Computing Art Reader
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Lutteroth, Jan-Eric und Hoppe, Stephan: Schloss Friedrichstein 2.­0 – Von digitalen 3D-Modellen und dem Spinnen eines semantischen Graphen, in: Kuroczyński, Piotr, Bell, Peter und Dieckmann, Lisa (Hrsg.): Computing Art Reader: Einführung in die digitale Kunstgeschichte, Heidelberg: arthistoricum.net, 2018 (Computing in Art and Architecture, Band 1), S. 184-198. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.413.c5822

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ISBN 978-3-947449-16-3 (PDF)
ISBN 978-3-947449-15-6 (Softcover)
ISBN 978-3-947449-67-5 (Hardcover)

Veröffentlicht am 10.12.2018.


Jan-Eric Lutteroth, Stephan Hoppe

Schloss Friedrichstein 2.­0 – Von digitalen 3D-Modellen und dem Spinnen eines semantischen Graphen

Digitale 3D-Rekonstruktion, 3D-Modell, Adelssitz, Architekturgeschichte, Barockschloss, CIDOC-CRM, Forschungsumgebung, Kunstgeschichte, Ostpreußen, semantische Datenmodellierung, virtuelle Rekonstruktion

In dem Beitrag wird auf der Grundlage von konkreten Forschungserfahrungen der generelle Umgang mit digitalen 3D-Rekonstruktionsmodellen historischer Bauten als nachhaltigem Wissensspeicher und Kommunikationswerkzeug für die Kunstgeschichte und Architekturgeschichte erörtert. Ausgangspunkt und Beispiel ist die virtuelle 3D-Rekonstruktion des Barockschlosses Friedrichstein im ehemaligen Ostpreußen.In dem von der Leibniz-Gemeinschaft geförderten Forschungsprojekt Virtuelle Rekonstruktion in transnationalen Forschungsumgebungen — Das Portal: Schlösser und Parkanlagen im ehemaligen Ostpreußen wurde das Schloss als Ausgangsbasis für eine neuartige digitale Forschungsumgebung verwendet, die Konzepte einer auf CIDOC-CRM basierenden, semantischen Datenmodellierung umsetzt. In dem Beitrag werden die Erfahrungen des Pilotprojektes zusammengefasst und in eine generelle Diskussion über die Wissenschaftlichkeit virtueller 3D-Rekonstruktionen eingebettet. Das Ergebnis zeigt, dass die digitale 3D-Rekonstruktion einen bedeutenden Mehrwert für die historische Architekturforschung darstellen kann. Voraussetzung dafür ist der umfassende Nachvollzug der Genese der wissenschaftlichen Rekonstruktion durch die verknüpfte Integration ihrer Quellen und deren Interpretation mit dem digitalen Modell, die durch die Forschungsumgebung sichtbar und fortschreibbar gemacht wird. Als Forschungsumgebung wird die wissenschaftliche Architekturrekonstruktion auf diese Weise zu einem nachhaltig nutzbaren und » potentiell « auch allgemein zugänglichen Wissensspeicher, dessen vollständiges epistemisches Potenzial erst am Anfang seiner Entwicklung steht.