Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg

Johanna Banck-Burgess, Lisa-Maria Rösch (Hrsg.)

Verknüpft und zugenäht! Bound and Stitched Up !
Gräser, Bast, Rinde – Alleskönner der Steinzeit / Grass, Bast, Bark – Stone Age All-Rounders

Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg, Band 82

Wahre Alleskönner waren die Textilien aus den prähistorischen Pfahlbausiedlungen am Bodensee und in Oberschwaben. Komplexe Herstellungstechniken und vielfältige Rohstoffe lassen eine erstaunliche Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten erkennen. Das Forschungsprojekt „THEFBO“ (2018–2021) untersucht die kulturhistorische Bedeutung der Textilien für frühe landwirtschaftliche Gemeinschaften. Das vorliegende Begleitheft zu einer Wanderausstellung zeigt in zahlreichen Beiträgen der Projektpartner* innen und Interviews mit den Beteiligten die Vielfalt dieses Themas.

Tiberius Bader (Hrsg.)

Hemmingen in der Vor- und Frühgeschichte

Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg, Band 79

Der heute rund 7300 Einwohner zählende Ort Hemmingen liegt 15 km nordwestlich der Landeshauptstadt Stuttgart, zwischen dem mittleren Neckartal und dem Vorschwarzwald in der durch sanfte Anhöhen und flache Talmulden geprägten Landschaft des „Strohgäus“. Die ausgesprochen fruchtbaren Lössböden der Region werden bereits seit dem Beginn der Jungsteinzeit vor etwa 7500 Jahren und durch alle folgenden Epochen hindurch landwirtschaftlich genutzt. Zahlreiche Funde von Siedlungen der ersten Ackerbauern ebenso wie Spuren der Kelten, Römer und Alamannen bezeugen die Jahrtausende alte Besiedlungsgeschichte in und um Hemmingen. Das vorliegende Heft geht auf eine Vortragsreihe des Ortsgeschichtlichen Vereins Hemmingen zurück. Neben einem kurzen Abriss der lokalen Forschungsgeschichte bietet es einen zusammenfassenden Überblick über die wichtigsten Epochen der Vor- und Frühgeschichte und die Bodendenkmäler und Funde, mit denen sie in Hemmingen vertreten sind.

Andreas Thiel und Sarah Roth

Vicus Aurelianus
Das römische Öhringen

Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg, Band 74

Öhringen um 200 n.Chr.: Mehrere hundert Soldaten in zwei Kastellen überwachen den nahen Limes. Um die Militärlager leben ihre Familien, Händler und Handwerker. Die Siedlung – mit dem Namen vicus Aurelianus – ist ein wichtiger Posten des Römischen Reiches an der Grenze zu den Germanen. Schon im 18. Jh. erkannte die Altertumsforschung die Bedeutung des Platzes. Christian Ernst Hanßelmann, einer der Pioniere der Provinzialrömischen Archäologie, leitete hier erste Ausgrabungen. Er deckte Mauerzüge auf und barg Münzen, Keramik, Inschriften und weitere Funde. Die Römer sind bis heute in Öhringen präsent. Das UNESCO-Welterbe Limes, das Weygang-Museum, die Limes Blicke und die Landesgartenschau 2016: Auf vielfältige Weise werden wir an den vicus Aurelianus erinnert.

Manfred Rösch, Tanja Märkle (Hrsg.)

Kelten, Dinkel, Eisenerz
Sieben Jahrtausende Siedlung und Wirtschaft im Enztal

Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg, Band 73

Das Enztal verbindet die alten Länder Baden, Württemberg und Kurpfalz und gleichzeitig die Landschaften Schwarzwald, Kraichgau, Stromberg, Gäu und mittleres Neckarland. Seit der Linearbandkeramik besiedelt, lässt sich hier die Erschließung des Landes modellhaft nachvollziehen. Aufgrund der politischen Zerrissenheit fehlen aber historische Über sichten. Der vorliegende Band schließt diese Lücke und betrachtet die Besiedlungs-, Wirtschafts- und Umweltgeschichte des Enztals während der vergangenen sieben Jahr tausende aus interdisziplinärer Warte.

Jörg Bofinger, Stephan M. Heidenreich (Hrsg.)

Befund – Rekonstruktion – Touristische Nutzung
Keltische Denkmale als Standortfaktoren

Archäologische Informationen aus Baden-Württemberg, Band 72

Der Heidengraben auf der Schwäbischen Alb birgt die Reste einer befestigten spätkeltischen Großsiedlung des 2. und 1. Jahrhunderts v. Chr. Archäologische Funde und obertägig sichtbare Wallreste verdeutlichen die überregionale Bedeutung und die räumlichen Ausmaße des keltischen Oppidums, das zu den größten Mitteleuropas gehört.
Anlässlich neuer Planungen zur touristischen Aufwertung des Großdenkmals „Heidengraben“ wurde im Herbst 2013 ein international besetztes Kolloquium in Grabenstetten abgehalten. Die Ergebnisse dieser Tagung  werden im vorliegenden Band präsentiert. Die Beiträge befassen sich mit zentralen Fragen der Rekonstruktion archäologischer Befunde. Das Themenspektrum beschränkt sich dabei jedoch nicht auf fachlich-archäologische Problemstellungen, sondern behandelt auch Kernaspekte einer touristischen Konzeption. In diesem Zusammenhang stellen zahlreiche Experten verschiedener wissenschaftlicher Einrichtungen und Museen „best practice“-Projekte in Deutschland und Österreich vor.