Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland
Empfohlene Zitierweise

Doneus, Nives (Hrsg.): Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland: Archäologie, Geschichte, Grabbrauch, Heidelberg: Propylaeum, 2019 (Monographien des RGZM, Band 122,1). https://doi.org/10.11588/propylaeum.520

Weitere Zitierweisen
Lizenz

Dieses Werk ist unter der
Creative Commons-Lizenz 4.0
(CC BY-SA 4.0)
veröffentlicht.
Creative Commons Lizenz BY-SA 4.0

Identifikatoren
ISBN 978-3-947450-59-6 (PDF)

Veröffentlicht am 16.07.2019.

Die Druckausgabe erschien 2014 beim Verl. d. Römisch-Germanischen Zentralmuseums, Mainz, ISBN 978-3-88467-233-4.

Statistik


Nives Doneus (Hrsg.)

Das kaiserzeitliche Gräberfeld von Halbturn, Burgenland

Archäologie, Geschichte, Grabbrauch

Monographien des RGZM

Das römerzeitliche Gräberfeld Halbturn I gehörte damals zum westlichen Teil Pannoniens; die antike Großstadt Carnuntum befand sich etwa 30 km entfernt. Das Gräberfeld wurde durch systematische Ausgrabungen vollständig untersucht, was für diese Region eine Besonderheit darstellt.

Das Fundmaterial belegt eine Variabilität des Grabbrauchs, erkennbar an der Positionierung der Bestattungen und der Bestatteten sowie dem unterschiedlichen Aufwand, der in die Anlage der Gräber investiert wurde. Diese Merkmale hängen einerseits von der jeweilige zeitliche Epoche (2.-5. Jh.) ab, andererseits von der persönliche Stellung der Verstorbenen (bedingt durch Sterbealter, Geschlecht und körperliche Beeinträchtigungen). Außergewöhnlich sind vor allem die zahlreichen Säuglings- und Kindergräber.

Neben der archäologisch-typologischen Auswertung bietet die Monographie wichtige Einblicke in das damalige Leben: So ist beispielsweise ein Kindesamulett das bislang älteste Zeugnis jüdischen Glaubens in Österreich. Ernährungsweise, Krankheiten und Verletzungen – ob durch landwirtschaftliche Tätigkeiten oder häusliche Gewalt verursacht – werden ebenfalls ausführlich dargestellt, daneben stehen Überlegungen zu Tierzucht und -haltung, Kultur- und Wildpflanzen, Steinmonumenten usw. Und nicht zuletzt bietet die Fundstelle, die im Vorfeld durch Luftbildarchäologie, geophysikalische Prospektion und systematische Feldbegehungen erfasst wurde, zahlreiche weitere Erkenntnisse über die zugehörigen landwirtschaftlichen Betriebe.

Inhaltsverzeichnis
PDF
Titelei
Inhaltsverzeichnis
Falko Daim
Vorwort
Nives Doneus
Halbturn I – ein römerzeitliches Gräberfeld aus dem Burgenland
Struktur und Grabrituale eines ländlichen Gräberfeldes im Hinterland von Carnuntum zwischen dem 2. und 5. Jahrhundert
Hans Taeuber
Das Goldblech in Grab 147: ein jüdisches Amulett
Klaus Vondrovec, Heinz Winter
Die Münzen aus den Brand- und Körpergräbern sowie den Grabgärtchen und Flurgräben von Halbturn
Christine Ertel
Architekturfragmente aus dem Gräberfeld von Halbturn: eine Ädikula mit unbekanntem Standort?
Erich Draganits, Alexander Preh
Römisches Gräberfeld von Halbturn: Überlegungen zum Volumen und Verwendungszweck der entnommenen Erde aus den Begrenzungsgräbchen der Grabgärten
Literatur Teil 1