Lech Krzyżaniak et al.

Kadero

Marek Chłodnicki , Michał Kobusiewicz , Karla Kroeper (Hrsg.)
Studies in African Archaeology, Band 10

Im  vom Poznań Archaeological Museum herausgegebenen 10 Band der Studies in African Archaeology werden die neolithische Siedlung und der Friedhof in Kadero in Zentralsudan vorgestellt. Die vorliegende Publikation trägt die Ergebnisse von mehr als 30 Jahren Forschung zusammen und soll als Ausgangspunkt für weitere neolithische Studien in dieser Region dienen.

Lech Krzyżaniak

Schyłek pradziejów w środkowym Sudanie

Studies in African Archaeology, Band 3

  

Anastassios Ch. Antonaras

Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki
Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 2

Zum ersten Mal werden das Handwerk und Kunsthandwerk Thessalonikis, ehemals die zweitgrößte Stadt des byzantinischen Reiches nach Konstantinopel, untersucht und die archäologischen, historischen und epigraphischen Quellen ausgewertet.

Über 80 Jahre archäologische und lebenslange persönliche Forschungen zu 112 Ausgrabungen geben detaillierte Hinweise auf mindestens 16 Handwerke. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und umfasst auch Überblicke über die politische Geschichte und Topographie Thessalonikis für den Zeitraum der ersten 19 Jahrhunderte der Stadtgeschichte. Durch den bebilderten Katalog zu jeder Ausgrabungsstätte sowie Fundkarten eröffnet dieses Werk unbekannte Aspekte des Alltagslebens in der Antike, der frühchristlichen und byzantinischen Zeit.

Der Titel wurde 2019 neu aufgelegt Anastassios Ch. Antonaras: Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence.

Victor Ernest Glenoce Kenna

Die Englischen Museen II

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 7

Friedrich Matz, Hagen Biesantz (Hrsg.)

Siegel, die in fünf englischen Museen aufbewahrt werden, sind in CMS VII veröffentlicht. Die Mehrheit der im Band aufgenommenen Siegel stammt aus der Sammlung des Britischen Museums. Diese Siegel sind vom Ende des 19. bis zum Anfang des 20. Jh. von verschiedenen Sammlern zusammengetragen worden.  Die restlichen im Band veröffentlichten Siegel werden im Fitzwilliam Museum, Manchester University Museum, City of Liverpool Museum und City of Birmingham Museum aufbewahrt. Der Band enthält mittelminoische, spätminoische und späthelladische Siegel. 

Ingo Pini und Nikolaos Platon

Iraklion Archäologisches Museum
Die Siegel der Neupalastzeit

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.3

Ingo Pini (Hrsg.)

Im Band II,3 werden Siegel veröffentlicht, die im Archäologischen Museum von Iraklion aufbewahrt sind und in der Zeit von MM IIIB-SM IIIA1 datieren. Anders als heute wird im Band diese Zeit als Neupalastzeit bezeichnet. Weniger als die Hälfte der Siegel kommen aus Grabungen, aber auch darunter stammen nur relativ wenige Stücke aus datierten Kontexten. Im diesem Band sind nur die Siegel, die bis 1961 ins Museum gelangt sind, aufgenommen. 

Ingo Pini

Iraklion, Archäologisches Museum
Die Siegelabdrücke von Phästos

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.5

Friedrich Matz, Ingo Pini (Hrsg.)

Im Band CMS II,5 sind die Siegelabdrücke veröffentlicht, die auf Tonplomben vorkommen, die aus Grabungen der Italienischen Archäologischen Schule im Palast von Phaistos  stammen. Die Mehrheit der im Band publizierten Siegelabdrücke ist auf den Tonplomben zu finden, die 1955 im Raum 25 des Alten Palastes zutage gekommen sind. Die Fundschicht ist in MM IIb zu datieren.

Friedrich Matz , Hagen Biesantz (Hrsg.)

Die minoischen und mykenischen Siegel des Nationalmuseums in Athen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 1

CMS I ist der erste veröffentlichte Band des Corpus der minoischen und mykenischen Siegel.  Es wurden Siegel und Tonplomben aufgenommen, die im National Museum von Athen aufbewahrt werden und vom Neolithikum bis zu der Ende der Bronzezeit zu datieren sind. Somit enthält der Band Stücke aus gesicherten Kontexten aus dem griechischen Festland und die Inseln, wie z. B. aus Mykene, Vafeio, Pylos, Perati, Theben und Sesklo und Melos. Darüber hinaus wurde Siegel kretischer Herkunft aufgenommen, die größtenteils der Privatsammlung Mitsotaki gehörten und deren Herkunft unbekannt ist.

Ingo Pini (Hrsg.)

Kleinere Griechische Sammlungen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 5.1

Der zweiteilige Band CMS V publiziert Siegel von Neolithikum bis zum Ende der späthelladischen Periode aus Museen und Sammlungen in Griechenland mit Ausnahme des Athener Nationalmuseums (siehe CMS I, CMS I Suppl.) und des Archäologischen Museums Iraklion (siehe CMS II, III, IV). Die Erfassung des Materials für den Band wurde 1973 abgeschlossen.

Für viele Siegel liegen Kontextdatierungen vor, da die Mehrheit der Stücke aus gesicherten Fundplätzen sowie wissenschaftlichen Ausgrabungen stammt. Die Anordnung des Materials erfolgt zunächst in der alphabetischen Reihenfolge der Museumsorte. Der erste Teil des Bands enthält Siegel, die in Sammlungen von „Ägina“ bis „Delos“ aufbewahrt sind.

Victor Ernest Glenoce Kenna

Die englischen Privatsammlungen

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 8

Friedrich Matz, Hagen Biesantz (Hrsg.)

Der Band enthält vorwiegend minoische aber auch einige späthelladische Siegel, die bis 1966 in Privatsammlungen in Großbritannien aufbewahrt wurden. Die Siegel sind Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts durch Ankauf oder Schenkung in die Sammlungen gekommen und sind daher ohne Fundplatz- bzw. Kontextangaben. Viele der Privatsammlungen, in denen die Siegel zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Bandes aufbewahrt wurden, sind  mittlerweile aufgelöst. Wenn die neuen Aufbewahrungsorte der Siegel heute bekannt sind, ist die Information in der CMS Datenbank in ARACHNE zu finden.

Ingo Pini , Nikolaos Platon und Gisela Salies

Iraklion, Archäologisches Museum
Die Siegel der Altpalastzeit

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.2

Ingo Pini (Hrsg.)

Im zweiten CMS-Band über die Bestände des Archäologischen Museums von Heraklion werden die Siegel der kretischen Altpalastzeit aus sicheren bzw. unbekannten Fundzusammenhängen vorgelegt, die bis in die frühen 1970er Jahre ans Licht kamen. Eine prominente Stelle nimmt hier das Ensemble aus der Siegelwerkstatt von Malia ein, das über 100 Siegel in verschiedenen Phasen der Bearbeitung umfasst.  

Peter Pfälzner

Mittanische und mittelassyrische Keramik
Eine chronologische, funktionale und produktionsökonomische Analyse

Unsere Kenntnis der spätbronzezeitlichen Gebrauchskeramik Nordmesopotamiens fußte bisher auf einem
recht eklektischen Ausgangsmaterial, das keine annähernde typologische Vollständigkeit bot und sich einer
genaueren zeitlichen Einteilung entzog. Der oberflächliche Eindruck ließ darüber hinaus kaum Hoffnung auf
eine Verbesserung der Lage zu, weil das Material allzu stereotyp erschien. Diesem Zustand, der einem Desiderat gleichkam, soll mit der vorliegenden Publikation abgeholfen werden.

Nikolaos Platon

Iraklion, Archäologisches Museum
Die Siegel der Vorpalastzeit

Friedrich Matz , Ingo Pini (Hrsg.)
Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 2.1

Im ersten CMS-Band über die Bestände des Archäologischen Museums von Heraklion werden die Siegel der kretischen Vorpalastzeit aus sicheren bzw. unbekannten Fundzusammenhängen vorgelegt. Der Band, der Funde bis in die 1960er Jahre erfasst, enthält auch zahlreiche Siegel der Altpalastzeit, die zum Zeitpunkt seines Erscheinens als vorpalastzeitlich galten. Die überwiegende Mehrheit dieses bedeutenden Materials stammt aus zentralkretischen Nekropolen bzw. einzelnen Gräbern.

Neslihan Asutay-Effenberger , Falko Daim (Hrsg.)

Der Doppeladler
Byzanz und die Seldschuken in Anatolien vom späten 11. bis zum 13. Jahrhundert

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 1

Das nach der für die Byzantiner vernichtenden Schlacht bei Manzikert 1071 im zuvor byzantinischen Anatolien entstandene Reich der Rum-Seldschuken war bis zu seiner Auflösung Anfang des 14. Jahrhunderts der wichtigste Nachbar der Byzantiner an ihrer Ostgrenze. Das Reich der Rum-Seldschuken vereinte Seldschuken wie griechisch-orthodoxe Einwohner und stand schon daher in einem intensiven Kontakt mit Byzanz, der sich vor allem in Handel, im Austausch von Kunstschaffenden und in Eheschließungen manifestierte. Diese sozialen und politischen Beziehungen sowie die durch ethnische und religiöse Toleranz geprägte Koexistenz der verschiedenen Völkerschaften innerhalb des Seldschukenreiches waren Grundlage für große Kunst. Gleichwohl wissen wir heute nur wenig über die Rum-Seldschuken und ihr Interagieren mit den Byzantinern, sodass bisweilen der Eindruck vorherrscht, es habe kaum einen kulturellen Austausch gegeben.
Der Tagungsband legt die Ergebnisse einer interdisziplinären Tagung vor, die vom 1. bis  zum 3. Oktober 2010 im Römisch-Germanischen Zentralmuseum Mainz stattfand, um diesem Eindruck die Grundlage zu entziehen und um eine Diskussion über die Probleme der byzantinisch-seldschukischen Beziehungen zu eröffnen.

Heidrun Derks

Gräber und ‚Geschlechterfragen‘
Studie zu den Bestattungssitten der älteren Römischen Kaiserzeit

Archäologische Berichte, Band 24

Männerfriedhof, Frauenfriedhof oder "optische" Täuschung? Männlich oder weiblich? Kulturelles Phänomen oder quellenbedingter Trugschluss? So lauten die Fragen, die die Untersuchung der Gräber und Gräberfelder der älteren Römischen Kaiserzeit zwischen Elbe und Oder seit dem 19. Jahrhundert begleiten.

Die vorliegende Studie fasst den Verlauf der bisherigen Diskussion zusammen und legt mit einer Untersuchung von über 7.000 Einzelbefunden von mehr als 300 Fundorten eine umfassende Betrachtung des seit gut 150 Jahren kontrovers erörterten Themas vor. Sie rückt überdies die möglichen Deutungen und Erklärungsmodelle in den Mittelpunkt der Betrachtung und greift hierfür weit über das Feld archäologischer Forschung hinaus.

Vergleichende Auswertung völkerkundlicher Studien
So erfolgt erstmals eine umfassend vergleichende Auswertung völkerkundlicher Studien zur Bedeutung des Geschlechts im Bestattungsritus, die Einblicke in die Gestaltungs- und Bedeutungsvielfalt geschlechtsspezifischer Bestattungssitten und das "Zusammenspiel" von Leben und Tod eröffnet, welches hierin Ausdruck findet.

Wechselspiel von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren
In der Rückkopplung auf die ältere Römische Kaiserzeit wird deutlich, dass Vorstellungen des kulturellen "Geschlechts" die Bestattungssitten jener Zeit durchaus erheblich beeinflussten, aber keinesfalls allein bestimmten. Ungeachtet der zuweilen diffusen Quellenlage ist stattdessen ein komplexes Wechselspiel von politischen, wirtschaftlichen und sozialen Faktoren anzunehmen, um die regionale Vielfalt ebenso wie den beobachtbaren zeitlichen Wandel in den Beigabensitten zu interpretieren.

Zum anderen deutet einiges darauf hin, dass möglicherweise auch das in den Bestattungssitten Ausdruck findende Geschlechterkonzept unter dem Einfluss äußerer Faktoren - Bedrohung, Elitenbildung, wachsender "Wohlstand" - im Verlauf der älteren Römischen Kaiserzeit erheblichen Veränderungen unterlag.

Arbeitskreis Archäologie im Schulbuch der DGUF (Hrsg.)

Literaturempfehlungen zur Archäologie
Fachliteratur, Sachbücher, Kinder- und Jugendliteratur

Archäologische Berichte, Band 21

Mit dieser Bibliographie möchte der DGUF-Arbeitskreis "Archäologie im Schulbuch"  Schulbuchautoren, Lehrern, Museumspädagogen, Studierenden und interessierten "Laien" eine Zusammenstellung von Fachliteratur sowie Kinder- und Jugendliteratur an die Hand geben.

Das von Fachwissenschaftlern kommentierte, nach Epochen, Inhalten und teilweise auch nach Bundesländern gegliederte Verzeichnis zu Themen von der Altsteinzeit bis zum Mittelalter bildet ein übersichtliches Nachschlagewerk für alle, die einen leichten Zugang zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas suchen.

Barbara Kraus

Befund Kind
Überlegungen zu archäologischen und anthropologischen Untersuchungen von Kinderbestattungen

Archäologische Berichte, Band 19

Gräber gehören zu den wichtigsten Quellen in der Ur- und Frühgeschichtsforschung. Die Entscheidung, menschliche Überreste zu bergen und mit Blick auf ein bestimmtes archäologisches Erkenntnisinteresse auszuwerten, kann nur auf der Basis einer genauen Kenntnis naturwissenschaftlicher Methoden und ihren Möglichkeiten und Grenzen erfolgen. Gerade die Anwendung invasiver Verfahren erfordert besondere Sorgfalt.

Eine Modifizierung der Methoden, die bei der Befundung der Überreste von Erwachsenen praktikabel sind, reicht nicht aus, um die reifungsbedingt unterschiedliche Ausprägung befundbarer Merkmale (verstorbener) Kinder angemessen zu berücksichtigen.

Auch die Nutzbarkeit schriftlicher Quellen mittels Analogieschluss unterliegt bestimmten Kriterien, die den Problemen der Anwendbarkeit anthropologischer Methoden strukturell ähneln können.

Mit dem vorliegenden Überblick archäologischer und anthropologischer Verfahren zur Befundung physischer Überreste von Kindern und ihrer Bewertung soll ein Beitrag zur Methodologie geleistet werden.

Susanne Bosche

Die Selbstrepräsentation von Handwerkern und Händlern im Grabkontext in der Provinz Gallia Belgica
Aspekte der Vermittlung sozialer Identität in einer multikulturellen Gesellschaft

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 6

Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt auf einer Untersuchung des sozialen Hintergrundes der Selbstrepräsentation von Handwerkern und Händlern im Grabkontext in der römischen Provinz Gallia Belgica des 2. und 3. Jahrhunderts u.Z., sowie einiger erkennbarer Phänomene des verstärkten Kontaktes der einheimischen Bevölkerung mit der römischen Kultur. Der erste Teil der Arbeit legt nahe, dass die hohe Zahl von steinernen Grabmälern von Handwerkern und Händlern im betrachteten Zeitraum primär im Kontext von Veränderungen in der Memorialkultur und den verwendeten Materialien zu stehen scheint und nicht ausschließlich auf soziale oder wirtschaftliche Aspekte zurückgeführt werden kann.

Die ikonographische Gestaltung der Grabmäler, die im zweiten Teil hinsichtlich ihrer wirtschaftlichen Aspekte untersucht wird, lässt keine Verfestigung der Bildersprache als Ausdruck eines Kollektivbewusstseins erkennen. Konzeptueller Hintergrund der Repräsentativität von Handwerk und Handel ist das Herstellen von Produkten hoher und nachprüfbarer Qualität, wobei der Transport der Waren zu einem überregionalen Zielort eine wichtigere Rolle einnimmt als der Verkauf selbst, in dessen Rahmen zudem die Interaktion mit den Kunden über die Waren, und nicht deren Umtausch gegen Geld im Vordergrund steht. Die im dritten Teil untersuchte soziale Einordnung der Personen ist nur unter Einschränkungen möglich, insbesondere kann der Rechtsstatus anhand der momentanen Quellen- und Forschungslage nicht überzeugend rekonstruiert werden. Namensgebung und Kleidung legen jedoch nahe, dass es sich vorwiegend um Angehörige der lokal ansässigen Bevölkerung handelt. Die verwendeten, äußerst heterogenen Grabmalformen lassen durch  verschiedene Tendenzen der Ausweitung des memorialtechnischen Anspruches im Rahmen der Erinnerungskultur einen Anspruch auf Sozialprestige erkennen, welcher in vielen Fällen mit einer Charakterisierung der Person durch Prestigewaren kombiniert wird. Der so erkennbare Prestigeanspruch fällt tendenziell mit einer zunehmenden Orientierung an Elementen aus der römischen Kultur zusammen. Aufgrund der fehlenden Thematisierung politischer Ambitionen und der im wirtschaftlichen Bereich erkennbaren Phänomene sollte von einer zumindest partiellen Etablierung von Internationalität als sozial relevanten Wert ausgegangen werden.

Agnieszka Mączyńska

Lower Egyptian Communities and Their Interactions with Southern Levant in the 4th Millennium BC

Studies in African Archaeology, Band 12

Das Nildelta in der prädynastischen Zeit und der Kulturkontakt zu den Gesellschaften der Südlevante in der Kupferzeit und der frühen Bronzezeit sind das Thema in Band 12 der Studies in African Archaeology.
Neue Grabungsergebnisse, die weitere Erkenntnisse zur Entwicklungsgeschichte der Südlevante erbrachten sind Thema des Bandes. Die Monographie basiert auf der Dissertation der Autorin im Jahr 2004, erweitert um neue Erkenntnisse der nachfolgenden 10 Jahre.

Ariane Elisabeth Tatas

Die figürlichen Grabstelen im römischen Thessaloniki

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 5

„Ταῦτα, φίλοι ∙ μετὰ ταῦτα τί | γὰρ πλέον; οὐκέτι ταῦτα. |στήλλη ταῦτα λαλεῖ καὶ λί|θος ∙ οὐ γὰρ ἐγώ“. Mit diesen Worten kommt ein Grabepigramm des 3. Jhs. n. Chr. aus Eumeneia in Phrygien zu einem Abschluss. Gewinnt man bei den ersten Worten noch den Eindruck der Tote wende sich ein letztes Mal an den Passanten und Betrachter seiner Grabstele, so versteht sich von selbst, dass man enttäuscht werden muss. Denn welche Hoffnungen oder Befürchtungen unser Gaius auch immer an das Jenseits knüpfte, gewiss bleibt nur, dass wir ihn nicht mehr zum Sprechen bringen werden. In diesem Sinn sei hier ein Versuch  gewagt, doch zumindest die Sprache der Grabsteine, in Wort und Bild, zu deuten. So befasst sich die vorliegende Arbeit mit der Untersuchung der figürlichen Grabstelen der Stadt Thessaloniki und ihrer chora in römischer Zeit, das heißt in erster Linie vom frühen 1. Jh. v. Chr. bis gegen Ende des 3. Jhs. n. Chr.2. Ziel war es dabei, das komplette Material aufzunehmen.

Selma Abdelhamid

»Ein Ostwind wird Dich mitten auf dem Meer zerbrechen«
Phönizische Schiffswracks vom 8. bis 6. Jh. v. Chr.

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 4

Jahrhundertelang fuhren phönizische Schiffe, vom Wind angetrieben, von der syrischlibanesischen Küste über das Mittelmeer u nd über seine Grenzen hinaus. Die Berichte dieser Erkundungs- und Handelsfahrten wurden größtenteils nicht überliefert. Bis Mitte des 20. Jh.  wurden keine Fahrzeuge aufgefunden, so dass sich der Wissenschaft ein äußerst beschränktes  Bild des phönizischen Seewesens bot. Seit wenigen Jahrzehnten jedoch sind mehrere Wracks bekannt, Selbst ‚zerbrochen’ und versunken sind diese Schiffe als anschauliche  Zeugnisse früheisenzeitlicher und archaischer Kommunikationsstrukturen zu betrachten, die erstmals eine direkte Rekonstruktion des phönizischen Handels in seiner Blütezeit erlauben.  Die Wracks in Ashkelon belegen den Weinhandel. im östlichen Mittelmeer, jene in Mazarrón bringen Erkenntnisse zum Schiffsbau und dem  aktiven Handel auf der iberischen Halbinsel. Die Befunde in Bajo de la Campana und Rocheslongues schließlich bezeugen den Handel mit Rohstoffen, der in Kontexten an Land nur selten nachgewiesen werden kann.