Neuerscheinung

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Aktuelles

21.12.2021

Stephanie Herold; Gerhard Vinken (Hrsg.): Denkmal_Emotion. Politisierung – Mobilisierung – Bindung

Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 30

In Bezug auf das Kulturerbe sind die Emotionen als Thema zurück; der „emotional turn“, so scheint es, hat die Denkmalwissenschaften erreicht. Die Verbindung zwischen Emotionen und Erbe/Denkmal ist dabei als eine wechselseitige und voneinander abhängige Beziehung zu denken. Verstanden als integraler Bestandteil von Prozessen individueller und kollektiver Sinnstiftung, werden Emotionen vom Nebenprodukt zu einem prägenden Aspekt von Inwertsetzungen, Aneignungen und Ablehnungen, wie sie für das Feld der Denkmalpflege konstituierend sind. Die hier versammelten Beiträge spiegeln in ihrer Bandbreite die unterschiedlichen Facetten des komplexen Verhältnisses zwischen Denkmalwissenschaften und Emotionen wider, sei es in Bezug auf seine politischen Dimensionen, auf die Entwicklung neuer emotionaler Bezugspunkte oder auf ganz konkrete Prozesse von Denkmalaneignung oder -ablehnung.

15.12.2021

Thomas Schleper (Hrsg.): Kultur unterwegs: Relevanz einer Instanz

Woran liegt es, dass der Kultur heute kaum mehr die Kraft zugestanden wird, die ihr ein Jacob Burckhardt noch wie selbstverständlich bescheinigte? 13 Kulturexpert:innen verschiedenster Sparten suchen Antworten auf die gerade in der Pandemie gestellte Frage nach der Relevanz von Kultur. Kultur kann vitale Treiberin für Nachhaltigkeit, Inklusion und Demokratie sein. Dazu muss sie ihre relative Autonomie zurücknehmen, sich politisch verstehen und selbstkritisch begegnen. Was ist zu verteidigen und wo steht Aufgabenkritik für eine Transformation an? „Kultur unterwegs“ leuchtet multiperspektivische Zugänge für ein eigenes Urteil aus.
Enthält ein barrierefreies PDF.

14.12.2021

Inga Elisabeth Tappe: Böse Bilder? Theorie und Ethik der Gewaltfotografie

Dissertationen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe

Gewaltbilder wie Kriegsfotografien und Bildzeugnisse der Shoah stehen im Zentrum ethischer Kontroversen. Der Hoffnung, diese Bilder könnten ihre Betrachter*innen für das Leid anderer Menschen sensibilisieren, steht die Überzeugung, Empathie mit Anderen sei nicht durch Bilder vermittelbar und menschliches Leid nicht angemessen medial darstellbar, gegenüber. Dabei wird häufig eine Tendenz zum personalisierenden Sprechen deutlich, die Bilder zu eigenständigen, moralisch verantwortlichen Akteuren erhebt, sodass Bilder, die Böses zeigen, nicht als Bilder des Bösen, sondern als böse Bilder aufgefasst werden. Mit diesen Diskursen setzt sich der vorliegende Band kritisch auseinander.

14.12.2021

Olia Lialina: Turing Complete User. Resisting Alienation in Human Computer Interaction

Um das Jahr 2010 herum begannen der Bereich der Human-Computer-Interaction (HCI) und die IT-Branche insgesamt mit einer tiefgreifenden Reform ihrer Terminologie: einige Wörter wurden verboten und die Bedeutung anderer Wörter wurde umgekehrt, um die wachsende Kluft zwischen Benutzern und Entwicklern zu verbergen, um die Übergänge zu erleichtern von Computern zu “dumb terminals”, von Servern zu „Buckets“, vom Doppelklicken zum „OK, Google“. Computernutzer*innen lernten also auch laut und deutlich zu sprechen, um von Siri, Alexa, Google Glass, HoloLens und anderen Produkten, die sowohl zuhören als auch antworten, verstanden zu werden. Vielleicht ist es genau diese Verschmelzung von Input und Output zu einem „Gespräch“, das das vergangene Jahrzehnt prägt und in den kommenden Jahren den Kern der HCI-Forschung bilden wird. Wer skriptet die Gespräche mit diesen unsichtbaren Ohren und Mündern? Wie können die Nutzer*innen diese Interaktionen steuern? Wenn sich Hard- und Software in anthropomorphe Formen und formlose „Experiences“ auflösen, dann hören Wörter auf, bloße Namen und Metaphern zu sein. Sie regen nicht nur die Fantasie an und geben unsichtbaren Produkten Gestalt. Wörter selbst werden zu Schnittstellen – und entsprechend wird jede Änderung im Vokabular relevant.

02.12.2021

Interessengemeinschaft Deutscher Kunsthandel (Hrsg.): Fair und Gerecht? Restitution und Provenienz im Kunstmarkt. Praxis – Probleme – Perspektiven

Im Oktober 2019 fand in München ein Symposium statt, auf dem erstmals das historisch und juristisch komplexe Thema der NS-Raubkunst, der Restitution und Provenienz aus Sicht des Kunsthandels beleuchtet wurde. Die Tagung gab Einblicke in die Praxis des etablierten Kunsthandels, der mit hoher Expertise und Verantwortung für die Vermittlung und den Erhalt kultureller Güter einsteht. Der Tagungsband „Fair und Gerecht?“ umfasst sämtliche Vorträge und Diskussionsrunden der Veranstaltung. Renommierte Juristen, Provenienzforscher und Kunsthändler begaben sich vor dem Hintergrund des rechtlich-moralischen Spannungsfeldes auf die Suche nach Best-Practice-Lösungen mit dem Ziel, dem Kunsthandel auch in Zukunft die Arbeit zu ermöglichen.

15.11.2021

Christiane Lukatis: Treffpunkt Rom 1810. Die Geschichte eines Künstlerstammbuchs

Kataloge der Museumslandschaft Hessen Kassel, Band 68, hrsg. von Museumslandschaft Hessen Kassel

2019 konnte die Museumslandschaft Hessen Kassel ein unpubliziertes Künstlerstammbuch erwerben, das der livländische Adlige Wilhelm von Blankenhagen (1761–1840) 1810 in Rom zusammentrug. Die Sammlung umfasst über 30 Zeichnungen von so bedeutenden Künstlern wie Thorvaldsen, Koch oder den Lukasbrüdern Overbeck und Pforr. Russische oder livländische Künstler wie Matwejeff oder Grass sind ebenso vertreten wie der englische Archäologe und Griechenlandreisende Dodwell. Wie Schick oder Rauch stammen die meisten Künstler aus dem Umfeld Caroline von Humboldts.
Die Bedeutung des Albums für die Forschung ist nicht zu unterschätzen. Durch eine ausgezeichnete Quellenlage veranschaulicht es beispielhaft das Beziehungsgeflecht der Künstler des Humboldt-Kreises.

 

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arthistoricum.net – ART-Books

ist die Open-Access-Publikationsplattform von arthistoricum.net für wissenschaftliche E-Books aus den Fachbereichen Kunstgeschichte, Fotografie und Design.
Wir unterstützen Open Access als Publikationsmodell für die Verbreitung von Forschungsergebnissen und veröffentlichen sowohl Erstpublikationen ("goldener Weg") als auch Zweitveröffentlichungen ("grüner Weg"). Das kostenfreie Angebot richtet sich an Kunstwissenschaftlerinnen und Kunstwissenschaftler weltweit.
Zum Einsatz kommt die Open-Source-Software OMP des Public Knowledge Project (PKP).

 

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