Maren Manzl

Intermedialität im Werk von Gregory Crewdson
Ein Bildkünstler im Kontext von Malerei, Film und Fotografie

Der 1962 in Brooklyn geborene Fotograf Gregory Crewdson inszeniert großformatige Fotos mit Blick auf das melancholische und entfremdete Leben in amerikanischen Vorstädten. Hauptthemen sind scheinbar zufällig festgehaltene Szenen von Innenräumen, Vorgärten und Straßenfluchten, in denen die Protagonisten zumeist wie teilnahmslos in sich gekehrt wirken. Neben der Vorstellung von Crewdsons Gesamtwerk und der Ikonografie der Bilder werden vor allem Bezüge zur bildenden Kunst, zur Fotografie und zur Filmgeschichte bearbeitet und im Detail verglichen. Crewdsons Aufnahmen werden u. a. Werken von Hopper, Eggleston, Wall und Sternfeld sowie Filmen von Lynch, Spielberg und Hitchcock gegenübergestellt.

Heide Grape-Albers (Hrsg.)

Die holländischen und flämischen Gemälde des 17. Jahrhunderts

„Über 200 Gemälde holländischer und flämischer Meister sind heute in der Landesgalerie versammelt, wobei der Schwerpunkt eindeutig bei der holländischen Malerei mit 153 Stücken liegt. Unter den flämischen Gemälden finden sich Werke von Peter Paul Rubens, Jacob Jordaens, Frans Snyders und Anton van Dyck, die holländische Schule ist mit einer stattlichen Auswahl von Gemälden der Rembrandt-Schüler wie Gerrit Dou, Arent de Gelder, Carel und Barend Fabritius oder Nicolaes Maes vertreten.“ (S. 12) – Mit dem Bestandskatalog aus dem Jahr 2000 liegt eine vollständige Neubearbeitung des Bandes von Gert von der Osten (1954) vor.

ICOM Deutschland , Markus Walz (Hrsg.)

Museum: ausreichend. Die ‚untere Grenze‘ der Museumsdefinition
Tagungsband des Internationalen Bodensee-Symposiums 2018

Beiträge zur Museologie, Band 9

Die Menge und die Vielfalt der Museen wachsen stetig, doch was sind die „harten Kriterien“, die Museen von Nicht-Museen unterscheiden? Das deutsch-schweizerisch-österreichische Bodensee-Symposium 2018 diskutierte an Fallbeispielen interessante Grenzziehungen durch Outsourcing von Leistungen, für die dem einzelnen Museum die Kompetenzen fehlen, durch klaren Verzicht auf vor Ort nicht zu erfüllende „Museums-Kernaufgaben“ sowie durch externe Qualitätsprüfung und Zertifizierung, ob das Institut den Ansprüchen an ein Museum genügt (oder nicht). Am Schluss stehen Perspektiven auf die Museumsdefinition von Verantwortlichen aus museumsverwandten Einrichtungen (Privat-, Universitäts- und Unternehmenssammlungen).

María López-Fanjul y Díez del Corral (Hrsg.)

The Second Glance
All Forms of Love

"Der zweite Blick" ist eine neue Ausstellungsreihe, die sich anhand aktueller gesellschaftsrelevanter Themen mit der Dauerausstellung des Bode-Museums auseinandersetzt. Die Werke in seiner Sammlung umfassen 1.500 Jahre europäischer Kunst- und Kulturgeschichte und eignen sich daher besonders für eine Reihe wie "Der zweite Blick", die menschliche Identitäten und ihre bildnerische Darstellung thematisiert. "Spielarten der Liebe", der erste Teil der Reihe, wirft einen zweiten Blick auf Werke, die sich mit der Vielfalt sexueller Identitäten befassen.

Melanie Kraft

historia, narratio, exemplum
Jörg Breu d. Ä. und die Historienbilder für das Herzoghaus München

Der Augsburger Maler Jörg Breu d. Ä. (um 1475/80–1540) arbeitete für zahlreiche hochrangige Auftraggeber wie Maximilian I., die Fugger oder das Herzoghaus München. Von diesem ging einer seiner prestigeträchtigsten Aufträge aus: Im Rahmen der sogenannten Historienbilder schuf er die Geschichte der Lucretia und die Schlacht von Zama.
Die Publikation widmet sich anhand dieser Werke erstmals gezielt der Erzählstrategie und der Bildrhetorik Jörg Breus vor dem Hintergrund seines Œuvres, des Gesamtauftrags, seiner Zeitgenossen wie Hans Burgkmair oder Albrecht Altdorfer und der Beziehungen zum Münchener Hof. Erstmals werden so die Bildfindungen Breus umfassend analysiert, um einen bisher kaum beachteten Maler der deutschen Renaissance greifbarer zu machen.

Katja Lembke (Hrsg.)

best of
111 Geschichten aus dem Weltenmuseum

Warum sind die Fische im Pazifik bunter als ihre Verwandten in Nord- und Ostsee? Gab es in Niedersachsen Dinosaurier? Wo lebten die ersten Menschen? Wie begann die Globalisierung, und seit wann gibt es eigentlich Kunst?
Mit 111 Objekten reisen Sie durch das WeltenMuseum, dessen Sammlungen ein Abbild unserer Lebenswelt darstellen. Raum und Zeit übergreifend erzählen sie Geschichten – von 240 Millionen Jahre alten Seelilien bis zu lebenden Bewohnern von Land und Wasser, vom Gamelanorchester aus dem fernen Indonesien bis zur Goldkette von Isenbüttel, von den ersten handwerklichen Erzeugnissen der frühen Menschen bis zur weltweit größten Sammlung deutscher Impressionisten. Wunderbare Fotos und einprägsame Texte sprechen Jung und Alt an und führen ein in die Geheimnisse unseres Kontinents.

Johannes Warda (Hrsg.)

Beyond Bauhaus
New Approaches to Architecture and Design Theory

Die immer wieder neue Beschäftigung mit den avantgardistischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts gehört fest zum Theoriediskurs von Architektur, Kunst und Design. Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes nehmen den 100. Geburtstag des Bauhauses zum Anlass für eine kritische Revision von dessen pädagogischen Konzepten, Genderpolitik und designtheoretischen Implikationen. Schließlich eröffnen die Beiträge neue Perspektiven auf die sich zunehmend hybridisierenden Felder der gestaltenden Disziplinen zwischen virtuellen Umgebungen, der Ästhetik nachhaltigen Entwerfens, Biotechnologie und der Frage nach einer postkolonialen Ethik.

Heike Messemer

Digitale 3D-Modelle historischer Architektur
Entwicklung, Potentiale und Analyse eines neuen Bildmediums aus kunsthistorischer Perspektive

Computing in Art and Architecture, Band 3

Digitale 3D-Modelle historischer Architektur ➔ Entwicklung, Potentiale und Analyse eines neuen Bildmediums aus kunsthistorischer Perspektive bietet erstmals einen umfassenden historischen Überblick über die Entstehungsgeschichte digitaler Architekturrekonstruktionen aus kunsthistorischer Perspektive. Zentrales Anliegen des Buchs ist es, anhand der kunsthistorischen Analyse digitaler 3D-Modelle Potentiale dieses neuen Bildmediums und Forschungswerkzeugs in den Geistes- und Kulturwissenschaften aufzuzeigen. Wesentliche Diskurse, Desiderate und Handlungsbedarfe in den Bereichen der Hypothesendarstellung, Dokumentation des Erstellungsprozesses und Langzeitarchivierung werden diskutiert. Der Wissenschaftscommunity bietet das Buch eine fundierte Grundlage für die Verortung digitaler 3D-Modelle historischer Architektur im Kontext von möglichen Forschungsfragen, wesentlichen Handlungsbedarfen und für die Initiierung von Impulsen für zukünftige Projekte.

Antonia Wagner

Feminismus und Konsum

Dissertationen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Band 2

Ist Konsumieren ein Symbol für gesellschaftliche Freiheiten? Oder (re-)produziert Konsum eine Geschlechterordnung, die ‚die Frau‘ auf ein Objekt männlichen Begehrens reduziert? Konsumieren ist Ausdruck von Lust, macht Arbeit und lebt durch Bilder. Die hier vorliegende differenzierte Betrachtung zeigt, wie widersprüchlich Weiblichkeit in Konsumkulturen konstruiert wird. Entsprechend zeigen sich feministische Positionen der 1960er bis 1980er Jahre kritisch gegenüber der Konsumkultur, reflektieren gleichwohl auch die potentielle Macht der Konsumentin und einer feministisch geprägten Konsumästhetik. Diese feministischen ästhetischen Haltungen gegenüber dem Kaufen, dem Benutzen, dem Betrachten oder dem Verzehren käuflicher Dinge werden anhand von Werken weiblicher Künstlerinnen wie Evelyne Axell, Nathalia LL, Martha Rosler, Christa Dichgans, Sanja Iveković und Judith Barry herausgearbeitet.

Ruth Sonja Simonis

Microstructures of global trade
Porcelain acquisitions through private trade networks for Augustus the Strong

Im Jahr 1716 entsandte der sächsisch-polnische Kurfürst-König August der Starke den Italiener Peter Robert Taparelli Graf von Lagnasco nach Den Haag, um vor Ort ostasiatisches Porzellan zu kaufen. Die Korrespondenz rund um dieses Unternehmen gibt detaillierte Einblicke in die Handelssituation in den Niederlanden. Die transkribierten Briefe erlauben Rückschlüsse auf die Verfügbarkeit asiatischer Waren, den Wettbewerb zwischen Käufern, Preise und Handelsnetzwerke, sowie die Objekte, die für den König erworben wurden. Die Publikation untersucht die Bedeutung privater Händler und ihre Rolle in der Versorgung des sächsischen Hofes mit ostasiatischen Luxusgütern.

Elke Seibert , Agathe Cabau , Markus A. Castor (Hrsg.)

Discovering/Uncovering the Modernity of Prehistory

Passages online, Band 5

The research field of prehistory and modernity is very topical in both French as well as German art history, though the traditions differ. In view of this historical situation, the conference’s goal (German Center for the History of Art Paris, 2017) was to raise awareness and initiate a dialog, which opened up new perspectives for all participants and generated innovative research. Prehistory, or primeval times, leads back to fundamental art historical questions: When did abstraction begin? What specific qualities of prehistoric artefacts contributed to solutions to artistic problems of the European avant-gardists like Picasso, Miró, Baumeister, Giacometti or Bataille? What is characteristic of prehistoric art as compared to other arts premiers? Work-related questions stood at the center of the discussions and revealed interdisciplinary connections and opened debates intended to inspire further research.

Andreas Bienert , Eva Emenlauer-Blömers , James R. Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2019. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
26. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 26

„BASED ON TRUST! Kultur in Virtueller Umgebung“ ist das Schwerpunktthema der diesjährigen Konferenz. Es spielt auf das oszillierende Spannungsfeld an, das die digitale Transformation zwischen Datenidentität und Realpräsenz des Kulturerbes eröffnet hat. Sammlungsobjekte im Cyberspace, Konzerte und Performances als Datastreams, Kulturvermittlung in der VR – in allen Medien erweitern digitale Telepräsenztechnologien die Sichtbarkeit des kulturellen Erbes und generieren neue Kontexte, Narrative und Vermittlungsoptionen.
Aber lassen sich Glaubwürdigkeit und Einzigartigkeit der materiellen Evidenz der Objekte in den digitalen Datenströmen abbilden? Welche technischen Anforderungen verbinden sich mit der Erzeugung plausibler Szenarien und Atmosphären in der VR? Der Anspruch «Based on Trust» bezieht sich auf alle Bereiche der «Virtualisierung des Musealen», auf interpretierbare und zitierfähige Reproduktions- und Visualisierungstechniken in den 2D-, 3D-, Sound- und Videoformaten ebenso wie auf E-Installationen, explorative VR Anwendungen und KI. Authentizität und Glaubwürdigkeit ergeben sich in den digitalen Medien nicht von selbst. Sie erfordern vielmehr aufwendige Zuschreibungsprozesse und datenkuratorische Expertise. Die Berliner EVA Konferenz behandelt diese Themen an der Schnittstelle zwischen Gedächtnisinstitutionen, öffentlichen Verwaltungen, Technologieanbietern und Informationswissenschaftlern.

María López-Fanjul y Díez del Corral (Hrsg.)

Der zweite Blick
Spielarten der Liebe

"Der zweite Blick" ist eine neue Ausstellungsreihe, die sich anhand aktueller gesellschaftsrelevanter Themen mit der Dauerausstellung des Bode-Museums auseinandersetzt. Die Werke in seiner Sammlung umfassen 1.500 Jahre europäischer Kunst- und Kulturgeschichte und eignen sich daher besonders für eine Reihe wie "Der zweite Blick", die menschliche Identitäten und ihre bildnerische Darstellung thematisiert. "Spielarten der Liebe", der erste Teil der Reihe, wirft einen zweiten Blick auf Werke, die sich mit der Vielfalt sexueller Identitäten befassen.

Maximiliane Mohl

Das Museum Fridericianum in Kassel
Museumsarchitektur, Sammlungspräsentation und Bildungsprogramm im Zeitalter der Aufklärung

Museum und Museumsbesuch? Eine Selbstverständlichkeit im 21. Jahrhundert! Der allgemeine Zugang zur Kunst für jedermann ist jedoch erst seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert und der beginnenden Aufklärung möglich. Einer der Vorreiter für diese Entwicklung war der Bau des Museum Fridericianum in Kassel, des ersten autonomen, solitären Museumsgebäudes auf dem europäischen Kontinent. 

Das Werk untersucht die wechselvolle Architekturgeschichte des Museum Fridericianum und ordnet es in die internationale Architektur des Frühklassizismus ein, nicht ohne dabei die politischen Umstände und die städtebauliche Ausgangslage darzustellen.

Miguel Helfrich , Christina Haak (Hrsg.)

Casting. Ein analoger Weg ins Zeitalter der Digitalisierung?
Ein Symposium zur Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin

2. überarbeitete Auflage

Als älteste bis heute aktive Einrichtung der Staatlichen Museen zu Berlin feiert die Gipsformerei 2019 ihr zweihundertjähriges Bestehen. Ihr bevorstehendes Jubiläum ist ein willkommener Anlass, um u. a. folgende Frage zu diskutieren: Wie kann sich eine Institution, deren Fokus auf der traditionellen handwerklichen Fertigung liegt, gegenüber technischen Innovationen behaupten? Die Publikation widmet sich dieser Frage und bietet darüber hinaus einen interessanten Querschnitt zur aktuellen Forschungsdebatte. Neben den einzelnen Vorträgen werden sämtliche Diskussionsbeiträge, eine Podiums- sowie eine Schlussdiskussion am Ende der Publikation in deutscher und in englischer Sprache zusammengefasst.

Stephanie Herold , Anneli Randla , Ingrid Scheurmann (Hrsg.)

Renationalisierung oder Sharing Heritage?
Wo steht die Denkmalpflege im Euopäischen Kulturerbejahr 2018?

Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 28

„Überall in Europa erleben wir gegenwärtig deutliche Renationalisierungsbewegungen und eine Inanspruchnahme des kulturellen Erbes für Identitätsbildungsprozesse von Ländern und Regionen. Im Zuge dessen werden die Grenzen zu Anderen deutlicher als zuvor markiert und Fragen der Zugehörigkeit zum Erbe kritisch ventiliert (z.B. gehört der Islam zu Deutschland/Europa? müssen wir Grenzkontrollen reaktivieren? etc.). Diesem Trend suchen europäische Institutionen durch die Betonung gemeinsamer Werte und Traditionen entgegenzusteuern – nach der Deklaration von Faro 2005 gilt das nicht zuletzt für die Ausrufung des europäischen Kulturerbejahres, das 2018 unter dem Motto Sharing Heritage steht und zu einer Neu-Betrachtung des kulturellen Erbes unter Prämissen des Kulturtransfers und der Rezeption von Ideen auffordert. Grenzräume erfahren dabei als Austauschregionen, aber auch als potentielle Konfliktregionen eine besondere Beachtung. Denkmalpflege, Archäologie und Museologie sind durch die aktuellen Neubewertungen des kulturellen Erbes wie alle anderen sammelnden Fächer zu einer Positionsbestimmung herausgefordert.“

Ingrid Scheurmann

ICOM Deutschland , Deborah Tout-Smith (Hrsg.)

Museums, Borders and European Responsibility
One Hundred Years after the First World War

Beiträge zur Museologie, Band 8

Museen sind die Schatzkammern des kulturellen Erbes, Stätten der Erinnerung und der Selbstvergewisserung. Aber wessen Geschichten erzählen sie und warum? Was wird in Museen erinnert und was vergessen?
Hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs reflektieren Museumspraktiker und Wissenschaftler aus Europa und darüber hinaus erneut dessen Auswirkungen. Sie reflektieren die Rolle, die Museen bei der präzisen und authentischen Darstellung des Krieges, der Ausgestaltung des Gedenkens und der Bewahrung seines Vermächtnisses spielen. Sie untersuchen komplexe Themen, darunter vielfältige und widersprüchliche Wahrnehmungen des Krieges, seine politischen Folgen und die Frage nach der europäischen Verantwortung.
Sie plädieren für die selbstbewusste Berücksichtigung kritischer Stimmen und unterschiedlicher Perspektiven sowie dafür, die Auswirkungen von Gewalt und Dogmen auf die europäische Gesellschaft zu überdenken.

Eva von Engelberg-Dočkal , Oliver Trepte (Hrsg.)

Stadtbilder Weimar
Städtische Ensembles und ihre Inszenierungen nach der politischen Wende

Stadtbilder Weimar geht aus einem Seminar hervor, das an der Bauhaus-Universität Weimar im Sommersemester 2018 gehaltenen wurde. Der Band gibt einen ersten Einblick in die Architektur und den Städtebau Weimars nach der politischen Wende. Dabei erfährt die geläufige Wahrnehmung der Innenstadt als unversehrtes historisches Zentrum eine kritische Reflexion. Außerdem werden der Umfang baulicher Maßnahmen und ihr Einfluss auf heutige Stadtbilder anhand verschiedener Ensembles besprochen. Ausgehend von den Bauaktivitäten der 1990er Jahre, diskutieren die Aufsätze die Gestaltung der städtischen Identität, insbesondere im Kontext des Modellstadt-Programms, der Anerkennung als UNESCO-Weltkulturerbe und des Kulturstadtjahres 1999. Hauptsächlich geht es um die Frage nach übergeordneten Leitbildern und bestimmenden Identifikationsobjekten, wobei in jüngster Zeit vor allem die Architekturmoderne neben das traditionelle Motiv der Klassikerstadt tritt.

Judith Schulte

Der Vietnamkrieg im Fotoessay
Larry Burrows zwischen Propaganda und kritischer Kriegsfotografie

Der Fotojournalismus während des Vietnamkriegs gilt als besonders unmittelbar und kritisch. Die bildwissenschaftliche Studie analysiert anhand von Fotoessays von Larry Burrows die US-amerikanische Darstellung des Krieges im Life-Magazin und deren spätere Rezeption im historischen, medienwissenschaftlichen und kunst- wie fotografiehistorischen Kontext. Hierbei werden Kriterien und Bildmuster der Authentizität herausgearbeitet und überprüft.

Die Studien zeigen ein wandelndes Kriegsbild, das noch stark in kolonialen Bildmustern verhaftet ist. Fotografieren im Stil der combat photography, später im embedded journalism zum Prinzip gemacht, kann bereits für den Vietnamkrieg als Form der Propaganda aufgezeigt werden.

Landesmuseum Württemberg (Hrsg.)

Die Kunstkammer der Herzöge von Württemberg
Bestand, Geschichte, Kontext

Band 1

Wie viele Fürsten legten auch die Herzöge von Württemberg ab dem ausgehenden 16. Jahrhundert eine Kunstkammer an. Neben den kostbaren kunsthandwerklichen Arbeiten umfasste die Sammlung Exotica, magische Gegenstände, Bronzen, wissenschaftliche Instrumente, Miniaturen und vieles mehr.
Über 30 einführende Essays und mehr als 330 Objektbeschreibungen stellen die württembergische Kunstkammer, ihre Bestände und ihre wechselvolle Geschichte vor. Durch die ungewöhnlich reiche archivalische Überlieferung konnten der jeweilige Eingang der Objekte in die Kunstkammer, sowie die sich im Laufe der Zeit wandelnden Schwerpunkte der Sammlung rekonstruiert und deren Geschichte kontextualisiert werden.

Link zu Band 2 und Band 3.