Zitationsvorschlag

Högl, Lukas: Burgen im Fels: Eine Untersuchung der mittelalterlichen Höhlen-, Grotten- und Balmburgen der Schweiz, Heidelberg: Propylaeum, 2025 (Schweizer Beiträge zur Kulturgeschichte und Archäologie des Mittelalters, Band 12). https://doi.org/10.11588/propylaeum.1576

Identifier

ISBN 978-3-96929-412-3 (PDF)

Veröffentlicht

20.02.2025
Die Printausgabe erschien 1986 beim Hirmer Verlag, München, ISBN978-3-530-36930-4.

Autor/innen

Lukas Högl

Burgen im Fels

Eine Untersuchung der mittelalterlichen Höhlen-, Grotten- und Balmburgen der Schweiz

Das Buch umfasst drei Teile. Der erste ist ein Katalog der Höhlungsburgen der Schweiz. Die meisten davon befinden sich in den Alpenkantonen Tessin und Wallis, vereinzelte Felsburgen sind auf die Kantone Graubünden, Solothurn, Bern, St. Gallen, Baselland, Nidwalden und Waadt verteilt. Ein Blick ins benachbarte Ausland (Frankreich, Italien, Österreich) erfasst vier Objekte. In dieser Materialsammlung, zu der auch Kleinfunde und der Publikation beigelegte Aufnahmepläne gehören, werden die Burgen nach formalen Gesichtspunkten beschrieben. Bei den «Burgen im Fels» unterscheidet man definitorisch 1. die Höhlenburg, wenn die Naturform so beschaffen ist, dass eine einfache gerade Abschlussmauer genügt, um den Bau zu schliessen, 2. die Grottenburg, wenn die Naturform im Grundriss markant zurückweicht und ein oder zwei Seitenwände nötig sind, 3. die Balmburg, wenn die Naturform neben dem oberen Abschluss wesentlich nur eine Wandfläche zur Verfügung stellt. Im französischsprachigen Wallis zirkulieren für Höhlungen im Berge die Bezeichnungen grotte, caverne, scex (lat. saxum= Fels) sowie keltischen Ursprungs balma (Balmen) oder barma.
Im zweiten Teil werden die Bauten eingehend besprochen und analysierende Baubeschreibungen vorgelegt.
Im dritten Abschnitt werden die Burgen in ihren kulturgeschichtlichen, politischen wie geografischen Kontext gestellt. Peter Kaiser zeigt anhand der Walliser Felsenburgen überzeugend auf, dass volkskundliche Fragestellungen wie mündliche Überlieferungen die archäologischen Kenntnisse sinnvoll ergänzen.
Die Erforschung von Höhlenburgen in unzugänglichem alpinem Gelände stellt die Forscher vor sportliche Herausforderungen und erfordert Kenntnis des Bergsteigens und solider Klettertechnik.

Kapitel

Inhaltsverzeichnis
Seiten
PDF
Titelei
Inhalt
5
Widmung
6
Vorwort
7-8
Einleitung
9-11
Katalog der Höhlungsburgen in der Schweiz
12-74
Fundkataloge
75-117
Der Bauplatz
119-126
Die Konstruktion (Baustruktur)
127-154
Der Bauplan (Raumstruktur)
155-163
Bemerkungen zur geschichtlichen Erscheinung der Höhlungsburgen
164-170
Peter Kaiser
Zur Funktion und geschichtlichen Stellung der Höhlungsburgen im Wallis
171-183
Gestaltung
184-199
Mündliche und schriftliche Überlieferung
200-212
Versuch einer Deutung
213-219
Einführende und mehrfachzitierte Literatur
220
Verzeichnis der beigelegten Aufnahmepläne
220
Beilagen

Kommentare