Zitationsvorschlag
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Veröffentlicht
Representability and the Afterlife of Violence
Theatrical Interventions, Embodied Archives, and the Ethics of Representation
Dieser kollektive Beitrag hinterfragt die moderne Annahme einer allgemeinen Öffentlichkeit, eines angeblich 'offenen Raums' für alle. Entgegen dieser Annahme enthüllen die Essays die Schattenseiten des Versprechens der Moderne und deren Verflechtung mit dem Kolonialismus, indem sie sich mit verschiedenen Dispositiven der Repräsentation auseinandersetzen. Leon Gabriel kritisiert den Kant'schen Universalismus sowie die kolonialen Grundlagen der Theatermaschinerie und fordert heterogene Formen der Weltgestaltung. Balindile ka Ngcobo führt den Begriff Mbokodofication ein, der beschreibt, wie die Körper Schwarzer Frauen zu politischen Objekten gemacht werden und dadurch das anhaltende Trauma verschleiert wird. Martina Groß betrachtet Dorothée Munyanezas Tanzperformance Toi, moi, Tituba … aus der Perspektive von Geschichtsschreibung als kritische ästhetische Praxis. Darija Davidović analysiert Kamilė Gudmonaitės Inszenierung XÁTA – Zuhause , deren Dramaturgie des Bruchs sich symbolischer Einheit und kolonialen Rahmenbedingungen widersetzt. Diana Rojas-Feile untersucht die ethischen Herausforderungen der Inszenierung von Zeugnissen aus dem kolumbianischen Bürgerkrieg und stellt dabei das Zuhören und die kritische Reflexion in den Vordergrund. Felipe dos Santos Boquimpani kritisiert die europäische dekoloniale Kulturpolitik und schlägt Alternativen vor, die in indigenen und afrodiasporischen Erkenntnistheorien verwurzelt sind.




