Jill Carrick und Déborah Laks (Hrsg.): Daniel Spoerri : Topographies. Networks of Exchange
Passages online, Band 11
Daniel Spoerris Arbeiten besetzen den Schnittpunkt mehrerer künstlerischer Trends und Tendenzen. Die meisten Kommentatoren seines Werks betrachteten ihn hingegen als Künstler des Neuen Realismus, und sein Werk wird oftmals auf die der Fallenbilder reduziert. Diese von der Kunstgeschichtsschreibung gefestigte Verengung, weitgehend von den klassifizierenden Bemühungen Pierre Restanys geprägt, entspricht jedoch nur einem kleinen Teil seines Werkes. Spoerris Filme, seine Lyrik, seine Bücher, die MAT-Editionen, seine Bedeutung als Organisator von Veranstaltungen und Ausstellungen sind Beispiele für die Vielfalt und Offenheit seiner Aktivitäten. In den 1960er Jahren stand er Fluxus und Zero nahe und legte den Grundstein für die Eat Art. Die Arbeit des Künstlers als Teil transnationaler Netzwerke zu verstehen, die verschiedene Disziplinen sowie theoretische und materielle Ansätze vereinen, legt es nahe, Spoerris Interaktionen mit den verschiedensten Akteuren der Zeit neu zu bewerten. Dieses Buch geht als Tagungsband des von Jill Carrick und Déborah Laks am 22. Und 23. Oktober 2018 am DFK Paris veranstalteten Kolloquiums "Topographien von Daniel Spoerri: der Künstler in seinen Netzwerken" diesen Fragen nach.



