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Open Science in den Humanities: Mehr Spielräume und Nachvollziehbarkeit durch Galaxy
In den Geisteswissenschaften kann der Einstieg in digitale Analysen mit etlichen Hürden verbunden sein. Fehlende Programmierkenntnisse, hohe Kosten für Spezialsoftware oder fehlende Administratorenrechte können eine Herausforderung sein. Dazu soll gute wissenschaftliche Praxis umgesetzt und gutes Forschungsdatenmanagement betrieben werden. Je mehr dieser Anforderungen zusammenkommen, desto herausfordernder wird die Umsetzung
eines neuen digitalen Projektes. Dieser Artikel untersucht, wie die Open Source Analyseplattform Galaxy an genau diesen Herausforderungen ansetzen kann. Am Praxisbeispiel eines Textvergleichs aus einer geschichtswissenschaftlichen Dissertation zeigt der Artikel, wie die in den Lebenswissenschaften entwickelte Plattform auch in den Geisteswissenschaften sinnvoll einsetzbar ist. Die Beispielanalyse, die ursprünglich manuell durchgeführt wurde und sehr zeitaufwändig war, wurde automatisiert, was die Effizienz und die Aussagekraft der Ergebnisse erheblich steigerte. Der in Galaxy erstellte Workflow ermöglicht eine transparente und reproduzierbare Analyse, wodurch die Prinzipien der guten wissenschaftlichen Praxis gefördert werden. Zudem wird gezeigt, dass auch in den Humanities eine Offenheit für Open Science möglich ist, selbst wenn die zugrunde liegenden Daten aus proprietären Quellen stammen. Dieses Beispiel verdeutlicht nicht nur die Nützlichkeit von Galaxy als Werkzeug zur Textanalyse, sondern durch das Baukastenprinizip der Plattform auch das Potenzial für die breite Anwendung in verschiedenen Fachbereichen. Durch die Implementierung von Galaxy wird es Forschenden ermöglicht, sich stärker auf ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren und gleichzeitig die Sichtbarkeit und Nachvollziehbarkeit ihrer Methoden zu
verbessern, wodurch die Herausforderungen der digitalen Analyse in den Geisteswissenschaften adressiert werden.
Keywords: Humanities, Open Science, FAIR

