Zitationsvorschlag

Grahl, Jonas: Mœbius’ Metamorphosen: Die äußere und innere Verwandlung von Körpern im Comic, in Avrutina, Alexandra et al. (Hrsg.): VerWandlungEn: Tagungsband anlässlich des 100. Kunsthistorischen Studierendenkongresses in München, Heidelberg: arthistoricum.net, 2024, S. 45–56. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1096.c18707

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-98501-116-2 (PDF)
ISBN 978-3-98501-117-9 (Softcover)

Veröffentlicht

27.11.2024

Autor/innen

Jonas Grahl

Mœbius’ Metamorphosen

Die äußere und innere Verwandlung von Körpern im Comic

Für den französischen Comickünstler Jean Giraud alias Mœbius bedeutete die äußere Verwandlung seiner Comickörper, eine Verschiebung der Lesbarkeit seiner Figuren im Inneren. Er fordert die Leser:innen heraus, das Dargestellte neu zu bewerten und sich überraschen zu lassen. Während Mœbius mit Le chasseur deprimé (2007/08) in das träumerisch-diffuse Unterbewusstsein eindringt, beweist er die medienspezifischen Qualitäten des Comics in Bezug auf metamorphe Prozesse. In Die Gärten von Edena (1988) durchleben die zwei Protagonist:innen eine Verwandlung ihrer Körper, die Fragen nach dem Verhältnis von Mensch, Natur und Sexualität nach sich zieht.

Jonas Grahl M.A. studierte an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz Kunstgeschichte mit Schwerpunkten in der Architekturgeschichte und -theorie des 20. Und 21. Jahrhunderts, Architekturvermittlung und Denkmalpflege. Seit 2017 ist er aktives Mitglied der Vermittlungsinitiative DIE BETONISTEN, die sich für den Erhalt und das Verständnis von Baukultur der Nachkriegszeit in Mainz engagieren. Mit der Auseinandersetzung mit Mœbius geht er erstmals seinem Interesse für Comickunst nach.