Rolf-Dieter Bauche und Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V.

Die Keramik des 12. Jahrhunderts zwischen Köln und Aachen

Archäologische Berichte, Band 9

Die Funde stammen aus zehn hochmittelalterlichen, ländlichen Siedlungen im Rheinischen Braunkohlerevier. Sie wurden nach typologischen und technologischen Gesichtspunkten merkmalsanalytisch bearbeitet und mittels Korrespondenzanalyse geordnet. Das Ergebnis, eine Chronologie der Befunde und Merkmale, konnte anhand bereits publizierter Materialkomplexe verifiziert werden und erlaubt es, Befunde des 12. Jahrhunderts auf ein halbes Jahrhundert genau zu datieren. Die unmittelbare Nähe des Arbeitsgebietes zu den wichtigsten Töpfereizentren des Rheinlandes machte es darüber hinaus möglich, erstmals den Einfluss regionaler Verbreitungsschwerpunkte zu umreißen. Ein umfangreicher Tafel- und Katalogteil gibt eine vollständige Übersicht über das untersuchte Material.

Jürgen Richter, Bernhard Weninger und Deutsche Gesellschaft für Ur- und Frühgeschichte e.V.

Großgartach und Oberlauterbach
Interregionale Beziehungen im südwestdeutschen Mittelneolithikum

Eric Biermann (Hrsg.)
Archäologische Berichte, Band 8

Südwestdeutschland und Südostbayern standen im Mittelneolithikum, in der ersten Hälfte des fünften vorchristlichen Jahrtausends, in einer Beziehung besonderer Art. Die Untersuchung von Eric Biermann spürt dieser Beziehung nach, sie liefert mit ihrem Karten- und Regestenteil darüber hinaus aber auch ein nützliches Nachschlagewerk.
Bei der Untersuchung der absolutchronologischen Probleme, die sich aus der Arbeit Eric Biermanns ergaben, stieß Bernhard Weninger überraschend auf neuartige methodische Wege. Die mittelneolithischen Daten wurden hier zu Fallbeispielen, sie provozierten Lösungen, die für alle Prähistoriker spannend sein dürften.

Mit Beiträgen von Jürgen Richter und Bernhard Weninger sowie einer Gesamtkartierung der Großgartacher Gruppe.

Andreas Zimmermann et al.

Zeit-Räume
Gedenkschrift für Wolfgang Taute

Birgit Gehlen, Martin Heinen, Andreas Tillmann (Hrsg.)
Archäologische Berichte, Band 14.1

In Band 1 sind Beiträge zu verschiedenen Bereichen der archäologischen Forschung zusammengestellt. Nach theoretischen Überlegungen zur Suche nach einer Wirtschaftsarchäologie sowie der Darstellung von Verfahren und Ergebnissen der C14-Analyse und der Dendrochronologie werden Probleme und Befunde vom Mittelpaläolithikum bis zur frühen Neuzeit in Deutschland thematisiert. Danach spannt sich der Bogen archäologischer und ethnoarchäologischer Untersuchungen von Nepal über die Levante nach Nord- und Westafrika und schließlich nach Amerika. Viele der hier vorgestellten Arbeiten sind durch Wolfgang Taute angeregt, betreut oder wohlwollend begleitet worden.

Andreas Zimmermann et al.

Zeit-Räume
Gedenkschrift für Wolfgang Taute

Birgit Gehlen, Martin Heinen, Andreas Tillmann (Hrsg.)
Archäologische Berichte, Band 14.2

Der zweite Band enthält Aufsätze zum eigentlichen Forschungsschwerpunkt von Wolfgang Taute, dem späten Paläolithikum, dem Mesolithikum und dem Altneolithikum in Nord- und Süddeutschland. Unter den zahlreichen hier vorgestellten Projekten, von denen eine ganze Reihe aus den Arbeiten von Wolfgang Taute hervorgegangen sind, nehmen die Ergebnisse der Untersuchungen zur La-Hoguette-Fundstelle von Stuttgart - Bad Cannstatt eine ganz zentrale Rolle ein.

Giannēs A. Sakellarakēs und Victor Ernest Glenoce Kenna

Iraklion, Sammlung Metaxas

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 4

Friedrich Matz (Hrsg.)

Band IV publiziert die Siegel aus der Privatsammlung von Nikolaos Metaxas, die im Archäologischen Museum von Heraklion aufbewahrt wird. Die Sammlung besticht insbesondere durch die hervorragende Qualität der Siegel und die hohe Anzahl an Elfenbeinsiegeln aus Südkreta. Darüber hinaus umfasst sie einen Querschnitt der minoischen Siegeltypen über eine breite Zeitspanne von der frühminoischen bis in die mykenische Epoche. 324 Siegel und 58 Dubitandae werden in diesem Band in chronologischer Reihenfolge publiziert.

Dirk H. R. Spennemann et al.

Geschichte heißt: So ist's gewesen! abgesehen von dem wie's war ...
Geburtstagsgrüße für Günter Smolla

Martin Schmidt (Hrsg.)
Archäologische Berichte, Band 11

  

Ronald Bakker

The emergence of agriculture on the Drenthe Plateau
A palaeobotanical study supported by high-resolution 14C dating

Archäologische Berichte, Band 16

Für diese Studie wurden die Sedimente aus einem eiszeitlichen Pingorest in der Provinz Drenthe in den Niederlanden auf ihren Pollengehalt und ihre botanischen Makroreste hin untersucht. Auf der Basis von neun Pollenprofilen rekonstruiert der Autor die Vegetationsgeschichte vom Präboreal bis heute. Besonders berücksichtigt wird die Phase der Neolithisierung und der Beginn der Landwirtschaft. Auf der Grundlage von Pollendiagrammen aus der norddeutschen und niederländischen Altmoränen-Landschaft wird ein Schema erarbeitet, das den Verlauf ausgewählter Pollenkurven während des Neolithikums beschreibt.
Die sogenannte Neolithische Okkupationsperiode (Neolithic Occupation Period, NOP) wird in drei Phasen gegliedert, die drei verschiedene Formen der bäuerlichen Wirtschaft repräsentieren. Mit Hilfe hoch auflösender C14-Datierungen werden diese drei Phasen mit archäologischen Kulturen verbunden. Die Phase NOP1 wird von 4050 bis 3450 cal BC datiert. Sie ist durch geringe ackerbauliche Aktivitäten und Tierhaltung mit Laub- und Zweigfütterung charakterisiert. Sie fällt in die Zeit der Swifterband Kultur, deren Träger also die ersten Bauern auf dem Drenthe-Plateau gewesen sind. Für die Phase NOP 2, die mit der Trichterbecher Kultur verbunden werden kann, ist eine großräumige Viehhaltung charakteristisch. In der Phase NOP 3 dagegen betrieben die Menschen der Einzelgrab- und der Glockenbecher-Kultur ihre Landwirtschaft auf eher kleinen Arealen.

Barbara E. Barich et al.

Recent Research Into the Stone Age of Northeastern Africa

Lech Krzyżaniak, Karla Kroeper, Michał Kobusiewicz (Hrsg.)
Studies in African Archaeology, Band 7

  

Erika Riedmeier-Fischer

Die Hirschgeweihartefakte von Yverdon, Avenue des Sports

Archäologische Berichte, Band 15

In der vorliegenden Arbeit werden die Geweihartefakte aus der endneolithischen Siedlung von Yverdon, Avenue des Sports, am Neuenburger See in der Westschweiz untersucht. Nach einführenden Kapiteln zum Forschungsstand und zu Herstellungstechniken sowie der Wertung der bestehenden Chronologien, werden die Funde vorgestellt und stratigrafisch ausgewertet. Die Hirschgeweihfartefakte aus Yverdon, die überwiegend in den Zeitraum zwischen 2750 und 2550 vor Christus gehören, bieten die Grundlage für die Betrachtung der endneolithischen Funde aus der Westschweiz im Vergleich mit denen der Ostschweiz und des Bodenseeraumes. Dabei wird im Westen der Einfluss der südfranzösischen Saône-Rhône-Kultur deutlich, während im Osten eine starke Assimilation an die Schnurkeramik erkennbar ist, was die Ergebnisse der bereits vorliegenden Keramik-Analysen eindrucksvoll bestätigt.

Birgit Herren

Die alt- und mittelneolithische Siedlung von Harting-Nord, Kr. Regensburg/Oberpfalz
- Befunde und Keramik aus dem Übergangshorizont zwischen Linearbandkeramik und Südostbayerischem Mittelneolithikum (SOB)

Archäologische Berichte, Band 17

Im Unterschied zu allen bis dato untersuchten Fundplätzen Niederbayerns ist in Harting-Nord der Übergang von Alt- zu Mittelneolithikum erfasst. Im Altneolithikum stehen die Hausgrundrisse und Gefäße noch ganz in linearbandkeramischer Tradition.

Die Untersuchungen von Birgit Herren zeigen, dass sich mit zunehmendem Kontakt zu der in Böhmen und im Elbe-Saale-Gebiet entstandenen Stichbandkeramik entsprechende Kulturelemente auch in Harting-Nord niederschlagen: Der sukzessive, kontinuierliche Wandel von Linearbandkeramik zum älteren Südostbayerischen Mittelneolithikum (kurz SOB I) ist sowohl in den Hauskonstruktionen und den Gefäßformen als auch im Verzierungsstil anschaulich nachzuvollziehen. Die Siedlungsstruktur ändert sich hingegen nicht. Die neolithische Siedlung von Harting-Nord endet vor dem Einsetzen des regionalen Verzierungsstils im SOB II.

P. J. Felder, P. Cor M. Rademakers, Marjorie E.Th. de Grooth (Hrsg.)

Excavations of Prehistoric Flint Mines at Rijckholt-St. Geertruid (Limburg, The Netherlands) by the 'Prehistoric Flint Mines Working Group' of the Dutch Geological Society, Limburg Section

Archäologische Berichte, Band 12

Von 1964 bis 1972 führte die "Arbeitsgruppe Prähistorischer Feuersteinbergbau" der Niederländischen Geologischen Gesellschaft, Sektion Limburg, im neolithischen Feuersteinbergwerk von Rijckholt-St. Geertruid Ausgrabungen durch. Die Ausgrabungen gingen von einem nahezu 150 m langen Tunnel aus, der quer durch das neolithische Abbaugebiet getrieben wurde. Auf beiden Seiten des Tunnels wurden die prähistorischen Stollen auf einer Länge von zehn Metern verfolgt. 75 Schächte und 1.526 Quadratmetern Stollen wurden auf einer Gesamtfläche von 2.436 Quadratmetern untersucht.

Das eigentliche Abbaugebiet ist allerdings noch sehr viel größer: Der Untertagebau erstreckt sich über ca. 8 Hektar. Feuerstein ist in einem etwa 12 Hektar großen Bereich abgebaut worden, Schlagabfälle finden sich aber in einem ca. 25 Hektar großen Areal. Alle entdeckten Schächte und Stollen wurden von den Ausgräbern detailliert dokumentiert. Die Ausgrabungen erbrachten mehr als 14.000 Artefakte. Außerdem kamen Tierknochen und Schneckengehäuse sowie ein menschlicher Schädel zutage. C14-Messungen an Holzkohlen ergaben Datierungen zwischen 3.970 und 3.700 BC, allerdings werden die Abbauaktivitäten bis etwa 3.400 BC oder sogar 2.650 BC angedauert haben.

Im vorliegenden Buch werden die angewendeten Ausgrabungsmethoden beschrieben, und es wird der Versuch unternommen, die prähistorischen Abbaumethoden zu rekonstruieren. Die Kalkulation der absoluten Menge des abgebauten Feuersteins (14-16 Mio. Kilogramm von einem 8 Hektar großen Abbaugebiet) und die Anzahl der Schächte (etwa 2.000) lässt vermuten, dass sich im Boden noch mehr als 400.000 Steinartefakte befinden.

Dietrich Wildung et al.

Archaeology of Early Northeastern Africa
In Memory of Lech Krzyżaniak

Karla Kroeper, Marek Chłodnicki, Michał Kobusiewicz (Hrsg.)
Studies in African Archaeology, Band 9

  

Graeme Barker et al.

Environmental change and human culture in the Nile Basin and Northern Africa until the second millennium B.C.

Lech Krzyżaniak, Michał Kobusiewicz, John Alexander (Hrsg.)
Studies in African Archaeology, Band 4

  

Gernot Tromnau et al.

Vergangene Zeiten - LIBER AMICORUM
Gedenkschrift für Jürgen Hoika

Jutta Meurers-Balke, Werner Schön (Hrsg.)
Archäologische Berichte, Band 22

Entsprechend der Forschungsinteressen von Jürgen Hoika versammelt der Band vor allem Beiträge zum Mesolithikum und Frühneolithikum und bietet auch wertvolle Materialvorlagen. Besonders erwähnen möchten wir den Aufsatz von Sönke Hartz u. a., in dem die Fundkontexte von vier durchlochten donauländischen Äxten eingehend analysiert werden, deren Rohmaterial aus Böhmen stammt. Diese Äxte kamen auf der Wagrischen Halbinsel zwischen 4900-4100 v. Chr. in Siedlungen der Ertebølle-Kultur in den Boden, wo sie offenbar nach einer Verwendung als Prestigegüter deponiert wurden.

Marjorie de Grooth präsentiert einen willkommenen Merkmalkatalog zur makroskopischen Unterscheidung verschiedener Feuersteinvarietäten aus dem Raum Maastricht, Tongern, Liège und Aachen; ergänzend sind auf der dem Band beigefügten CD typische Stücke in guten Farbfotos dokumentiert.

Birgit Gehlen und Werner Schön erschließen mit einer akribischen Fundvorlage die Sammlung Graf Vojkffy (1879-1970), der im Westallgäu zahlreiche vor allem mesolithische Plätze absammelte. Exemplarisch zeigt diese Studie, wie Gewinn bringend die Analyse von Oberflächenfundplätzen und die enge Zusammenarbeit von ehrenamtlich Tätigen und Wissenschaftlern sein können.

Die der Printausgabe beigefügte CD ist der Kapitelübersicht als "Beilagen" angefügt.

Albert J. Ammerman et al.

Late prehistory of the Nile Basin and the Sahara

Lech Krzyżaniak, Michał Kobusiewicz (Hrsg.)
Studies in African Archaeology, Band 2

  

Jasper von Richthofen

Fibelgebrauch — gebrauchte Fibeln
Studien an Fibeln der älteren Römischen Kaiserzeit

Archäologische Berichte, Band 13

An Fibeln aus nord- und ostdeutschen Grabfunden der älteren Römischen Kaiserzeit sind häufig Gebrauchsspuren erkennbar. Sie sind nach Materialabtrag, Deformation und Reparatur zu unterscheiden. Eine Autopsie gestattet Einblicke in Kleidungs- und Trachtsitten während der ersten beiden nachchristlichen Jahrhunderte. Ferner erschließen sich grundlegende Erkenntnisse zur Chronologisierung ur- und frühgeschichtlicher Grabfunde.

Die Lage von Abriebstellen an den Fibeln weist mit Hilfe von bildlichen Darstellungen und Körpergrabbefunden auf Funktion und Tragweise der Fibeln hin. An der Intensität des Materialabtrags ist vor dem Hintergrund anthropologischer Analysen der in den Gräbern gefundenen Knochenreste die Umlaufzeit der Fundstücke erkennbar. Anhand von Zusammenfunden mehrerer Fibeln lassen sich Produktions- und Niederlegungszeiten bestimmter Formen herausstellen. Es ergeben sich daraus erhebliche Konsequenzen für die anerkannte absolute Zeitstellung der älterkaiserzeitlichen Funde.

Ingo Pini und Walter Müller

Iraklion, Archäologisches Museum
Sammlung Giamalakis, Teil 2

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 3.2

Ingo Pini, Walter Müller (Hrsg.)

Der zweiteilige Band CMS III ist der letzte Band der CMS Reihe, in dem Material aus griechischen Museen veröffentlicht ist.  Im Band sind Siegel  enthalten, die der größeren Antikensammlung des kretischen Arztes Stylianos Giamalakis (1899-1962) gehörten. Die Sammlung wurde in der Vorkriegszeit bis zum Beginn der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts zusammengestellt und 1962 vom griechischen Staat angekauft und dem Archäologischen Museum von Iraklion inkorporiert. Für etwa die Hälfte der im Band veröffentlichten Siegel fehlen im Inventarbuch des Museums Herkunftsangaben. Die andere Hälfte stammt aus ungesicherten Fundorten, die sich zum größten Teil  im Regierungsbezirk Iraklion befinden. Aus diesem Einzugsbereich stammten die Patienten des Arztes. Stylianos Giamalakis hat vermutlich Siegel von Patienten als Geschenk bzw. Bezahlung erhalten und andere Stücke erworben. Die Anordnung des Materials im Band erfolgt grob chronologisch nach Siegelformen und innerhalb der Formen mehr oder wenige nach Motiven. Band CMS III,2 enthält die Katalog Nr. 244-532.

Ingo Pini und Walter Müller

Iraklion, Archäologisches Museum
Sammlung Giamalakis, Teil 1

Corpus der minoischen und mykenischen Siegel, Band 3.1

Ingo Pini, Walter Müller (Hrsg.)

Der zweiteilige Band CMS III ist der letzte Band der CMS Reihe, in dem Material aus griechischen Museen veröffentlicht ist.  Im Band sind Siegel  enthalten, die der größeren Antikensammlung des kretischen Arztes Stylianos Giamalakis (1899-1962) gehörten. Die Sammlung wurde in der Vorkriegszeit bis zum Beginn der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts zusammengestellt und 1962 vom griechischen Staat angekauft und dem Archäologischen Museum von Iraklion inkorporiert. Für etwa die Hälfte der im Band veröffentlichten Siegel fehlen im Inventarbuch des Museums Herkunftsangaben. Die andere Hälfte stammt aus ungesicherten Fundorten, die sich zum größten Teil  im Regierungsbezirk Iraklion befinden. Aus diesem Einzugsbereich stammten die Patienten des Arztes. Stylianos Giamalakis hat vermutlich Siegel von Patienten als Geschenk bzw. Bezahlung erhalten und andere Stücke erworben. Die Anordnung des Materials im Band erfolgt grob chronologisch nach Siegelformen und innerhalb der Formen mehr oder wenige nach Motiven. Band CMS III,1 enthält die Katalog Nr. 1-243.

  

Armin F. Bergmeier, Katharina Palmberger, Joseph E. Sanzo (Hrsg.)

Erzeugung und Zerstörung von Sakralität zwischen Antike und Mittelalter
Beiträge der internationalen Tagung in München vom 20.–21.10.2015

Distant Worlds Journal Special Issues, Band 1

Sakralität ist nichts Absolutes. Sie ist weder von vornherein gegeben noch unveränderbar. Im Gegenteil: Sakralität ist eine soziale Konstruktion, die sich nur dort befindet, wo sie wahrgenommen und empfunden wird. Das  bedeutet zugleich, dass Sakralität manipuliert werden kann. Die Heiligkeit von Personen, Orten und Objekten kann neu geschaffen, transferiert, und verwandelt werden; sie kann aber auch wieder ausgelöscht und zerstört werden. Die Vernichtung von Sakralität impliziert zugleich die Anerkennung ihrer Wirkmacht durch die Zerstörenden; nur wenn die Heiligkeit eines Ortes, eines Objekts oder einer Person gänzlich in Vergessenheit gerät, ist sie wirklich eliminiert.

Andrea Manzo et al.

Interregional Contacts in the Later Prehistory of Northeastern Africa

Lech Krzyżaniak, Karla Kroeper, Michał Kobusiewicz (Hrsg.)
Studies in African Archaeology, Band 5