Computing Art Reader
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Kailus, Angela und Stein, Regine: Besser vernetzt: Über den Mehrwert von Standards und Normdaten zur Bilderschließung, in: Kuroczyński, Piotr, Bell, Peter und Dieckmann, Lisa (Hrsg.): Computing Art Reader: Einführung in die digitale Kunstgeschichte, Heidelberg: arthistoricum.net, 2018 (Computing in Art and Architecture, Band 1), S. 118-139. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.413.c5772

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Identifikatoren (Buch)
ISBN 978-3-947449-16-3 (PDF)
ISBN 978-3-947449-15-6 (Softcover)
ISBN 978-3-947449-67-5 (Hardcover)

Veröffentlicht am 10.12.2018.


Angela Kailus, Regine Stein

Besser vernetzt: Über den Mehrwert von Standards und Normdaten zur Bilderschließung

Informationszugang, semantische Interoperabilität, Linked Open Data, Normdaten, Koreferenzierung

Das dokumentarisch genutzte Bild hat einen Doppelcharakter: Die Kunstgeschichte verwendet es seit jeher als Stellvertreter ihrer Untersuchungsgegenstände, der Kunst- und Bauwerke, gleichzeitig aber ist das Bild ein eigenständiges Artefakt, dessen historische Kontextualisierung und Materialität immer stärker selbst zum Gegenstand wissenschaftlichen Interesses werden. Daraus erwächst die Anforderung, bei der Erschließung solcher Bildbestände klar differenzierend zu dokumentieren. Die Zugänglichkeit zu solchen Forschungsmaterialien definiert sich heute über ihre Zugänglichkeit im Web. Die Erschließung und Aufbereitung von Objekten und ihren Abbildungen erfolgt bislang oft maßgeschneidert für spezifische Projektkontexte und/oder institutionelle Anforderungen. Die Publikation der gewonnenen Daten und Texte im Web ist daher häufig noch durch heterogene semantische Strukturen gekennzeichnet — wertvolle Informationen bleiben damit trotz Nutzung moderner Publikationsformate in unverbundenen Inselangeboten letztlich unzugänglich. Semantic Web-Technologien versprechen eine qualifizierte Vernetzung und damit eine verbesserte Auffindbarkeit und Nachnutz-barkeit von Ressourcen. Der Beitrag stellt die hinter den Schlagworten Semantic Web und Linked Open Data stehenden Strategien zu einer nachhaltigen und spartenübergreifen-den Vernetzung vor und erklärt die Bedeutung von Standards und Normdaten als Knotenpunkte für einen zunehmend offeneren Zugang zu kunsthistorischen Forschungsdaten im Web. Dabei wird die Brücke von der Graph-basierten Repräsentation von Wissen (Knowledge Graph) aktueller Suchmaschinentechnologie bis zu den im Kulturerbe-Bereich wichtigsten Normdateien und Koreferenzierungsprojekten geschlagen.