Cover Kirchner Band

Zitationsvorschlag

Kirchner, Thomas: Warum die Akademie das Porträt nicht liebte: Versuche zum Bildnis im Frankreich des 17. Jahrhunderts, Heidelberg: arthistoricum.net, 2026 (HYBRIDS, Band 4). https://doi.org/10.11588/arthistoricum.1703

Identifier

ISBN 978-3-98501-401-9 (PDF)
ISBN 978-3-98501-402-6 (Hardcover)

Veröffentlicht

06.05.2026

Autor/innen

Thomas Kirchner

Warum die Akademie das Porträt nicht liebte

Versuche zum Bildnis im Frankreich des 17. Jahrhunderts

Das Porträt war sicherlich die fruchtbarste Kunstgattung der Frühen Neuzeit, auch wenn ihr künstlerischer Gehalt mitunter in Frage gestellt wurde. So schwieg sich die 1648 gegründete Pariser Académie Royale de Peinture et de Sculpture nahezu vollkommen zum Porträt aus und leugnete damit die Bedeutung, die es nicht nur in künstlerischer Hinsicht besaß. Konzentriert sich die Kunstgeschichte im Allgemeinen auf das Porträt in Malerei, Skulptur oder Graphik, wird hier auch gefragt, welche Bedeutung Literatur, Geschichtsschreibung, Theologie, Diplomatie, Kriminalistik, die staatliche Administration, Verhaltensnormen und selbst die Zahnheilkunde für das künstlerischen Porträt besaßen. So zeichnet die vorliegende Studie eine erstaunlich lebhafte Diskussion im Frankreich des 17. Jahrhunderts nach, in der auch überlegt wurde, ob nicht dem Porträt – statt der Historienmalerei – der erste Platz unter den künstlerischen Gattungen gebühre.

Thomas Kirchner, Studium der Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie in Bonn, Berlin und Paris. Promotion an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn, Habilitation an der Freien Universität Berlin. 1999 Ruf auf den Lehrstuhl für Neuere und Neueste Kunstgeschichte an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, 2002 Wechsel auf den Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kunstgeschichte der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Gastprofessuren an europäischen und nordamerikanischen Universitäten. 2011/12 und 2022/23 Scholar am Getty Research Institute in Los Angeles. Vom 1. Februar 2014 bis zum 30. September 2022 Direktor des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris (Max Weber Stiftung).

Kapitel

Inhaltsverzeichnis
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Titelei
Inhalt
5-7
1 Einleitung
9-15
2 Versuch einer Definition
17-24
3 Das Porträt in der französischen Kunstliteratur
25-37
4 Der Porträtmaler
39-48
5 Die Herstellung eines Bildnisses
49-71
6 Porträtsitzen bei Robert Nanteuil
73-81
7 Die Nobilitierung des Porträts
83-92
8 Der Hintergrund des Porträts
93-97
9 Das historiographische Bildnis und die Porträtgalerie
99-126
10 Das Porträt des Königs
127-144
11 Das Bildnis des Kriminellen
145-166
12 Physiognomik und Porträt
167-191
13 Schönheit und Moral
193-204
14 Das Porträt in Diplomatie, Politik und Verwaltung
205-218
15 Die Konkurrenz der Medien – Das literarische Porträt
219-235
16 Was das Porträt nicht zeigt, oder: Die Zähne des Porträtierten
237-244
17 Warum die Kunstakademie das Porträt nicht liebte
245-247
18 Epilog: Das Porträt als Leitgattung?
249-252
Quellenanhang
253-264
Literatur
265-272
Abbildungsnachweis
273
Nachwort und Dank
275

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