdisciplinary connections and opened debates intended to inspire further research.

Julia Drost (Hrsg.), Fabrice Flahutez (Hrsg.), Martin Schieder (Hrsg.)

Le surréalisme et l’argent

Durch die zunehmenden Migrationsbewegungen im 20. Jahrhundert geprägt, entwickelte sich der Surrealismus zu einer einzigartigen – und in vielerlei Hinsicht wegweisenden – Kunstrichtung mit weltweiter Wirkung und Rezeption. Die vorliegende Publikation nimmt erstmals die Rollen von Künstlern, Händlern, Sammlern und Museen in den Netzwerken in den Blick, die den Surrealismus ausgehend von Paris in Europa als eine der großen Avantgarden des 20. Jahrhunderts konstituierten. 20 Essays rücken die verschiedenen Akteure des Kunstmarktes und des internationalen Kunstbetriebes mit Blick auf den Surrealismus in Europa von 1924 bis 1969 in den Mittelpunkt.

Julia Drost (Hrsg.), Fabrice Flahutez (Hrsg.), Anne Helmreich (Hrsg.), Martin Schieder (Hrsg.)

Networking Surrealism in the USA: Agents, Artists, and the Market

This volume brings the complex networks that fostered and sustained surrealism in North America into academic focus. Who — among collectors, critics, dealers, galleries, and other kinds of mediating agents — supported the artists in the surrealist orbit, in what ways, and why? What more can be learned about highprofile collectors such as the de Menils in Houston or Peggy Guggenheim in New York? Compared to their peers in Europe, did artists in the United States use similarly spectacular strategies of publicity and mediation? In what networks did the commercial galleries operate, locally and internationally, and how did they dialogue with museums? This book offers an innovative and lasting contribution to research and scholarship on the history of art in America, while focusing specifically on the expansion and reception of surrealism in the United States.

Thomas Kirchner (Hrsg.), Laurence Bertrand Dorléac (Hrsg.), Déborah Laks (Hrsg.), Nele Putz (Hrsg.)

Les Arts à Paris après la Libération: Temps et Temporalités

Der Band wirft neues Licht auf die Pariser Kunstwelt nach dem Zweiten Weltkrieg, ihre Akteure, (inter)nationalen Dimensionen und ästhetischen Spannungsfelder. Er vereint eine Auswahl an Beiträgen des Jahreskongresses 2014/2015 des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris sowie weitere Forschungsergebnisse dieses Jahres. Neben historiografischen Fragestellungen stellt der Band konkrete Fallbeispiele in den Mittelpunkt, in denen bekannte Protagonisten wie Giacometti, Picasso und Brassaï untersucht werden, aber auch neue Akteure, Institutionen und Medien vorgestellt sowie innovative Perspektiven entwickelt werden. Er leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Kunst der Nachkriegszeit.

Cet ouvrage porte sur le contexte artistique après la Libération, ses acteurs, ses dimensions (inter)nationales, ses enjeux esthétiques. Il réunit un choix d’interventions du congrès annuel 2014/2015 du Centre allemand d’histoire de l’art Paris ainsi que d’autres contributions liées au sujet de recherche de cette année. A l’intérêt historiographique de cette publication s’ajoute nombre d’études de cas précis, portant sur des protagonistes bien connus tels que Giacometti, Picasso et Brassaï, tout en introduisant d’autres acteurs, des institutions et medias variés ainsi que des perspectives novatrices. L’ouvrage constitue ainsi un apport important à la recherche sur la période de la Libération à Paris.

Thomas W. Gaehtgens (Hrsg.), Markus A. Castor (Hrsg.), Frédéric Bussmann (Hrsg.), Christophe Henry (Hrsg.)

Versailles et l'Europe: L’appartement monarchique et princier, architecture, décor, cérémonial

Der vorliegende Band untersucht den Einfluss eines der brillantesten Repräsentationsleistungen der Frühen Neuzeit auf die europäischen Höfe des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Versailler Schloss, ein „Showroom“, der die französischen Luxusgüter über die Grenzen hinaus bekannt und zum begehrten Gut machte, zog die Blicke aller Regenten der Zeit auf sich. Doch wenngleich von Künstlern und Kunsthandwerkern, die sich an den europäischen Höfen niederließen, zahlreiche Formen und Ideen übernommen wurden, darf die Beharrlichkeit der lokalen Traditionen dennoch nicht unterschätzt werden.

Beginnend mit einer Analyse des Versailler Appartements nach Form und Funktion wird das in Frankreich entwickelte Modell in seiner Bedeutung für die Konzepte des Appartements der europäischen Höfe betrachtet. Die Beiträge analysieren das Zusammenspiel von Architektur, Dekor und Zeremoniell und die besondere Bedeutung des Appartements für die höfische Repräsentation. Die räumliche Disposition tritt als komplexes Verweissystem hervor, das die Inszenierung der Macht und die Zugänglichkeit des Regenten bestimmte. Die Logik der Ausstattungssysteme erschließt sich nur in interdisziplinärer Betrachtung, die auch die sozialen und politisch--historischen Bedingungen berücksichtigt. Bereits vorhandene Traditionen der europäischen Häuser werden in diesem Prozess zwischen Übernahmen und Transformationen neu konfiguriert.

Der erste Teil widmet sich dem in Frankreich entwickelten Modell des Appartements und versucht die komplexe Entwicklung in Versailles bis 1701 nachzuvollziehen, in der die Chambre de Parade zum Herzstück des Schlosses wurde. Im zweiten Teil beleuchten die Fallstudien zu Residenzen der deutschsprachigen Länder den komplexen Austausch und die Vielfalt der heterogenen Lösungen. Mit Beiträgen zu einigen wesentlichen europäischen Höfen in England, Holland, Schweden, Polen, Spanien und Italien schließt die Studie ab.