Ralf-Dietrich Kahlke (Hrsg.)

Das Pleistozän von Untermassfeld bei Meiningen (Thüringen)

Monographien des RGZM, Band 40.3

Teil 3 der Monographie enthält die Bearbeitungen des spektakulären Feliden-Materials von Untermaßfeld, das Jaguar, Gepard, Puma, Luchs sowie Dolch- und Säbelzahnkatze umfasst. In dem reich illustrierten Band sind Untersuchungsergebnisse zu Insektenfressern, Hasenartigen und Nagetieren, Studien zu Herbivoren-Osteophagie und zu Kleinsäuger-Nagespuren sowie Ergebnisse von Paläotemperatur-Bestimmungen enthalten. Es schließt sich eine umfangreiche Darstellung der Entstehungsgeschichte des Fossilvorkommens sowie der Paläoökologie und Biostratigraphie des Frühpleistozäns von Untermaßfeld an. Beigegeben sind 15 Grabungspläne zur Dokumentation der über mehr als zwei Jahrzehnte geführten Grabungsarbeiten. Die Beiträge sind in deutscher oder englischer Sprache verfasst, sie verfügen jeweils über eine ausführliche englische Zusammenfassung.

Ralf-Dietrich Kahlke (Hrsg.)

Das Pleistozän von Untermassfeld bei Meiningen (Thüringen)

Monographien des RGZM, Band 40.2

In Fortsetzung des 1997 erschienenen Teils 1 der Monographie werden in Teil 2 neue Forschungsergebnisse einer internationalen Arbeitsgruppe (Koordination R.-D. Kahlke) zur frühpleistozänen Fossilfundstelle Untermaßfeld behandelt. Der Band beinhaltet die Forschungsgeschichte 1989 bis 1996 sowie Abhandlungen zum geologischen Bau des Vorkommens sowie zur Entstehung der ungewöhnlichen Anreichung von Skelettresten, zur Methodik der osteologischen Präparation und Konservierung, zu Cerviden-Neufunden und Hippopotamus-Schädelresten, außerdem die Bearbeitungen des Gesamtmaterials der Rhinocerotiden, Equiden, Elephantiden, Caniden,

Ursiden, Musteliden und Hyaeniden sowie entsprechender Funde von Koprolithen. Die wiederum reich bebilderten Beiträge sind in deutscher oder englischer Sprache verfasst, sie verfügen jeweils über eine ausführliche englische Zusammenfassung.

Ralf-Dietrich Kahlke (Hrsg.)

Das Pleistozän von Untermassfeld bei Meiningen (Thüringen)

Monographien des RGZM, Band 40.1

Die überaus fundreiche frühpleistozäne Wirbeltierlagerstätte Untermaßfeld wurde von einer weit gefächerten internationalen Arbeitsgruppe (Koordination R.-D. Kahlke) geowissenschaftlich und paläontologisch untersucht. Teil 1 der mehrteiligen monographischen Bearbeitung behandelt die Geschichte der Erforschung des Fossilvorkommens und seiner Umgebung sowie Beiträge zur Geologie und Paläomagnetik der Fundstelle selbst, zur Mollusken-Fauna und zu den aufgefundenen Resten von Fischen, Amphibien, Schildkröten und Vögeln. Behandelt werden zudem überaus reiche Funde von Boviden, Cerviden, Flusspferden und Wildschweinen. Der Gesamtbefund der Grabungsergebnisse (Geologie, Paläozoologie, Taphonomie, Paläoökologie, Stratigraphie) rundet die Darstellung ab. Die sämtlich reich illustrierten Beiträge sind in deutscher, englischer oder französischer Sprache verfasst, sie verfügen jeweils über eine ausführliche englische Zusammenfassung.

Detlef Gronenborn

Faszination Jungsteinzeit

Die Jungsteinzeit oder das Neolithikum (griech. neo = neu, lithos = Stein) stellt in der Geschichte der Menschheit eine ungeheure Umbruchphase da: Zum ersten Mal nimmt der Mensch wirtschaftlich sein Schicksal selbst in die Hand, baut Pflanzen an und züchtet Tiere. Damit erwirbt er sich eine gewisse Unabhängigkeit von seiner natürlichen Umgebung. Mit der Landwirtschaft geht auch die Sesshaftigkeit einher. Zwar lebten bereits zuvor auch einige Sammler-Jäger-Gruppen in besonders günstigen Ökosystemen dauerhaft an einem Ort, aber erst die bäuerliche Wirtschaftsweise ermöglichte die Errichtung von langfristig bewohnten Dörfern auch in weniger vorteilhaften Landschaften.

 

Pascal Hoffmann

Im Westen nichts Neues?
Untersuchungen zur Antikenrezeption in deutschen Karikaturen des frühen 20. Jahrhunderts am Beispiel des Wahren Jacob

Daidalos – Heidelberger Abschlussarbeiten zur Klassischen Archäologie, Band 10

Die Erforschung der Rezeption griechisch-römischer Kunst und Kultur hat sich in der Vergangenheit weitgehend auf die sogenannten hohen Künste der Malerei, Bildhauerei und Literatur beschränkt, während einfachere, volkstümlichere Formen der Rezeption wenig beachtet wurden. Gerade die Karikatur als Medium  mit dem Anspruch einer universalen, verständlichen Botschaft bietet jedoch Möglichkeiten, das Wissen über die Antike in Milieus zu erforschen, denen die bürgerliche und künstlerische Bildung der Oberschicht verwehrt blieb. Dieser Beitrag untersucht anhand der sozialistischen Karikaturen-Zeitschrift Der Wahre Jacob, wie weit der klassische Bildungskanon der wilhelminischen Oberschicht von der oppositionellen Subkultur des Proletariats aufgegriffen und verstanden wurde, und wirft damit ein Schlaglicht auf einen Aspekt der gesellschaftlichen Gegensätze in der Zeit unmittelbar vor und um den Ersten Weltkrieg.

Stefanie Berg, Jörg Bofinger, Rüdiger Schulz (Hrsg.)

370 Kilometer Archäologie - Archäologie an der Ethylen Pipeline Süd-Trasse in Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Mit einer Länge von über 370 km führt die Trasse der Ethylen-Pipeline Süd durch die drei Länder Bayern, Baden- Württemberg und Rheinland-Pfalz. Zwischen 2007 und 2011 wurden archäologische Ausgrabungen auf der EPS-Trasse durchgeführt. Die Zahl der dabei dokumentierten Fundstellen geht in die Hunderte, wobei allein die weit über 100 Neuentdeckungen eindrucksvoll belegen, welch einschneidende Bedeutung im wahrsten Sinne des Wortes ein solches Projekt für unsere Kulturlandschaft darstellt. Selbst in vermeintlich gut erforschten Landschaften konnten spannende Neuentdeckungen gelingen. Von der Steinzeit bis in die Neuzeit reicht die zeitliche Spanne der untersuchten Fundstellen, und ähnlich vielschichtig ist das Befundspektrum.

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Fünfter Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 5

In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 21/7, 1936, Seiten 357-492

Elisabeth Wagner-Durand, Barbara Fath, Alexander Heinemann (Hrsg.)

Image – Narration – Context
Visual Narration in Cultures and Societies of the Old World

Freiburger Studien zur Archäologie und visuellen Kultur , Band 1

Narrative sind primäre Akteure der Produktion von sozialer Bedeutung und Identität. Sie artikulieren sich nicht nur im mündlichen und schriftlichen Ausdruck, sondern auch in Bildern und Artefakten. Diesen Objekten sind aufgrund ihrer Materialität spezifische erzählerische Potenziale und Kontexte der Wahrnehmung und Bewertung eigen. Aber wie lösen Bilder eigentlich Erzählung aus? Können wir die sozialen Orte ihrer Wahrnehmung beschreiben? Und wie interagieren diese Kontexte - soziale Praktiken, religiöse Rituale, Demonstrationen politischer Macht - mit den betreffenden Artefakten und beeinflussen sich wechselseitig?
Sowohl Fallstudien aus den Archäologien als auch Beiträge aus einem weiteren Spektrum der Kulturwissenschaften widmen sich diesen Fragen in einem breiteren methodischen Rahmen.

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Vierter Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 4

  In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 20/5, 1935, Seiten 209-296

Jutta Meurers-Balke, Tanja Zerl, Renate Gerlach (Hrsg.)

Auf dem Holzweg … Eine Würdigung für Ursula Tegtmeier

Archäologische Berichte, Band 30

Im vorliegenden Band sind Beiträge von 36 AutorInnen zu verschiedenen Themenbereichen aus Archäologie, Archäobotanik, Archäozoologie, Dendroarchäologie und Experimenteller Archäologie zu Ehren von Dr. Ursula Tegtmeier zusammengetragen worden. Das breite Spektrum der Beiträge spiegelt die vielfältigen wissenschaftlichen Interessensgebiete der Jubilarin wider sowie die engen Kontakte, die Ursula Tegtmeier zu KollegInnen aus unterschiedlichen archäologischen Disziplinen pfegt.

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
Dritter Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 3

In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 19/2, 1934, Seiten 97-184

Falko Daim, Christian Gastgeber, Dominik Heher, Claudia Rapp (Hrsg.)

Menschen, Bilder, Sprache, Dinge
Wege der Kommunikation zwischen Byzanz und dem Westen 2: Menschen und Worte

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 9.2

2018 zeigt das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz in Zusammenarbeit mit der Schallaburg in dem prachtvollen Renaissanceschloss nahe Melk (Niederösterreich) die Ausstellung »Byzanz & der Westen. lOOO vergessene Jahre«.
Beide, Byzanz und der europäische Westen, entspringen dem römischen Weltreich, doch nehmen sie schon ab der Spätantike unterschiedliche Entwicklungen. Während das Römische Reich im Osten Bestand hatte und nahtlos in das Byzantinische Reich des Mittelalters überging, traten im Westen gentile Herrschaften an dessen Stelle, Königreiche der Goten, Vandalen, Angelsachsen, Langobarden und Franken. Zwar blieb Byzanz zumindest 800 Jahre lang für die anderen europäischen Entitäten respektierte oder akzeptierte Großmacht, doch kam es sehr schnell zu Gebietsstreitigkeiten, Zwistigkeiten und kulturellen Differenzen. Zudem wurde die Verständigung immer schwieriger - im »orthodoxen« Osten war Griechisch Verkehrssprache, im »katholischen« Westen Latein die lingua franca. Unterschiede in Liturgie und Glaubensfragen verstärkten die Differenzen oder wurden (religions)politisch zur Betonung der Verschiedenheit sogar noch unterstrichen. Aber immer noch bewunderte man das »reiche Konstantinopel« und die byzantinischen Schätze - darunter die herrlichen Seiden, Elfenbeinreliefs, technische Wunderwerke, die vielen Reliquien, grandiose Bauwerke.
Die Wende kam 1204 mit der Eroberung und Plünderung Konstantinopels durch die Kreuzfahrer. Für das bereits vorher geschwächte Byzantinische Reich bedeutete diese Katastrophe eine völlige neue Situation als ein Exilreich, dessen Kaiser und Patriarch nach Kleinasien ausweichen mussten. In einem Großteil des ehemals europäischen Byzantinischen Reiches machten sich Kreuzfahrerstaaten breit; Venedig und Genua, die durch Sonderverträge schon zuvor als Handelsmächte stark präsent waren, wurden zu bestimmenden Faktoren der westlichen Mächte im Osten.
Anlässlich dieser Schau erscheinen zwei Begleitbände mit insgesamt 41 Beiträgen zu den ebenso vielfältigen wie wechselhaften Beziehungen zwischen dem lateinischen Westen und dem Byzantinischen Reich. Die Bände sind nach den Medien der Kommunikation strukturiert: Menschen, Bilder, Sprache, Dinge. Sie versammeln Beiträge namhafter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit archäologischer, kunsthistorischer, philologischer und historischer Schwerpunktsetzung. Mehrere Überblicksdarstellungen und Detailstudien schöpfen aus Forschungsprojekten des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident sowie dem Schwerpunkt Byzanzforschung und Mittelalterforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien.

Landesmuseum der Provinz Westfalen, Vorgeschichtliche Abteilung (Hrsg.)

Bodenaltertümer Westfalens
II. Bericht der vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums

Bodenaltertümer Westfalens, Band 2

In: Westfalen, Hefte für Geschichte, Kunst und Volkskunde 16/6, 1931, Seiten 175–234

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Tafeln/Katalog

Monographien des RGZM, Band 122.4

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Tafeln/Katalog

Monographien des RGZM, Band 122.3

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Intention, Abfall oder Zufall – naturwissenschaftliche Untersuchungen

Monographien des RGZM, Band 122.2

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Archäologie, Geschichte, Grabbrauch

Monographien des RGZM, Band 122.1

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Anastassios Ch. Antonaras

Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki
Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence

Byzanz zwischen Orient und Okzident, Band 2

Zum ersten Mal werden das Handwerk und Kunsthandwerk Thessalonikis, ehemals die zweitgrößte Stadt des byzantinischen Reiches nach Konstantinopel, untersucht und die archäologischen, historischen und epigraphischen Quellen ausgewertet.

Über 80 Jahre archäologische und lebenslange persönliche Forschungen zu 112 Ausgrabungen geben detaillierte Hinweise auf mindestens 16 Handwerke. Das Buch ist chronologisch aufgebaut und umfasst auch Überblicke über die politische Geschichte und Topographie Thessalonikis für den Zeitraum der ersten 19 Jahrhunderte der Stadtgeschichte. Durch den bebilderten Katalog zu jeder Ausgrabungsstätte sowie Fundkarten eröffnet dieses Werk unbekannte Aspekte des Alltagslebens in der Antike, der frühchristlichen und byzantinischen Zeit.

Leicht veränderte Neuauflage zu Anastassios Ch. Antonaras: Arts, Crafts and Trades in Ancient and Byzantine Thessaloniki Archaeological, Literary and Epigraphic Evidence von 2016

Hans Aschemeyer

Die Gräber der jüngeren Bronzezeit im westlichen Westfalen

Bodenaltertümer Westfalens, Band 9

  

Klaus Günther

Die Altsteinzeitlichen Funde der Balver Höhle

Bodenaltertümer Westfalens, Band 8