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Digitale Religion als Thema der Computational Theology Praktisch-theologische Überlegungen zu disziplinären und interdisziplinären Verknüpfungspotenzialen
Abstract Dieser Aufsatz behandelt das Thema Digitale Religion als Querschnittsthema zwischen Praktischer Theologie und Computational Theology. Dabei wird Digitale Religion sowohl als Phänomen
digitaler religiöser Praxis als auch als interdisziplinäres Forschungsfeld verstanden, das empirische,
hermeneutische und ethische Perspektiven verbindet. Der Autor zeigt auf, dass dabei zugleich Digitale Theologie als Verbindungsstelle zwischen empirisch orientierter Forschung und theologischer Reflexion fungieren kann. Praktische Theologie wird dabei nicht nur als anwendungsorientierte Disziplin, sondern als hermeneutische Wissenschaft mit interdisziplinärem Anspruch positioniert. Die Analyse digital-religiöser Praktiken (z. B. religiöse Chatbots oder Online-Trauerforen) erfordert die Zusammenarbeit mit Disziplinen wie Medienwissenschaft oder Informatik. Das Potenzial von Computational Theology liegt darin, theologische Forschung durch digitale Methoden zu erweitern, ohne dabei deren ethische und menschenbildbezogene Fundamente zu vernachlässigen. Der Beitrag plädiert für eine stärkere Integration von theologischen und digitalen Wissenschaften, um religiöse Phänomene im digitalen Zeitalter adäquat erforschen und interpretieren zu können.
Keywords Digitale Religion, Praktische Theologie, Computational Theology, Digitale Theologie, Interdisziplinarität, Religiöse Medienpraxis

