Zitationsvorschlag

Bielfeldt, Ruth et al.: Von Bronze zu Bits: Die Erforschung und innovative Vermittlung von Pompejis Lichtkunst, in Bienert, Andreas, Emenlauer-Blömers, Eva und Lengyel, Dominik (Hrsg.): EVA Berlin 2023. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie: 27. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie, Heidelberg: arthistoricum.net, 2026 (EVA Berlin, Band 27), S. 175–185. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1567.c25529

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-98501-331-9 (PDF)

Veröffentlicht

16.01.2026

Autor/innen

Ruth Bielfeldt, Johannes Eber, Lars Oliver Grobe, Manuel Hunziker

Von Bronze zu Bits

Die Erforschung und innovative Vermittlung von Pompejis Lichtkunst

„Neues Licht aus Pompeji“, ein Forschungsprojekt am Institut für Klassische Archäologie der LMU München unter Leitung von Prof. Dr. Ruth Bielfeldt, widmet sich der Technologie, Ästhetik und Atmosphäre des römischen Kunstlichts. Eine publikumswirksame Forschungsausstellung präsentierte die Ergebnisse an den Staatlichen Antikensammlungen München und den Kapitolinischen Museen Rom der Öffentlichkeit. Schlüssel zu den schillernden römischen Lichtkulturen waren bislang kaum gesehene bronzene Beleuchtungsgeräte aus den Vesuvstädten: Öllampen, Lampenträger und Kandelaber. Das Licht der Vergangenheit zu entdecken – diese Aufgabe erforderte im Forschungsprozess und in der Präsentation digitale Methoden und Medien. Im Verbund von digitaler Technologie und experimenteller Archäologie wurden zwei Bronzelampen aus Pompeji digital erfasst und physisch rekonstruiert. An den nachgegossenen Repliken ließen sich nun Lichtexperimente durchführen. Ein weiterer Projektzweig widmete sich mit der Virtual Reality dem Ziel, antikes Kunstlicht zu simulieren und räumlich erfahrbar zu machen. Das „Virtuelle Triklinium“, der digital erzeugte Speiseraum der Casa di Giulio Polibio in Pompeji, ermöglichte es Besucher:innen, das Kunstlicht des Raumes selbst zu steuern und so die Raumatmosphäre nachzuempfinden. Das Projekt illustriert die Bedeutung digitaler Technologien in Verbindung mit kulturwissenschaftlicher Interpretation für das Verständnis der Sinneskulturen in historischen Gesellschaften.