John G. Younger

A bibliography for Aegean glyptic in the Bronze Age

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Beiheft 4

Ingo Pini (Hrsg.)

Henriette Baron, Falko Daim (Hrsg.)

A Most Pleasant Scene and an Inexhaustible Resource Steps Towards a Byzantine Environmental History
Interdisciplinary Conference November 17th and 18th 2011 in Mainz

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 6

Was wissen wir über die Umwelten, in denen sich das Byzantinische Reich im östlichen Mittelmeerraum entfaltete? Wie wurden sie wahrgenommen und wie prägten sich Mensch und Umwelt im Laufe des byzantinischen Jahrtausends (395-1453 n. Chr.) gegenseitig? Welche Zugangswege wurden bisher erprobt, um diese Wechselwirkungen zu ergründen? Und wie könnte eine weitere umweltgeschichtliche Forschungsagenda aussehen?
Diese Fragen standen im Zentrum einer interdisziplinären Tagung, die am 17. und 18. November 2011 in Mainz stattfand. Dieser Tagungsband versammelt Beiträge von Forschern, die sich diesen Fragen von ganz unterschiedlichen Blickwinkeln genähert haben. Sie richten ihr Augenmerk auf das Aussagepotenzial traditioneller wie auch »neuer« Quellen und Methoden der Byzantinistik und Byzantinischen Archäologie für diese bislang noch wenig ergründete Sphäre. Dabei wird sichtbar, wie eng die Umweltgeschichte mit klassischen Themen der Byzanzforschung – seien sie wirtschafts-, sozial- oder kulturgeschichtlicher Natur – verwoben ist.

 

Florian Ebeling (Hrsg.)

Aegyptiaca. Journal of the History of Reception of Ancient Egypt: Mnemohistory and Cultural Memory - Essays in Honour of Jan Assmann
Nr. 3 (2018)

Das Themenheft der Zeitschrift Aegyptiaca. Journal of the History of Reception of Ancient Egypt würdigt das wissenschaftliche Werk von Jan Assmann, der mit seinem Konzept der Gedächtnisgeschichte das methodische Fundament für die Erforschung der Geschichte der Ägyptenrezeption geschaffen hat. Die Beiträge in diesem Heft machen deutlich, wie sehr Kultur-, Musik- und Literaturwissenschaften, Philosophie, Religionsgeschichte oder Archäologie von Assmanns Studien zum kulturellen Gedächtnis angeregt wurden und bei aller Gelehrsamkeit dabei die Fachgrenzen überwinden und fröhliche Wissenschaft sein können.

Marc Brüssel

Altsprachliche Erwachsenendidaktik in Deutschland
Von den Anfängen bis zum Jahr 1945

Die Untersuchung versteht sich als erster systematischer Beitrag zur Erschließung der altsprachlichen Erwachsenendidaktik als bildungswissenschaftlicher Teildisziplin. Besonderes Augenmerk gilt dabei der Entstehungsgeschichte der im Wege von Universitätskursen und Ergänzungsprüfungen erworbenen Abschlüsse Latinum und Graecum. Einen weiteren Schwerpunkt des Buches bildet die Analyse historischer Lehrmittel für den altsprachlichen Erwachsenenunterricht und Selbstunterricht. Als empirisches Fallbeispiel für die Implementierung der universitären Anfängerkurse in Griechisch und Latein werden die Verhältnisse an der Berliner Universität bis 1945 gründlich untersucht.

 

Karla Kroeper, Marek Chłodnicki, Michał Kobusiewicz (Hrsg.)

Archaeology of Early Northeastern Africa
In Memory of Lech Krzyżaniak

Studies in African Archaeology, Band 9

  

Anastassios Ch. Antonaras

Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki
Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 2

Zum ersten Mal werden das Handwerk und Kunsthandwerk Thessalonikis, ehemals die zweitgrößte Stadt des byzantinischen Reiches nach Konstantinopel, untersucht und die archäologischen, historischen und epigraphischen Quellen ausgewertet.

Über 80 Jahre archäologische und lebenslange persönliche Forschungen zu 112 Ausgrabungen geben detaillierte Hinweise auf mindestens 16 Handwerke. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und umfasst auch Überblicke über die politische Geschichte und Topographie Thessalonikis für den Zeitraum der ersten 19 Jahrhunderte der Stadtgeschichte. Durch den bebilderten Katalog zu jeder Ausgrabungsstätte sowie Fundkarten eröffnet dieses Werk unbekannte Aspekte des Alltagslebens in der Antike, der frühchristlichen und byzantinischen Zeit.

Leicht veränderte Neuauflage zu Anastassios Ch. Antonaras: Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence von 2016

Anastassios Ch. Antonaras

Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki
Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 2

Zum ersten Mal werden das Handwerk und Kunsthandwerk Thessalonikis, ehemals die zweitgrößte Stadt des byzantinischen Reiches nach Konstantinopel, untersucht und die archäologischen, historischen und epigraphischen Quellen ausgewertet.

Über 80 Jahre archäologische und lebenslange persönliche Forschungen zu 112 Ausgrabungen geben detaillierte Hinweise auf mindestens 16 Handwerke. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und umfasst auch Überblicke über die politische Geschichte und Topographie Thessalonikis für den Zeitraum der ersten 19 Jahrhunderte der Stadtgeschichte. Durch den bebilderten Katalog zu jeder Ausgrabungsstätte sowie Fundkarten eröffnet dieses Werk unbekannte Aspekte des Alltagslebens in der Antike, der frühchristlichen und byzantinischen Zeit.

Der Titel wurde 2019 neu aufgelegt Anastassios Ch. Antonaras: Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence.

Jutta Meurers-Balke, Tanja Zerl, Renate Gerlach (Hrsg.)

Auf dem Holzweg … Eine Würdigung für Ursula Tegtmeier

Archäologische Berichte, Band 30

Im vorliegenden Band sind Beiträge von 36 AutorInnen zu verschiedenen Themenbereichen aus Archäologie, Archäobotanik, Archäozoologie, Dendroarchäologie und Experimenteller Archäologie zu Ehren von Dr. Ursula Tegtmeier zusammengetragen worden. Das breite Spektrum der Beiträge spiegelt die vielfältigen wissenschaftlichen Interessensgebiete der Jubilarin wider sowie die engen Kontakte, die Ursula Tegtmeier zu KollegInnen aus unterschiedlichen archäologischen Disziplinen pfegt.

Thomas Eser et al. (Hrsg.)

Authentisierung im Museum
Ein Werkstatt-Bericht

RGZM – Tagungen, Band 32

Museen sind Orte des »Originals« und »authentischer« Objekte. Aber was ist mit dem schillernden Begriff des Authentischen im musealen Bereich überhaupt gemeint? Können Kopien, wenn schon keine Originale, so doch authentische Objekte sein? Ist Authentizität eine Eigenschaft der Dinge oder eine Zuschreibung durch Museumsmacher? Und welche Rolle spielen Authentizität und Aura für die Besucher und Nutzer unterschiedlicher Museen?
Der vorliegende Band schlägt einen neuen Weg bei der Beantwortung dieser Fragen ein: Er untersucht Praktiken des Authentisierens im Museum. Thematisiert wird, wie Sammlungslogiken und Auswahlprozesse, wissenschaftliche Forschung, restauratorische und konservierende Praktiken sowie Ausstellungspräsentationen und Vermittlungsperspektiven Dinge authentisieren, auratisieren und sakralisieren. Oder aber umgekehrt ehemalige Gewissheiten infrage stellen und das zunächst als authentisch Angesehene dekonstruieren. Insofern schaffen Museen nicht nur historische Authentizität, sondern sie zerstören sie auch, indem alte Zusammenhänge verändert und neue kreiert werden – etwa wenn Gebrauchs- oder Fundzusammenhänge in eine Ausstellung überführt oder modifiziert werden.
Der Band gibt Einblicke in archäologische, kultur- und zeithistorische, technik- und naturkundliche Museen und ihren Umgang mit dem Authentischen. Er geht auf aktuelle Forschungen des Leibniz-Forschungsverbunds Historische Authentizität und seiner beteiligten Institutionen zurück und will zugleich dafür sensibel machen, in der kuratorialen Praxis die Chancen und Hürden beim Operieren mit dem Authentizitätsbegriff stärker wahrzunehmen.

Barbara Kraus

Befund Kind
Überlegungen zu archäologischen und anthropologischen Untersuchungen von Kinderbestattungen

Archäologische Berichte, Band 19

Gräber gehören zu den wichtigsten Quellen in der Ur- und Frühgeschichtsforschung. Die Entscheidung, menschliche Überreste zu bergen und mit Blick auf ein bestimmtes archäologisches Erkenntnisinteresse auszuwerten, kann nur auf der Basis einer genauen Kenntnis naturwissenschaftlicher Methoden und ihren Möglichkeiten und Grenzen erfolgen. Gerade die Anwendung invasiver Verfahren erfordert besondere Sorgfalt.

Eine Modifizierung der Methoden, die bei der Befundung der Überreste von Erwachsenen praktikabel sind, reicht nicht aus, um die reifungsbedingt unterschiedliche Ausprägung befundbarer Merkmale (verstorbener) Kinder angemessen zu berücksichtigen.

Auch die Nutzbarkeit schriftlicher Quellen mittels Analogieschluss unterliegt bestimmten Kriterien, die den Problemen der Anwendbarkeit anthropologischer Methoden strukturell ähneln können.

Mit dem vorliegenden Überblick archäologischer und anthropologischer Verfahren zur Befundung physischer Überreste von Kindern und ihrer Bewertung soll ein Beitrag zur Methodologie geleistet werden.

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Fünfter Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 5

In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 21/7, 1936, Seiten 357-492

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Vierter Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 4

  In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 20/5, 1935, Seiten 209-296

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Dritter Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 3

In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 19/2, 1934, Seiten 97-184

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
II. Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 2

In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 16/6, 1931, Seiten 175–234

August Stieren (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Fundchronik für Westfalen und Lippe über die Jahre 1937-1947

Bodenaltertümer Westfalens, Band 7

  

August Stieren (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Die Funde von Haltern seit 1925

Bodenaltertümer Westfalens, Band 6

  

August Stieren (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Ein Bericht über Grabungen und Funde für die Jahre 1925 bis 1928

Bodenaltertümer Westfalens, Band 1

  

Matthias Fröhlich

Burg und Bergbau im südlichen Schwarzwald
Die Ausgrabungen in der Burg am Birkenberg (Gde. Bollschweil-St. Ulrich)

Archäologie und Geschichte – Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 20

In vielen Tälern des Südschwarzwaldes finden sich heute meist unzugängliche Stollen und Schächte, die Zeugnis von dem hier im Mittelalter betriebenen Bergbau auf Silber geben. In der älteren Literatur werden diese Reviere oft in Verbindung mit nahe gelegenen Burgen gebracht, in der Annahme, dass die lokalen Bergherren von dort die Gewinnung der Erze und deren Aufbereitung überwacht hätten. Am rund 10 km südlich von Freiburg im Breisgau gelegenen Birkenberg konnten im Rahmen des durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts „Burg & Bergbau“ erstmals die Überreste einer Burganlage ergraben werden, bei der sowohl die urkundliche Überlieferung, als auch die archäologischen Zeugnisse einen solchen Zusammenhang sicher belegen. Die Forschungsergebnisse werden mit diesem Band vorgelegt.

Lech Krzyżaniak, Karla Kroeper, Michał Kobusiewicz (Hrsg.)

Cultural Markers in the Later Prehistory of Northeastern Africa and Recent Research

Studies in African Archaeology, Band 8

  

Ilias Valiakos

Das Dynameron des Nikolaos Myrepsos
Erstedition

Das Dynameron des Nikolaos Myrepsos wird zum ersten Mal nach acht Jahrhunderten kritisch ediert. Es ist ein für die byzantinische und frühneuzeitliche Medizin- und Pharmaziegeschichte grundlegender Text und steht in einer langen Tradition von Handbüchern, wie es sie bereits seit der Antike gegeben hat. Der Text enthält als Folge seiner Entstehungsgeschichte, Wörter aus allen Phasen der griechischen Sprache, dazu auch Fremd- und Lehnwörter aus dem Persischen, Arabischen und Lateinischen. Der Text war schon aus der lateinischen Übersetzung bekannt und hat mit seinen Rezepten zur Erstellung der ersten abendländischen Pharmaziehandbücher beigetragen, der bekannten Pharmacopoeia.

Ruben Neidinger

Das Erbe des Minos
Die Überbauung minoischer Ruinen im dorischen Kreta

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 7

Das Interesse der archäologischen Forschung zu und auf der Insel Kreta hat sich seit den Ausgrabungen von Knossos durch Arthur Evans stets auf die dort entdeckte Zivilisation der minoischen Bronzezeit konzentriert. Die nachfolgenden Epochen von der frühen Eisenzeit bis in die römische Kaiserzeit wurden dagegen oft in weitaus geringem Ausmaß erforscht, unter anderen deshalb, weil ihre Befunde nicht mit den spektakulären Monumenten der übrigen griechischen Welt konkurrieren konnten und Kreta in diesen Phasen seiner Geschichte keine bedeutende historische Rolle gespielt zu haben scheint. Daher haben Gebäuden aus den späteren, dorischen Epochen der Insel, die teilweise direkt auf den Mauern der bronzezeitlichen Strukturen sitzen, weitaus geringere Aufmerksamkeit erfahren als die minoischen Befunde. Die vorliegende Arbeit plant diese Forschungslücke ein Stück weit zu schließen, die einzelnen Befunde, in denen eine Überbauung minoischer Strukturen durch spätere Architektur ab der geometrischen Zeit bis in die römische Kaiserzeit vorliegt, zusammenzutragen und erstmals in einer Gesamtübersicht darzustellen und zu interpretieren. Hierbei wird sich zeigen, dass die Überbauungen vor allem aus der geometrischen-(früh)archaischen und aus der hellenistischen-römischen Zeit stammen. Ihre Interpretation versucht dieses Phänomen in den Kontext der historischen Entwicklung Kretas in diesen Epochen zu stellen und nachzuweisen, dass die Überbauung minoischer Gebäude absichtlich aus einem bestimmten Grund geschah. Vor allem die zahlreichen Heiligtümer im Umland der Städte, könnten darauf hindeuten, dass es hier um die Beanspruchung von Territorium ging. Im Zusammenhang mit den Palästen soll auch die Bedeutung der Mythen um König Minos im dorischen Kreta untersucht werden. Inwieweit hier die minoische Kultur von den späteren Kretern als ihre Vorfahren wahrgenommen wurden, wird ebenfalls diskutiert.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Tafeln/Katalog

Monographien des RGZM, Band 122,4

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Tafeln/Katalog

Monographien des RGZM, Band 122,3

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Intention, Abfall oder Zufall – naturwissenschaftliche Untersuchungen

Monographien des RGZM, Band 122,2

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Archäologie, Geschichte, Grabbrauch

Monographien des RGZM, Band 122,1

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Neslihan Asutay-Effenberger, Falko Daim (Hrsg.)

Der Doppeladler
Byzanz und die Seldschuken in Anatolien vom späten 11. bis zum 13. Jahrhundert

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 1

Das nach der für die Byzantiner vernichtenden Schlacht bei Manzikert 1071 im zuvor byzantinischen Anatolien entstandene Reich der Rum-Seldschuken war bis zu seiner Auflösung Anfang des 14. Jahrhunderts der wichtigste Nachbar der Byzantiner an ihrer Ostgrenze. Das Reich der Rum-Seldschuken vereinte Seldschuken wie griechisch-orthodoxe Einwohner und stand schon daher in einem intensiven Kontakt mit Byzanz, der sich vor allem in Handel, im Austausch von Kunstschaffenden und in Eheschließungen manifestierte. Diese sozialen und politischen Beziehungen sowie die durch ethnische und religiöse Toleranz geprägte Koexistenz der verschiedenen Völkerschaften innerhalb des Seldschukenreiches waren Grundlage für große Kunst. Gleichwohl wissen wir heute nur wenig über die Rum-Seldschuken und ihr Interagieren mit den Byzantinern, sodass bisweilen der Eindruck vorherrscht, es habe kaum einen kulturellen Austausch gegeben.
Der Tagungsband legt die Ergebnisse einer interdisziplinären Tagung vor, die vom 1. bis  zum 3. Oktober 2010 im Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz stattfand, um diesem Eindruck die Grundlage zu entziehen und um eine Diskussion über die Probleme der byzantinisch-seldschukischen Beziehungen zu eröffnen.

Mirko Geisendorf

Der eisenzeitliche Siedlungsplatz von Schwerte-Wandhofen (Kreis Unna)

Archäologische Quellen, Band 2

Im Frühjahr 2017 wurde im Zuge einer archäologischen Ausgrabung durch die Firma ARCHBAU in Schwerte-Wandhofen (Kreis Unna, NRW) ein ungewöhnlicher Siedlungsplatz aus der Eisenzeit (ca. 8. – 1. Jh. v. Chr.) freigelegt, der für die Besiedlungs- und Heimatgeschichte des östlichen Ruhrgebietes von großer Bedeutung ist. Bei der durch einen Investor finanzierten Ausgrabung wurden für Westfalen bisher einmalige Befunde aufgedeckt: ein ungewöhnlicher 18-Pfosten-Bau und ein sehr großer Erdofen. Der Ausgräber Mirko Geisendorf deutet seine Beobachtungen in Summe so, dass hier vermutlich eine größere Personengruppe aus dem näheren Umland zusammenkommen konnte, um Hochzeiten, Geburten oder religiöse Festlichkeiten abzuhalten. Die vorliegende Publikation macht die Grabungsergebnisse schnell und knapp der Öffentlichkeit zugänglich. Das Buch ist sowohl gedruckt als auch im Open Access zugänglich.

Andrea Lorenz

Der spätbronzezeitliche Hortfund von Stadtallendorf unter besonderer Berücksichtigung seiner Gläser

Archäologische Berichte, Band 20

Der Hortfund von Stadtallendorf bei Marburg liegt isoliert am Nordrand der süddeutschen Urnenfelderkultur. Er zählt zu jenen Depots der Spätbronzezeit, die durch eine einzigartige Zusammensetzung auffallen. Diese zeichnet sich primär durch die große Typenvielfalt der deponierten Glasperlen aus.

Die vorliegende Studie untersucht die Perlen anhand von Mikrosonden-Analysen im Hinblick auf ihre chemische Zusammensetzung. So klären sich Fragen hinsichtlich der benutzten Rohstoffe und deren Mixtur sowie des kulturellen Ursprungs der Gläser. Darüber hinaus beinhaltet die Arbeit eine komplette Neuvorlage des 1943 entdeckten Fundes.

Artemis Onassoglou

Die >Talismanischen< Siegel

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Beiheft 2

Ingo Pini (Hrsg.)

CMS Beiheft 2 publiziert die Erkenntnisse aus Artemis Onassoglous Dissertation zur Gattung der sogenannten „talismanischen Siegel“. Dabei handelt es sich um eine ikonographische Zuweisung einer Gruppe von Siegeln mit stereotypen Motiven (i.d.R. Gegenstände oder Tiere) und einigen für den modernen Betrachter schwer- oder unverständlichen Darstellungen. Sie stimmen in ihrem schlichten linearen Stil überein. Onassoglou zeigt auf, dass die Siegel für die breite Masse gearbeitet waren, was unter anderem an der Einheitlichkeit des Motivrepertoires und dem großen Umfang der Gruppen talismanischer Siegel festgemacht wird. Beiheft 2 beginnt mit einem forschungsgeschichtlichen Kapitel, gefolgt von einer Darstellung der Motivgruppen und Untergruppen. Des Weiteren wird die Bearbeitungstechnik der Siegel dargelegt und der sogenannte Cut Style vorgestellt.

Birgit Herren

Die alt- und mittelneolithische Siedlung von Harting-Nord, Kr. Regensburg/Oberpfalz
- Befunde und Keramik aus dem Übergangshorizont zwischen Linearbandkeramik und Südostbayerischem Mittelneolithikum (SOB)

Archäologische Berichte, Band 17

Im Unterschied zu allen bis dato untersuchten Fundplätzen Niederbayerns ist in Harting-Nord der Übergang von Alt- zu Mittelneolithikum erfasst. Im Altneolithikum stehen die Hausgrundrisse und Gefäße noch ganz in linearbandkeramischer Tradition.

Die Untersuchungen von Birgit Herren zeigen, dass sich mit zunehmendem Kontakt zu der in Böhmen und im Elbe-Saale-Gebiet entstandenen Stichbandkeramik entsprechende Kulturelemente auch in Harting-Nord niederschlagen: Der sukzessive, kontinuierliche Wandel von Linearbandkeramik zum älteren Südostbayerischen Mittelneolithikum (kurz SOB I) ist sowohl in den Hauskonstruktionen und den Gefäßformen als auch im Verzierungsstil anschaulich nachzuvollziehen. Die Siedlungsstruktur ändert sich hingegen nicht. Die neolithische Siedlung von Harting-Nord endet vor dem Einsetzen des regionalen Verzierungsstils im SOB II.

Gamal el-Deen Idris

Die Altsteinzeit im Sudan

Archäologische Berichte, Band 4

Gamal el Deen Idris stellt in seiner Dissertation die paläolithischen Funde aus dem Sudan zusammen, die aus der Literatur bis 1992 bekannt waren. Außerdem werden Funde der Sahara-Expeditionen des Kölner Institutes für Ur- und Frühgeschichte beschrieben und ausgewertet. Forschungsgeschichte und Typochronologie des Paläolithikums im Sudan bilden die Schwerpunkte der Arbeit. Ein umfangreicher Katalog der Fundstellen und Inventare macht dem interessierten Leser diese frühe Epoche einer zuvor wenig beachteten Region Afrikas zugänglich.

Klaus Günther

Die Altsteinzeitlichen Funde der Balver Höhle

Bodenaltertümer Westfalens, Band 8

  

Esther Widmann

Die Archäologie des Haushalts in der kretischen Neupalastzeit
Archäologische und ikonographische Zeugnisse zum alltäglichen Bereich

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 1

Die vorliegende Arbeit stellt die 'einfachen' Haushalte in den Mittelpunkt, die in der minoischen Archäologie oftmals zugunsten der großen Villen und Paläste vernachlässigt werden. Eine große Zahl von Hausbefunden verdeutlicht, daß die Masse der minoischen Bevölkerung eben nicht in den Villen und Palästen, sondern in bescheideneren Bauten lebte und, wie gezeigt wird, auch dort arbeitete. Der Haushalt als soziale Einheit und die hauswirtschaftlichen Aktivitäten, die im Rahmen dieser Einheit zum Alltag gehörten, werden dargestellt. Dies kann nur auf der Basis der ergrabenen Wohnhäuser und der darin gemachten Einbauten und Funde geschehen. Eine theoretische Erläuterung der Erforschung von Haushalten in der Archäologie geht dem chronologisch geordneten Hauptteil voran. Im Hauptteil werden Befunde der Vor- und Altpalastzeit angerissen, der Schwerpunkt liegt auf der Neupalastzeit. Wohnhäuser verschiedener Größe und in unterschiedlichen Siedlungskontexten (palatial, nichtpalatial, freistehend, aneinandergrenzend) werden beschrieben und ausgewertet. Ein aufgrund der spärlichen Quellenlage sehr viel weniger umfangreicher Teil befaßt sich mit den ikonographischen Zeugnissen, die Aufschluß über Haushalt und Alltag geben können. Eine umfassende Auswertung erweitert die Perspektive auf das Wirtschaftssystem der Haushalte und damit der minoischen Gesellschaft. Es zeigt sich, daß die unbedingte Voraussetzung für eine lohnende Erforschung archäologischer Haushalte eine detaillierte Dokumentation des Hausbefundes ist. Selbst dann können jedoch über die soziale Dimension des Haushaltes, seine Größe und Zusammensetzung, kaum Aussagen getroffen werden.

Guido Nockemann

Die bandkeramische Siedlungsgruppe Weisweiler 107 / Weisweiler 108 im Schlangengrabental
Band 2. Anhang und Tafeln

Archäologische Berichte, Band 29

Die Aldenhovener Platte liegt seit über 40 Jahren im Fokus der Bandkeramik-Forschung. Im Vorfeld der rheinischen Braunkohletagebaue wurden und werden zahlreiche Grabungen und Prospektionen durchgeführt. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Auswertung der archäologischen Funde und Befunde der bandkeramischen Siedlungsgruppe Weisweiler 107/Weisweiler 108 im Schlangengrabental der Aldenhovener Platte. Ziel der hier vorgelegten Untersuchung ist zum einem die Dokumentation und Vorlage der bandkeramischen Hinterlassenschaften und zum anderen die Herausarbeitung der Besonderheiten und Charakteristika der Siedlungsgruppe Weisweiler 107/Weisweiler 108 sowie die Klärung ihrer kulturhistorischen Position und Funktion in der rheinischen Bandkeramik. Hierzu werden ihre Hinterlassenschaften untersucht und mit anderen Siedlungen verglichen. Des Weiteren wird die Chronologie der Siedlungsgruppe vorgestellt und ihre Rolle in verschiedenen Netzwerken (Keramikverzierungen, Weitergabe von Silexartefakten etc.) analysiert. Damit schließt diese Arbeit eine Lücke, denn nun liegen alle bisher bekannten bandkeramischen Siedlungen im Schlangengrabental vor und werden in dieser Arbeit zusammenfassend betrachtet. Band 2 dokumentiert die Datengrundlagen der Untersuchungen.
Band 1 stellt die Analysen und ihre Ergebnisse vor.

Guido Nockemann

Die bandkeramische Siedlungsgruppe Weisweiler 107 / Weisweiler 108 im Schlangengrabental
Band 1. Dokumentation und Auswertung

Archäologische Berichte, Band 28

Die Aldenhovener Platte liegt seit über 40 Jahren im Fokus der Bandkeramik-Forschung. Im Vorfeld der rheinischen Braunkohletagebaue wurden und werden zahlreiche Grabungen und Prospektionen durchgeführt. Dieses Buch beschäftigt sich mit der Auswertung der archäologischen Funde und Befunde der bandkeramischen Siedlungsgruppe Weisweiler 107/Weisweiler 108 im Schlangengrabental der Aldenhovener Platte. Ziel der hier vorgelegten Untersuchung ist zum einem die Dokumentation und Vorlage der bandkeramischen Hinterlassenschaften und zum anderen die Herausarbeitung der Besonderheiten und Charakteristika der Siedlungsgruppe Weisweiler 107/Weisweiler 108 sowie die Klärung ihrer kulturhistorischen Position und Funktion in der rheinischen Bandkeramik. Hierzu werden ihre Hinterlassenschaften untersucht und mit anderen Siedlungen verglichen. Des Weiteren wird die Chronologie der Siedlungsgruppe vorgestellt und ihre Rolle in verschiedenen Netzwerken (Keramikverzierungen, Weitergabe von Silexartefakten etc.) analysiert. Damit schließt diese Arbeit eine Lücke, denn nun liegen alle bisher bekannten bandkeramischen Siedlungen im Schlangengrabental vor und werden in dieser Arbeit zusammenfassend betrachtet. Band 1 stellt die Analysen und ihre Ergebnisse vor.
Band 2 dokumentiert die Datengrundlagen der Untersuchungen.

Falko Daim (Hrsg.)

Die byzantinischen Häfen Konstantinopels

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 4

Die Geschicke des byzantinischen Konstantinopel waren stets untrennbar mit dem Meer verbunden. Die topographische, demographische und wirtschaftliche Entwicklung der Stadt spiegelt sich in der Geschichte ihrer Häfen, die erstmalig im vorliegenden Band in ihrer Gesamtheit behandelt wird.
Zwölf Untersuchungen zu den Häfen und Anlegestellen der Stadt am Marmarameer und am Goldenen Horn – aber auch zu jenen in ihrem europäischen und asiatischen Vorfeld – schaffen unter Auswertung schriftlicher, bildlicher und archäologischer Quellen eine Synthese des aktuellen Forschungsstandes

Karl-Ernst Behre (Hrsg.)

Die chronologische Einordnung der paläolithischen Fundstellen von Schöningen

Forschungen zur Urgeschichte aus dem Tagebau Schöningen, Band 1

Die Aufdeckung eines Jagdlagers im Braunkohlen-Tagebau von Schöningen mit den ältesten Speeren der Welt hat sowohl in der Wissenschaft als auch in der breiten Öffentlichkeit eine große Resonanz gefunden. Daneben stellt die Grube ein Fenster in die Vergangenheit dar, das über mehrere Hunderttausend Jahre den geologischen Ablauf und die Umweltgeschichte aufzeigt.

Die riesigen geologischen Aufschlüsse und die archäologischen Ausgrabungen haben Schöningen zu einem Schlüsselgebiet für die gesamte mitteleuropäische Eiszeitalterforschung gemacht. In dem ersten Band der neuen Reihe zu diesem Fundplatz werden in sieben Beiträgen die Untersuchungsergebnisse der beteiligten Disziplinen zum zeitlichen Ablauf des Mittelpleistozäns vorgelegt. Vier weitere Beiträge stellen die Ergebnisse aus Schöningen in den größeren Kontext Mitteleuropas, für dessen zeitliche Gliederung sie große Bedeutung haben.

Melanie Eigen

Die eisenzeitliche und römische Siedlung von Tönisvorst‐Vorst (Kreis Viersen)

Archäologische Quellen, Band 1

Das Buch publiziert in einer neuartigen Weise die archäologische Ausgrabung in Tönisvorst-Vorst (Kreis Viersen, Nordrhein-Westfalen) vom Sommer 2015, bei der eine eisenzeitliche (ca. 7. – 1. Jh. v.Chr.) und eine ihr folgende ländliche römische Siedlung (ca. 1. – 3. Jh. n.Chr.) freigelegt wurden. Es handelt sich um eine vom Investor finanzierte Ausgrabung, die von der Firma Archbau ausgeführt wurde. Finanzielle Mittel für eine vertiefte wissenschaftliche Auswertung der Grabung waren nicht vorhanden. Statt die Dokumentation nun wie üblich ausschließlich dem zuständigen staatlichen Archiv zu übergeben, wird sie mit dieser Publikation samt einer sehr knappen Analyse öffentlich zugänglich gemacht. So können Fachkolleginnen und -kollegen, die an verwandten Themen forschen, sich leicht und schnell informieren, was in Tönisvorst-Vorst ergraben wurde, mit den Ergebnissen weiterarbeiten und über die Fundstelle forschen. Bürgerinnen und Bürger aus der Region können sich mittels des vorliegenden Bandes über die Geschichte ihrer Heimatregion informieren.

Zugehörige Forschungsdaten finden Sie unter nachstehendem Open Data-Link:

http://dx.doi.org/10.11588/data/UWPXVH

Victor Ernest Glenoce Kenna

Die Englischen Museen II

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 7

Friedrich Matz, Hagen Biesantz (Hrsg.)

Siegel, die in fünf englischen Museen aufbewahrt werden, sind in CMS VII veröffentlicht. Die Mehrheit der im Band aufgenommenen Siegel stammt aus der Sammlung des Britischen Museums. Diese Siegel sind vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jh. von verschiedenen Sammlern zusammengetragen worden.  Die restlichen im Band veröffentlichten Siegel werden im Fitzwilliam Museum, Manchester University Museum, City of Liverpool Museum und City of Birmingham Museum aufbewahrt. Der Band enthält mittelminoische, spätminoische und späthelladische Siegel. 

Victor Ernest Glenoce Kenna

Die englischen Privatsammlungen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 8

Friedrich Matz, Hagen Biesantz (Hrsg.)

Der Band enthält vorwiegend minoische aber auch einige späthelladische Siegel, die bis 1966 in Privatsammlungen in Großbritannien aufbewahrt wurden. Die Siegel sind Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts durch Ankauf oder Schenkung in die Sammlungen gekommen und sind daher ohne Fundplatz- bzw. Kontextangaben. Viele der Privatsammlungen, in denen die Siegel zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Bandes aufbewahrt wurden, sind  mittlerweile aufgelöst. Wenn die neuen Aufbewahrungsorte der Siegel heute bekannt sind, ist die Information in der CMS Datenbank in ARACHNE zu finden.

Ariane Elisabeth Tatas

Die figürlichen Grabstelen im römischen Thessaloniki

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 5

„Ταῦτα, φίλοι ∙ μετὰ ταῦτα τί | γὰρ πλέον; οὐκέτι ταῦτα. |στήλλη ταῦτα λαλεῖ καὶ λί|θος ∙ οὐ γὰρ ἐγώ“. Mit diesen Worten kommt ein Grabepigramm des 3. Jhs. n. Chr. aus Eumeneia in Phrygien zu einem Abschluss. Gewinnt man bei den ersten Worten noch den Eindruck der Tote wende sich ein letztes Mal an den Passanten und Betrachter seiner Grabstele, so versteht sich von selbst, dass man enttäuscht werden muss. Denn welche Hoffnungen oder Befürchtungen unser Gaius auch immer an das Jenseits knüpfte, gewiss bleibt nur, dass wir ihn nicht mehr zum Sprechen bringen werden. In diesem Sinn sei hier ein Versuch  gewagt, doch zumindest die Sprache der Grabsteine, in Wort und Bild, zu deuten. So befasst sich die vorliegende Arbeit mit der Untersuchung der figürlichen Grabstelen der Stadt Thessaloniki und ihrer chora in römischer Zeit, das heißt in erster Linie vom frühen 1. Jh. v. Chr. bis gegen Ende des 3. Jhs. n. Chr.2. Ziel war es dabei, das komplette Material aufzunehmen.

Karl Weber

Die Formierung des Elsass im Regnum Francorum
Adel, Kirche und Königtum am Oberrhein in merowingischer und frühkarolingischer Zeit

Archäologie und Geschichte – Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 19

Die vorliegende Arbeit untersucht die Entstehung des Elsass im frühen Mittelalter. Die Landschaft verdankt ihr Profil dem Wirken der merowingischen und frühkarolingischen Könige sowie den Inhabern königlicher Ämter aus dem Adel. Als Herzöge, Bischöfe und Grafen gaben sie dem Elsass ein Gesicht. Eine zentrale Rolle spielten dabei die zahlreichen Klostergründungen der adligen Familien. Ausgeleuchtet wird in dieser Studie, wie sich die Institutionen des Bistums und Herzogtums am Oberrhein durch die Tätigkeit der königlichen Amtsträger vor Ort etablierten.

Alfons Zettler, Helmut Schlichtherle

Die frühen Klosterbauten der Reichenau
Ausgrabungen - Schriftquellen - St. Galler Klosterplan

Archäologie und Geschichte – Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 3

Das Kloster Reichenau, im Jahr 724 von Bischof Pirmin gegründet, entwickelte sich während des 8. Jahrhunderts zu einer KuIturstätte ersten Ranges im Fränkischen Reich. Ausgestattet mit einer berühmten Bibliothek und einer weithin bekannten Schule, zählte die Augia zu den herausragenden geistigen Zentren im frühmittelalterlichen Europa. Alfons Zettler hat in jahrelangen Forschungen die frühe Baugeschichte der Klosteranlagen rekonstruiert. Seine Untersuchungen schöpfen aus vielen Schrift- und Bildquellen. Im Mittelpunkt stehen jedoch die archäologischen Beobachtungen, die der Autor von 1970 bis 1984 vor Ort vorgenommen hat. Eingehend erörtert er anhand der Grabungsbefunde die Entwicklung von Wirtschaftsgebäuden, Wohntrakten und Kirchen des Klosterbezirks. Karten, Pläne, historische Ansichten und Photographien begleiten den Text. Ein Anhang enthält Grabungsdokumentationen und Bemerkungen von Helmut Schlichterle zur urgeschichtlichen Besiedlung des Klosterplatzes. Das Buch vermittelt wichtige Erkenntnisse der modernen Mittelalterarchäologie und gibt einen faszinierenden Einblick in das Alltagsleben einer frühmittelalterlichen Mönchsgemeinschaft.

Zöller Sebastian

Die Gesellschaft der frühen „Dunklen Jahrhunderte“ auf Kreta
Eine Untersuchung der archäologischen Hinterlassenschaften der Bevölkerung Kretas während der Spätminoisch IIIC und Subminoischen Zeit im Bezug auf ihre soziale Aussagekraft und Bedeutung

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 2

Im Rahmen der hier vorgelegten Arbeit „Die Gesellschaft der frühen ‚Dunklen Jahrhunderte’ auf Kreta“ soll der Versuch unternommen werden, ein Bild der gesellschaftlichen Strukturen auf Kreta zu dieser Zeit zu erstellen. Dabei steht die Untersuchung der archäologischen Quellen und Hinterlassenschaften der kretischen Bevölkerung im Mittelpunkt, um Fragen nach der Stratifizierung der Gesellschaft nachzugehen und die politische Situation auf der Insel zu klären. Auch werden Aspekte der Wirtschaft und des Handels, sowie der Religion und des Kultes als Bestandteile des alltäglichen Lebens betrachtet, soweit sie archäologisch fassbar sind. Die chronologische Spanne der bearbeiteten Epoche umfasst die Phase Spätminoisch IIIC und die Subminoische Zeit, also den Abschnitt der kretischen Prähistorie nach dem endgültigen Zusammenbruch der mykenischen Palastkultur um 1200 v. Chr., die nach der Zerstörung der minoischen Paläste um 1490 v. Chr, auch die Kontrolle über die Insel Kreta innehatte. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen spiegeln gleichermaßen ein Bild von Kontinuität und Wandel wider, welches alle Bereiche des täglichen Lebens betrifft. Der Hauptteil der Arbeit enthält einen umfassenden Katalog aller chronologisch relevanten Fundorte der Insel und die Auswertung der archäologischen Quellen in Bezug zu ihrer sozio-politischen Aussagekraft und Bedeutung während einer noch immer spärlich untersuchten Epoche der kretischen Frühgeschichte.

Sebastian J. Pfeifer

Die Geweihfunde der magdalénienzeitlichen Station Petersfels
Eine archäologisch-taphonomische Studie

Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg, Band 3

Die Magdalénienstation Petersfels (Lkr. Konstanz) zählt mit ihrem umfangreichen lithischen und organischen Inventar zu den bedeutendsten altsteinzeit lichen Fundstellen Mitteleuropas. Die vorliegende Studie behandelt die spätjungpaläolithische Geweihindustrie vom Petersfels unter den besonderen Schwerpunkten Archäologie und Taphonomie. Im Zuge von Untersuchungen an rezenten Rengeweihen im westgrönländischen Inland kann der Autor Sebastian J. Pfeifer eine Vielzahl von natürlichen Veränderungen beschreiben und klassifizieren. Anhand dieser Beobachtungen gelingt es, Auswirkungen taphonomischer Prozesse und anthropogene Modifikationen am paläolithischen Fundmaterial identifizieren und voneinander zu unterscheiden. Es kann gezeigt werden, dass sowohl Abwurfstangen als auch schädelechte Stücke am Petersfels eingebracht, gelagert und verarbeitet wurden. Eine stark rationalisierte Produktion kontrastiert dabei mit großzügigem Verbrauch des Materials und der Beobachtung, dass beschädigte Werkzeuge nahezu nie repariert wurden.

Michael Borgolte

Die Grafen Alemanniens in merowingischer und karolingischer Zeit
Eine Prosopographie

Archäologie und Geschichte – Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 2

Die Prosopographie bietet ein Verzeichnis aller Grafen Alemanniens bis zum Ende der Karolingerzeit mit chronologisch angeordneten Quellennachweisen. Die Zeugnisse sind in personengeschichtlichen Artikeln verarbeitet; diese haben den Zweck, die einzelnen Grafen zu identifizieren, ihren Wirkungskreis und besonders ihre Grafschaften zu bestimmen und ihre genealogische Herkunft zu klären. Das Personenbuch enthält so die Quellen- und Materialgrundlage zur »Geschichte der Grafschaften Alemanniens in fränkischer Zeit«, die der Verfasser bei Thorbecke veröffentlicht hat. Die umfassende Berücksichtigung der Quellen und der wissenschaftlichen Literatur dürfte die Prosopographie aber darüber hinaus bald zum unentbehrlichen Hilfsmittel für die Geschichte Alemanniens im Frühmittelalter und für die Geschichte des Frankenreiches werden lassen.

Hans Aschemeyer

Die Gräber der jüngeren Bronzezeit im westlichen Westfalen

Bodenaltertümer Westfalens, Band 9

  

Erika Riedmeier-Fischer

Die Hirschgeweihartefakte von Yverdon, Avenue des Sports

Archäologische Berichte, Band 15

In der vorliegenden Arbeit werden die Geweihartefakte aus der endneolithischen Siedlung von Yverdon, Avenue des Sports, am Neuenburger See in der Westschweiz untersucht. Nach einführenden Kapiteln zum Forschungsstand und zu Herstellungstechniken sowie der Wertung der bestehenden Chronologien, werden die Funde vorgestellt und stratigrafisch ausgewertet. Die Hirschgeweihfartefakte aus Yverdon, die überwiegend in den Zeitraum zwischen 2750 und 2550 vor Christus gehören, bieten die Grundlage für die Betrachtung der endneolithischen Funde aus der Westschweiz im Vergleich mit denen der Ostschweiz und des Bodenseeraumes. Dabei wird im Westen der Einfluss der südfranzösischen Saône-Rhône-Kultur deutlich, während im Osten eine starke Assimilation an die Schnurkeramik erkennbar ist, was die Ergebnisse der bereits vorliegenden Keramik-Analysen eindrucksvoll bestätigt.

Rolf-Dieter Bauche, Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V.

Die Keramik des 12. Jahrhunderts zwischen Köln und Aachen

Archäologische Berichte, Band 9

Die Funde stammen aus zehn hochmittelalterlichen, ländlichen Siedlungen im Rheinischen Braunkohlerevier. Sie wurden nach typologischen und technologischen Gesichtspunkten merkmalsanalytisch bearbeitet und mittels Korrespondenzanalyse geordnet. Das Ergebnis, eine Chronologie der Befunde und Merkmale, konnte anhand bereits publizierter Materialkomplexe verifiziert werden und erlaubt es, Befunde des 12. Jahrhunderts auf ein halbes Jahrhundert genau zu datieren. Die unmittelbare Nähe des Arbeitsgebietes zu den wichtigsten Töpfereizentren des Rheinlandes machte es darüber hinaus möglich, erstmals den Einfluss regionaler Verbreitungsschwerpunkte zu umreißen. Ein umfangreicher Tafel- und Katalogteil gibt eine vollständige Übersicht über das untersuchte Material.

Andreas Heege

Die Keramik des frühen und hohen Mittelalters aus dem Rheinland
Stand der Forschung - Typologie, Chronologie, Warenarten

Archäologische Berichte, Band 5

Diese Veröffentlichung entstand im Rahmen der 1992 fertig gestellten Dissertation von Andreas Heege "Hambach 500 – Villa rustica und früh- bis hochmittelalterliche Siedlung bei Niederzier, Kreis Düren". Da die mittelalterliche Keramikforschung im Rheinland dringend einer neuen Standortbestimmung bedurfte und es sich bei dem vorliegenden Text um ein abgeschlossenes Kapitel der Doktorarbeit handelt, war eine von der Materialvorlage zu "Hambach 500" getrennte Veröffentlichung sinnvoll.

Friedrich Matz, Hagen Biesantz (Hrsg.)

Die minoischen und mykenischen Siegel des Nationalmuseums in Athen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 1

CMS I ist der erste veröffentlichte Band des Corpus der minoischen und mykenischen Siegel.  Es wurden Siegel und Tonplomben aufgenommen, die im National Museum von Athen aufbewahrt werden und vom Neolithikum bis zu der Ende der Bronzezeit zu datieren sind. Somit enthält der Band Stücke aus gesicherten Kontexten aus dem griechischen Festland und die Inseln, wie z. B. aus Mykene, Vafeio, Pylos, Perati, Theben und Sesklo und Melos. Darüber hinaus wurde Siegel kretischer Herkunft aufgenommen, die größtenteils der Privatsammlung Mitsotaki gehörten und deren Herkunft unbekannt ist.

Thomas Frank

Die neolithische Besiedlung zwischen der Köln-Bonner Rheinebene und den Bergischen Hochflächen

Archäologische Berichte, Band 10

Die Bedeutung jungsteinzeitlicher Funde in Mittelgebirgen wurde seit den 1950er Jahren kontrovers diskutiert, denn es waren fast nur Oberflächenfunde von Steinartefakten bekannt, besonders Einzelfunde von steinernen Beilklingen. Im Laufe der Jahrzehnte wurden viele weitere Fundstellen entdeckt, die auch siedlungsanzeigende Steingeräte der Jungsteinzeit enthielten. Damit mehren sich die Anzeichen, dass diese Funde nicht allein Verlustfunde, Hinterlassenschaften von Jagdstreifen oder in historischer Zeit verschleppte Bodenfunde (Donnerkeile) sind.

Seit der im Jahr 1954 erschienenen Landesaufnahme des Bergischen Landes von Marschall, Narr und von Uslar, in der nur wenige jungsteinzeitliche Fundstellen aufgeführt werden konnten, haben "Laienforscher" Hunderte von urgeschichtlichen Fundplätzen entdeckt, deren Quellen aber bisher nicht zusammenfassend ausgewertet wurden. Von den 975 urgeschichtlichen Fundplätzen, die im Katalog dieser Arbeit vorgelegt sind, führen rund 400 auch jungsteinzeitliche Steinartefakte. Dazu kommen fast 100 Einzelfunde von Feuerstein-Beilklingen.

Der Autor untersucht in dieser Fundlandschaft einen Transekt von der Rheinebene zu den Bergischen Hochflächen, stellt die neolithischen Funde in ihr chronologisches und topographisches Umfeld und in Beziehung zu den mesolithischen Plätzen. Dabei zeigte sich eine mittel- bis endneolithische Besiedlung unterschiedlicher Intensität, deren unvermischte Fundstellen eindeutig an die besten Böden gebunden sind. Dagegen weisen die mesolithisch-neolithisch vermischten Fundplätze eine deutlich andere Topographie auf, deren Bodengüte offensichtlich ohne Bedeutung für die Auswahl der Plätze war. Die in der Forschungsgeschichte so kontrovers diskutierten Einzelfunde von Feuerstein-Beilklingen kennzeichnen das nähere Umfeld dieser Siedlungsstellen. Damit zeichnen sich unterschiedliche, möglicherweise sich gleichzeitig ergänzende jungsteinzeitliche Wirtschaftsformen ab.

Roland Rappmann, Alfons Zettler, Karl Schmid

Die Reichenauer Mönchsgemeinschaft und ihr Totengedenken im frühen Mittelalter

Archäologie und Geschichte – Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 5

Das Bodenseekloster Reichenau, um 724 von dem Wanderbischof Pirmin gegründet, hat im Reichenauer Verbrüderungsbuch und in zwei Totenbüchern umfangreiche Namenverzeichnisse aus der Zeit vor der Jahrtausendwende hinterlassen. Rund 40000 Personen sind im Verlauf des früheren Mittelalters zum Zweck des liturgischen Gebetsgedenkens in diese Gedenkbücher eingeschrieben worden. Mit der Eintragung des Namens in die Gedenkbücher, die auf den Altar gelegt wurden, verband der mittelalterliche Mensch die Vorstellung vom Eingang ins »himmlische Buch des Lebens«; er erhoffte sich davon immerwährende Präsenz bei der Liturgie und den Gebeten der Mönche, Nähe zu Gott und das Heil seiner Seele. Der Kernbestand der Reichenauer Memorialüberlieferung, die Namenlisten, die den Reichenauer Konvent und das Totengedenken im Inselkloster betreffen, sind Gegenstand dieses Buches. Der hier erstmals umfassend bearbeitete und präsentierte Überlieferungskomplex spiegelt aber nicht nur die wechselvolle Geschichte der Abtei im Bodensee und ihrer Mönchsgemeinschaft von der Gründung über das Goldene Zeitalter bis ins Hochmittelalter wider, sondern gewährt auch Einblick in die Geschichte des abendländischen Mönchtums und viele Aspekte des gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Lebens jener Zeit.

Lars Blöck

Die römerzeitliche Besiedlung im rechten südlichen Oberrheingebiet

Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg, Band 1

Die als Dissertation an der Universität Freiburg entstandene Arbeit untersucht die römerzeitliche Besiedlung im südlichsten Abschnitt des rechten Oberrheingebiets zwischen Kaiserstuhl, Schwarzwald und der in den Hochrhein entwässernden Alb. Die Grundlage der umfassenden Studie bildet eine katalogartige Erfassung und inhaltliche Bewertung der mehr als 750 aus dem Gebiet bekannten römerzeitlichen Plätze. Nach einer quellenkritischen Einordnung setzt sich die Analyse zunächst mit den Siedlungstypen und Straßen auseinander, mit denen die Landschaft erschlossen wurde. Im Vordergrund stehen dabei Fragen nach der Herleitung, Entwicklung und den wirtschaftlichen Grundlagen der Siedlungen. Daran schließt sich eine Rekonstruktion der Besiedlungsabläufe am rechten Oberrhein vom Ausgreifen Roms auf das Gebiet kurz nach der Zeitenwende bis zum Ende der römischen Herrschaft im 5. Jahrhundert an.

John H. Betts

Die Schweizer Sammlungen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 10

Ingo Pini (Hrsg.)

Band X enthält Siegel aus den öffentlichen und privaten Sammlungen in der Schweiz, die zuvor größtenteils unveröffentlicht waren. Die Gliederung setzt sich in alphabetischer Reihenfolge nach den Aufbewahrungsorten zusammen (Wie in CMS V und XIII). Da die Stücke aus dem Kunsthandel stammen, fehlen sicher dokumentierte Fundplatz- und Kontextangaben. Die Siegel der Schweizer Privatsammlungen werden noch rege gehandelt und  bereits zur Zeit der Publikation des Bandes hatten einige den Besitzer gewechselt. In den Fällen, in denen der neue Aufbewahrungsort unbekannt ist, wird stets der Händler oder Sammler angegeben, bei dem die Siegel zuletzt gesehen worden sind.

Kristin Schuhmann

Die Schöne und die Biester
Die Herrin der Tiere im bronzezeitlichen und früheisenzeitlichen Griechenland

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 3

Die vorliegende Magisterarbeit hat die Untersuchung der frühesten Darstellungen der Herrin der Tiere im bronzezeitlichen und früheisenzeitlichen Griechenland und Kreta zum Thema. Das Schema dieses Motivs ist im gesamten Mittelmeerraum sowie Mittel- und Südeuropa bis hin nach Vorderasien und Ägypten durch viele Epochen und Kulturkreise hindurch weit verbreitet. Gegenstand der Untersuchung ist eine Gruppe von Bildwerken des 2. und frühen 1. Jahrtausends v. Chr. an, auf denen eine als Gottheit interpretierte weibliche Figur in Verbindung mit Tieren dargestellt ist. Für diese Gottheit hat sich deshalb die Bezeichnung „Herrin der Tiere“ (Potnia Theron) eingebürgert. Es handelt sich um eines der wichtigsten und in ihrer Deutung schwierigsten Bildthemen der ägäischen und frühgriechischen Kultikonographie. Schwerpunkte der Untersuchung bildet die systematische Untersuchung der unterschiedlichen Schemata der Herrin der Tiere sowie der Analyse der Natur dieser Gottheit. In der Folge werden Anhaltspunkte für die Ursprünge und sekundär auch für die Kontinuität der Darstellung und für die Kulturkontakte zu Vorderasien und dem ägäischen Raum gesucht.

Susanne Bosche

Die Selbstrepräsentation von Handwerkern und Händlern im Grabkontext in der Provinz Gallia Belgica
Aspekte der Vermittlung sozialer Identität in einer multikulturellen Gesellschaft

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 6

Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt auf einer Untersuchung des sozialen Hintergrundes der Selbstrepräsentation von Handwerkern und Händlern im Grabkontext in der römischen Provinz Gallia Belgica des 2. und 3. Jahrhunderts u.Z., sowie einiger erkennbarer Phänomene des verstärkten Kontaktes der einheimischen Bevölkerung mit der römischen Kultur. Der erste Teil der Arbeit legt nahe, dass die hohe Zahl von steinernen Grabmälern von Handwerkern und Händlern im betrachteten Zeitraum primär im Kontext von Veränderungen in der Memorialkultur und den verwendeten Materialien zu stehen scheint und nicht ausschließlich auf soziale oder wirtschaftliche Aspekte zurückgeführt werden kann.

Die ikonographische Gestaltung der Grabmäler, die im zweiten Teil hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Aspekte untersucht wird, lässt keine Verfestigung der Bildersprache als Ausdruck eines Kollektivbewusstseins erkennen. Konzeptueller Hintergrund der Repräsentativität von Handwerk und Handel ist das Herstellen von Produkten hoher und nachprüfbarer Qualität, wobei der Transport der Waren zu einem überregionalen Zielort eine wichtigere Rolle einnimmt als der Verkauf selbst, in dessen Rahmen zudem die Interaktion mit den Kunden über die Waren, und nicht deren Umtausch gegen Geld im Vordergrund steht. Die im dritten Teil untersuchte soziale Einordnung der Personen ist nur unter Einschränkungen möglich, insbesondere kann der Rechtsstatus anhand der momentanen Quellen- und Forschungslage nicht überzeugend rekonstruiert werden. Namensgebung und Kleidung legen jedoch nahe, dass es sich vorwiegend um Angehörige der lokal ansässigen Bevölkerung handelt. Die verwendeten, äußerst heterogenen Grabmalformen lassen durch  verschiedene Tendenzen der Ausweitung des memorialtechnischen Anspruches im Rahmen der Erinnerungskultur einen Anspruch auf Sozialprestige erkennen, welcher in vielen Fällen mit einer Charakterisierung der Person durch Prestigewaren kombiniert wird. Der so erkennbare Prestigeanspruch fällt tendenziell mit einer zunehmenden Orientierung an Elementen aus der römischen Kultur zusammen. Aufgrund der fehlenden Thematisierung politischer Ambitionen und der im wirtschaftlichen Bereich erkennbaren Phänomene sollte von einer zumindest partiellen Etablierung von Internationalität als sozial relevanten Wert ausgegangen werden.

Ingo Pini (Hrsg.)

Die Siegelabdrücke von AJ. Triada und anderen Zentral- und Ostkretischen Fundorten
Unter Einbeziehung von Funden aus anderen Museen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.6

Im Band II,6 werden die Siegelabdrücke veröffentlicht, die auf Tonplomben vorkommen, die in verschiedenen Orten Zentral- und Ostkretas gefunden worden sind. Der Band enthält 148 verschiedene Siegelabdrücke aus Agia Triada und eine kleinere Anzahl von Siegelabdrücken aus den folgenden Fundorten: Archanes, Chamaizi, Ellenes Amariou, Gournia, Jouktas, Kato Zakros, Malia, Myrtos-Pyrgos, Palaikastro, Phaistos, Sambas, Sklavokambos, Trypiti, Tylissos sowie einige Stücke unbekannter Herkunft. Insgesamt sind 289 verschiedene Siegelflächen im Band dokumentiert. Die Mehrheit der im Band veröffentlichten Siegelabdrücke kommt auf Tonplomben vor, die im Archäologischen Museum von Iraklion aufbewahrt sind. Daneben enthält der Band auch einige Siegelabdrückn auf Tonplomben in anderen Sammlungen enthalten.

Jutta Klug

Die vorgeschichtliche Besiedlung des Amöneburger Beckens und seiner Randgebiete

Archäologische Berichte, Band 2

Das Ziel der Dissertation von Jutta Klug ist, die Möglichkeiten und Grenzen siedlungsgeschichtlicher Interpretationen von archäologischen Fundkarten aufzuzeigen. Dafür bietet das Amöneburger Becken als eine geographisch abgeschlossene Siedlungskammer innerhalb der Hessischen Senke beste Voraussetzungen.

Es werden Fundkartierungen vom Paläolithikum bis zur römischen Kaiserzeit dargestellt und in Bezug auf ihre siedlungshistorischen Aussagemöglichkeiten beschrieben und interpretiert.

Jens Wittig, Corina Willkommen

Digital Classics in der Praxis
Arbeiten mit eAQUA: Eine Einführung mit Beispielen

Digital Classics Books, Band 2

"Digital Classics in der Praxis:  Arbeiten mit eAQUA. Eine Einführung mit Beispielen“ führt in die praktische Arbeit mit den aus dem Textmining stammenden Suchmöglichkeiten der Kookkurrenzsuche und Parallelstellensuche ein. Das Buch ist als niedrigschwellige Einführung konzipiert, die keine Vorkenntnisse erfordert. Ein Einsatz als Lehrbuch zur Textanalyse in althistorisch-philologischen Übungen ist daher problemlos möglich. In einem allgemeinen Einführungsteil werden die Tools anhand ihrer im Portal eAQUA angebotenen Funktionalitäten erklärt. Die Kookkurrenzsuche zeigt semantische Zusammenhänge an, die Suche nach Parallelstellen listet Übereinstimmungen zwischen einem Werk und einem gesamten Referenzkorpus der lateinischen oder griechischen Literatur auf. Abhängigkeiten, Einflüsse und  Transferwege des antiken Wissens lassen sich mit den Tools rekonstruieren und bringen Schülern und Studierenden die antiken Texte auf neue Weise nahe.
Weiterhin werden Begriffe aus der Korpusanalyse sowie die Bedeutung und der Einsatz von  Signifikanzmaßen erklärt. Ein ausführliches Glossar erläutert die heute häufigsten Begriffe aus den Digital Humanities.

Lech Krzyżaniak, Michał Kobusiewicz, John Alexander (Hrsg.)

Environmental change and human culture in the Nile Basin and Northern Africa until the second millennium B.C.

Studies in African Archaeology, Band 4

  

Armin F. Bergmeier, Katharina Palmberger, Joseph E. Sanzo (Hrsg.)

Erzeugung und Zerstörung von Sakralität zwischen Antike und Mittelalter
Beiträge der internationalen Tagung in München vom 20.–21.10.2015

Distant Worlds Journal Special Issues, Band 1

Sakralität ist nichts Absolutes. Sie ist weder von vornherein gegeben noch unveränderbar. Im Gegenteil: Sakralität ist eine soziale Konstruktion, die sich nur dort befindet, wo sie wahrgenommen und empfunden wird. Das  bedeutet zugleich, dass Sakralität manipuliert werden kann. Die Heiligkeit von Personen, Orten und Objekten kann neu geschaffen, transferiert, und verwandelt werden; sie kann aber auch wieder ausgelöscht und zerstört werden. Die Vernichtung von Sakralität impliziert zugleich die Anerkennung ihrer Wirkmacht durch die Zerstörenden; nur wenn die Heiligkeit eines Ortes, eines Objekts oder einer Person gänzlich in Vergessenheit gerät, ist sie wirklich eliminiert.

P. J. Felder, P. Cor M. Rademakers, Marjorie E.Th. de Grooth (Hrsg.)

Excavations of Prehistoric Flint Mines at Rijckholt-St. Geertruid (Limburg, The Netherlands) by the 'Prehistoric Flint Mines Working Group' of the Dutch Geological Society, Limburg Section

Archäologische Berichte, Band 12

Von 1964 bis 1972 führte die "Arbeitsgruppe Prähistorischer Feuersteinbergbau" der Niederländischen Geologischen Gesellschaft, Sektion Limburg, im neolithischen Feuersteinbergwerk von Rijckholt-St. Geertruid Ausgrabungen durch. Die Ausgrabungen gingen von einem nahezu 150 m langen Tunnel aus, der quer durch das neolithische Abbaugebiet getrieben wurde. Auf beiden Seiten des Tunnels wurden die prähistorischen Stollen auf einer Länge von zehn Metern verfolgt. 75 Schächte und 1.526 Quadratmetern Stollen wurden auf einer Gesamtfläche von 2.436 Quadratmetern untersucht.

Das eigentliche Abbaugebiet ist allerdings noch sehr viel größer: Der Untertagebau erstreckt sich über ca. 8 Hektar. Feuerstein ist in einem etwa 12 Hektar großen Bereich abgebaut worden, Schlagabfälle finden sich aber in einem ca. 25 Hektar großen Areal. Alle entdeckten Schächte und Stollen wurden von den Ausgräbern detailliert dokumentiert. Die Ausgrabungen erbrachten mehr als 14.000 Artefakte. Außerdem kamen Tierknochen und Schneckengehäuse sowie ein menschlicher Schädel zutage. C14-Messungen an Holzkohlen ergaben Datierungen zwischen 3.970 und 3.700 BC, allerdings werden die Abbauaktivitäten bis etwa 3.400 BC oder sogar 2.650 BC angedauert haben.

Im vorliegenden Buch werden die angewendeten Ausgrabungsmethoden beschrieben, und es wird der Versuch unternommen, die prähistorischen Abbaumethoden zu rekonstruieren. Die Kalkulation der absoluten Menge des abgebauten Feuersteins (14-16 Mio. Kilogramm von einem 8 Hektar großen Abbaugebiet) und die Anzahl der Schächte (etwa 2.000) lässt vermuten, dass sich im Boden noch mehr als 400.000 Steinartefakte befinden.

Jasper von Richthofen

Fibelgebrauch — gebrauchte Fibeln
Studien an Fibeln der älteren Römischen Kaiserzeit

Archäologische Berichte, Band 13

An Fibeln aus nord- und ostdeutschen Grabfunden der älteren Römischen Kaiserzeit sind häufig Gebrauchsspuren erkennbar. Sie sind nach Materialabtrag, Deformation und Reparatur zu unterscheiden. Eine Autopsie gestattet Einblicke in Kleidungs- und Trachtsitten während der ersten beiden nachchristlichen Jahrhunderte. Ferner erschließen sich grundlegende Erkenntnisse zur Chronologisierung ur- und frühgeschichtlicher Grabfunde.

Die Lage von Abriebstellen an den Fibeln weist mit Hilfe von bildlichen Darstellungen und Körpergrabbefunden auf Funktion und Tragweise der Fibeln hin. An der Intensität des Materialabtrags ist vor dem Hintergrund anthropologischer Analysen der in den Gräbern gefundenen Knochenreste die Umlaufzeit der Fundstücke erkennbar. Anhand von Zusammenfunden mehrerer Fibeln lassen sich Produktions- und Niederlegungszeiten bestimmter Formen herausstellen. Es ergeben sich daraus erhebliche Konsequenzen für die anerkannte absolute Zeitstellung der älterkaiserzeitlichen Funde.

Ingo Pini (Hrsg.)

Fragen und Probleme der bronzezeitlichen ägäischen Glyptik
Beiträge zum 3. Internationalen Marburger Siegel-Symposium 5.-7. September 1985

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Beiheft 3

CMS Beiheft 3 beinhaltet die Beiträge des 3. Marburger Siegel-Symposiums im September 1985. Wie bereits die Beiträge des vorangegangenen Symposiums decken die Beiträge chronologisch wie auch thematisch ein weites  Spektrum der minoischen und mykenischen Glyptik ab und behandeln sowohl Fragen der Technik, Datierung, des Materials, Stil und Ikonographie sowie verschiedenen regionale Gruppen von Siegeln in allen Phasen der ägäischen Bronzezeit.

Despoina Ariantzi, Ina Eichner (Hrsg.)

Für Seelenheil und Lebensglück
Das byzantinische Pilgerwesen und seine Wurzeln

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 10

Die internationale Abschlusskonferenz des Projekts »Für Seelenheil und Lebensglück. Das byzantinische Pilgerwesen und seine Wurzeln« vom Dezember 2015 versammelte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Disziplinen von Archäologie, Byzantinistik, Kunstgeschichte,  Geschichtswissenschaften, Religionsgeschichte, Epigraphik und Historischer Geographie, die sich dem Phänomen der Pilgerfahrt im Byzantinischen Reich widmeten.
Die Beiträge erörtern die Zusammenhänge des byzantinischen Pilgerwesens mit der heidnischen und jüdischen Pilgerfahrt. Vor allem aber präsentieren und diskutieren sie die Praxis des Pilgerwesens zwischen »Kult und Kommerz« im sakraltopographischen und landschaftlichen Kontext einzelner Regionen und Orte des Byzantinischen Reiches von Ägypten bis Bulgarien und von Süditalien bis zum Heiligen Land.

Günther Junghans

Gabriel de Mortillet 1821-1898
Eine Biographie

Archäologische Berichte, Band 1

In seiner Biographie Gabriel de Mortillets (1821-1898) geht Günter Junghans dem Leben und Wirken dieses vielseitigen französischen Gelehrten nach. Studien umfangreicher Originalquellen am Seminar für Vor- und Frühgeschichte sowie der Universitätsbibliothek in Saarbrücken und in der Bibliothèque Nationale in Paris lassen ihn aber nicht nur die bekannten Beiträge Mortillets zur Erforschung des Paläolithikums betonen, sondern diese Biographie konzentriert sich auch auf den "homme politique".

Irene Berti

Gerechte Götter?
Vorstellungen von göttlicher Vergeltung im Mythos und Kult des archaischen und klassischen Griechenlands

Die Idee eines Gottes als Richter, der nach abstrakten Gesetzen bestraft und belohnt, sucht man im antiken Griechenland vergebens. Die Gerechtigkeit der olympischen Götter manifestiert sich vielmehr durch Reziprozität. So ist in den literarischen Quellen der trostspendende Gedanke verbreitet, dass die Götter mit derselben Loyalität, mit der die Mitglieder der Polisgemeinschaft den Kult für die Götter pflegen, die Menschen in Krisenzeiten schützen. Was geschieht aber, wenn diese Beziehung aufgrund von Verbrechen zerbrochen wird und die Götter erzürnen? In welchen Kultpraktiken spiegelt sich die Angst vor der göttlichen Strafe und an welche Gottheiten appelliert man, wenn die Gerechtigkeit verletzt wird? Anhand von literarischen, epigraphischen und archäologischen Quellen untersucht dieses Buch die Mechanismen der göttlichen Vergeltung und wie sich diese in der kultischen Praxis des archaischen und klassischen Griechenlands widerspiegeln.

Martin Schmidt (Hrsg.)

Geschichte heißt: So ist's gewesen! abgesehen von dem wie's war ...
Geburtstagsgrüße für Günter Smolla

Archäologische Berichte, Band 11

  

Eric Biermann (Hrsg.)

Großgartach und Oberlauterbach
Interregionale Beziehungen im südwestdeutschen Mittelneolithikum

Archäologische Berichte, Band 8

Südwestdeutschland und Südostbayern standen im Mittelneolithikum, in der ersten Hälfte des fünften vorchristlichen Jahrtausends, in einer Beziehung besonderer Art. Die Untersuchung von Eric Biermann spürt dieser Beziehung nach, sie liefert mit ihrem Karten- und Regestenteil darüber hinaus aber auch ein nützliches Nachschlagewerk.
Bei der Untersuchung der absolutchronologischen Probleme, die sich aus der Arbeit Eric Biermanns ergaben, stieß Bernhard Weninger überraschend auf neuartige methodische Wege. Die mittelneolithischen Daten wurden hier zu Fallbeispielen, sie provozierten Lösungen, die für alle Prähistoriker spannend sein dürften.

Mit Beiträgen von Jürgen Richter und Bernhard Weninger sowie einer Gesamtkartierung der Großgartacher Gruppe.

Heidrun Derks

Gräber und ‚Geschlechterfragen‘
Studie zu den Bestattungssitten der älteren Römischen Kaiserzeit

Archäologische Berichte, Band 24

Männerfriedhof, Frauenfriedhof oder "optische" Täuschung? Männlich oder weiblich? Kulturelles Phänomen oder quellenbedingter Trugschluss? So lauten die Fragen, die die Untersuchung der Gräber und Gräberfelder der älteren Römischen Kaiserzeit zwischen Elbe und Oder seit dem 19. Jahrhundert begleiten.

Die vorliegende Studie fasst den Verlauf der bisherigen Diskussion zusammen und legt mit einer Untersuchung von über 7.000 Einzelbefunden von mehr als 300 Fundorten eine umfassende Betrachtung des seit gut 150 Jahren kontrovers erörterten Themas vor. Sie rückt überdies die möglichen Deutungen und Erklärungsmodelle in den Mittelpunkt der Betrachtung und greift hierfür weit über das Feld archäologischer Forschung hinaus.

Vergleichende Auswertung völkerkundlicher Studien
So erfolgt erstmals eine umfassend vergleichende Auswertung völkerkundlicher Studien zur Bedeutung des Geschlechts im Bestattungsritus, die Einblicke in die Gestaltungs- und Bedeutungsvielfalt geschlechtsspezifischer Bestattungssitten und das "Zusammenspiel" von Leben und Tod eröffnet, welches hierin Ausdruck findet.

Wechselspiel von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren
In der Rückkopplung auf die ältere Römische Kaiserzeit wird deutlich, dass Vorstellungen des kulturellen "Geschlechts" die Bestattungssitten jener Zeit durchaus erheblich beeinflussten, aber keinesfalls allein bestimmten. Ungeachtet der zuweilen diffusen Quellenlage ist stattdessen ein komplexes Wechselspiel von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren anzunehmen, um die regionale Vielfalt ebenso wie den beobachtbaren zeitlichen Wandel in den Beigabensitten zu interpretieren.

Zum anderen deutet einiges darauf hin, dass möglicherweise auch das in den Bestattungssitten Ausdruck findende Geschlechterkonzept unter dem Einfluss äußerer Faktoren - Bedrohung, Elitenbildung, wachsender "Wohlstand" - im Verlauf der älteren Römischen Kaiserzeit erheblichen Veränderungen unterlag.

Falko Daim, Jörg Drauschke (Hrsg.)

Hinter den Mauern und auf dem offenen Land
Leben im Byzantinischen Reich

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 3

Wie lebten die Menschen im Byzantinischen Reich, wie gestaltete sich ihre Lebenswirklichkeit in den Städten und auf dem Land? Was war jeweils anders? Es lohnt sich, diese Frage aus interdisziplinärer Perspektive zu stellen.
Die Ausstellung „Byzanz – Pracht und Alltag“ der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland in Bonn und des Römisch-Germanischen Zentralmuseums (26.2.-13.6.2010) eröffnete für die Byzanzforschung neue Perspektiven. Die begleitende Tagung “Hinter den Mauern und auf dem offenen Land: Neue Forschungen zum Leben im Byzantinischen Reich” nahm diesen Ansatz auf und vertiefte im interdisziplinären Rahmen die Themen der Ausstellung. Im Mittelpunkt stand dabei das Alltagsleben innerhalb der urbanen und ländlichen Regionen des Reiches. Die Beiträge des Bandes führen die Ergebnisse der Mainzer Tagung zusammen. Sie widmen sich der Hauptstadt Konstantinopel, den Städten und ihrem Umland auf dem Balkan und in Kleinasien sowie dem alltäglichen Leben zur See, in Klöstern und auf dem Land.

Jacek Kabaciński, Marek Chłodnicki, Michał Kobusiewicz (Hrsg.)

Hunter-Gatherers and Early Food Producing Societies in Northeastern Africa

Studies in African Archaeology, Band 14

  

Elisabeth Wagner-Durand, Barbara Fath, Alexander Heinemann (Hrsg.)

Image – Narration – Context
Visual Narration in Cultures and Societies of the Old World

Freiburger Studien zur Archäologie und visuellen Kultur , Band 1

Narrative sind primäre Akteure der Produktion von sozialer Bedeutung und Identität. Sie artikulieren sich nicht nur im mündlichen und schriftlichen Ausdruck, sondern auch in Bildern und Artefakten. Diesen Objekten sind aufgrund ihrer Materialität spezifische erzählerische Potenziale und Kontexte der Wahrnehmung und Bewertung eigen. Aber wie lösen Bilder eigentlich Erzählung aus? Können wir die sozialen Orte ihrer Wahrnehmung beschreiben? Und wie interagieren diese Kontexte - soziale Praktiken, religiöse Rituale, Demonstrationen politischer Macht - mit den betreffenden Artefakten und beeinflussen sich wechselseitig?
Sowohl Fallstudien aus den Archäologien als auch Beiträge aus einem weiteren Spektrum der Kulturwissenschaften widmen sich diesen Fragen in einem breiteren methodischen Rahmen.

Lech Krzyżaniak, Karla Kroeper, Michał Kobusiewicz (Hrsg.)

Interregional Contacts in the Later Prehistory of Northeastern Africa

Studies in African Archaeology, Band 5

  

Ingo Pini, Nikolaos Platon

Iraklion Archäologisches Museum
Die Siegel der Neupalastzeit

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.3

Ingo Pini (Hrsg.)

Im Band II,3 werden Siegel veröffentlicht, die im Archäologischen Museum von Iraklion aufbewahrt sind und in der Zeit von MM IIIB-SM IIIA1 datieren. Anders als heute wird im Band diese Zeit als Neupalastzeit bezeichnet. Weniger als die Hälfte der Siegel kommen aus Grabungen, aber auch darunter stammen nur relativ wenige Stücke aus datierten Kontexten. Im diesem Band sind nur die Siegel, die bis 1961 ins Museum gelangt sind, aufgenommen. 

Ingo Pini, Walter Müller

Iraklion, Archäologisches Museum
Sammlung Giamalakis, Teil 2

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 3.2

Ingo Pini, Walter Müller (Hrsg.)

Der zweiteilige Band CMS III ist der letzte Band der CMS Reihe, in dem Material aus griechischen Museen veröffentlicht ist.  Im Band sind Siegel  enthalten, die der größeren Antikensammlung des kretischen Arztes Stylianos Giamalakis (1899-1962) gehörten. Die Sammlung wurde in der Vorkriegszeit bis zum Beginn der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts zusammengestellt und 1962 vom griechischen Staat angekauft und dem Archäologischen Museum von Iraklion inkorporiert. Für etwa die Hälfte der im Band veröffentlichten Siegel fehlen im Inventarbuch des Museums Herkunftsangaben. Die andere Hälfte stammt aus ungesicherten Fundorten, die sich zum größten Teil  im Regierungsbezirk Iraklion befinden. Aus diesem Einzugsbereich stammten die Patienten des Arztes. Stylianos Giamalakis hat vermutlich Siegel von Patienten als Geschenk bzw. Bezahlung erhalten und andere Stücke erworben. Die Anordnung des Materials im Band erfolgt grob chronologisch nach Siegelformen und innerhalb der Formen mehr oder wenige nach Motiven. Band CMS III,2 enthält die Katalog Nr. 244-532.

Ingo Pini, Walter Müller

Iraklion, Archäologisches Museum
Sammlung Giamalakis, Teil 1

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 3.1

Ingo Pini, Walter Müller (Hrsg.)

Der zweiteilige Band CMS III ist der letzte Band der CMS Reihe, in dem Material aus griechischen Museen veröffentlicht ist.  Im Band sind Siegel  enthalten, die der größeren Antikensammlung des kretischen Arztes Stylianos Giamalakis (1899-1962) gehörten. Die Sammlung wurde in der Vorkriegszeit bis zum Beginn der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts zusammengestellt und 1962 vom griechischen Staat angekauft und dem Archäologischen Museum von Iraklion inkorporiert. Für etwa die Hälfte der im Band veröffentlichten Siegel fehlen im Inventarbuch des Museums Herkunftsangaben. Die andere Hälfte stammt aus ungesicherten Fundorten, die sich zum größten Teil  im Regierungsbezirk Iraklion befinden. Aus diesem Einzugsbereich stammten die Patienten des Arztes. Stylianos Giamalakis hat vermutlich Siegel von Patienten als Geschenk bzw. Bezahlung erhalten und andere Stücke erworben. Die Anordnung des Materials im Band erfolgt grob chronologisch nach Siegelformen und innerhalb der Formen mehr oder wenige nach Motiven. Band CMS III,1 enthält die Katalog Nr. 1-243.

  

Ingo Pini, Margaret A.V. Gill, Walter Müller

Iraklion, Archäologisches Museum
Die Siegelabdrücke von Knossos. Unter Einbeziehung von Funden aus anderen Museen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.8.2

Ingo Pini (Hrsg.)

Im Band II,8 werden Siegelabdrucke veröffentlicht, die Tonplomben abgedruckt haben, die in Grabungen in Knossos und seinem unmittelbaren Umgebung gefunden worden sind. Die Siegelabdrücke im Band datieren in der Zeit von FM III/MM IA bis SM IIIA. Die Tonplomben werden überwiegend im Archäologischen Museum von Iraklion aber in einer kleineren Anzahl auch in andere Sammlungen aufbewahrt.

Das Material ist chronologisch und nach Motiven im Katalog geordnet.  Der zweiter Teil des Bands, CMS II,8-2 enthält spätminoische Siegelabdrücke, Siegelabdrücke importierter Siegel und Siegelabdrücke, die wegen ihres schlechten Erhaltungszustands nicht näher identifiziert werden können.

Ingo Pini (Hrsg.)

Iraklion, Archäologisches Museum
Die Siegelabdrücke von Knossos. Unter Einbeziehung von Funden aus anderen Museen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.8.1

Im Band II,8 werden Siegelabdrucke veröffentlicht, die Tonplomben abgedruckt haben, die in Grabungen in Knossos und seinem unmittelbaren Umgebung gefunden worden sind. Die Siegelabdrücke im Band datieren in der Zeit von FM III/MM IA bis SM IIIA. Die Tonplomben werden hauptsächlich im Archäologischen Museum von Iraklion aber in einer kleineren Anzahl auch in andere Sammlungen aufbewahrt.

Das Material ist chronologisch und nach Motiven im Katalog geordnet.  Der erster Teil des Bands, CMS II,8-1, enthält Siegelabdrücke von FM III/MM IA bis zu SM III.

Ingo Pini, Nikolaos Platon

Iraklion, Archäologisches Museum
A. Die Siegel der Nachpalastzeit. B. Undatierbare spätminoische Siegel

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.4

Ingo Pini (Hrsg.)

Im Band II,4 werden spätminoische Siegel veröffentlicht, die im Archäologischen Museum von Iraklion aufbewahrt werden. Der erste Teil des Bandes enthält Siegel, die nach der Meinung des Verfassers in SM IIIA1 datieren, im zweiten Abschnitt wurden spätminoische Siegel katalogisiert, die nicht näher datiert werden können. Nur ein Drittel der im Band enthaltenen Siegel stammen aus Grabungen. Nur für einen geringen Teil liegen genaue Angaben über den Fundzusammenhang und somit die Datierung vor. Nach dem aktuellen Stand der Forschung (2016) datieren einige Siegel, die im Band als nachpalastzeitlich bezeichnet worden sind, in früheren Phasen der spätminoischen Zeit. Korrigierte Datierungen sind in der CMS Datenbank in ARACHNE zu finden.  

Walter Müller, Ingo Pini

Iraklion, Archäologisches Museum
Die Siegelabdrücke von Kato Zakros. Unter Einbeziehung von Funden aus anderen Museen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.7

Ingo Pini (Hrsg.)

Band CMS II,7 veröffentlicht Abdrücke 262 verschiedener Siegelflächen, die auf den Tonplomben abgedruckt worden sind, die in Kato Zakros gefunden worden sind. Die Mehrheit der Tonplomben (559) würde 1901 bei den Grabungen von D.G. Hogarth im Raum VII von Haus A gefunden. Fünf Stücke sind 1963 bei den Grabungen von Nikolaos Platon im Palast von Zakros zutage gekommen. Alle Tonplomben kommen aus dem SM IB-Zerstörungshorizont der neupalastzeitlichen Stadt. Die Tonplomben werden überwiegend im Archäologischen Museum von Iraklion und zu einem kleineren Teil im Ashmolean Museum in Oxford, im Archäologischen Museum von Florenz und in Museum Pigorini in Rom aufbewahrt.

Ingo Pini

Iraklion, Archäologisches Museum
Die Siegelabdrücke von Phästos

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.5

Friedrich Matz, Ingo Pini (Hrsg.)

Im Band CMS II,5 sind die Siegelabdrücke veröffentlicht, die auf Tonplomben vorkommen, die aus Grabungen der Italienischen Archäologischen Schule im Palast von Phaistos  stammen. Die Mehrheit der im Band publizierten Siegelabdrücke ist auf den Tonplomben zu finden, die 1955 im Raum 25 des Alten Palastes zutage gekommen sind. Die Fundschicht ist in MM IIb zu datieren.

Ingo Pini, Nikolaos Platon, Gisela Salies

Iraklion, Archäologisches Museum
Die Siegel der Altpalastzeit

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.2

Ingo Pini (Hrsg.)

Im zweiten CMS-Band über die Bestände des Archäologischen Museums von Heraklion werden die Siegel der kretischen Altpalastzeit aus sicheren bzw. unbekannten Fundzusammenhängen vorgelegt, die bis in die frühen 1970er Jahre ans Licht kamen. Eine prominente Stelle nimmt hier das Ensemble aus der Siegelwerkstatt von Malia ein, das über 100 Siegel in verschiedenen Phasen der Bearbeitung umfasst.  

Friedrich Matz, Ingo Pini (Hrsg.)

Iraklion, Archäologisches Museum
Die Siegel der Vorpalastzeit

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.1

Im ersten CMS-Band über die Bestände des Archäologischen Museums von Heraklion werden die Siegel der kretischen Vorpalastzeit aus sicheren bzw. unbekannten Fundzusammenhängen vorgelegt. Der Band, der Funde bis in die 1960er Jahre erfasst, enthält auch zahlreiche Siegel der Altpalastzeit, die zum Zeitpunkt seines Erscheinens als vorpalastzeitlich galten. Die überwiegende Mehrheit dieses bedeutenden Materials stammt aus zentralkretischen Nekropolen bzw. einzelnen Gräbern.

Giannēs A. Sakellarakēs, Victor Ernest Glenoce Kenna

Iraklion, Sammlung Metaxas

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 4

Friedrich Matz (Hrsg.)

Band IV publiziert die Siegel aus der Privatsammlung von Nikolaos Metaxas, die im Archäologischen Museum von Heraklion aufbewahrt wird. Die Sammlung besticht insbesondere durch die hervorragende Qualität der Siegel und die hohe Anzahl an Elfenbeinsiegeln aus Südkreta. Darüber hinaus umfasst sie einen Querschnitt der minoischen Siegeltypen über eine breite Zeitspanne von der frühminoischen bis in die mykenische Epoche. 324 Siegel und 58 Dubitandae werden in diesem Band in chronologischer Reihenfolge publiziert.

Marek Chłodnicki, Michał Kobusiewicz, Karla Kroeper (Hrsg.)

Kadero

Studies in African Archaeology, Band 10

Im  vom Poznań Archaeological Museum herausgegebenen 10 Band der Studies in African Archaeology werden die neolithische Siedlung und der Friedhof in Kadero in Zentralsudan vorgestellt. Die vorliegende Publikation trägt die Ergebnisse von mehr als 30 Jahren Forschung zusammen und soll als Ausgangspunkt für weitere neolithische Studien in dieser Region dienen.

Jutta Zerres

Kapuzenmäntel in Italien und den Nordwestprovinzen des Römischen Reiches
Gebrauch – Bedeutung – Habitus

Archäologische Berichte, Band 26

Kapuzenmäntel waren in römischer Zeit wegen ihrer Wetterfestigkeit geschätzte und weit verbreitete Kleidungsstücke. Die vorliegende Studie beleuchtet mehr als die gängigen Fragen altertumskundlicher Analysen wie Typologie, Chronologie,
Material und Verbreitung, sondern sie fokussiert auf einen bislang wenig beachteten Aspekt dieses Alltagsgegenstandes: seine Rolle innerhalb der gesellschaftlichen Kommunikation. Das historische und archäologische Quellenmaterial wird im
Hinblick auf folgende Fragen analysiert: Gibt es Personen, zu deren Habitus (im Sinne des französischen Soziologen P. Bourdieu) Kapuzenmäntel zählen? Welche Personen(-gruppen) lassen sich identifizieren? Verwenden sie dabei spezielle
Formen von Mänteln? In welchen Situationen tragen sie das Kleidungsstück und welche Botschaften transportieren sie damit? Woher stammen die verwendeten Bedeutungszuweisungen an die Mäntel? Wie gestaltet sich der Umgang der Akteure
damit? Das Untersuchungsgebiet der Studie sind Italien und die Nordwestprovinzen des römischen Reiches in der Zeit der späten Republik bis in die Spätantike.

John H. Betts, Margaret A.V. Gill, Dietrich Sürenhagen, Hartmut Waetzoldt

Kleinere europäische Sammlungen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 11

Ingo Pini (Hrsg.)


Band XI beinhaltet Siegel aus kleineren europäischen Sammlungen, die im Verlauf zahlreicher Reisen in ganz Europa zusammengetragen worden sind. Aufgrund der großen zeitlichen Unterschiede sind insbesondere in den Fotografien und Zeichnungen Qualitätsunterschiede teilweise uneinheitlich. Das Material ist in alphabetischer Reihenfolge der einzelnen Länder und, innerhalb dieser, nach Aufbewahrungsorten sortiert. Stücke in öffentlichen Sammlungen gehen denen privater Sammlungen voraus. Den Abschluss bilden Siegel im europäischen Kunsthandel, deren Aufbewahrungsort zum Zeitpunkt der Publikation nicht bekannt waren.

Ingo Pini (Hrsg.)

Kleinere Griechische Sammlungen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 5.2

Der zweiteilige Band CMS V publiziert Siegel von Neolithikum bis zum Ende der späthelladischen Periode aus Museen und Sammlungen in Griechenland mit Ausnahme des Athener Nationalmuseums (siehe CMS I, CMS I  Suppl.) und des Archäologischen Museums Iraklion (siehe CMS II, III, IV). Die Erfassung des Materials für den Band wurde 1973 abgeschlossen.

Für viele Siegel liegen Kontextdatierungen vor, da die Mehrheit der Stücke aus gesicherten Fundplätzen sowie wissenschaftlichen Ausgrabungen stammt. Die Anordnung des Materials erfolgt zunächst in der alphabetischen Reihenfolge der Museumsorte. Der zweite Teil des Bands enthält Siegel, die in Sammlungen von „Delphi“ bis „Volos“ aufbewahrt sind.

Ingo Pini (Hrsg.)

Kleinere Griechische Sammlungen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 5.1

Der zweiteilige Band CMS V publiziert Siegel von Neolithikum bis zum Ende der späthelladischen Periode aus Museen und Sammlungen in Griechenland mit Ausnahme des Athener Nationalmuseums (siehe CMS I, CMS I Suppl.) und des Archäologischen Museums Iraklion (siehe CMS II, III, IV). Die Erfassung des Materials für den Band wurde 1973 abgeschlossen.

Für viele Siegel liegen Kontextdatierungen vor, da die Mehrheit der Stücke aus gesicherten Fundplätzen sowie wissenschaftlichen Ausgrabungen stammt. Die Anordnung des Materials erfolgt zunächst in der alphabetischen Reihenfolge der Museumsorte. Der erste Teil des Bands enthält Siegel, die in Sammlungen von „Ägina“ bis „Delos“ aufbewahrt sind.

Claudia Maderna-Sieben

Königseulogien der frühen Ramessidenzeit
Politische Propaganda im Dienst der Legitimierung einer neuen Dynastie

Mit der 19. Dynastie des Neuen Reiches gelangten Herrscher auf den ägyptischen Thron, die keinerlei familiäre Verbindung zur königlichen Familie der 18. Dynastie besaßen. Ramses I., ein hochverdienter Militärbeamter, wurde von Haremhab in einer Zeit zum königlichen Nachfolger eingesetzt, die für die Großmacht Ägypten innen- wie außenpolitisch äußerst brisant war. Innenpolitisch stand Ägypten noch unter dem Einfluss der Thronwirren der Nachamarnazeit, und die Rückkehr zum traditionellen Schema des ägyptischen Königtums war nicht endgültig vollzogen. Außenpolitisch stellte die immer größer werdende Macht der Hethiter eine ernste Bedrohung dar. In diesem Spannungsfeld mussten die ersten Könige der Ramessidenzeit bezüglich ihrer Herrscherlegitimierung neue Strategien entwickeln, konnten sie sich doch nicht auf die Zugehörigkeit zu einer königlichen Dynastie berufen. Für eine Betrachtung der Herrscherrepräsentation der frühen 19. Dynastie bietet das Material der Königseulogien offizieller, von der Staatsführung selbst in Auftrag gegebener Denkmäler einen eindrücklichen Überblick über die textliche Darstellung der ramessidischen Herrscherlegitimation, die im Zusammenspiel mit einem großangelegten Bildprogramm auf eine neue Art und Weise politisch propagiert wurde.

Lech Krzyżaniak, Michał Kobusiewicz (Hrsg.)

Late prehistory of the Nile Basin and the Sahara

Studies in African Archaeology, Band 2

  

Arbeitskreis Archäologie im Schulbuch der DGUF (Hrsg.)

Literaturempfehlungen zur Archäologie
Fachliteratur, Sachbücher, Kinder- und Jugendliteratur

Archäologische Berichte, Band 21

Mit dieser Bibliographie möchte der DGUF-Arbeitskreis "Archäologie im Schulbuch"  Schulbuchautoren, Lehrern, Museumspädagogen, Studierenden und interessierten "Laien" eine Zusammenstellung von Fachliteratur sowie Kinder- und Jugendliteratur an die Hand geben.

Das von Fachwissenschaftlern kommentierte, nach Epochen, Inhalten und teilweise auch nach Bundesländern gegliederte Verzeichnis zu Themen von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter bildet ein übersichtliches Nachschlagewerk für alle, die einen leichten Zugang zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas suchen.

Agnieszka Mączyńska

Lower Egyptian Communities and Their Interactions with Southern Levant in the 4th Millennium BC

Studies in African Archaeology, Band 12

Das Nildelta in der prädynastischen Zeit und der Kulturkontakt zu den Gesellschaften der Südlevante in der Kupferzeit und der frühen Bronzezeit sind das Thema in Band 12 der Studies in African Archaeology.
Neue Grabungsergebnisse, die weitere Erkenntnisse zur Entwicklungsgeschichte der Südlevante erbrachten sind Thema des Bandes. Die Monographie basiert auf der Dissertation der Autorin im Jahr 2004, erweitert um neue Erkenntnisse der nachfolgenden 10 Jahre.

Falko Daim, Christian Gastgeber, Dominik Heher, Claudia Rapp (Hrsg.)

Menschen, Bilder, Sprache, Dinge
Wege der Kommunikation zwischen Byzanz und dem Westen 2: Menschen und Worte

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 9.2

2018 zeigt das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz in Zusammenarbeit mit der Schallaburg in dem prachtvollen Renaissanceschloss nahe Melk (Niederösterreich) die Ausstellung »Byzanz & der Westen. lOOO vergessene Jahre«.
Beide, Byzanz und der europäische Westen, entspringen dem römischen Weltreich, doch nehmen sie schon ab der Spätantike unterschiedliche Entwicklungen. Während das Römische Reich im Osten Bestand hatte und nahtlos in das Byzantinische Reich des Mittelalters überging, traten im Westen gentile Herrschaften an dessen Stelle, Königreiche der Goten, Vandalen, Angelsachsen, Langobarden und Franken. Zwar blieb Byzanz zumindest 800 Jahre lang für die anderen europäischen Entitäten respektierte oder akzeptierte Großmacht, doch kam es sehr schnell zu Gebietsstreitigkeiten, Zwistigkeiten und kulturellen Differenzen. Zudem wurde die Verständigung immer schwieriger - im »orthodoxen« Osten war Griechisch Verkehrssprache, im »katholischen« Westen Latein die lingua franca. Unterschiede in Liturgie und Glaubensfragen verstärkten die Differenzen oder wurden (religions)politisch zur Betonung der Verschiedenheit sogar noch unterstrichen. Aber immer noch bewunderte man das »reiche Konstantinopel« und die byzantinischen Schätze - darunter die herrlichen Seiden, Elfenbeinreliefs, technische Wunderwerke, die vielen Reliquien, grandiose Bauwerke.
Die Wende kam 1204 mit der Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer. Für das bereits vorher geschwächte Byzantinische Reich bedeutete diese Katastrophe eine völlige neue Situation als ein Exilreich, dessen Kaiser und Patriarch nach Kleinasien ausweichen mussten. In einem Großteil des ehemals europäischen Byzantinischen Reiches machten sich Kreuzfahrerstaaten breit; Venedig und Genua, die durch Sonderverträge schon zuvor als Handelsmächte stark präsent waren, wurden zu bestimmenden Faktoren der westlichen Mächte im Osten.
Anlässlich dieser Schau erscheinen zwei Begleitbände mit insgesamt 41 Beiträgen zu den ebenso vielfältigen wie wechselhaften Beziehungen zwischen dem lateinischen Westen und dem Byzantinischen Reich. Die Bände sind nach den Medien der Kommunikation strukturiert: Menschen, Bilder, Sprache, Dinge. Sie versammeln Beiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit archäologischer, kunsthistorischer, philologischer und historischer Schwerpunktsetzung. Mehrere Überblicksdarstellungen und Detailstudien schöpfen aus Forschungsprojekten des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident sowie dem Schwerpunkt Byzanzforschung und Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

Falko Daim, Dominik Heher, Claudia Rapp (Hrsg.)

Menschen, Bilder, Sprache, Dinge
Wege der Kommunikation zwischen Byzanz und dem Westen 1: Bilder und Dinge

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 9.1

2018 zeigt das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz in Zusammenarbeit mit der Schallaburg in dem prachtvollen Renaissanceschloss nahe Melk (Niederösterreich) die Ausstellung »Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre«. Beide, Byzanz und der europäische Westen, entspringen dem römischen Weltreich, doch nehmen sie schon ab dem 5. Jahrhundert unterschiedliche Entwicklungen. Während das Römische Reich im Osten Bestand hatte und sich zum Byzantinischen Reich des Mittelalters wandelte, traten im Westen gentile Herrschaften an dessen Stelle, Königreiche der Goten, Vandalen, Angelsachsen, Langobarden und Franken. Zwar blieb Byzanz zumindest 800 Jahre lang das Vorbild für die anderen europäischen Entitäten, doch kam es sehr schnell zu Missverständnissen, Meinungsverschiedenheiten und Zwistigkeiten. Die Verständigung wurde immer schwieriger – im orthodoxen Osten sprach man zumeist Griechisch, im katholischen Westen war die Verkehrssprache Latein. Auch bei der Auslegung des christlichen Glaubens war man sich zusehends uneinig. Aber immer noch bewunderte man die byzantinischen Schätze – die herrlichen Seiden, Elfenbeinreliefs, technische Wunderwerke, die vielen Reliquien, grandiose Bauwerke.

Die Wende kam 1204 mit der Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Bischöfe und Ritter des Vierten Kreuzzugs. Für das bereits vorher geschwächte Byzantinische Reich bedeutete diese Katastrophe den Abstieg in die zweite politische Liga. Im Osten machten sich Kreuzfahrerstaaten breit, Venedig und Genua waren schon früher im Handel erfolgreich, jetzt hatten sie praktisch die alleinige Kontrolle.

Anlässlich dieser Schau erscheinen drei Begleitbände mit insgesamt 40 Beiträgen zu den ebenso vielfältigen wie wechselhaften Beziehungen zwischen dem lateinischen Westen und dem Byzantinischen Reich. Die Bände sind nach den Medien der Kommunikation strukturiert: Menschen, Bilder, Sprache, Dinge. Sie versammeln Beiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit archäologischer, kunsthistorischer, philologischer und historischer Schwerpunktsetzung. Das vielschichtige Bild an Überblicksdarstellungen und Detailstudien gewinnt zusätzlichen Wert durch teils erstmals veröffentlichte Ergebnisse aktueller Forschungsprojekte, vornehmlich des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident sowie der byzantinistischen Forschungseinrichtungen in Wien.

Thorsten Uthmeier

Micoquien, Aurignacien und Gravettien in Bayem
Eine regionale Studie zum Übergang vom Mittel- zum Jungpaläolithikum

Archäologische Berichte, Band 18

Bayern ist ein Schlüsselgebiet in der Diskussion des Übergangs vom Mittel- zum Jungpaläolithikum. Die in den immer eisfreien Korridor zwischen skandinavischem und alpinem Eisschild eingebettete Donauebene verbindet als ein wichtiger eiszeitlicher Wanderungsweg die reichen Fundregionen des späten Mittel- und frühen Jungpaläolithikums in Südwesteuropa einerseits und Mittel- und Osteuropa andererseits. Mit Fundstellen des spätesten Mittelpaläolithikums, des frühesten Aurignaciens und des Gravettiens bietet sich hier die einmalige Gelegenheit, bisherige Erklärungsmodelle für eine der spannendsten Kapitel der Menschheitsgeschichte - der Ausbreitung des modernen Menschen - zu überprüfen.

Peter Pfälzner

Mittanische und mittelassyrische Keramik
Eine chronologische, funktionale und produktionsökonomische Analyse

Unsere Kenntnis der spätbronzezeitlichen Gebrauchskeramik Nordmesopotamiens fußte bisher auf einem
recht eklektischen Ausgangsmaterial, das keine annähernde typologische Vollständigkeit bot und sich einer
genaueren zeitlichen Einteilung entzog. Der oberflächliche Eindruck ließ darüber hinaus kaum Hoffnung auf
eine Verbesserung der Lage zu, weil das Material allzu stereotyp erschien. Diesem Zustand, der einem Desiderat gleichkam, soll mit der vorliegenden Publikation abgeholfen werden.

Diana Wolf

Monsters and the Mind
Composite Creatures and Social Cognition in Aegean Bronze Age Glyptic

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 9

Monsters and the Mind ist eine erste systematische Erfassung des bestehenden Repertoires an „Monster“-Darstellungen auf bronzezeitlichen Siegeln und Siegelabdrücken aus der Ägäis mit einem besonderen Fokus auf das minoische Kreta. Die Arbeit kategorisiert und typologisiert Hybride und Mischwesen, wie Greifen und Vogelfrauen, Minoische Genii und Drachen, und interpretiert diese im kulturhistorischen Kontext ihrer jeweiligen Entstehungs- und Umlaufzeit. Ein umfassender Katalog aller publizierter Siegel, die Hybride und Mischwesen führen, ergänzt die typologischen und interpretativen Ansätze des Textes.