Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Fünfter Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 5

In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 21/7, 1936, Seiten 357-492

Elisabeth Wagner-Durand, Barbara Fath, Alexander Heinemann (Hrsg.)

Image – Narration – Context
Visual Narration in Cultures and Societies of the Old World

Freiburger Studien zur Archäologie und visuellen Kultur , Band 1

Narrative sind primäre Akteure der Produktion von sozialer Bedeutung und Identität. Sie artikulieren sich nicht nur im mündlichen und schriftlichen Ausdruck, sondern auch in Bildern und Artefakten. Diesen Objekten sind aufgrund ihrer Materialität spezifische erzählerische Potenziale und Kontexte der Wahrnehmung und Bewertung eigen. Aber wie lösen Bilder eigentlich Erzählung aus? Können wir die sozialen Orte ihrer Wahrnehmung beschreiben? Und wie interagieren diese Kontexte - soziale Praktiken, religiöse Rituale, Demonstrationen politischer Macht - mit den betreffenden Artefakten und beeinflussen sich wechselseitig?
Sowohl Fallstudien aus den Archäologien als auch Beiträge aus einem weiteren Spektrum der Kulturwissenschaften widmen sich diesen Fragen in einem breiteren methodischen Rahmen.

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Vierter Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 4

  In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 20/5, 1935, Seiten 209-296

Jutta Meurers-Balke, Tanja Zerl, Renate Gerlach (Hrsg.)

Auf dem Holzweg … Eine Würdigung für Ursula Tegtmeier

Archäologische Berichte, Band 30

Im vorliegenden Band sind Beiträge von 36 AutorInnen zu verschiedenen Themenbereichen aus Archäologie, Archäobotanik, Archäozoologie, Dendroarchäologie und Experimenteller Archäologie zu Ehren von Dr. Ursula Tegtmeier zusammengetragen worden. Das breite Spektrum der Beiträge spiegelt die vielfältigen wissenschaftlichen Interessensgebiete der Jubilarin wider sowie die engen Kontakte, die Ursula Tegtmeier zu KollegInnen aus unterschiedlichen archäologischen Disziplinen pfegt.

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Dritter Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 3

In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 19/2, 1934, Seiten 97-184

Falko Daim, Christian Gastgeber, Dominik Heher, Claudia Rapp (Hrsg.)

Menschen, Bilder, Sprache, Dinge
Wege der Kommunikation zwischen Byzanz und dem Westen 2: Menschen und Worte

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 9.2

2018 zeigt das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz in Zusammenarbeit mit der Schallaburg in dem prachtvollen Renaissanceschloss nahe Melk (Niederösterreich) die Ausstellung »Byzanz & der Westen. lOOO vergessene Jahre«.
Beide, Byzanz und der europäische Westen, entspringen dem römischen Weltreich, doch nehmen sie schon ab der Spätantike unterschiedliche Entwicklungen. Während das Römische Reich im Osten Bestand hatte und nahtlos in das Byzantinische Reich des Mittelalters überging, traten im Westen gentile Herrschaften an dessen Stelle, Königreiche der Goten, Vandalen, Angelsachsen, Langobarden und Franken. Zwar blieb Byzanz zumindest 800 Jahre lang für die anderen europäischen Entitäten respektierte oder akzeptierte Großmacht, doch kam es sehr schnell zu Gebietsstreitigkeiten, Zwistigkeiten und kulturellen Differenzen. Zudem wurde die Verständigung immer schwieriger - im »orthodoxen« Osten war Griechisch Verkehrssprache, im »katholischen« Westen Latein die lingua franca. Unterschiede in Liturgie und Glaubensfragen verstärkten die Differenzen oder wurden (religions)politisch zur Betonung der Verschiedenheit sogar noch unterstrichen. Aber immer noch bewunderte man das »reiche Konstantinopel« und die byzantinischen Schätze - darunter die herrlichen Seiden, Elfenbeinreliefs, technische Wunderwerke, die vielen Reliquien, grandiose Bauwerke.
Die Wende kam 1204 mit der Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer. Für das bereits vorher geschwächte Byzantinische Reich bedeutete diese Katastrophe eine völlige neue Situation als ein Exilreich, dessen Kaiser und Patriarch nach Kleinasien ausweichen mussten. In einem Großteil des ehemals europäischen Byzantinischen Reiches machten sich Kreuzfahrerstaaten breit; Venedig und Genua, die durch Sonderverträge schon zuvor als Handelsmächte stark präsent waren, wurden zu bestimmenden Faktoren der westlichen Mächte im Osten.
Anlässlich dieser Schau erscheinen zwei Begleitbände mit insgesamt 41 Beiträgen zu den ebenso vielfältigen wie wechselhaften Beziehungen zwischen dem lateinischen Westen und dem Byzantinischen Reich. Die Bände sind nach den Medien der Kommunikation strukturiert: Menschen, Bilder, Sprache, Dinge. Sie versammeln Beiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit archäologischer, kunsthistorischer, philologischer und historischer Schwerpunktsetzung. Mehrere Überblicksdarstellungen und Detailstudien schöpfen aus Forschungsprojekten des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident sowie dem Schwerpunkt Byzanzforschung und Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
II. Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 2

In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 16/6, 1931, Seiten 175–234

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Tafeln/Katalog

Monographien des RGZM, Band 122,4

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Tafeln/Katalog

Monographien des RGZM, Band 122,3

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Intention, Abfall oder Zufall – naturwissenschaftliche Untersuchungen

Monographien des RGZM, Band 122,2

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Archäologie, Geschichte, Grabbrauch

Monographien des RGZM, Band 122,1

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Anastassios Ch. Antonaras

Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki
Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 2

Zum ersten Mal werden das Handwerk und Kunsthandwerk Thessalonikis, ehemals die zweitgrößte Stadt des byzantinischen Reiches nach Konstantinopel, untersucht und die archäologischen, historischen und epigraphischen Quellen ausgewertet.

Über 80 Jahre archäologische und lebenslange persönliche Forschungen zu 112 Ausgrabungen geben detaillierte Hinweise auf mindestens 16 Handwerke. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und umfasst auch Überblicke über die politische Geschichte und Topographie Thessalonikis für den Zeitraum der ersten 19 Jahrhunderte der Stadtgeschichte. Durch den bebilderten Katalog zu jeder Ausgrabungsstätte sowie Fundkarten eröffnet dieses Werk unbekannte Aspekte des Alltagslebens in der Antike, der frühchristlichen und byzantinischen Zeit.

Leicht veränderte Neuauflage zu Anastassios Ch. Antonaras: Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence von 2016

Hans Aschemeyer

Die Gräber der jüngeren Bronzezeit im westlichen Westfalen

Bodenaltertümer Westfalens, Band 9

  

Klaus Günther

Die Altsteinzeitlichen Funde der Balver Höhle

Bodenaltertümer Westfalens, Band 8

  

August Stieren (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Fundchronik für Westfalen und Lippe über die Jahre 1937-1947

Bodenaltertümer Westfalens, Band 7

  

Diana Wolf

Monsters and the Mind
Composite Creatures and Social Cognition in Aegean Bronze Age Glyptic

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 9

Monsters and the Mind ist eine erste systematische Erfassung des bestehenden Repertoires an „Monster“-Darstellungen auf bronzezeitlichen Siegeln und Siegelabdrücken aus der Ägäis mit einem besonderen Fokus auf das minoische Kreta. Die Arbeit kategorisiert und typologisiert Hybride und Mischwesen, wie Greifen und Vogelfrauen, Minoische Genii und Drachen, und interpretiert diese im kulturhistorischen Kontext ihrer jeweiligen Entstehungs- und Umlaufzeit. Ein umfassender Katalog aller publizierter Siegel, die Hybride und Mischwesen führen, ergänzt die typologischen und interpretativen Ansätze des Textes.

August Stieren (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Die Funde von Haltern seit 1925

Bodenaltertümer Westfalens, Band 6

  

Despoina Ariantzi, Ina Eichner (Hrsg.)

Für Seelenheil und Lebensglück
Das byzantinische Pilgerwesen und seine Wurzeln

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 10

Die internationale Abschlusskonferenz des Projekts »Für Seelenheil und Lebensglück. Das byzantinische Pilgerwesen und seine Wurzeln« vom Dezember 2015 versammelte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Disziplinen von Archäologie, Byzantinistik, Kunstgeschichte,  Geschichtswissenschaften, Religionsgeschichte, Epigraphik und Historischer Geographie, die sich dem Phänomen der Pilgerfahrt im Byzantinischen Reich widmeten.
Die Beiträge erörtern die Zusammenhänge des byzantinischen Pilgerwesens mit der heidnischen und jüdischen Pilgerfahrt. Vor allem aber präsentieren und diskutieren sie die Praxis des Pilgerwesens zwischen »Kult und Kommerz« im sakraltopographischen und landschaftlichen Kontext einzelner Regionen und Orte des Byzantinischen Reiches von Ägypten bis Bulgarien und von Süditalien bis zum Heiligen Land.

August Stieren (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Ein Bericht über Grabungen und Funde für die Jahre 1925 bis 1928

Bodenaltertümer Westfalens, Band 1

  

Roland Rappmann, Alfons Zettler, Karl Schmid

Die Reichenauer Mönchsgemeinschaft und ihr Totengedenken im frühen Mittelalter

Archäologie und Geschichte – Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 5

Das Bodenseekloster Reichenau, um 724 von dem Wanderbischof Pirmin gegründet, hat im Reichenauer Verbrüderungsbuch und in zwei Totenbüchern umfangreiche Namenverzeichnisse aus der Zeit vor der Jahrtausendwende hinterlassen. Rund 40000 Personen sind im Verlauf des früheren Mittelalters zum Zweck des liturgischen Gebetsgedenkens in diese Gedenkbücher eingeschrieben worden. Mit der Eintragung des Namens in die Gedenkbücher, die auf den Altar gelegt wurden, verband der mittelalterliche Mensch die Vorstellung vom Eingang ins »himmlische Buch des Lebens«; er erhoffte sich davon immerwährende Präsenz bei der Liturgie und den Gebeten der Mönche, Nähe zu Gott und das Heil seiner Seele. Der Kernbestand der Reichenauer Memorialüberlieferung, die Namenlisten, die den Reichenauer Konvent und das Totengedenken im Inselkloster betreffen, sind Gegenstand dieses Buches. Der hier erstmals umfassend bearbeitete und präsentierte Überlieferungskomplex spiegelt aber nicht nur die wechselvolle Geschichte der Abtei im Bodensee und ihrer Mönchsgemeinschaft von der Gründung über das Goldene Zeitalter bis ins Hochmittelalter wider, sondern gewährt auch Einblick in die Geschichte des abendländischen Mönchtums und viele Aspekte des gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Lebens jener Zeit.

Sebastian J. Pfeifer

Die Geweihfunde der magdalénienzeitlichen Station Petersfels
Eine archäologisch-taphonomische Studie

Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg, Band 3

Die Magdalénienstation Petersfels (Lkr. Konstanz) zählt mit ihrem umfangreichen lithischen und organischen Inventar zu den bedeutendsten altsteinzeit lichen Fundstellen Mitteleuropas. Die vorliegende Studie behandelt die spätjungpaläolithische Geweihindustrie vom Petersfels unter den besonderen Schwerpunkten Archäologie und Taphonomie. Im Zuge von Untersuchungen an rezenten Rengeweihen im westgrönländischen Inland kann der Autor Sebastian J. Pfeifer eine Vielzahl von natürlichen Veränderungen beschreiben und klassifizieren. Anhand dieser Beobachtungen gelingt es, Auswirkungen taphonomischer Prozesse und anthropogene Modifikationen am paläolithischen Fundmaterial identifizieren und voneinander zu unterscheiden. Es kann gezeigt werden, dass sowohl Abwurfstangen als auch schädelechte Stücke am Petersfels eingebracht, gelagert und verarbeitet wurden. Eine stark rationalisierte Produktion kontrastiert dabei mit großzügigem Verbrauch des Materials und der Beobachtung, dass beschädigte Werkzeuge nahezu nie repariert wurden.

Lars Blöck

Die römerzeitliche Besiedlung im rechten südlichen Oberrheingebiet

Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg, Band 1

Die als Dissertation an der Universität Freiburg entstandene Arbeit untersucht die römerzeitliche Besiedlung im südlichsten Abschnitt des rechten Oberrheingebiets zwischen Kaiserstuhl, Schwarzwald und der in den Hochrhein entwässernden Alb. Die Grundlage der umfassenden Studie bildet eine katalogartige Erfassung und inhaltliche Bewertung der mehr als 750 aus dem Gebiet bekannten römerzeitlichen Plätze. Nach einer quellenkritischen Einordnung setzt sich die Analyse zunächst mit den Siedlungstypen und Straßen auseinander, mit denen die Landschaft erschlossen wurde. Im Vordergrund stehen dabei Fragen nach der Herleitung, Entwicklung und den wirtschaftlichen Grundlagen der Siedlungen. Daran schließt sich eine Rekonstruktion der Besiedlungsabläufe am rechten Oberrhein vom Ausgreifen Roms auf das Gebiet kurz nach der Zeitenwende bis zum Ende der römischen Herrschaft im 5. Jahrhundert an.

Charlotte Schubert et al. (Hrsg.)

Platon Digital
Tradition und Rezeption

Digital Classics Books, Band 3

Platon ist nach Homer der antike Autor mit der reichhaltigsten Rezeption vom Altertum über das Mittelalter bis in die Neuzeit. Gleichwohl und gerade aus diesem Grund ist diese bisher allenfalls bruchstückhaft aufgearbeitet worden. Die Autoren versuchen, diesem alten Ziel geisteswissenschaftlicher Forschung auf neuen Wegen näherzukommen, indem sie eine informationswissenschaftliche Perspektive auf Platon und seine Rezeption anwenden. Dazu sind innovative Methoden der Paraphrasensuche entwickelt worden, um diese auch als Methode altertumswissenschaftlich und kulturwissenschaftlich interessierter Forschung zu etablieren.

Jens Wittig, Corina Willkommen

Digital Classics in der Praxis
Arbeiten mit eAQUA: Eine Einführung mit Beispielen

Digital Classics Books, Band 2

"Digital Classics in der Praxis:  Arbeiten mit eAQUA. Eine Einführung mit Beispielen“ führt in die praktische Arbeit mit den aus dem Textmining stammenden Suchmöglichkeiten der Kookkurrenzsuche und Parallelstellensuche ein. Das Buch ist als niedrigschwellige Einführung konzipiert, die keine Vorkenntnisse erfordert. Ein Einsatz als Lehrbuch zur Textanalyse in althistorisch-philologischen Übungen ist daher problemlos möglich. In einem allgemeinen Einführungsteil werden die Tools anhand ihrer im Portal eAQUA angebotenen Funktionalitäten erklärt. Die Kookkurrenzsuche zeigt semantische Zusammenhänge an, die Suche nach Parallelstellen listet Übereinstimmungen zwischen einem Werk und einem gesamten Referenzkorpus der lateinischen oder griechischen Literatur auf. Abhängigkeiten, Einflüsse und  Transferwege des antiken Wissens lassen sich mit den Tools rekonstruieren und bringen Schülern und Studierenden die antiken Texte auf neue Weise nahe.
Weiterhin werden Begriffe aus der Korpusanalyse sowie die Bedeutung und der Einsatz von  Signifikanzmaßen erklärt. Ein ausführliches Glossar erläutert die heute häufigsten Begriffe aus den Digital Humanities.

Ilias Valiakos

Das Dynameron des Nikolaos Myrepsos
Erstedition

Das Dynameron des Nikolaos Myrepsos wird zum ersten Mal nach acht Jahrhunderten kritisch ediert. Es ist ein für die byzantinische und frühneuzeitliche Medizin- und Pharmaziegeschichte grundlegender Text und steht in einer langen Tradition von Handbüchern, wie es sie bereits seit der Antike gegeben hat. Der Text enthält als Folge seiner Entstehungsgeschichte, Wörter aus allen Phasen der griechischen Sprache, dazu auch Fremd- und Lehnwörter aus dem Persischen, Arabischen und Lateinischen. Der Text war schon aus der lateinischen Übersetzung bekannt und hat mit seinen Rezepten zur Erstellung der ersten abendländischen Pharmaziehandbücher beigetragen, der bekannten Pharmacopoeia.

Artemis Karnava

Seals, sealings and seal impressions from Akrotiri in Thera

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Beiheft 10

In dieser Monographie werden die Siegel, Siegelabdrücke und gesiegelten Objekte aus der bronzezeitlichen Stätte von Akrotiri auf Thera erstmals wissenschaftlich vorgelegt. Das Buch betrachtet zunächst die archäologischen Kontexte und untersucht die Siegel und Siegelplomben unter Berücksichtigung typologischer und ikonographischer Gesichtspunkte. Dabei zeigt sich, dass die Mehrheit der untersuchten Objekte nicht lokal gefertigt wurde, sondern aus Kreta stammt, und dass zumeist nur fertige Siegelplomben und Siegel nach Akrotiri importiert wurden. Die Monographie analysiert einerseits den Stellenwert und andererseits die Rolle der Fundstücke im bronzezeitlichen Akrotiri. Darüber hinaus trägt die Untersuchung dazu bei, bestimmte Aspekte der neupalastzeitlichen minoischen Administration zu vertiefen und die Traditionen und Lebenswelten der bronzezeitlichen Inselkultur zu ergründen.

Maria Anastasiadou, Olga Krzyszkowska, Diamantis Panagiotopoulos (Hrsg.)

Falko Daim, Dominik Heher, Claudia Rapp (Hrsg.)

Menschen, Bilder, Sprache, Dinge
Wege der Kommunikation zwischen Byzanz und dem Westen 1: Bilder und Dinge

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 9.1

2018 zeigt das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz in Zusammenarbeit mit der Schallaburg in dem prachtvollen Renaissanceschloss nahe Melk (Niederösterreich) die Ausstellung »Byzanz & der Westen. 1000 vergessene Jahre«. Beide, Byzanz und der europäische Westen, entspringen dem römischen Weltreich, doch nehmen sie schon ab dem 5. Jahrhundert unterschiedliche Entwicklungen. Während das Römische Reich im Osten Bestand hatte und sich zum Byzantinischen Reich des Mittelalters wandelte, traten im Westen gentile Herrschaften an dessen Stelle, Königreiche der Goten, Vandalen, Angelsachsen, Langobarden und Franken. Zwar blieb Byzanz zumindest 800 Jahre lang das Vorbild für die anderen europäischen Entitäten, doch kam es sehr schnell zu Missverständnissen, Meinungsverschiedenheiten und Zwistigkeiten. Die Verständigung wurde immer schwieriger – im orthodoxen Osten sprach man zumeist Griechisch, im katholischen Westen war die Verkehrssprache Latein. Auch bei der Auslegung des christlichen Glaubens war man sich zusehends uneinig. Aber immer noch bewunderte man die byzantinischen Schätze – die herrlichen Seiden, Elfenbeinreliefs, technische Wunderwerke, die vielen Reliquien, grandiose Bauwerke.

Die Wende kam 1204 mit der Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Bischöfe und Ritter des Vierten Kreuzzugs. Für das bereits vorher geschwächte Byzantinische Reich bedeutete diese Katastrophe den Abstieg in die zweite politische Liga. Im Osten machten sich Kreuzfahrerstaaten breit, Venedig und Genua waren schon früher im Handel erfolgreich, jetzt hatten sie praktisch die alleinige Kontrolle.

Anlässlich dieser Schau erscheinen drei Begleitbände mit insgesamt 40 Beiträgen zu den ebenso vielfältigen wie wechselhaften Beziehungen zwischen dem lateinischen Westen und dem Byzantinischen Reich. Die Bände sind nach den Medien der Kommunikation strukturiert: Menschen, Bilder, Sprache, Dinge. Sie versammeln Beiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit archäologischer, kunsthistorischer, philologischer und historischer Schwerpunktsetzung. Das vielschichtige Bild an Überblicksdarstellungen und Detailstudien gewinnt zusätzlichen Wert durch teils erstmals veröffentlichte Ergebnisse aktueller Forschungsprojekte, vornehmlich des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident sowie der byzantinistischen Forschungseinrichtungen in Wien.

Karl-Ernst Behre (Hrsg.)

Die chronologische Einordnung der paläolithischen Fundstellen von Schöningen

Forschungen zur Urgeschichte aus dem Tagebau Schöningen, Band 1

Die Aufdeckung eines Jagdlagers im Braunkohlen-Tagebau von Schöningen mit den ältesten Speeren der Welt hat sowohl in der Wissenschaft als auch in der breiten Öffentlichkeit eine große Resonanz gefunden. Daneben stellt die Grube ein Fenster in die Vergangenheit dar, das über mehrere Hunderttausend Jahre den geologischen Ablauf und die Umweltgeschichte aufzeigt.

Die riesigen geologischen Aufschlüsse und die archäologischen Ausgrabungen haben Schöningen zu einem Schlüsselgebiet für die gesamte mitteleuropäische Eiszeitalterforschung gemacht. In dem ersten Band der neuen Reihe zu diesem Fundplatz werden in sieben Beiträgen die Untersuchungsergebnisse der beteiligten Disziplinen zum zeitlichen Ablauf des Mittelpleistozäns vorgelegt. Vier weitere Beiträge stellen die Ergebnisse aus Schöningen in den größeren Kontext Mitteleuropas, für dessen zeitliche Gliederung sie große Bedeutung haben.

Matthias Fröhlich

Burg und Bergbau im südlichen Schwarzwald
Die Ausgrabungen in der Burg am Birkenberg (Gde. Bollschweil-St. Ulrich)

Archäologie und Geschichte – Freiburger Forschungen zum ersten Jahrtausend in Südwestdeutschland, Band 20

In vielen Tälern des Südschwarzwaldes finden sich heute meist unzugängliche Stollen und Schächte, die Zeugnis von dem hier im Mittelalter betriebenen Bergbau auf Silber geben. In der älteren Literatur werden diese Reviere oft in Verbindung mit nahe gelegenen Burgen gebracht, in der Annahme, dass die lokalen Bergherren von dort die Gewinnung der Erze und deren Aufbereitung überwacht hätten. Am rund 10 km südlich von Freiburg im Breisgau gelegenen Birkenberg konnten im Rahmen des durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft finanzierten Projekts „Burg & Bergbau“ erstmals die Überreste einer Burganlage ergraben werden, bei der sowohl die urkundliche Überlieferung, als auch die archäologischen Zeugnisse einen solchen Zusammenhang sicher belegen. Die Forschungsergebnisse werden mit diesem Band vorgelegt.

Henriette Baron, Falko Daim (Hrsg.)

A Most Pleasant Scene and an Inexhaustible Resource Steps Towards a Byzantine Environmental History
Interdisciplinary Conference November 17th and 18th 2011 in Mainz

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 6

Was wissen wir über die Umwelten, in denen sich das Byzantinische Reich im östlichen Mittelmeerraum entfaltete? Wie wurden sie wahrgenommen und wie prägten sich Mensch und Umwelt im Laufe des byzantinischen Jahrtausends (395-1453 n. Chr.) gegenseitig? Welche Zugangswege wurden bisher erprobt, um diese Wechselwirkungen zu ergründen? Und wie könnte eine weitere umweltgeschichtliche Forschungsagenda aussehen?
Diese Fragen standen im Zentrum einer interdisziplinären Tagung, die am 17. und 18. November 2011 in Mainz stattfand. Dieser Tagungsband versammelt Beiträge von Forschern, die sich diesen Fragen von ganz unterschiedlichen Blickwinkeln genähert haben. Sie richten ihr Augenmerk auf das Aussagepotenzial traditioneller wie auch »neuer« Quellen und Methoden der Byzantinistik und Byzantinischen Archäologie für diese bislang noch wenig ergründete Sphäre. Dabei wird sichtbar, wie eng die Umweltgeschichte mit klassischen Themen der Byzanzforschung – seien sie wirtschafts-, sozial- oder kulturgeschichtlicher Natur – verwoben ist.