Zitationsvorschlag

Seidel, Ute: Oberderdingen-Großvillars, Lkr. Karlsruhe: Epirössen und der Beginn der Michelsberger Kultur, Heidelberg: Propylaeum, 2026 (Forschungen und Berichte zur Archäologie in Baden-Württemberg, Band 21). https://doi.org/10.11588/propylaeum.1755

Identifier

ISBN 978-3-96929-503-8 (PDF)

Veröffentlicht

16.03.2026
Die Printausgabe erschien 2022 beim Dr. Ludwig Reichert Verlag Wiesbaden, ISBN 978-3-7520-0647-6.

Autor/innen

Ute Seidel

Oberderdingen-Großvillars, Lkr. Karlsruhe

Epirössen und der Beginn der Michelsberger Kultur

Die zweite Hälfte des 5. Jahrtausends v. Chr. ist eine Zeit des Wandels: Die jungneolithische Michelsberger Kultur löst die alt- und mittelneolithischen Traditionen ab, die weite Teile Mitteleuropas rund ein Jahrtausend lang geprägt hatten. Wie sich diese neue Kultur in den verschiedenen Regionen etablierte, ist seit langem Gegenstand der Diskussion. Für den Kraichgau bietet die in den Jahren 2000 bis 2002 untersuchte Siedlungsstelle von Oberderdingen-Großvillars, Lkr. Karlsruhe, erstmals die Voraussetzungen, eine lokale, flachbodige Bischheimer Gruppe zu umreißen, die nicht als Vorgänger der Michelsberger Kultur gelten kann. Über die Auswertung der Befunde und Funde hinaus umfasst der vorliegende Band eine Evaluation des aktuellen Kenntnisstands zur frühen Michelsberger Kultur und zu den ihr vorangehenden epirössener Gruppen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Interpretation der Keramikverzierungen, wobei das klassische Konzept geschlossener „Kulturgruppen“ zugunsten einer flexibleren Betrachtung von „Keramikstilen“ aufgegeben wird. Eine systematische Sammlung der verfügbaren C14-Daten bildet die Grundlage der chronologischen Einordnung. Daneben stehen GIS-gestützte Analysen zum Siedlungswesen und der regionalen Verbreitung der Stilgruppen im Fokus.

Dr. Ute Friederike Seidel studierte Vor- und Frühgeschichte in Tübingen, Wien und Barcelona, 2002 Promotion an der Universität Tübingen über die jungneolithischen Siedlungen von Leonberg-Höfingen, Lkr. Böblingen. Von 2002–2006 und 2008–2012 wirkte Ute Seidel federführend an zwei Forschungsprojekten zur jungneolithischen Michelsberger Kultur im Raum Heilbronn bzw. im Kraichgau mit. Seit 2009 ist sie als Referentin in der Inventarisation am Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart angestellt.

Kapitel

Inhaltsverzeichnis
Seiten
PDF
Titelei
Claus Wolf
Vorwort
Inhalt
Vorwort der Autorin
11-13
Teil I. Die jungneolithische Siedlungsstelle Oberderdingen-Großvillars „Flehinger Weg/Hinteres Gewann“
1 Die Fundstelle
16-19
2 Die Befunde
20-33
3 Die absoluten Daten für die Bischheimer Befunde
34-36
4 Die Funde
37-70
5 Die Einordnung der Bischheimer Keramik von Oberderdingen-Grossvillars
71-75
Jutta Hoffstadt
7 Die Abschlagindustrie
Kommentar zu den Silices von Oberderdingen-Großvillars
81-83
Michael Kaiser
8 Die Rohmaterialbestimmungen an den Silexartefakten von Oberderdingen-Grossvillars
84
Teil II. Zum Verhältnis der Michelsberger Kultur (MK) und der Epirössener Gruppen in Baden-Württemberg
1 Einleitung und Fragestellung
86-88
2 Untersuchungen zur Raumnutzung der MK und der Epirössener Gruppen
89-114
3 Die epirössener Gruppen – Substrat oder Nachbarn der frühesten MK in Baden-Württemberg?
115-208
4 Zur Genese und zur absoluten Datierung der MK
209-219
5 Chronologievorschlag auf der Grundlage absoluter Daten
220-223
Zusammenfassung
224-225
Summary
226-227
Résumé
228-229
Anhänge und Verzeichnisse
Anhang I
Katalog der Befunde und Funde von Oberderdingen-Großvillars „Flehinger Weg/Hinteres Gewann“, Lkr. Karlsruhe, Ausgrabung 2000/2001
233-255
Anhang II
Katalog der epirössener Fundstellen
256-282
Anhang III
Katalog der Michelsberger Fundstellen in Baden-Württemberg
283-296
Anhang IV
Liste der C-14-Daten
297-328
Anhang V
Multiplots der C14-Daten (Tab. 16–24)
329-332
Anhang VI
Ortsregister
333-350
Abkürzungsverzeichnis
351
Literatur
352-367
Bildnachweis
368
Tafeln

Kommentare