Lajos Berkes, Laura Willer (Hrsg.)

Christen und Muslime am Nil
Zusammenleben im früharabischen Ägypten. Begleitheft zur Ausstellung im Universitätsmuseum Heidelberg vom 28. April bis 16. Juli 2017

Universitätsmuseum Heidelberg – Kataloge, Band 13

Mit der arabischen Eroberung Ägyptens änderte sich zunächst wenig für die einheimische Bevölkerung.

Die Ausstellung "Christen und Muslime am Nil" (28. April - 16. Juli 2017) im Universitätsmuseum Heidelberg zeigte anhand griechischer, koptischer und arabischer Papyri und archäologischer Objekte Veränderungen und Kontinuitäten innerhalb der früharabischen Zeit Ägyptens im Vergleich zur ausgehenden byzantinischen Epoche. Untersucht wurden unter anderem Gemeinsamkeiten und Unterschiede bei Glaube und Jenseitsvorstellungen, das Alltagsleben mit seinen Aspekten Ernährung und Kleidung sowie Veränderungen in den Verwaltungsstrukturen.

Immo Appenzeller, Dirk Dubbers, Hans-Georg Siebig, Albrecht Winnacker (Hrsg.)

Heidelberger Physiker berichten: Rückblicke auf Forschung in der Physik und Astronomie
Band 2: Grundlegende Beiträge zur Physik der Atomkerne und der Sternatmosphären

Mit diesem Band 2 werden die Berichte ehemaliger Heidelberger Hochschullehrer der Physik und Astronomie über ihre wissenschaftliche Arbeit und die Geschichte ihres Fachgebietes fortgesetzt. Alle Beiträge beruhen wieder auf autobiographischen Vorträgen, die für den vorliegenden Band in den Jahren 2006 bis 2008 im Rahmen einer Ringvorlesung präsentiert wurden. Sie berichten über die Entwicklung der Physik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und behandeln insbesondere Fortschritte in unserem Verständnis der Physik der Atomkerne sowie den Neubeginn der Astrophysik an der Heidelberger Universität. Neben wissenschaftlichen Inhalten liefern sie Einsichten in das jeweilige Umfeld und die Wege, die zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen führten, wobei die Texte vieles von der Lebendigkeit des mündlichen Vortrags und der Authentizität persönlicher Erinnerung widerspiegeln.

Jonas Kratzke, Vincent Heuveline (Hrsg.)

E-Science-Tage 2017
Forschungsdaten managen

Abstract:

Die Möglichkeiten des digitalen Forschens beflügeln gleichsam Methodik, Vernetzung und Erkenntnisgewinn in der Wissenschaft. Moderne Informationssysteme fördern insbesondere die Entwicklung innovativer Forschungsmethoden, unterstützen virtuelle Kollaboration und erhöhen den Wert von Daten für den Forschungsprozess. Der vorliegende Tagungsband zu den E-Science-Tagen 2017 gibt einen Einblick in aktuelle Entwicklungen für das Management von Forschungsdaten. Vorgestellt werden zukunftsweisende fachspezifische Ansätze neben innovativen institutionellen Lösungen für die Handhabung, die Publikation und die Archivierung von Forschungsdaten.

Keywords: Forschungsdaten; Forschungsdatenmanagement; E-Science; Digitalisierung; Proceedings

Johann Lauer

„Methodenstreit“ und Politikwissenschaft
Der methodologische Glaubenskrieg am Beginn des 21. Jahrhunderts zwischen szientistischem Establishment und phronetischen Perestroikans

Im Fokus dieser Monographie steht der als „Methodenstreit“ in die politikwissenschaftliche Literatur eingegangene Disput. Seine Anfänge liegen im 19. Jahrhundert, zu Beginn des 21. Jahrhunderts kann man von einem "methodologischen Glaubenskrieg" innerhalb der Politikwissenschaft sprechen.

Zunächst erfolgt eine Ad-fontes-Rekonstruktion anhand von Methodenbüchern und Klassikern der Naturalisten, Positivisten oder Szientisten. Dabei wird dargelegt, warum es nicht um den Mainstream, sondern um das Establishment geht. Danach wird die Gegenposition anhand der phronetischen Perestroikans, die die letzte große Rebellion gegen das Establishment unternahmen, paradigmatisch vorgestellt.

Die Begrenztheit angewandter Methodologien wird ausführlich herausgearbeitet, sowohl der szientistischen (normativen Rationalwahltheorie) als auch der phronetischen (angewandten Klugheit). Weiterhin wird die Notwendigkeit einer genuin praktischen (normativen, pragmatischen und technischen) komplementär zu einer empirischen (deskriptiven, explanativen und prognostischen) Methodologie begründet.

Immo Appenzeller, Dirk Dubbers, Hans-Georg Siebig, Albrecht Winnacker (Hrsg.)

Heidelberger Physiker berichten - Rückblicke auf Forschung in der Physik und Astronomie
Band 3: Mikrokosmos und Makrokosmos

In dem zunächst auf vier Bände angelegten Werk "Heidelberger Physiker berichten" blicken ehemalige Heidelberger Hochschullehrer der Physik und Astronomie auf ihren wissenschaftlichen Lebensweg und die Geschichte ihres Fachgebietes zurück. Die Basis für den vorliegenden Band bilden autobiographische Vorträge, die im Rahmen einer Ringvorlesung in den Jahren 2015 und 2016 präsentiert wurden. Schwerpunkt war dabei die Entwicklung der Physik im letzten Drittel des zwanzigsten und am Beginn des 21. Jahrhunderts. In dieser Periode wurden die traditionellen Arbeitsgebiete der Heidelberger Physiker weiter ausgebaut, daneben aber auch wichtige aktuelle Forschungsthemen vermehrt auch aus der Anwendung neu aufgenommen. Neben wissenschaftlichen Inhalten liefern die Beiträge Einsichten in das jeweilige Umfeld und die Wege, die zu den wissenschaftlichen Erkenntnissen führten, wobei die Texte die Lebendigkeit des mündlichen Vortrags und die Authentizität persönlicher Erinnerung widerspiegeln.

Ivan Ćurković

The Vocal Duets of G. F. Handel and His Italian Contemporaries (c. 1706-1724)

Im Vergleich mit den Duetten seiner Zeitgenossen zeichnen sich jene Georg Friedrich Händels durch eine größere musikalische und dramaturgische Vielfalt aus. In der musikwissenschaftlichen Forschung wurde diese Diversität bisher noch nicht systematisch in ihren verschiedenen Kontexten betrachtet. Die vorliegende Arbeit untersucht sie in zwei Gattungstraditionen, jener des Kammerduetts und jener des sogenannten „dramatischen Duetts“ (als Teil einer Oper, einer Kantate oder einer Serenata). Die Untersuchung konzentriert sich auf das Londoner Umfeld des Komponisten in den Jahren 1706 bis 1724 mit dem Ziel herauszufinden, inwiefern sich Händels Behandlung der Duette von den Beiträgen seiner italienischen Zeitgenossen, die entweder in London zeitgleich mit ihm tätig waren (wie G. Bononcini) oder deren Werke parallel aufgeführt wurden, unterscheidet.

Johannes Sturm

Der Violoncellist Johann Rudolph Zumsteeg und sein Werk
Sichtweisen der württembergischen Hofmusik im ausgehenden 18. Jahrhundert

Johann Rudolph Zumsteeg (1760–1802) war einer der wichtigsten Persönlichkeiten der höfischen Musik unter Karl Eugen von Württemberg. Für eine eingehende Untersuchung seines Wirkens wurde neben Zumsteeg ebenfalls dessen Netzwerk erschlossen, darunter sein Cellolehrer Agostino Poli, der Dichter und Musiker Christian Friedrich Daniel Schubart sowie Friedrich Schiller.

Am Beispiel der Cellomusik werden weitere unbekannte biographische Aspekte Zumsteegs anhand seines Umfeldes erläutert, die zusammen die spannende Geschichte der württembergischen Hofmusik im 18. Jahrhundert repräsentieren.

Walter Rings

Die altlothringische Übersetzung der Ezechielhomilien Gregors I. des Großen (Codex Bernensis 79)
Edition und Analyse

Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurden im Raum Metz die Ezechielhomilien Gregors I. des Großen ins Altfranzösische, genauer: Altlothringische übersetzt. Damit liegt eines der äußerst raren literarischen Zeugnisse des Altlothringischen vor. Die hier vorgelegte Edition verfolgt vor allem linguistische Ziele: Mit ihrem ausführlichen Glossar, den Grammatikkapiteln und den Scripta-Untersuchungen möchte sie einen Beitrag zur noch sehr lückenhaften Erforschung des Altlothringischen leisten. Daneben versuchen Exkurse zu Ezechiel, zu Gregor und zum mehrfachen Schriftsinn, die Homilien und ihren Autor auch in ihren geschichtlichen Kontext zu situieren und die Auslegungsmethode Gregors zu erhellen.

Stephan Kirste

Theorie der Körperschaft des öffentlichen Rechts
Verwaltungshistorische, organisationstheoretische und verwaltungsorganisationsrechtliche Aspekte

Die Untersuchung legt eine organisationstheoretisch und verwaltungshistorisch untermauerte Theorie der Körperschaft des öffentlichen Rechts als einer Form von Verwaltungsorganisation vor. Die Körperschaft des öffentlichen Rechts unterscheidet sich von anderen juristischen Personen des öffentlichen Rechts nicht durch die Art der Aufgaben oder die Form ihrer Erledigung (Selbstverwaltung als eigenverantwortliche Aufgabenwahrnehmung), sondern durch die Ausdifferenzierung ihrer Organisationsstrukturen (Selbstverwaltung durch Mitgliederpartizipation) aufgrund der Einbeziehung gesellschaftlicher Potentiale zur Selbstorganisation in die öffentliche Verwaltung. Von dieser Grundstruktur aus können sowohl die Möglichkeiten der Körperschaft zur Bürgeraktivierung als auch die Vielfalt ihrer Erscheinungsformen systematisiert werden.

Die vorliegende Arbeit wurde als Habilitationsschrift an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg angenommen

Sabine Richling, Martin Baumann, Vincent Heuveline (Hrsg.)

Proceedings of the 3rd bwHPC-Symposium
Heidelberg 2016

Das bwHPC-Symposium ist eine jährliche Veranstaltung im Rahmen des Umsetzungskonzeptes für das Hochleistungsrechnen in Baden-Württemberg (bwHPC). Der Schwerpunkt liegt auf der Präsentation des Fortschritts und der Ergebnisse von wissenschaftlichen Rechenprojekten. Darüber hinaus bietet die Veranstaltung auch die Gelegenheit für einen aktiven Dialog zwischen den Nutzerinnen und Nutzern, den bwHPC-Dienstbetreibern und den bwHPC-Unterstützungsteams. Der vorliegende Tagungsband umfasst Beträge von Vorträgen und Postern des 3. bwHPC-Symposiums, das am 12. Oktober 2016 in Heidelberg stattfand.