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Wissenschaftstheoretische Implikationen. Transformation der Geisteswissenschaften durch die Digital Humanities
Abstract Der Beitrag analysiert die wissenschaftstheoretischen Implikationen von Forschungsmethoden
in den Digital Humanities (DH) und thematisiert die Transformation der Geisteswissenschaften sowie deren traditionelle Wissenschaftskulturen durch den Einfluss der DH. Aus wissenschaftstheoretischer Perspektive widmet sich der Beitrag den aktuellen Diskussionen, aufkommenden Trends sowie bestehenden Herausforderungen in den Digital Humanities und bietet methodologische
Ansätze für eine interdisziplinäre Theoriebildung und iterative Forschungsansätze.
Ausgehend von dem Versuch einer Lagebestimmung der Digital bzw. Data Humanities, die zwischen der weiteren Ausdifferenzierung ihrer Teildisziplinen und der interdisziplinären Weiterentwicklung von gemeinsamen Theorien, Vokabularen und digitalen Forschungspraktiken lokalisiert werden, stellt sich unter anderem die Frage, welche DH-Theorien und theoretischen Grundlagen sich abzeichnen und beispielsweise in der Lehre der Digital Humanities vermittelt werden sollen. Zu diesem Zweck skizziert der Beitrag vier wissenschaftstheoretische Diskurse in den Digital Humanities und perspektiviert deren Problemhorizonte. Als Voraussetzungen für eine gelingende Transformation der digitalen Geisteswissenschaften werden u. a. die Implementierung einer Daten- und Methodenkritik in die DH-Theorie(n), iterative Vorgehensweisen, die Bedeutung von Fachexpertise(n) für die Validierung von Ergebnissen aus quantitativen Studien sowie die Entwicklung eines gemeinsamen Referenzrahmens angesehen.
Keywords Digital Humanities, Theorie, Daten- und Methodenkritik, Mixed Methods, Expertise, Validierung, Interdisziplinarität

