Dimitri van Limbergen, Devi Taelman (Hrsg.)

The Exploitation of Raw Materials in the Roman World: A Closer Look at Producer-Resource Dynamics
Panel 4.4

Archaeology and Economy in the Ancient World – Proceedings of the 19th International Congress of Classical Archaeology, Cologne/Bonn 2018, Band 27

Im Vergleich zu anderen vormodernen Volkswirtschaften zeichnet sich die römische Welt durch die Entwicklung eines hochspezialisierten und sehr produktiven Produktionssektor aus. Diese Entwicklung führte zur grossflächigen Ausbeutung von Rohstoffen. Sogar in einem Gebiet von der Grösse des römischen Reiches übten diese Aktivitäten großen Druck auf die Natur aus. Strategien der Ressourcennutzung und -erhaltung waren daher unerlässlich, um mit der mittel- oder langfristigen begrenzten Verfügbarkeit dieser Ressourcen erfolgreich umzugehen und die Nachhaltigkeit des römischen Nutzungsmodells zu sichern. Dieser Band befasst sich mit den verschiedenen Arten der Ausbeutung und Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen in der römischen Welt. Er konzentriert sich darauf, ob, wann, wo und wie die Römer ein harmonisches Gleichgewicht zwischen der begrenzten Verfügbarkeit einer bestimmten Ressource und dem Gesetz von Angebot und Nachfrage anstrebten. Die Fallstudien in diesem Band decken verschiedene Schlüsselbereiche der weströmischen Welt ab - von Italien und der Insel Elba, über das Küstenland Kroatien bis hin zu Zentral-Ost-Gallien und dem pannonischen Limes - und diskutieren insbesondere die Fischindustrie, die Eisenverhüttung, die Abholzung und Waldbewirtschaftung, den Steinhandel und die Ausbeutung thermomineralischer Ressourcen.

Grégory Mainet, Thomas Morard (Hrsg.)

Roman Street and Urban Economy
Panel 8.12

Archaeology and Economy in the Ancient World – Proceedings of the 19th International Congress of Classical Archaeology, Cologne/Bonn 2018, Band 47

Straßen spielten eine Schlüsselrolle bei der Gestaltung des antiken wirtschaftlichen Stadtbildes. Normalerweise betrachten wir Straßen lediglich als Durchgangswege für den Verkehr, aber diese Idee entspricht nicht den Tatsachen, wie sie von antiken Autoren wie Martial oder Juvenal beleuchtet wurden. Der "Straßenraum" wurde in drei Dimensionen angelegt und war ein wichtiger Ort für die sozialen und wirtschaftlichen Interaktionen, die das städtische Sozialleben in der Antike ausmachten. Eine solche Funktion zeigt sich deutlich in der Architektur der Straße, die durch zahlreiche tabernae, die in Atriumhäusern, Ladenzeilen oder mehrstöckigen Gebäuden errichtet wurden, und durch die Aktivitäten, die sich dort abspielten. Mit anderen Worten, die Wirtschaft der antiken Städte beschränkte sich nicht auf bestimmte Gebäude wie etwa die macella. Im Gegenteil, die wirtschaftlichen Aktivitäten erstreckten sich über die Mauern solcher Gebäude hinaus und drangen entlang der Straßen in das gesamte Stadtgefüge ein. Die Beiträge des Panels "Antike Straßen und städtische Wirtschaft" wollen ein neues Licht auf die Rolle des Straßenraums in der städtischen Wirtschaft der antiken Gesellschaften werfen, zeitlich fokussiert auf den Zeitraum zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 3. Jh. n. Chr. Um unser Verständnis zu vertiefen, unter suchen die verschiedenen Autoren einige Fallstudien z.B. aus Alba Fucens, Athen, Lugdunum, Norba, Ostia und Pompeji.

Rainer Nickel

Semantische und pragmatische Aspekte des Übersetzens lateinischer Texte

Ars Didactica – Alte Sprachen lehren und lernen, Band 7

Die vorliegende Beschreibung semantischer und pragmatischer Aspekte des Interpretierens und Übersetzens basiert auf einer zweisprachig-kontrastiven Präsentation zahlreicher Textbeispiele. So wird der Leser ohne Umwege mit dem Problem der Abweichungen und Übereinstimmungen zwischen Ausgangs- und Zielsprache konfrontiert und darin geübt, die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten bei der Auseinandersetzung mit lateinischen Texten zu meistern. Die sprachlichen Äußerungen, die wir heute als Schreibakte durch historische Kommunikation zu verstehen versuchen, waren in ihrer ursprünglichen Kommunikationssituation Sprechakte und sind als solche vom heutigen Leser zu rekonstruieren. Dazu bietet die vorliegende Textgrammatik Anregungen und Anleitungen.

Miklós Takács

Byzantinische oder byzantinisierende Raumgestaltungen kirchlicher Architektur im frühárpádenzeitlichen Ungarn
Eine vergleichende Analyse auf Grundlage von Parallelen aus dem Balkan

Monographien des RGZM, Band 138

Die Frage der »byzantinischen« Kirchen im frühárpádischen Königreich Ungarn gehört zu den zentralen Problemen der Archäologie und Historiographie Ungarns und all der Balkanstaaten, die auf dem Gebiet des ehemaligen Árpádenreichs entstanden sind. Eine sorgfältige Durchsicht der Kirchen unter Berücksichtigung ihrer Forschungsgeschichte zeigt jedoch, dass nur ein geringer Teil der aus teilweise nationalistischen Gründen als byzantinisch bezeichneten Kirchen tatsächlich Vorbilder in Byzanz hatten.

Michael von Albrecht

SERMONES. Satiren zur Gegenwart
Lateinisch und Deutsch

Hans-Joachim Glücklich (Hrsg.)
Ars Didactica – Alte Sprachen lehren und lernen, Band 8

Michael von Albrecht stellt in seinen „Sermones“ Satiren über Gegenwartsprobleme und die moderne Gesellschaft in einer lateinischen und einer deutschen Version vor. Die Themen sind: Neugier, Lebensmittelverschwendung, Hundehaltung, Zukunftsforschung, Umweltschutz, Corona, Kriege, Wahrheit, alte Leute, Reklame. Immer stehen dem sowohl enzyklopädisch gebildeten als auch humanen Autor die Vergleiche mit antiken und modernen Ereignissen und Denkweisen zur Verfügung. Die Sermones werden so zu einem ebenso ästhetischen wie menschlichen Erlebnis. Sie sind Kunst und Vergnügen, sie sind belehrend und aufklärend, sie sind menschlich und aktivierend: eine Ars Didactica Humana. Die Beiträge von Michael Lobe und Hans-Joachim Glücklich versuchen, die Freude des Lesens zu erhöhen, geben Hintergrundinformationen und machen Vorschläge, wie man auch ohne umfassende Lateinkenntnisse die deutsche und die lateinische Version genießen kann.

Lore Benz, Jochen Sauer (Hrsg.)

Rhetorik, Politik, Propaganda
Cicero und die Macht des Wortes

Acta Didactica – Bielefelder Beiträge zur Didaktik der Alten Sprachen in Schule und Universität, Band 1

Die fünf Beiträge dieses Bandes stellen Ciceros rednerisches Wirken in unterschiedlichen Facetten vor Augen  und zeigen Wege auf, wie Cicero und das Thema Rhetorik an die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler herangeführt werden können. Textbasis aller Beiträge stellen drei im Schulunterricht zentrale Reden bzw. Redencorpora Ciceros dar: die Reden gegen Catilina, die Rede für Sestius und die Philippischen Reden. Eine ausführliche Bibliographie mit Besprechungen einschlägiger didaktischer Publikationen schließt die Beiträge ab. Ein umfassender Anhang bietet Material für die Umsetzung im Unterricht.

Jan Weidauer

Männlichkeit verhandeln
Von Lüstlingen, Kriegern und wahren Römern (1./2. Jh. n. Chr.)

Mainzer Althistorische Studien (MAS), Band 9

Diese Untersuchung analysiert antike Männlichkeitsdiskurse des 1./2. Jh. n. Chr., in denen die Praxis römisch-elitärer Männlichkeit verhandelt wird. Die Konzepte der Performativität und des Habitus steuern theoretisch die Auslotung der Grenzen zulässiger Konfigurationen römischer Männlichkeit. Zum einen werden literarische Repräsentationen sexuell devianter Männer, deren Normtransgressionen entlarvt werden, in den Epigrammen Martials und den Satiren Juvenals untersucht. Zum anderen wird die Darstellung hypermaskuliner germanischer Barbaren sowie hyperzivilisierter und effeminierter Griechen in den Texten des Tacitus und Quintilians analysiert. Der Kontrast zu diesen aus römischer Perspektive defizienten Männer ermöglicht einen präziseren Blick auf „echte“ römische Männlichkeit.

Stefan Wenzel

Behausungen im Späten Jungpaläolithikum und im Mesolithikum in Nord-, Mittel- und Westeuropa

Monographien des RGZM, Band 81

Wo in der Zeit von 15000-5000 v. Chr. Jäger und Sammler in den Steppen und Wäldern Europas ihr Lager aufschlugen, blieben meist in großer Zahl Steinartefakte und Herdsteine zurück. Nur selten aber sind Wohnbauten anhand von erhaltenen Konstruktionselementen direkt nachweisbar.
In diesem Buch werden sechs Fundkonzentrationen daraufhin untersucht, ob es Indizien dafür gibt, daß ehemals Zeltwände einer diffusen Verteilung der Steinabfälle nach außen hin als Hindernis im Weg standen: Orp Ost und Rekem 10 in Belgien, Cepoy im Pariser Becken, Geldrop 3-2 in den südlichen Niederlanden, Berlin-Tegel IX sowie Hartmannsdorf 26 in Brandenburg. Bei diesen Siedlungsstrukturen wie bei den zum Vergleich herangezogenen Wohnbauten und nicht überdachten Lagerplätzen dieses Zeitabschnitts lassen sich ferner Arbeitsbereiche rekonstruieren, die Aussagen zur Organisation der jeweiligen lokalen Gruppen erlauben.

Beatrice Baragli et al. (Hrsg.)

Distant Worlds and Beyond
Special Issue Dedicated to the Graduate School Distant Worlds (2012‒2021)

Distant Worlds Journal Special Issues, Band 3

Diese Sonderausgabe des Distant Worlds Journal beendet die Zeitschriftenreihe in Form einer Festschrift für die namensgebende Institution. In diesem Band wurden wissenschaftliche Texte von ehemaligen Mitgliedern der Graduiertenschule Distant Worlds gesammelt. Es werden neue Ideen, Methoden und Denkweisen, die während der Zeit an der Graduiertenschule gesammelt wurden, sowie durchgeführte Forschungen oder laufende Projekte vorgestellt. Das Themenspektrum dieser Ausgabe spiegelt den Facettenreichtum wider, für den die Graduiertenschule in München bekannt war. Die zahlreichen Disziplinen und der ständige interdisziplinäre Diskurs prägten das Denken und Arbeiten aller Beteiligten.

Caris-Beatrice Arnst, Regine Schulz (Hrsg.)

Typen, Motive, Stilmittel

Beiträge zur Altägyptischen Kunst, Band 1

Kunst- und Bildforschung stellt in der Ägyptologie heute mehr denn je ein Randgebiet dar. Besonders an deutschen Universitätsinstituten, an denen die archäologische und philologische Ausbildung im Vordergrund steht, wird Kunst meist nur im Rahmen der Denkmäler- und Objektkunde oder in vereinzelten Seminaren vermittelt.
So soll der Sammelband den einen zur wissenschaftlichen Verständigung dienen, den anderen zum Selbststudium.
Vor allem soll er zu eigenen Betrachtungen anregen – möglichst vor den besprochenen Kunstwerken in Ägypten oder in den jeweiligen Museen. Die Beiträge demonstrieren unterschiedliche Verfahren, die überwiegend in der Praxis, als Resultat geschärfter, forschender Wahrnehmung, gereift sind. Besonderes Anliegen war es, das Wahrgenommene präzise, mit adäquaten Begriffen zu beschreiben und nachvollziehbar zu analysieren, dabei auch über angewandte Termini und Methoden zu reflektieren.
Der Band eröffnet eine neue, in loser Folge erscheinende Reihe, die im Auftrag des Roemer- und Pelizaeus-Museums Hildesheim herausgegeben wird. Die „Beiträge zur altägyptischen Kunst“ (BAK) widmen sich speziell der lange vernachlässigten ägyptologischen Kunst- und Bildforschung.

Aydin Abar et al. (Hrsg.)

Pearls, Politics and Pistachios
Essays in Anthropology and Memories on the Occasion of Susan Pollock’s 65th Birthday

Der vorliegende Band ist ein von Herzen kommendes Dankeschön, gerichtet an Susan Pollock als Geschenk zu ihrem 65’ten Geburtstag. Mit jedem einzelnen der 46 Beiträge, feiern 63 Autor*innen gemeinsam Susan Pollock als eine facettenreiche und brillante Forscherin und Kollegin, hervorragende Lehrerin und einfühlsame Mentorin. Die Artikel umspannen Fragen vom ersten Auftreten des Homo sapiens auf dem Iranischen Hochland bis hin zu Forschungen zur Unterrepräsentation von Frauen in einer noch immer durch Männer dominierten Publikationslandschaft. Gemeinsam entwerfen sie dabei ein Gegenbild zu einer durch Konventionen eingeschränkten Archäologie und verweisen auf die mögliche disziplinäre Vielfalt.

Leonie Huf

Frauen jenseits der Konvention
Alterszüge, Tätowierungen und afrikanische Physiognomien im Frauenbild attischer Vasen des 5. Jahrhunderts v. Chr.

Besondere Faszination haben seit jeher Zeugnisse von Frauen hervorgerufen, die sich durch die Umkehrung etablierter Rollenbilder auszeichnen. Die Verhandlung des Konventionellen und der Abweichung davon wird in der bewussten Abkehr vom standardisierten Darstellungsschema antiker Frauen auf attischen Vasen sichtbar. Dabei erfahren direkt mit dem Körper verbundene Charakterisierungen – im Gegensatz zu (Ver-)Kleidung oder Ausstattung – eine besondere Betonung im Bild: Alterszüge, Tätowierungen und afrikanische Gesichtszüge.
Unkonventionelle Frauen treten in den verschiedensten Themenbereichen als Bildmittel der Differenzierung auf: So kann eine alte tätowierte Amme in Begräbnisszenen ein Bestandteil der Emotionsführung sein, eine vermeintlich alte afrikanische Opferdienerin eine Parodie von Festdarstellungen als solche erkennbar machen oder eine mit ihren exotischen Reizen spielende thrakische Sklavin auf einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen. Dabei werden die Frauen absichtlich einer eindeutigen Kategorisierbarkeit entzogen, im Fokus stand die effektvolle und z. T. ambivalente Einpassung in das Bildgefüge.

Museen der Stadt Wien - Stadtarchäologie (Hrsg.)

Monumental Computations
Digital archaeology of large urban and underground infrastructures

Proceedings of the International Conference on Cultural Heritage and New Technologies, Vienna, Band 24

Die internationale Konferenz „Cultural Heritage and New Technologies“ fand 2019 zu dem Thema „Monumental Computations - Digital archaeology of large urban and underground infrastructures“ im Wiener Rathaus statt.
Die Konferenzbeiträge behandeln die Herausforderungen großer Stadtentwicklungsprojekte für die zuständigen Organisatoren, deren Ziel es ist, das kulturelle Erbe der betroffenen Städte so gut wie möglich zu bewahren. Dabei sind Computergestützte Ansätze in allen Schritten eines großen Stadtentwicklungsprojekts unverzichtbar.

Armin Volkmann

Digitale Archäologie und Perspektiven des Digital Cultural Heritage
Besiedlungsmuster frühgeschichtlicher Kulturen des ersten Jahrtausends AD in Zentraleuropa. Vergleichende Studien zur Neustrukturierung und Transformation peripherer Regionen der Germania superior und des Barbaricums zum Ende des Römischen Reichs

Die Studie überbrückt systematisch die noch immer bestehende Lücke zwischen den archäologischen Wissenschaften und der angewandten Informatik, um anhand der beispielhaften Fragestellungen zum Ende des Römischen Reichs die umfassenden Umstrukturierungsprozesse der Besiedlung innerhalb und außerhalb des römischen Limes in der Migrationszeit zu untersuchen. Dabei kommen ausgewählte archäoinformatische Methoden im Bereich der Digitalen Archäologie zum Einsatz, die einen Beitrag zur Klärung der kulturgeschichtlichen Fragestellungen leisten. Grundlage stellen kuratierte Fachdaten aus kooperierenden Institutionen dar, die im Archäologischen Informationssystem (AIS) des Projekts geprüft und ergänzt wurden und mit Retrodigitalisaten zum Aufbau des Corpus komplettiert wurden.
Um die Repräsentativität der gewonnenen Thesen sicherzustellen, wurden vergleichend Daten aus mehreren zentraleuropäischen Mikroregionen erhoben und ausgewertet und Besiedlungsvorgänge der Migrationszeit zwischen römischer Kaiserzeit und dem Frühmittelalter mit einem Ausblick in die vorhergehende Latènezeit thematisiert. Auf diese Weise sind vielschichtige Besiedlungsmuster und -modelle in nachvollziehbaren Verfahren analysiert worden. Die Informationsmodellierungen stellen dabei die Ausgangsbasis für einhergehende Simulationsverfahren wie Analysen zu plausiblen Routenverbindungen und Interaktionsnetzwerken dar. Alle angewandten Verfahren werden grundlegend erklärt, so dass sie zur Reproduktion und Modifikation im Rahmen von weiteren Studien einladen.

Stefan Thörle (Hrsg.)

Fundberichte Hessen Digital 2019/2020
Bd. 1

Mit Ausgabe 1 – 2019 / 20 eröffnet die hessenARCHÄOLOGIE die Zeitschriftenreihe „Fundberichte Hessen Digital“, die ausgehend von einer Online-Erstpublikation eine fachwissenschaftliche Plattform für aktuelle Einzelbeiträge zur Archäologie und Paläontologie in Hessen bietet.

Die Ausgabe umfasst vier Aufsätze; vorgelegt werden Grabungsergebnisse zu einem Fundplatz am Riesenstein bei Heimarshausen, Forschungen zu einer frühneolithischen Siedlung bei Klein-Rohrheim, eine Abhandlung über das Gräberfeld der späten Römischen Kaiser- und frühen Völkerwanderungszeit von Lampertheim sowie eine Bearbeitung der latènezeitlichen Besiedlung zwischen Heidetränke und Heidengraben bei Oberursel.

Michael Koch (Hrsg.)

Archäologie in der Großregion
Beiträge des internationalen Symposiums zur Archäologie in der Großregion in der Europäischen Akademie Otzenhausen vom 12. - 15. April 2018

Archäologentage Otzenhausen – Archäologie in der Großregion, Band 5

Dieser Band bezieht sich auf die Tagung im Jahr 2018. Dort stand aus aktuellen Gründen das Thema „Migration“ im Zentrum. Denn Archäologie hat durchaus auch eine politische Dimension, wie schon das geflügelte Wort „Zukunft braucht Herkunft“ nahelegt. Die Phänomene von Migration, Flucht und Vertreibung sowie die Weitergabe von Handwerkstechniken und Kulturerscheinungen durch Wanderungsbewegungen sind so alt wie die Menschheit selbst. Insbesondere für die Großregion mit den Ländern Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Luxemburg, Lothringen, dem Elsass und der Wallonie ist dies ein bedeutendes Thema.

Joachim Weidig

Bazzano – ein Gräberfeld bei L’Aquila (Abruzzen)
Die Bestattungen des 8.-5. Jahrhunderts v. Chr.

Monographien des RGZM, Band 112,3

Bazzano bei L'Aquila gehört zu den größten vorrömischen Bestattungsplätzen im apenninischen Mittelitalien und übertrifft in der Zahl der Gräber sogar die Nekropolen von Fossa und Campovalano.
Über 500 Bestattungen der orientalisierenden und archa­ischen Zeit (8.-5. Jahrhundert v. Chr.) aus den Grabungen der Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Abruzzo von 1992-2004 werden in dieser Publikation erstmals vorgelegt und ausgewertet.
Vor allem etruskische Keramikimporte und deren lokale Adaptionen ermöglichen innerhalb einer absoluten Chronologie eine feinere Datierung der Gräber mit ihren älter wirkenden traditionellen italischen Schmuckelementen und Waffen. Dadurch kann auch die anhand von Seriationen und Gräberüberschneidungen erstellte Belegungs­abfolge der Nekropole in vier Hauptphasen besser mit den bestehenden Chronologie­systemen verglichen werden.
Neben Fragen zu Bestattungsbräuchen und Sozialstrukturen ist der Hauptteil der Arbeit der Klassifizierung und zeitlichen Einordnung von typischen mittelitalischen Objekten gewidmet, die weit über Bazzano hinaus verbreitet sind. Mit den ergänzenden anthro­pologischen Beiträgen wird das Bild einer mobilen eisenzeitlichen Bevölkerung entworfen, die sich in ihrer Lebensführung von den in der benachbarten Nekropole von Fossa bestattenden Individuen unterschied. Möglicherweise geht dies auf eine ausge­prägte Weidewirtschaft, auf Transhumanz oder aber auf eine sehr aktive Kriegerschicht zurück, deren Stellung auch durch die hohe Anzahl von waffenführenden Gräbern hervorgehoben wird.

Joachim Weidig

Bazzano – ein Gräberfeld bei L’Aquila (Abruzzen)
Die Bestattungen des 8.-5. Jahrhunderts v. Chr.

Monographien des RGZM, Band 112,2

Bazzano bei L'Aquila gehört zu den größten vorrömischen Bestattungsplätzen im apenninischen Mittelitalien und übertrifft in der Zahl der Gräber sogar die Nekropolen von Fossa und Campovalano.
Über 500 Bestattungen der orientalisierenden und archa­ischen Zeit (8.-5. Jahrhundert v. Chr.) aus den Grabungen der Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Abruzzo von 1992-2004 werden in dieser Publikation erstmals vorgelegt und ausgewertet.
Vor allem etruskische Keramikimporte und deren lokale Adaptionen ermöglichen innerhalb einer absoluten Chronologie eine feinere Datierung der Gräber mit ihren älter wirkenden traditionellen italischen Schmuckelementen und Waffen. Dadurch kann auch die anhand von Seriationen und Gräberüberschneidungen erstellte Belegungs­abfolge der Nekropole in vier Hauptphasen besser mit den bestehenden Chronologie­systemen verglichen werden.
Neben Fragen zu Bestattungsbräuchen und Sozialstrukturen ist der Hauptteil der Arbeit der Klassifizierung und zeitlichen Einordnung von typischen mittelitalischen Objekten gewidmet, die weit über Bazzano hinaus verbreitet sind. Mit den ergänzenden anthro­pologischen Beiträgen wird das Bild einer mobilen eisenzeitlichen Bevölkerung entworfen, die sich in ihrer Lebensführung von den in der benachbarten Nekropole von Fossa bestattenden Individuen unterschied. Möglicherweise geht dies auf eine ausge­prägte Weidewirtschaft, auf Transhumanz oder aber auf eine sehr aktive Kriegerschicht zurück, deren Stellung auch durch die hohe Anzahl von waffenführenden Gräbern hervorgehoben wird.

Joachim Weidig

Bazzano – ein Gräberfeld bei L’Aquila (Abruzzen)
Die Bestattungen des 8.-5. Jahrhunderts v. Chr.

Monographien des RGZM, Band 112,1

Bazzano bei L'Aquila gehört zu den größten vorrömischen Bestattungsplätzen im apenninischen Mittelitalien und übertrifft in der Zahl der Gräber sogar die Nekropolen von Fossa und Campovalano.
Über 500 Bestattungen der orientalisierenden und archa­ischen Zeit (8.-5. Jahrhundert v. Chr.) aus den Grabungen der Soprintendenza per i Beni Archeologici dell'Abruzzo von 1992-2004 werden in dieser Publikation erstmals vorgelegt und ausgewertet.
Vor allem etruskische Keramikimporte und deren lokale Adaptionen ermöglichen innerhalb einer absoluten Chronologie eine feinere Datierung der Gräber mit ihren älter wirkenden traditionellen italischen Schmuckelementen und Waffen. Dadurch kann auch die anhand von Seriationen und Gräberüberschneidungen erstellte Belegungs­abfolge der Nekropole in vier Hauptphasen besser mit den bestehenden Chronologie­systemen verglichen werden.
Neben Fragen zu Bestattungsbräuchen und Sozialstrukturen ist der Hauptteil der Arbeit der Klassifizierung und zeitlichen Einordnung von typischen mittelitalischen Objekten gewidmet, die weit über Bazzano hinaus verbreitet sind. Mit den ergänzenden anthro­pologischen Beiträgen wird das Bild einer mobilen eisenzeitlichen Bevölkerung entworfen, die sich in ihrer Lebensführung von den in der benachbarten Nekropole von Fossa bestattenden Individuen unterschied. Möglicherweise geht dies auf eine ausge­prägte Weidewirtschaft, auf Transhumanz oder aber auf eine sehr aktive Kriegerschicht zurück, deren Stellung auch durch die hohe Anzahl von waffenführenden Gräbern hervorgehoben wird.

Andrea Kilian, Monika Zöller-Engelhardt (Hrsg.)

Excavating the Extra-Ordinary
Challenges & Merits of Working with Small Finds: Proceedings of the International Egyptological Workshop at Johannes Gutenberg-University Mainz, 8–9 April 2019

Der internationale Workshop “Excavating the Extra-Ordinary. Challenges and merits of workings with small finds“ beschäftigte sich mit der herausfordernden Arbeit mit scheinbar ‚gewöhnlichen‘ Kleinfunden und ihrer Aufbereitung. Hierbei präsentierten und diskutierten im April 2019 an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz Spezialistinnen und Spezialisten aus ägyptologischen Grabungen, Museen und Institutionen aktuelle Erkenntnisse. Der vorliegende Band bietet Beiträge dieses Workshops, darunter der Umgang mit großen Materialmengen, fragmentarischen Funden und methodischen Problemstellungen. Die besprochene Materialvielfalt reicht dabei von Keramik, über Holz- und Knochenfunde bis zu Metallobjekten. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Auseinandersetzung mit unzureichenden frühen Grabungsdokumentationen und gestörten Fundkontexten.