Zitationsvorschlag

Nunn, Christopher A.: Zwischen Hacking und Hermeneutik. Impulse aus den Digital Humanities für die Computational Theology, in van Oorschot, Frederike und Nunn, Christopher A. (Hrsg.): Kompendium Computational Theology, Bd. 2: Potentiale Digitaler Forschung in der Theologie, Heidelberg: heiBOOKS, 2026, S. 515–533. https://doi.org/10.11588/heibooks.1715.c25607

Identifier (Buch)

ISBN 978-3-911056-57-1 (PDF)

Veröffentlicht

12.02.2026

Autor/innen

Christopher A. Nunn

Zwischen Hacking und Hermeneutik. Impulse aus den Digital Humanities für die Computational Theology

Abstract Der Beitrag untersucht zentrale Debatten der Digital Humanities und ihre Relevanz für die
Weiterentwicklung der Computational Theology. Ausgehend von der lange dominanten „More hack, less yack“-Mentalität zeigt er auf, wie sich die DH-Community zunehmend theoretisch-hermeneutischen Ansätzen öffnet. Dabei werden fünf Problemkomplexe analysiert: die Balance zwischen technischer Praxis und Theoriearbeit, Rationalitätsansprüche datenbasierter Forschung, die Rolle großer Datenmengen, globale Perspektiven sowie Definitionsfragen. Der Beitrag mündet in der Vorstellung
eines modularen „Big House“-Konzepts, das einzelne theologische Disziplinen als eigenständige Räume innerhalb einer gemeinsamen Computational Theology-Infrastruktur versteht. Dieses Modell ermöglicht
sowohl disziplinäre Autonomie als auch interdisziplinären Austausch und positioniert die Computational Theology als integrativen Möglichkeitsraum zwischen technischer Innovation und hermeneutischer Reflexion.

Keywords Computational Theology, Digital Humanities, DH-Epistemologie, Daten, Anglozentrismus,
Big House