Gesellschaft zur Förderung Angewandter Informatik (Hrsg.)

FHTW Europawoche
Electronic Imaging and the Visual Arts (EVA '94 Berlin) IT for Culture, Archaeology, Science and History (IT for CASH)

EVA Berlin, Band 1

  

Gitta Bertram

Peter Paul Rubens as a Designer of Title Pages
Title Page Production and Design in the Beginning of the Seventeenth Century

Stuttgarter Akademieschriften, Band 1

Diese sozio- und medienhistorische Untersuchung der buchgestalterischen Arbeit von Peter Paul Rubens zeigt, dass er mit den Traditionen der Titelblattgestaltung bewusst umzugehen wusste. In enger Zusammenarbeit mit Kupferstechern und Verlegern schuf Rubens 48 visuelle und intellektuelle Kunstwerke für sehr unterschiedliche Bücher, die im 17. Jahrhundert in keiner Bibliothek von Rang fehlen durften. Die Titelblätter waren nicht nur Werbung für die Werke, sondern auch für deren Autoren und Verleger, oft Balthasar Moretus. Rubens' vielfach kopierte Entwürfe trugen dazu bei, dass sich sein Ruf als gelehrter Künstler, Altertumsforscher, Humanist und Katholik in der Welt verbreitete.

Juliane Betz

Le Chant du cygne
Die Gazette des Beaux-Arts und die französische Reproduktionsgraphik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

In seinem Artikel über den Salon des Beaux-Arts von 1881 unterschied der Kritiker Jules Buisson zwischen den Druckgraphiken der großen Kupferstecher des 17. und 18. Jahrhunderts, die er als »Chant du Triomphe« titulierte, und jenen des ausklingenden 19. Jahrhunderts, die er als »Chant du Cygne« charakterisierte. Die Bezeichnung als »Schwanengesang« deutet unmissverständlich darauf hin, dass der als durchaus kunstvoll wahrgenommenen Gattung der Reproduktionsgraphik die Ablösung durch photographische Verfahren bevorstand.
Die vorliegende Untersuchung der französischen Reproduktionsgraphik basiert auf der 1859 gegründeten Gazette des Beaux-Arts, einer der wichtigsten Kunstzeitschriften des 19. Jahrhunderts. Bis 1927 wurden dort Reproduktionsgraphiken und bis 1933 Originalgraphiken publiziert, die auch Gegenstand zahlreicher Artikel waren. In diesen geht es vor allem um die Erwartungen, die an druckgraphische Reproduktionen gestellt wurden, um die Beurteilung einzelner Blätter und Graphiker sowie um die Frage, ob und warum angesichts photographischer Reproduktionsmöglichkeiten die ›bloße‹ Wiedergabe von Gemälden oder auch Skulpturen im Medium der Druckgraphik als eigenständige Kunst zu betrachten sei.
Aus den rund 1450 Tafeln, die die Gazette bis zum Jahr 1900 regelmäßig veröffentlichte, wurden 64 Reproduktionsgraphiken ausgewählt. Die Untersuchung dieser und weiterer Beispiele veranschaulicht, dass es während des gut fünfzig Jahre dauernden Übergangs von der manuellen zur photographischen Kunstreproduktion zwei wesentliche Tendenzen in der stilistischen Entwicklung gab: Zunächst orientierten sich die Graphiker an Reproduktionsstichen der vorangegangenen Jahrhunderte und an der Malerradierung, die ab den 1840er Jahren wieder auflebte. Später entwickelten einige von ihnen eine deutlich durch die Photographie beeinflusste Reproduktionsweise.

Andreas Bienert , Eva Emenlauer-Blömers , James R. Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2019. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
26. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 26

„BASED ON TRUST! Kultur in Virtueller Umgebung“ ist das Schwerpunktthema der diesjährigen Konferenz. Es spielt auf das oszillierende Spannungsfeld an, das die digitale Transformation zwischen Datenidentität und Realpräsenz des Kulturerbes eröffnet hat. Sammlungsobjekte im Cyberspace, Konzerte und Performances als Datastreams, Kulturvermittlung in der VR – in allen Medien erweitern digitale Telepräsenztechnologien die Sichtbarkeit des kulturellen Erbes und generieren neue Kontexte, Narrative und Vermittlungsoptionen.
Aber lassen sich Glaubwürdigkeit und Einzigartigkeit der materiellen Evidenz der Objekte in den digitalen Datenströmen abbilden? Welche technischen Anforderungen verbinden sich mit der Erzeugung plausibler Szenarien und Atmosphären in der VR? Der Anspruch «Based on Trust» bezieht sich auf alle Bereiche der «Virtualisierung des Musealen», auf interpretierbare und zitierfähige Reproduktions- und Visualisierungstechniken in den 2D-, 3D-, Sound- und Videoformaten ebenso wie auf E-Installationen, explorative VR Anwendungen und KI. Authentizität und Glaubwürdigkeit ergeben sich in den digitalen Medien nicht von selbst. Sie erfordern vielmehr aufwendige Zuschreibungsprozesse und datenkuratorische Expertise. Die Berliner EVA Konferenz behandelt diese Themen an der Schnittstelle zwischen Gedächtnisinstitutionen, öffentlichen Verwaltungen, Technologieanbietern und Informationswissenschaftlern.

Andreas Bienert , Eva Emenlauer-Blömers , James R. Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2017. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
24. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 24

Die digitale Transformation des Kulturerbes ist ein generativer und co-kreativer Prozess. Längst geht es nicht mehr um die reproduktive Digitalisierung von Sammlungsobjekten, sondern um die Prägung authentischer Erlebnisäquivalente. Telepräsenztechnologien und dreidimensionale Visualisierungen ermöglichen ein virtuelles Reenactment der Sammlungen in Dokumentation und Vermittlung. Nicht als digitaler Zwilling, sondern als dokumentarisch und funktional angereichertes digitales Unikat verlässt das Objekt den Raum des Museums und entfaltet als Virtual-, Smart- und Shared-Heritage seine eigene, auratische Wirksamkeit im Internet der Dinge, in den sozialen Netzwerken, auf Gaming Plattformen oder in Forschung und Wissenschaft. Neben dem breiteren Zugang zum kulturellen Erbe stehen neue Zirkulationsformen des Wissens und die Ausdifferenzierung öffentlicher Medienumgebungen auf der digitalen Agenda der GLAM Institutionen.
Die 24. Berliner EVA Konferenz 2017 ist das Forum, auf dem diese Themen entwickelt werden - an der Schnittstelle zwischen Gedächtnisinstitutionen, Technologieentwicklern, Informations-wissenschaftlern und öffentlichen Verwaltungen.

Andreas Bienert , Anko Börner , Eva Emenlauer-Blömers , James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2016. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
23. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 23

  

Andreas Bienert , Gerd Stanke , James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2007 Berlin. Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 14. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 14

  

Andreas Bienert , Christian Bracht (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2011 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Die 18. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 18

  

Andreas Bienert , Dorothee Haffner (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2012 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Die 19. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 19

  

Andreas Bienert , Gerd Stanke (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2010 Berlin. Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie. 10. - 12. November 2010 in den Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum Potsdamer Platz
Die 17. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 17

  

Andreas Bienert , James Hemsley , Gerd Stanke (Hrsg.)

Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Konferenzband EVA 2008 Berlin ; 12. - 14. November 2008 in den Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum Potsdamer Platz ; die 15. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 15

  

Jacob Birken

Die kalifornische Institution
Fernwestliche Weltbilder um 1906

Dissertationen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Band 1

Im April 1906 schießt Arnold Genthe in San Francisco eine Reihe von Aufnahmen der durch Erdbeben und Feuer zerstörten Küstenstadt. Seine Bilder sind als Dokumentationen der Katastrophe bis heute bekannt, Genthe selbst fast vergessen – die verträumt verwaschenen Portraits und Tanzbilder, die den Großteil seines Werks stellten und ihn über die USA hinaus berühmt machten, entsprachen kaum den Prinzipien der nachfolgenden künstlerischen Avantgarden. Ausgehend von Genthes bekanntesten Aufnahmen der Katastrophe möchte dieses Buch die ästhetischen, medienphilosophischen und gesellschaftspolitischen Konflikte nachzeichnen, die die Weltbilder des ‚Fernen Westens‘ um die Jahrhundertwende prägten.

Thomas Biskup , Truc Vu Minh , Jürgen Luh (Hrsg.)

Preußendämmerung
Die Abdankung der Hohenzollern und das Ende Preußens

Kulturgeschichte Preußens – Colloquien, Vol. 8 (2019)

Am 9. November 1918 verkündete Reichskanzler Max von Baden den doppelten Thronverzicht Wilhelms II. – als Deutscher Kaiser und als König von Preußen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde am 25. Februar 1947 durch das Kontrollratsgesetz Nr. 46 der Staat Preußen vom Alliierten Kontrollrat aufgelöst, weil er, wie es im Wortlaut hieß, »seit jeher Träger des Militarismus und der Reaktion in Deutschland« gewesen sei. Zwischen dem Ende der preußischen Monarchie und der offiziellen und endgültigen Auflösung preußischer Staatlichkeit liegen die knapp zwei Jahrzehnte der »Preußendämmerung«, in denen das mit Abstand größte deutsche Land politisch zunächst neu begründet, ab 1932 aber schrittweise ausgehöhlt wurde. Preußen war in besonderem Maße damit konfrontiert, einen Umgang mit dem Ende der Monarchie zu finden, die in Kulturleben und politischen Auseinandersetzungen weiterhin präsent blieb. Bis heute bleibt Preußen ein wichtiger Teil der deutschen Geschichte, mit dessen Erbe umzugehen auch heute eine Herausforderung ist. Auf die schon bald nach 1918 in Öffentlichkeit und Wissenschaft streitlustig oder in versöhnender Absicht gestellten Fragen, wie mit dem preußischen Staat und dem vormaligen Herrscherhaus umzugehen sei, wie mit der Idee und der Konstruktion Preußens, mit den Idealen und Werten, die der Hohenzollernstaat verkörperte, den Erfolgen und Irrungen, der Duldsamkeit und Willkür der Herrscher sowie dem materiellen Erbe von Staat und Herrschaft, werden in diesem Band unaufgeregte wie fundierte, der Gegenwart und auch der Zukunft angemessene Antworten zu geben versucht.

Simone Bogner , Birgit Franz , Hans-Rudolf Meier , Marion Steiner (Hrsg.)

Denkmal – Erbe – Heritage
Begriffshorizonte am Beispiel der Industriekultur

Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 27

Dieser Band ist zweisprachig (dt./eng.)
Der Band „Denkmal – Erbe – Heritage“ umfasst unterschiedliche disziplinäre und generationsspezifische Ansätze zu den Titel gebenden Begriffen, die mit dem Motto „Sharing Heritage“ des Kulturerbejahres 2018 korrespondieren. Entstanden ist der Band 2017 aus der Kooperation des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V. mit dem Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“, die ihre Jahrestagung zusammenlegten.
Wenn „Sharing Heritage“ ernst gemeint ist, muss das auch Konsequenzen für die Bewertung von Objekten haben – auch über Europa hinaus: anstelle des eher exkludierenden „World Heritage“, das zumeist die eigenen, oft national definierten Verdienste in den Vordergrund rückt, wäre ein kritisches „Global Heritage“ anzustreben, das auf der Grundlage universeller Werte die notwendigen Brücken bauen kann, um die Menschen als globale Schicksalsgemeinschaft einander näher zu bringen.

Daniel Burger

Die Cadolzburg
Dynastenburg der Hohenzollern und markgräflicher Amtssitz

Die Cadolzburg war ein wichtiges Verwaltungszentrum der Hohenzollern in Franken und zählte bis zu den verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zu den besterhaltenen Burgen Deutschlands. Das Germanische Nationalmuseum (GNM) beteiligte sich an Nutzungsüberlegungen für die Cadolzburg und beauftragte Daniel Burger, ein Konzept für ein dort einzurichtendes Deutsches Burgenmuseum zu erstellen. In diesem Zusammenhang entstand die vorliegende Monographie. Sie umfasst den Forschungsstand, einen historischen Abriss, eine analysierende Baubeschreibung sowie die Stellung der Cadolzburg innerhalb des zollernschen Burgenbaus in Franken. Exkurse gehen auf Steinmetzzeichen, die Befestigung des Marktes Cadolzburg sowie die Folter in der Cadolzburg ein; ein Verzeichnis der Beamten und Inventare der Burg sowie Personen- und Ortsregister beschließen den Band.

Fritz Bönisch , Hans Brichzin , Klaus Schillinger und Werner Stams

Kursächsische Kartographie bis zum Dreißigjährigen Krieg
I. Die Anfänge des Kartenwesens

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 8

"Anlaß für diese Publikation war der 400. Jahrestag des Beginns der ersten kursächsischen Landesaufnahme im Sommer 1586. Die Markscheider Matthias Öder und Balthasar Zimmermann führten in fast fünfzigjähriger Arbeit die Vermessung des kursächsischen Territoriums in einem für ihre Zeit ungewöhnlich großen Maßstab aus. Das kann noch heute als eine Pionierleistung angesehen werden, zumal diese Landeskartierung nach Umfang und Genauigkeit unter den kartographischen Arbeiten des ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts eine herausragende Stellung in Europa einnimmt." (Vorwort)

Ewa Chojecka

Astronomische und astrologische Darstellungen und Deutungen bei kunsthistorischen Betrachtungen alter wissenschaftlicher Illustrationen des XV. bis XVIII. Jahrhunderts

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 4

„Nachdem bereits in den letzten Jahren die ersten Bände der 'Veröffentlichungen des Staatlichen Mathematisch-Physikalischen Salons' erscheinen konnten, wird, heute ein weiteres Heft dieser eigenen Schriftenreihe der Fachwelt vorgelegt. Durch eine seit Jahren bestehende enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Jagiellonischen Universität in Krakau war es möglich, einige bedeutende Arbeiten einer international bekannten Wissenschaftlerin für den Math.-Phys. Salon zu übernehmen. Nach einer Vortragsveranstaltung mit Fräulein Dr. EWA CHOJECKA in Dresden und nach den sich anschließenden Besprechungen stellte sie bereitwilligst einige Arbeiten zur Verfügung, die durch ihre astronomischen, astrologischen und kalendarischen Aussagen auch für die Instrumente der eigenen Sammlungen wissenschaftlich von großem Interesse sind. […]“ (Vorwort)

Peter Daners , Frederik Poppe , Annika Schank , Melanie Schmitt (Hrsg.)

Wechselwirkungen
Kunst im Kontext der Inklusionsdebatte

Der Tagungsband widmet sich dem Thema Kunst und Inklusion aus unterschiedlichen Perspektiven: Expert*innen aus dem Museum, der Rehabilitationswissenschaft, der Kunstwissenschaft und den Disability Studies diskutieren die künstlerische Produktion, Präsentation, Vermittlung und Rezeption der Arbeiten von Künstler*innen mit Assistenzbedarf. Der Band dokumentiert die Ergebnisse der Tagung Wechselwirkungen, die 2018 als Kooperation des Museum Folkwang mit der Bundesvereinigung Lebenshilfe stattfand, und erweitert zugleich den bisher eher in der Pädagogik verankerten Diskurs zur Situation von Künstler*innen mit Assistenzbedarf um eine kunstwissenschaftliche Ebene.
Anders als die Verwendung kunsthistorischer Begriffe wie Art Brut und Outsider Art suggeriert, sind kulturelle Einflüsse in den Arbeiten von Künstler*innen mit Behinderungen nicht nur vorhanden, sondern wechselseitig. Die Beiträge in diesem Buch befassen sich mit kollaborativen Arbeitsweisen und multiplen Autorenschaften sowie mit den strukturellen Rahmenbedingungen inklusiver Projekte und einer kreativen Umsetzung von Barrierefreiheit in Ausstellungen. Sie werfen einen kritischen Blick auf die Deutungshoheit der Museen und den Einfluss der Medien und benennen Faktoren, die zu einer behinderungssensiblen kuratorischen Praxis und mehr Diversität im Kulturbetrieb beitragen.
Künstlerkollektive und Ateliers geben anhand von Projektbeispielen Einblicke in ihre Arbeitsweisen und Netzwerke. Interviews und Werkbesprechungen stellen Künstler*innen mit Assistenzbedarf vor.
Allen Beiträgen gemeinsam ist, dass sie die Frage nach Reziprozität stellen und ein dialogisches Interaktionsprinzip als Grundlage für eine Inklusion auf Augenhöhe sehen.

Dominic E. Delarue , Johann Schulz , Laura Sobez (Hrsg.)

Das Bild als Ereignis
Zur Lesbarkeit spätmittelalterlicher Kunst mit Hans-Georg Gadamer

Bild als Ereignis

Für den Heidelberger Philosophen Hans-Georg Gadamer ist ein Kunstwerk kein statisches Objekt, sondern ein sich wandelndes Subjekt, das uns dialogisch gegenübertritt. Kunstwerke sieht Gadamer in ihrem prozesshaften Wesen bestimmt, die im Vollzug überhaupt erst zu ihrem vollen Sein gelangen - der Sinn von Kunst geschieht. Das "Bild als Ereignis" bezeichnet somit viel mehr als nur einen materiellen Bildträger und einen darüber vermittelten geistigen Gehalt, sondern ein dynamisches Sinngeschehen zwischen Werk und Betrachter. Ausgehend von diesen Überlegungen Gadamers sollen in vorliegendem Band unterschiedliche Formen spätmittelalterlicher Kunst neu diskutiert und so eine Erweiterung kunsthistorischer Betrachtungsweisen angeregt werden. An dieser Stelle erscheint die ausführliche Einleitung des 38. Bandes der Heidelberger Forschungen (Winter Universitätsverlag).

Sylva Dobalová , Ivan P. Muchka (Hrsg.)

Looking for Leisure
Court Residences and their Satellites 1400–1700

PALATIUM e-Publications, Band 4

This volume focuses on the leisure buildings – often called casino, palazotto or Lusthaus – which formed an integral part of princely residential complexes in Europe in the period 1400–1700. The aim of this collection is to study these satellite buildings as counterparts to the main palaces. The relatively small size of these structures belies their importance. They took on representative roles and developed certain  ideological programmes that would have been difficult to achieve in the larger residential buildings.
Many of these buildings were meant only for seasonal use. Their primary role was as a place of rest, leisure and repose. This relaxation could either take a contemplative form or could include such vigorous  activities as hunting, sports and various court festivities. The case studies presented here illustrate the shared principles of these recreational buildings and investigate how their architects and patrons attempted to realize a ‘paradise on earth’ and managed to bring the human world into harmony with the natural world.
Discussing examples from all over Europe – from Central Europe via Italy and France to Denmark and Scotland – the seventeen papers gathered in this volume address four different aspects of ‘palazotto culture’: the terminology that was used to identify these small palaces, which reflects the wide variety of needs they fulfilled; the functions and typologies of these buildings; their artistic decorations; and their gardens and natural surroundings.