Zitationsvorschlag
Lizenz (Kapitel)

Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International.
Veröffentlicht
Computational Ethics. Zum Einsatz digitaler Verfahren in der theologischen Ethik
Abstract Der Beitrag untersucht das Verhältnis von Ethik und Digitalisierung mit Blick auf die theologische Ethik in vier verschiedenen Hinsichten. (A) Eine Ethik der Digitalisierung reflektiert die zuneh-mende Digitalisierung menschlicher Lebensbereiche. (B) Hingegen bedient sich eine digital unterstützte Ethik einzelner computationeller Methoden, um ethische Fragestellungen zu bearbeiten.
(C) Auch sind verschiedene Bemühungen um eine Digitalisierung der Ethik zu verzeichnen, die stark durch algorithmisierte Prozeduren bestimmt ist oder sogar auf eine ethische Urteilsfindung von Computern setzt. (D) Außerdem lassen sich die Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen einer digital unterstützten bzw. digitalisierten Ethik selbst noch einmal ethisch reflektieren, wodurch eine Ethik der Digitalisierung von Ethik entsteht. Auch wenn der Möglichkeit der Generierung eines computationellen ethischen Subjekts und damit der vollständigen Algorithmisierbarkeit von Ethik eine Absage erteilt wird, werden doch insgesamt die Möglichkeiten der Nutzung computationeller Methoden in der theologischen Ethik als sehr aussichtsreich angesehen.
Keywords Ethik der Digitalisierung, Bio- und Medizinethik, Algorithmisierung von Moral, empirische Ethik, moralisches Subjekt

