Germanisches Nationalmuseum

Das Germanische Nationalmuseum ist das größte kulturhistorische Museum des deutschen Sprachraums. Rund 1,35 Millionen Objekte sind auf 23 Sammlungsbereiche verteilt. Sie geben Zeugnis von 200.000 Jahren deutscher Kulturgeschichte. Das Museum zeichnet sich in besonderem Maße durch gattungsübergreifende Objektforschung aus. Ein weiteres Hauptaugenmerk des Museums liegt auf der Untersuchung der kulturellen Zusammenhänge, in denen die Werke stehen.

Als Teil der Leibniz-Gemeinschaft hat sich das Germanische Nationalmuseum zu Open Access verpflichtet. Über arthistoricum.net – ART-Books werden insbesondere im Rahmen von Tagungen erzielte Forschungsergebnisse der Wissenschaft vollumfänglich und kostenlos zur Verfügung gestellt.


Publikationen des Germanischen Nationalmuseums, Nürnberg:

Erscheint Juni 2018:

Die Publikation der Tagung 'Private Passion – Public Challenge. Musikinstrumente Sammeln in Geschichte und Gegenwart', Dominik von Roth und Linda Escherich (Hrsg.), erfolgt online über arthistoricum.net

Während Musikinstrumente auch heute von Privatpersonen begeistert gesammelt werden, so wird die Sammelleidenschaft öffentlicher Museen zumeist von vollen Depots und knappen Kassen gebremst. Ideen, die diesen Querstand für alle Beteiligten befriedigend auflösen, um Forschung und Museumsarbeit für die Zukunft zu rüsten, sind bislang Mangelware.

Beim Verkauf der Sammlung Rück an das Germanische Nationalmuseum Anfang der 1960er Jahre ging in Deutschland letztmals eine Musikinstrumentensammlung dieser Größe aus Privatbesitz in die öffentliche Hand über. Wie wertvoll und reichhaltig allein dieser Sammlungsbestand ist, zeigt ein DFG-Projekt, in dem die Erwerbskorrespondenz Rücks für ein öffentliches Online-Portal systematisch aufbereitet wird. Mit einem Umfang von über 17.000 Dokumenten zu Ankauf, Handel und Restaurierung historischer Musikinstrumente wird die Grundlage für unzählige Fragestellungen aus unterschiedlichsten Disziplinen wie der Kunstgeschichte, der Kulturwissenschaft, aber auch dem Instrumentenbau geboten, die weit über herkömmliche Ansätze der Provenienzforschung hinausgehen. Dem Beispiel Rück entsprechend ist das private Sammeln von Musikinstrumenten in Geschichte und Gegenwart zentraler Angelpunkt der Konferenz. Beiträge zu historischen und zeitgenössischen Sammlungen (aus Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Österreich und der Schweiz), sowie Fragen an die Musikwissenschaft bzw. deren Zukunft und damit verknüpfte Aufgaben attraktiver und angemessener musealer Präsentationen von Sammlungsbeständen werden durch Erfahrungsberichte privater Sammler ergänzt. Positionen aus den Bereichen Literaturwissenschaft, Kulturmanagement, Transcultural Music Studies und Kunstgeschichte bieten transdisziplinäre Korrektive und runden den Tagungsband ab.

Projektleitung:

Roth, Dominik von, (Email)
Escherich, Linda, (Email)

Ansprechpartner GNM-Verlag:

Kupper, Christine, (Email)

Erscheint als E-Book:
Aufbruch der Jugend
Deutsche Jugendbewegung zwischen Selbstbestimmung und Verführung

Hrsg. von G. U. Großmann mit Claudia Selheim und Barbara Stambolis. Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 26.09.2013–19.01.2014.

Jugend stand ganz besonders um 1900 für Aufbruch und Erneuerung, für Zukunft und Visionen. Jugendliche aus bürgerlichen Kreisen begehrten gegen die Elternwelt auf. Viele ihrer Ziele trafen sich mit den Forderungen der Lebensreformbewegung. Junge Leute schlossen sich in Bünden wie dem „Wandervogel“ zusammen. Gemeinsame Unternehmungen stärkten das Gruppengefühl.

Der reich bebilderte Band zeichnet in 35 wissenschaftlich kritischen Essays und einem 280 Nummern umfassenden Objektkatalog die Jugendbewegung von ihren Anfängen über ihre politische Ideologisierung bis hin zum ersten Open-Air-Festival in der BRD auf Schloss Waldeck 1964 nach.

Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder (Hrsg.)
Renaissance · Barock · Aufklärung
Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3

Der Band begleitet die im Germanischen Nationalmuseum 2010 neu eröffnete Dauerausstellung zur Kunst und Kulturgeschichte des 16. bis 18. Jh. im deutschen Sprachraum. Die Schausammlung erschließt mit rund 1.000 Exponaten in 33 Räumen zentrale Themen der Frühen Neuzeit, wie Sammeln und Repräsentieren, Antikenrezeption und Naturstudium, die Wechselwirkung von Kunst und Religion oder das sich wandelnde Bild vom Menschen. Zu diesen Leitthemen bietet die Publikation vertiefende Beiträge und einen wissenschaftlichen Katalog aller ausgestellten Objekte. Auf der Basis aktueller Forschung werden Gemälde und Skulpturen, darunter Meisterwerke von Albrecht Dürer, Peter Vischer, Lucas Cranach oder Franz Xaver Messerschmidt, wie auch Glasgemälde, graphische Blätter und illustrierte Bücher, Kunsthandwerk, Textilien, Schmuck, Medaillen, Möbel und Musikinstrumente in ihrem künstlerischen und historischen Kontext verortet. Von den rund 1.000 Exponaten sind in dem attraktiv gestalteten Band rund zwei Drittel in herausragender Qualität farbig abgebildet.

Die weiteren Open-Access-Publikationen des Germanischen Nationalmuseums auf arthistoricum.net umfassen Aufsätze (über ART-Dok) sowie folgende E-Journals:
KulturGut
MonatsAnzeiger
Anzeiger für Kunde der deutschen Vorzeit: Organ d. Germanischen Museums
Mitteilungen aus dem Germanischen Nationalmuseum
Schrifttum zur deutschen Kunst


Kontakt
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
Verlag
Kornmarkt 1
D-90402 Nürnberg

Tel.: +49 911 1331165
(Mo–Fr, 11.00–16.00 Uhr)
Internet: www.gnm.de