Ges. zur Förderung Angewandter Informatik (Hrsg.)

FHTW Europawoche
Electronic Imaging and the Visual Arts (EVA '94 Berlin) IT for Culture, Archaeology, Science and History (IT for CASH)

EVA Berlin, Band 1

  

Juliane Betz

Le Chant du cygne
Die Gazette des Beaux-Arts und die französische Reproduktionsgraphik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

In seinem Artikel über den Salon des Beaux-Arts von 1881 unterschied der Kritiker Jules Buisson zwischen den Druckgraphiken der großen Kupferstecher des 17. und 18. Jahrhunderts, die er als »Chant du Triomphe« titulierte, und jenen des ausklingenden 19. Jahrhunderts, die er als »Chant du Cygne« charakterisierte. Die Bezeichnung als »Schwanengesang« deutet unmissverständlich darauf hin, dass der als durchaus kunstvoll wahrgenommenen Gattung der Reproduktionsgraphik die Ablösung durch photographische Verfahren bevorstand.
Die vorliegende Untersuchung der französischen Reproduktionsgraphik basiert auf der 1859 gegründeten Gazette des Beaux-Arts, einer der wichtigsten Kunstzeitschriften des 19. Jahrhunderts. Bis 1927 wurden dort Reproduktionsgraphiken und bis 1933 Originalgraphiken publiziert, die auch Gegenstand zahlreicher Artikel waren. In diesen geht es vor allem um die Erwartungen, die an druckgraphische Reproduktionen gestellt wurden, um die Beurteilung einzelner Blätter und Graphiker sowie um die Frage, ob und warum angesichts photographischer Reproduktionsmöglichkeiten die ›bloße‹ Wiedergabe von Gemälden oder auch Skulpturen im Medium der Druckgraphik als eigenständige Kunst zu betrachten sei.
Aus den rund 1450 Tafeln, die die Gazette bis zum Jahr 1900 regelmäßig veröffentlichte, wurden 64 Reproduktionsgraphiken ausgewählt. Die Untersuchung dieser und weiterer Beispiele veranschaulicht, dass es während des gut fünfzig Jahre dauernden Übergangs von der manuellen zur photographischen Kunstreproduktion zwei wesentliche Tendenzen in der stilistischen Entwicklung gab: Zunächst orientierten sich die Graphiker an Reproduktionsstichen der vorangegangenen Jahrhunderte und an der Malerradierung, die ab den 1840er Jahren wieder auflebte. Später entwickelten einige von ihnen eine deutlich durch die Photographie beeinflusste Reproduktionsweise.

Andreas Bienert, Anko Börner, Eva Emenlauer-Blömers, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2016. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
23. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 23

  

Andreas Bienert, Gerd Stanke, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2007 Berlin. Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 14. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 14

  

Andreas Bienert, Christian Bracht (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2011 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Die 18. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 18

  

Andreas Bienert, Dorothee Haffner (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2012 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Die 19. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 19

  

Andreas Bienert, Gerd Stanke, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2009 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Die 16. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 16

  

Andreas Bienert, Dorothee Haffner (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2013 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie 6. - 8. November 2013 in den Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum Potsdamer Platz
Die 20. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 20

  

 

 

Andreas Bienert, Anko Börner, Eva Emenlauer-Blömers, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2015. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
22. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie: Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 22

  

Andreas Bienert, Pedro Santos (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2014. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
21. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie: Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 21

  

Andreas Bienert, James Hemsley, Gerd Stanke (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2010 Berlin. Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie. 10. - 12. November 2010 in den Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum Potsdamer Platz
Die 17. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 17

  

Andreas Bienert, James Hemsley, Gerd Stanke (Hrsg.)

Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Konferenzband EVA 2008 Berlin ; 12. - 14. November 2008 in den Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum Potsdamer Platz ; die 15. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 15

  

Fritz Bönisch, Hans Brichzin, Klaus Schillinger, Werner Stams

Kursächsische Kartographie bis zum Dreißigjährigen Krieg
I. Die Anfänge des Kartenwesens

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 8

"Anlaß für diese Publikation war der 400. Jahrestag des Beginns der ersten kursächsischen Landesaufnahme im Sommer 1586. Die Markscheider Matthias Öder und Balthasar Zimmermann führten in fast fünfzigjähriger Arbeit die Vermessung des kursächsischen Territoriums in einem für ihre Zeit ungewöhnlich großen Maßstab aus. Das kann noch heute als eine Pionierleistung angesehen werden, zumal diese Landeskartierung nach Umfang und Genauigkeit unter den kartographischen Arbeiten des ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts eine herausragende Stellung in Europa einnimmt." (Vorwort)

Helmut Grötzsch (Hrsg.)

Astronomische und astrologische Darstellungen und Deutungen bei kunsthistorischen Betrachtungen alter wissenschaftlicher Illustrationen des XV. bis XVIII. Jahrhunderts

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 4

„Nachdem bereits in den letzten Jahren die ersten Bände der 'Veröffentlichungen des Staatlichen Mathematisch-Physikalischen Salons' erscheinen konnten, wird, heute ein weiteres Heft dieser eigenen Schriftenreihe der Fachwelt vorgelegt. Durch eine seit Jahren bestehende enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Jagiellonischen Universität in Krakau war es möglich, einige bedeutende Arbeiten einer international bekannten Wissenschaftlerin für den Math.-Phys. Salon zu übernehmen. Nach einer Vortragsveranstaltung mit Fräulein Dr. EWA CHOJECKA in Dresden und nach den sich anschließenden Besprechungen stellte sie bereitwilligst einige Arbeiten zur Verfügung, die durch ihre astronomischen, astrologischen und kalendarischen Aussagen auch für die Instrumente der eigenen Sammlungen wissenschaftlich von großem Interesse sind. […]“ (Vorwort)

Dominic E. Delarue, Johann Schulz, Laura Sobez (Hrsg.)

Das Bild als Ereignis
Zur Lesbarkeit spätmittelalterlicher Kunst mit Hans-Georg Gadamer

Bild als Ereignis, Band 1

Für den Heidelberger Philosophen Hans-Georg Gadamer ist ein Kunstwerk kein statisches Objekt, sondern ein sich wandelndes Subjekt, das uns dialogisch gegenübertritt. Kunstwerke sieht Gadamer in ihrem prozesshaften Wesen bestimmt, die im Vollzug überhaupt erst zu ihrem vollen Sein gelangen - der Sinn von Kunst geschieht. Das "Bild als Ereignis" bezeichnet somit viel mehr als nur einen materiellen Bildträger und einen darüber vermittelten geistigen Gehalt, sondern ein dynamisches Sinngeschehen zwischen Werk und Betrachter. Ausgehend von diesen Überlegungen Gadamers sollen in vorliegendem Band unterschiedliche Formen spätmittelalterlicher Kunst neu diskutiert und so eine Erweiterung kunsthistorischer Betrachtungsweisen angeregt werden. An dieser Stelle erscheint die ausführliche Einleitung des 38. Bandes der Heidelberger Forschungen (Winter Universitätsverlag).

Wolfram Dolz

Erd- und Himmelsgloben
Sammlungskatalog

"Mit dem Katalog "Erd- und Himmelsgloben" setzt der Staatliche Mathematisch-Physikalische Salon seine Veröffentlichungen über die einzelnen Sammlungen fort. Die Globensammlung gehört zu einer der international bedeutendsten Sammlungen dieser Art und wird hier erstmals in geschlossener Form für die Öffentlichkeit publiziert. In einer etwas ausführlicher gehaltenen Einführung wird zunächst die historische Entwicklung beider Globengruppen behandelt. Dabei wird insbesondere auch auf Herstellungstechnologie von Globen eingegangen. Anschließend erfolgt eine getrennte Vorstellung der Globensammlung nach Erd- und Himmelsgloben. […]" (Vorwort)

Michael Falser, Wilfried Lipp (Hrsg.)

Eine Zukunft für unsere Vergangenheit
Zum 40. Jubiläum des Europäischen Denkmalschutzjahres (1975–2015)

Unter dem Motto Eine Zukunft für unsere Vergangenheit war das Europäische Denkmalschutzjahr von 1975 die bisher bedeutendste und erfolgreichste Kampagne zur Bewahrung und Emporwertung des architektonischen Erbes in Europa. In der Anerkennung der Bedeutung städtebaulicher Ensembles, in der Bedachtnahme auf die Pluralität der Denkmalkategorien, im partiellen Engagement der Bürger und in legalen bzw. administrativen Weichenstellungen fand dieses Jahr nachhaltigen Niederschlag. Programmatik und Ideen von 1975 sind nach wie vor virulent und fordern eine Neuinterpretation unter den Bedingungen der Gegenwart heraus. Zum 40. Jubiläum 2015 stellt diese Publikation mit über 40 internationalen Beiträgen über Europa hinaus die erste umfassende Würdigung der europäischen Kampagne von 1975 dar.

Birgit Franz, Gerhard Vinken (Hrsg.)

Das Digitale und die Denkmalpflege
Bestandserfassung – Denkmalvermittlung – Datenarchivierung – Rekonstruktion verlorener Objekte

Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 26

Die „digitale Revolution“ ist längst in vollem Gange. Für die Denkmalpflege haben digitale Anwendungen neue Perspektiven geöffnet, etwa in der interaktiven Visualisierung verlorener Zustände, im Monitoring bedrohter Stätten und Artefakte oder in der komplexen Vernetzung heterogener Wissensbestände. Deutlicher werden inzwischen auch Grenzen und ungelöste Probleme im Einsatz digitaler Technologien, etwa was die Nachhaltigkeit der rapide wachsenden Datenmengen betrifft.
Doch haben wir es in Bezug auf die Digitalisierung nicht in erster Linie mit einer nur „technischen“ Neuerung zu tun. So wird das Bemühen um das digitale Erbe, mit dem Auftrag zur Dokumentation, Erforschung und Publizierung von Kulturgütern, nicht nur die Institution Museum transformieren. Zu beobachten ist auch, dass sich mit der neuen Fülle an digital erzeugten Bildern die wissenschaftlichen Standards verändern. Ein weiterer unterschätzter Aspekt der digitalen Revolution ist eine Umschichtung der Aufmerksamkeiten auf dem „Markt“ der Wissenschaften.
Die wohl auffälligste Folge des digitalen Versprechens einer genauen und verlustfreien Reproduktion des Verlorenen ist, dass bei jeder spektakulären Zerstörung von bekannten Monumenten reflexhaft die Forderung nach einer Rekonstruktion aufkommt. Deutlich wird hier, dass dem Digitalen eine innere Affinität zur Rekonstruktion innewohnt, insofern seine Leistungsfähigkeit in der Übersetzung aller Informationen in einen binären Code, in der angeblich verlustfreien Speicherung und Kopie beruht. Im digitalen Zeitalter wird die Unterscheidung von Original und Kopie so an Relevanz verlieren – auch zu dem Preis einer totalen Manipulierbarkeit der Daten, wie der Realität. (Gerhard Vinken)

Thomas W. Gaehtgens, Markus A. Castor, Frédéric Bussmann, Christophe Henry (Hrsg.)

Versailles et l'Europe
L’appartement monarchique et princier, architecture, décor, cérémonial

Passages online, Band 1

Der vorliegende Band untersucht den Einfluss eines der brillantesten Repräsentationsleistungen der Frühen Neuzeit auf die europäischen Höfe des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Versailler Schloss, ein „Showroom“, der die französischen Luxusgüter über die Grenzen hinaus bekannt und zum begehrten Gut machte, zog die Blicke aller Regenten der Zeit auf sich. Doch wenngleich von Künstlern und Kunsthandwerkern, die sich an den europäischen Höfen niederließen, zahlreiche Formen und Ideen übernommen wurden, darf die Beharrlichkeit der lokalen Traditionen dennoch nicht unterschätzt werden.

Beginnend mit einer Analyse des Versailler Appartements nach Form und Funktion wird das in Frankreich entwickelte Modell in seiner Bedeutung für die Konzepte des Appartements der europäischen Höfe betrachtet. Die Beiträge analysieren das Zusammenspiel von Architektur, Dekor und Zeremoniell und die besondere Bedeutung des Appartements für die höfische Repräsentation. Die räumliche Disposition tritt als komplexes Verweissystem hervor, das die Inszenierung der Macht und die Zugänglichkeit des Regenten bestimmte. Die Logik der Ausstattungssysteme erschließt sich nur in interdisziplinärer Betrachtung, die auch die sozialen und politisch--historischen Bedingungen berücksichtigt. Bereits vorhandene Traditionen der europäischen Häuser werden in diesem Prozess zwischen Übernahmen und Transformationen neu konfiguriert.

Der erste Teil widmet sich dem in Frankreich entwickelten Modell des Appartements und versucht die komplexe Entwicklung in Versailles bis 1701 nachzuvollziehen, in der die Chambre de Parade zum Herzstück des Schlosses wurde. Im zweiten Teil beleuchten die Fallstudien zu Residenzen der deutschsprachigen Länder den komplexen Austausch und die Vielfalt der heterogenen Lösungen. Mit Beiträgen zu einigen wesentlichen europäischen Höfen in England, Holland, Schweden, Polen, Spanien und Italien schließt die Studie ab.

Christian Gether, Dorthe Juul Rugaard, Stine Høholt, Camilla Jalving (Hrsg.)

The Model

ARKENs forschungsbasierte Online-Publikation von 2014 thematisiert die Neuinstallation von Palle Nielsens Pionierarbeit „The Model“. Spiel, Partizipation und relationale Ästhetik stehen im Mittelpunkt des Kunstwerks – ein gigantischer Spielplatz für Kinder, der ursprünglich im Jahr 1968 im Moderna Museet in Stockholm installiert wurde. Verknüpft mit seiner Neuerscheinung in ARKEN wird „The Model 1968/2014“ gleichzeitig Teil der Sammlung des Museums und in dieser Publikation dokumentiert.

Drei neue Texte nähern sich „The Model“ aus der Perspektive des Kurators, des Kunsthistorikers und des Spielforschers. Welche Art von Partizipation entsteht in „The Model“ heutzutage? Wie hat sich die Idee der Utopie seit 1968 verändert? Und welches sind die sinnlichen Erfahrungen (des Spiels), die „The Model“ mit seinem kreativen und gestaltenden Potenzial als Spielplatz hervorruft? Die Online-Veröffentlichung beinhaltet auch ein Interview mit Palle Nielsen sowie einige seiner bisher unveröffentlichten und neuveröffentlichten Texte. Darüber hinaus bietet „The Model“ die erste verständliche Biographie des Künstlers.