Die neolithische Besiedlung zwischen der Köln-Bonner Rheinebene und den Bergischen Hochflächen
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Frank, Thomas: Die neolithische Besiedlung zwischen der Köln-Bonner Rheinebene und den Bergischen Hochflächen, Heidelberg: Propylaeum, 2014 (Archäologische Berichte, Band 10). https://doi.org/10.11588/propylaeum.23.16

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ISBN 978-3-946654-03-2 (PDF)

Veröffentlicht am 13.11.2014.

Die Printausgabe erschien 1998 im Selbstverlag der Deutschen Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V. (DGUF). ISBN 978-3-7749-2864-0.

Statistik


Thomas Frank

Die neolithische Besiedlung zwischen der Köln-Bonner Rheinebene und den Bergischen Hochflächen

Archäologische Berichte

Die Bedeutung jungsteinzeitlicher Funde in Mittelgebirgen wurde seit den 1950er Jahren kontrovers diskutiert, denn es waren fast nur Oberflächenfunde von Steinartefakten bekannt, besonders Einzelfunde von steinernen Beilklingen. Im Laufe der Jahrzehnte wurden viele weitere Fundstellen entdeckt, die auch siedlungsanzeigende Steingeräte der Jungsteinzeit enthielten. Damit mehren sich die Anzeichen, dass diese Funde nicht allein Verlustfunde, Hinterlassenschaften von Jagdstreifen oder in historischer Zeit verschleppte Bodenfunde (Donnerkeile) sind.

Seit der im Jahr 1954 erschienenen Landesaufnahme des Bergischen Landes von Marschall, Narr und von Uslar, in der nur wenige jungsteinzeitliche Fundstellen aufgeführt werden konnten, haben "Laienforscher" Hunderte von urgeschichtlichen Fundplätzen entdeckt, deren Quellen aber bisher nicht zusammenfassend ausgewertet wurden. Von den 975 urgeschichtlichen Fundplätzen, die im Katalog dieser Arbeit vorgelegt sind, führen rund 400 auch jungsteinzeitliche Steinartefakte. Dazu kommen fast 100 Einzelfunde von Feuerstein-Beilklingen.

Der Autor untersucht in dieser Fundlandschaft einen Transekt von der Rheinebene zu den Bergischen Hochflächen, stellt die neolithischen Funde in ihr chronologisches und topographisches Umfeld und in Beziehung zu den mesolithischen Plätzen. Dabei zeigte sich eine mittel- bis endneolithische Besiedlung unterschiedlicher Intensität, deren unvermischte Fundstellen eindeutig an die besten Böden gebunden sind. Dagegen weisen die mesolithisch-neolithisch vermischten Fundplätze eine deutlich andere Topographie auf, deren Bodengüte offensichtlich ohne Bedeutung für die Auswahl der Plätze war. Die in der Forschungsgeschichte so kontrovers diskutierten Einzelfunde von Feuerstein-Beilklingen kennzeichnen das nähere Umfeld dieser Siedlungsstellen. Damit zeichnen sich unterschiedliche, möglicherweise sich gleichzeitig ergänzende jungsteinzeitliche Wirtschaftsformen ab.

Inhaltsverzeichnis
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Titelei
Vorwort des Herausgebers
Inhalt
I. Vorwort des Verfassers
II. Einleitung
III. Zur Frage der neolithischen Mittelgebirgsnutzung
IV. Das Bergische Land
V. Das Untersuchungsgebiet
VI. Funde des Neolithikums
VII. Fundstellen des Neolithikums
VIII. Zusammenfassung
IX. Summary
X. Literatur
XI. Katalog I, neolithische Fundstellen im Transekt
XII. Katalog II
XIII. Regesten zu den Faltkarten 15-18
XIV. Register
XV. Tafeln
Karte 14 - 18