Das Bild als Ereignis

Christian Nille

Von der Alltagsanschauung zur kunsthistorischen Raum-Kritik
Versuche am Beispiel der Vorhoffassade des Georg Forster-Gebäudes der Mainzer Universität

Das Bild als Ereignis, Band 1

Das Georg Forster-Gebäude befindet sich auf dem Campus der Universität Mainz. Gestalterisch sticht bei diesem Bauwerk die gläserne Vorhoffassade heraus. Die vorliegende Arbeit erschließt die Faszination, die von diesem Gebilde ausgeht, systematisch und trägt damit zur aktuellen wissenschaftlichen Bildkritik bei.
Hierbei wird der Frage nachgegangen, welche Position die Kunstgeschichte zwischen dem Umgang mit Bildern in der Alltagsanschauung und der wissenschaftlichen Analyse von Bildern einnehmen sollte. Bei der zu entwickelnden Antwort werden Anleihen bei der Kunstgeschichte, der Wissenschaftstheorie und der aktuellen Raumsoziologie genommen, um eine kunsthistorische Raum-Kritik zu formulieren.

Dominic E. Delarue, Johann Schulz, Laura Sobez (Hrsg.)

Das Bild als Ereignis
Zur Lesbarkeit spätmittelalterlicher Kunst mit Hans-Georg Gadamer

Das Bild als Ereignis

Für den Heidelberger Philosophen Hans-Georg Gadamer ist ein Kunstwerk kein statisches Objekt, sondern ein sich wandelndes Subjekt, das uns dialogisch gegenübertritt. Kunstwerke sieht Gadamer in ihrem prozesshaften Wesen bestimmt, die im Vollzug überhaupt erst zu ihrem vollen Sein gelangen - der Sinn von Kunst geschieht. Das "Bild als Ereignis" bezeichnet somit viel mehr als nur einen materiellen Bildträger und einen darüber vermittelten geistigen Gehalt, sondern ein dynamisches Sinngeschehen zwischen Werk und Betrachter. Ausgehend von diesen Überlegungen Gadamers sollen in vorliegendem Band unterschiedliche Formen spätmittelalterlicher Kunst neu diskutiert und so eine Erweiterung kunsthistorischer Betrachtungsweisen angeregt werden. An dieser Stelle erscheint die ausführliche Einleitung des 38. Bandes der Heidelberger Forschungen (Winter Universitätsverlag).