Digitalisierung: Neue Technik – neue Ethik
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Jung, Volker: Digitalisierung und die Frage nach dem guten Leben Das biblische Menschen- und Weltbild als Orientierungsrahmen, in: Held, Benjamin und Oorschot, Frederike van (Hrsg.): Digitalisierung: Neue Technik – neue Ethik: Interdisziplinäre Auseinandersetzung mit den Folgen der digitalen Transformation, Heidelberg: heiBOOKS, 2021 (FEST Forschung, Band 1). https://doi.org/10.11588/heibooks.945.c12685

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Identifikatoren (Buch)
ISBN 978-3-948083-46-5 (PDF)
ISBN 978-3-948083-47-2 (Softcover)

Veröffentlicht am 17.11.2021.


Volker Jung

Digitalisierung und die Frage nach dem guten Leben Das biblische Menschen- und Weltbild als Orientierungsrahmen

Abstract Es wird von der These ausgegangen, dass die Digitalisierung viele phantastische Möglichkeiten
bietet, diese aber einer Gestaltung bedürfen. Gestaltung wiederum setzt voraus, sich klar zu machen, was menschliches Leben ausmacht und was gutes menschliches Leben und Zusammenleben ist. Dazu kann das biblische Menschen- und Weltbild Orientierung geben. Dabei wird dazu zunächst aus zwei Richtungen auf die Digitalisierung geschaut, die helfen sollen zu verstehen, was Digitalisierung für uns als Menschen bedeutet. Für die Blickrichtungen stehen zwei Thesen: 1. Der Mensch erlebt eine Erweiterung seiner Wirklichkeit. 2. Der Mensch erlebt eine Infragestellung seiner selbst. Vor dem Hintergrund dieser Thesen wird schließlich skizziert, warum für die Gestaltung der Digitalisierung das Verständnis davon, was (» gutes «) menschliches
Leben ausmacht zentral ist und welche Rolle und Funktion das biblische Menschen- und Weltbild einnehmen (können). Zentrale Punkte sind, dass das Leben endlich ist, es unvollkommen ist und bleibt und es seinen besonderen Wert darin hat, dass Menschen dies für sich selbst bejahen können und so zugleich aneinander Anteil nehmen und füreinander da sind. Dies steht im Zentrum des biblischen Welt- und Menschenbildes: Es sieht diese Welt und das Leben in der Einzigartigkeit und Begrenztheit als Gabe und Aufgabe und stellt es zugleich in den Horizont der Ewigkeit Gottes. Darin sind menschliche Würde und Freiheit und der Auftrag zur verantwortlichen Lebensgestaltung verbunden.