Zitationsvorschlag
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Kontakt-Offensive
Die Darstellung der Schreiberin und Malerin Guda im Rahmen eines Initialbuchstabens
In einem Homiliar des 12. Jhs., einer Handschrift mit Texten zur Vorbereitung auf die im Ablauf des
Kirchenjahres anstehenden Predigten, begegnet uns in einem besonders hervorgehobenen Anfangsbuchstaben die Figur einer Nonne wohl mittleren Alters (Frankfurt am Main, UB J. C. Senckenberg, Ms. Barth. 42). Sowohl ihr Gestus als auch das von ihr gehaltene Schriftband lassen sich als Kontaktaufnahme begreifen – aktuell über einen Zeitraum von ca. 850 Jahren hinweg. Mit ihrem kurzen Textbeitrag identifiziert sich die Nonnenfigur als Darstellung einer Frau namens Guda, die die Malerin und Schreiberin der vorliegenden Handschrift sei. Was aber sind ihre Aussageabsichten? Angesichts des Zusammenspiels von Malerei und Schrift, Bild und Text im betreffenden Initialbuchstaben begeben wir uns auf eine Spurensuche, die weiteren geschriebenen und gemalten Hinweisen innerhalb der Handschrift folgt.



