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Siedlungsarchäologie im Alpenvorland XV
Die Pfahlbausiedlungen von Sipplingen-Osthafen am Bodensee I.Befunde und dendrochronologische Untersuchungen
Die Fundstelle „Sipplingen-Osthafen“ am Nordufer des Überlinger Sees gehört zu den bedeutendsten prähistorischen Seeufersiedlungen des Bodensees. Seit 2011 ist sie Teil des UNESCO-Welterbes „Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen“. Bereits 1978 begannen in Sipplingen die ersten taucharchäologischen Untersuchungen. In den folgenden drei Jahrzehnten gelang es durch systematische Sondagen, Bohrungen und Oberflächenaufnahmen, ein detailreiches Bild der Entwicklung des Siedlungsareals im Zeitraum von 3900–900 v. Chr. zu entwerfen. Archäobiologische, geoarchäologische und dendroökologische Untersuchungen ermöglichten dabei Einblicke in die Wirtschaftsweise, die Ressourcennutzung und den menschlichen Einfluss auf die Umwelt in der Siedlungskammer von Sipplingen im Lauf der Jahrtausende.
Im Textband werden in drei separaten Beiträgen die Ergebnisse der Grabungen und der dendrochronologischen Analysen vorgelegt sowie die Schlussfolgerungen zur Besiedlungsgeschichte und zur Siedlungs- und Hausbauweise diskutiert.



