Kataloge Vor- und Frühgeschichtlicher Altertümer

Raimon Graells i Fabregat (Hrsg.)

La colección de objetos protohistóricos de la Península Ibérica. 2
Armas y elementos para el gobierno del caballo

Kataloge Vor- und Frühgeschichtlicher Altertümer, Band 49.2

Die Sammlung von Fundmaterial der Iberischen Halbinsel im RGZM besteht aus ca. 150 Objekten, die in zwei Komplexen mit besonderen Merkmalen und Problemen unterteilt sind: der Kleidungsschmuck (2018 im ersten Band dieses Katalogs veröffentlicht, Kat. 49, 1) und die Waffen, die Gegenstand dieses Bandes sind.
Dieser zweite Band präsentiert die Waffen und Pferdegeschirre, eine umfassende Analyse der Ensembles, zu denen sie gehörten, und – nicht minder wichtig – die zahlreichen Ensembles und Kriegerausrüstung, die dem RGZM im Laufe des 20. Jahrhunderts zum Erwerb angeboten wurden, aber nicht in seine Sammlung gelangten.
Wir haben einen Teil der im ersten Band angewandten Methodik wiederholt, die darin bestand, die Materialien nach Kategorien und Typen zu untersuchen und mit 3D-Nachbildungen zu bereichern, um die Klarheit der Darstellung zu verbessern und die Diskussion der untersuchten komplexen Ausarbeitungen verständlicher zu machen. Im Unterschied zur Dokumentation der Verzierungen werden hier viele der Waffen als Teil von Fundkomplexen verzeichnet, die sicher aus Bestattungen stammen. Diese Informationen wurden nicht unterschätzt, haben aber nicht den ursprünglichen Ansatz der Studie bestimmt. Wir haben uns die Mühe gemacht, jedes einzelne Stück intensiv zu untersuchen und zu vergleichen. Im Anschluss daran haben wir in einem letzten Kapitel die Kohärenz der einzelnen vorgeschlagenen Fundgruppen bewertet. Auf diese Weise sind wir dem Ziel nähergekommen, Forschung und Lehre mit der Wiederherstellung des kulturellen Erbes und der Kenntnis von Abläufen und Auswirkungen des Antiquitätenhandels zu verbinden.
Das Projekt zur Erforschung der hispanischen Sammlung des RGZM, das 2012 in Mainz auf Initiative der Institutsleitung begonnen wurde, endet nun zehn Jahre später mit der Veröffentlichung aller Metallobjekte und festigt, wenn möglich, das Interesse und die internationale Reichweite dieser Art von Projekten. Kurzum, ein fruchtbares Ende der Forschungszusammenarbeit zwischen dem RGZM und der Universität Alicante.

Raimon Graells, Alberto J. Lorrio, Pablo Camacho (Hrsg.)

La colección de objetos proto­históricos de la Península Ibérica
1: Broches de cinturón, placas y fíbulas

Kataloge Vor- und Frühgeschichtlicher Altertümer, Band 49.1

Die Sammlung von Materialien der iberischen Halbinsel im RGZM besteht aus etwa 200 Objekten, die in zwei Gruppen mit besonderen Merkmalen und Problemen unterteilt sind: Kleidungsschmuck und Waffen.
In diesem ersten Band werden Objekte aus dem Bereich der Kleidung und/oder des persönlichen Schmucks vorgestellt, die den ersten Erwerbungen hispanischer Stücke durch das RGZM zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsprechen.
Die Materialien sind notwendigerweise in Kategorien und Typen eingeteilt, wie in einem traditionellen Katalog, aber die Sorge um methodische Veränderungen und die Erneuerung von Erklärungsparadigmen bei der Erforschung der spanischen Frühgeschichte hat die Autoren gezwungen, bestimmte Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, die diesen Katalog zu einem Experiment machen. Ziel war es, das Fehlen von Kontexten durch eine intensive Untersuchung und Diskussion der Parallelen jedes Werks zu kompensieren, indem jedes Kapitel zu einer kurzen monografischen Studie wird. Dieser Ansatz ermöglicht es, das Herkunftsgebiet und die Chronologie jedes Exemplars der Sammlung zu charakterisieren. Es ist ein anspruchsvolles Werk, das versucht, über die Hauptfunktion des Katalogs (die Zusammenstellung von Stücken aus dem Antiquitätenmarkt) hinauszugehen und in die mühsame Arbeit der wissenschaftlichen und denkmalpflegerischen Aufarbeitung einzusteigen, indem es die Daten zur Diskussion stellt.
Das Projekt zur Erforschung der iberischen Sammlung des RGZM begann 2012 in Mainz auf Initiative der Institutsleitung als Beitrag zur umfassenden Erforschung und Verbreitung der archäologischen Sammlung des Hauses. Der Erfolg der Veröffentlichung dieses ersten Teils ist das Ergebnis der Koordinierung durch die Autoren (Forscher des RGZM und der Universität Alicante) und der Zusammenarbeit von Fachleuten aus verschiedenen spanischen Einrichtungen.

Raimon Graells, Alberto J. Lorrio und Fernando Quesada

Cascos hispano-calcídicos
Símbolo de las elites guerreras celtibéricas

Kataloge Vor- und Frühgeschichtlicher Altertümer, Band 46

Der hispano-chalkidische Helm ist ein autochthon spanischer Typus des 4. bis 2. Jhs. v. Chr., hauptsächlich verbreitet im celtiberischen Gebiet. Die spanischsprachige Publikation untersucht die morphologischen und dekorativen Charakteristiken, um sich Produktion und Bedeutung dieser Waffen anzunähern: als Schutzelemente sowie gleichzeitig als Vehikel verschiedener Botschaften der Macht, des militärischen Ranges oder von Einflüssen durch Handelsaktivitäten mit dem Süden Italiens.

Mechthild Schulze-Dörrlamm (Hrsg.)

Byzantinische Goldschmiedearbeiten im Römisch-Germanischen Zentralmuseum

Kataloge Vor- und Frühgeschichtlicher Altertümer, Band 42

Das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz besitzt eine Sammlung byzantinischer Goldschmiedearbeiten, die bisher nur zu einem kleinen Teil publiziert wurde und deshalb weithin unbekannt ist. Da diese Kollektion von Schmuckstücken und Rangabzeichen neben Einzelfunden auch bemerkenswerte Ensembles und zudem einige Kopien von wertvollen, leider zerstörten Originalen enthält, wird sie nun erstmals einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die Objekte sind in 49 Katalognummern erfasst. Sie stammen überwiegend aus den Kerngebieten des Byzantinischen Reiches, vereinzelt aber auch aus Regionen jenseits seiner Grenzen und überdies aus einem langen Zeitraum, der sich vom späten 5. bis zum 14./15. Jahrhundert erstreckt.
Besonders hervorzuheben sind zwei Schatzfunde, darunter sogar ein münzdatierter aus Kleinasien oder dem syro-palästinensischen Raum, mehrere Kettengehänge aus kunstvoll durchbrochenen Goldmedaillons, ein ebenfalls mit feinstem opus interrasile und zudem mit wertvollsten Edelsteinen verzierter Goldarmring aus Syrien, der einzige erhaltene Zierstreifen einer Frauenkronhaube, der reich ziselierte Taschendeckel eines Mannes von mutmaßlich königlichem Rang sowie ein Ensemble römischer Glasgefäße, die wohl in Konstantinopel im 8./9. Jahrhundert mit ziselierten Goldfolien beklebt worden sind und Antiquitäten aus dem dortigen Kaiserpalast sein könnten.
Außer einem Kurzkatalog mit knappen Angaben zu jedem Sammlungsobjekt enthält das Buch eine antiquarische Würdigung dieser Goldschmiedearbeiten und die numismatische Bearbeitung des münzdatierten Schatzfundes. Darüber hinaus findet man eine detaillierte Beschreibung aller angewandten Goldschmiedetechniken, die zwei erfahrene Goldschmiedinnen und Restauratorinnen in den Werkstätten des RGZM untersucht haben. Insgesamt ist der Katalog mit neuen Meisterfotos aller Preziosen und zahllosen Detailaufnahmen sowie mit Zeichnungen sehr viel reicher bebildert als vergleichbare Publikationen.

Mahand Vogt

Spangenhelme
Baldenheim und verwandte Typen

Kataloge Vor- und Frühgeschichtlicher Altertümer, Band 39

Die kleine Gruppe der frühmittelalterlichen Helme stößt seit Jahrzehnten auf reges Interesse in der archäologischen Forschung. Besonders die teilweise vergoldeten und reich verzierten Spangenhelme vom Typ Baldenheim wurden immer wieder diskutiert, fanden sie sich doch nördlich der Alpen zumeist in reich ausgestatteten Kriegergräbern des 5. und 6. Jahrhunderts.