Andreas Bienert, Eva Emenlauer-Blömers, James R. Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2017. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
24. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 24

Die digitale Transformation des Kulturerbes ist ein generativer und co-kreativer Prozess. Längst geht es nicht mehr um die reproduktive Digitalisierung von Sammlungsobjekten, sondern um die Prägung authentischer Erlebnisäquivalente. Telepräsenztechnologien und dreidimensionale Visualisierungen ermöglichen ein virtuelles Reenactment der Sammlungen in Dokumentation und Vermittlung. Nicht als digitaler Zwilling, sondern als dokumentarisch und funktional angereichertes digitales Unikat verlässt das Objekt den Raum des Museums und entfaltet als Virtual-, Smart- und Shared-Heritage seine eigene, auratische Wirksamkeit im Internet der Dinge, in den sozialen Netzwerken, auf Gaming Plattformen oder in Forschung und Wissenschaft. Neben dem breiteren Zugang zum kulturellen Erbe stehen neue Zirkulationsformen des Wissens und die Ausdifferenzierung öffentlicher Medienumgebungen auf der digitalen Agenda der GLAM Institutionen.
Die 24. Berliner EVA Konferenz 2017 ist das Forum, auf dem diese Themen entwickelt werden - an der Schnittstelle zwischen Gedächtnisinstitutionen, Technologieentwicklern, Informations-wissenschaftlern und öffentlichen Verwaltungen.

Katharina Frank

Die biblischen Historiengemälde der Cranach-Werkstatt
Christus und die Ehebrecherin als lehrreiche ›Historie‹ im Zeitalter der Reformation

Stuttgarter Akademieschriften, Band 2

Eines der bekanntesten Bildsujets Lucas Cranachs d. Ä. und seiner Söhne ist die Erzählung aus dem Johannesevangelium über Christus und die Ehebrecherin. Ab den 1530er Jahren wurde die biblische ›Historie‹ in der Wittenberger Werkstatt in zahlreichen Varianten gemalt. Die bildrhetorische Wirkung der Gemälde soll den Betrachter belehren, erfreuen und bewegen.
Die medienhistorische Studie untersucht den Bildgebrauch dieser Werke in der Reformationszeit. Die Historiengemälde sind nicht nur als Ausdruck der lutherischen Gnadenlehre zu verstehen, sondern auch als Tugendspiegel fürstlicher Milde und Exempel weiser Rechtsprechung – zugleich fordern sie die Gläubigen zur inneren Einkehr auf.

Romana Sammern, Julia Saviello (Hrsg.)

Schönheit ― Der Körper als Kunstprodukt
Kommentierte Quellentexte von Cicero bis Goya

Spätestens seit der berühmten Anekdote vom Bild der schönen Helena gilt körperliche Schönheit als ein Kunstprodukt. Für sein Bildnis der Helena soll der griechische Maler Zeuxis die fünf hervorragendsten Jungfrauen ausgewählt und von jedem Modell den jeweils schönsten Körperteil gemalt haben.
Nach dieser Vorstellung ist vollkommene Schönheit erst durch einen künstlichen Eingriff zu erzielen; das gilt sowohl für den lebendigen Körper als auch für sein künstlerisches Abbild. Kunst und Körperpflege stehen damit in einem spannungsvollen Wechselverhältnis. Denn die Grundlagen und Mittel zur Erzeugung und Steigerung von körperlicher Schönheit, die in beiden Bereichen zur Verfügung stehen, über- schneiden, ergänzen und beeinflussen sich. Das Buch beleuchtet dieses Wechselverhältnis anhand ausgewählter Grundlagentexte in deutscher Übersetzung, ergänzt um fundierte Kommentare zum historischen Kontext.

Sylva Dobalová, Ivan P. Muchka (Hrsg.)

Looking for Leisure
Court Residences and their Satellites 1400–1700

PALATIUM e-Publications, Band 4

This volume focuses on the leisure buildings – often called casino, palazotto or Lusthaus – which formed an integral part of princely residential complexes in Europe in the period 1400–1700. The aim of this collection is to study these satellite buildings as counterparts to the main palaces. The relatively small size of these structures belies their importance. They took on representative roles and developed certain  ideological programmes that would have been difficult to achieve in the larger residential buildings.
Many of these buildings were meant only for seasonal use. Their primary role was as a place of rest, leisure and repose. This relaxation could either take a contemplative form or could include such vigorous  activities as hunting, sports and various court festivities. The case studies presented here illustrate the shared principles of these recreational buildings and investigate how their architects and patrons attempted to realize a ‘paradise on earth’ and managed to bring the human world into harmony with the natural world.
Discussing examples from all over Europe – from Central Europe via Italy and France to Denmark and Scotland – the seventeen papers gathered in this volume address four different aspects of ‘palazotto culture’: the terminology that was used to identify these small palaces, which reflects the wide variety of needs they fulfilled; the functions and typologies of these buildings; their artistic decorations; and their gardens and natural surroundings.

Jacob Birken

Die kalifornische Institution
Fernwestliche Weltbilder um 1906

Dissertationen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Band 1

Im April 1906 schießt Arnold Genthe in San Francisco eine Reihe von Aufnahmen der durch Erdbeben und Feuer zerstörten Küstenstadt. Seine Bilder sind als Dokumentationen der Katastrophe bis heute bekannt, Genthe selbst fast vergessen – die verträumt verwaschenen Portraits und Tanzbilder, die den Großteil seines Werks stellten und ihn über die USA hinaus berühmt machten, entsprachen kaum den Prinzipien der nachfolgenden künstlerischen Avantgarden. Ausgehend von Genthes bekanntesten Aufnahmen der Katastrophe möchte dieses Buch die ästhetischen, medienphilosophischen und gesellschaftspolitischen Konflikte nachzeichnen, die die Weltbilder des ‚Fernen Westens‘ um die Jahrhundertwende prägten.

Piotr Kuroczyński, Peter Bell, Lisa Dieckmann (Hrsg.)

Computing Art Reader
Einführung in die digitale Kunstgeschichte

Computing in Art and Architecture, Band 1

Der Arbeitskreis Digitale Kunstgeschichte versteht sich als Netzwerk, das digitale Methoden im Fach Kunstgeschichte stärkt und gleichsam bildwissenschaftliche Forschung weitreichender in den Digital Humanities etabliert. Dazu richtet sich das Engagement des Arbeitskreises und seiner Mitglieder nicht nur auf die Weiterentwicklung digitaler Infrastrukturen und Werkzeuge, sondern auch auf die methodenkritische Vermittlung vielfältiger Ansätze digitaler Kunstgeschichte in der Lehre.
Der Computing Art Reader — Einführung in die digitale Kunstgeschichte stellt einen Schritt zur Umsetzung dieser Aufgaben dar. Studierende und Lehrende der Kunstgeschichte und der Digital Humanities erhalten einen ersten Überblick über die verschiedenen Inhalte und Institutionen der digitalen Kunstgeschichte; festgehalten durch einige der Akteurinnen und Akteure selbst. Die Texte bilden ein Mosaik aus theoretischen Essays, praxisnahen Projektbeschreibungen, Überblicken über Forschungszweige und kontroversen Positionstexten, in denen konkrete Technologien, aktuelle Diskurse und zukünftige Ziele des Teilgebiets ersichtlich werden.

Eduard Isphording

Kräuter und Blumen
Botanische Bücher bis 1850 im Germanischen Nationalmuseum

Der Bestandskatalog ist einer nach Anzahl und Qualität bedeutenden Teilsammlung der Museumsbibliothek gewidmet, den botanisch-pharmazeutischen Büchern. Ein Gang durch die Geschichte der botanischen Literatur und Buchillustration schildert die Erforschung der Pflanzenwelt von ihren Anfängen in der Antike bis ins 19. Jahrhundert und ihren Niederschlag in teils prachtvoll illustrierten Büchern. Der Katalog der rund 330 Pflanzenbücher aus fünf Jahrhunderten erläutert mit technischen Angaben, kurzen Beiträgen zu Inhalt, Autor und Illustration sowie mit zahlreichen Abbildungen die Besonderheit des jeweiligen Buches. Zahlreiche Querverweise zwischen dem historischen Streifzug und den Einzelbeschreibungen belegen die Reichhaltigkeit der Sammlung. Ein Autorenregister und ein Personenregister erschließen den Band. Das umfangreiche Literaturverzeichnis ermöglicht die weitergehende Beschäftigung mit dem Thema.
Das Buch bringt dem Leser die Grundlagen heutiger Sichtweisen auf die Pflanzenwelt nahe: den Blick der Naturwissenschaft, speziell der Pharmazie, der Landwirtschaft – und der Gartenliebhaber.

Gitta Bertram

Peter Paul Rubens as a Designer of Title Pages
Title Page Production and Design in the Beginning of the Seventeenth Century

Stuttgarter Akademieschriften, Band 1

Diese sozio- und medienhistorische Untersuchung der buchgestalterischen Arbeit von Peter Paul Rubens zeigt, dass er mit den Traditionen der Titelblattgestaltung bewusst umzugehen wusste. In enger Zusammenarbeit mit Kupferstechern und Verlegern schuf Rubens 48 visuelle und intellektuelle Kunstwerke für sehr unterschiedliche Bücher, die im 17. Jahrhundert in keiner Bibliothek von Rang fehlen durften. Die Titelblätter waren nicht nur Werbung für die Werke, sondern auch für deren Autoren und Verleger, oft Balthasar Moretus. Rubens' vielfach kopierte Entwürfe trugen dazu bei, dass sich sein Ruf als gelehrter Künstler, Altertumsforscher, Humanist und Katholik in der Welt verbreitete.

Dominik von Roth, Linda Escherich (Hrsg.)

Private Passion – Public Challenge
Musikinstrumente sammeln in Geschichte und Gegenwart

Während Musikinstrumente auch heute von Privatpersonen begeistert gesammelt werden, so wird die Sammelleidenschaft öffentlicher Museen zumeist von vollen Depots und knappen Kassen gebremst.
Beim Verkauf der Sammlung Rück an das Germanische Nationalmuseum Anfang der 1960er Jahre ging in Deutschland letztmals eine große Musikinstrumentensammlung aus Privatbesitz in die öffentliche Hand über. Dem Beispiel Rück entsprechend ist das private Sammeln von Musikinstrumenten zentraler Angelpunkt der Konferenz. Beiträge zu historischen und zeitgenössischen Sammlungen aus ganz Europa sowie Fragen an die Musikwissenschaft und damit verknüpfte Aufgaben musealer Präsentationen von Sammlungsbeständen werden durch Erfahrungsberichte privater Sammler ergänzt. Positionen aus den Bereichen Literaturwissenschaft, Kulturmanagement, Transcultural Music Studies und Kunstgeschichte bieten transdisziplinäre Korrektive und runden den Tagungsband ab.

Thomas Eser, Dietrich Matthes, G. Ulrich Großmann

Die älteste Taschenuhr der Welt?
Der Henlein-Uhrenstreit

Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Band 16

Vor 500 Jahren stellte der Nürnberger Schlosser Peter Henlein als einer der ersten kleine, tragbare Uhren her. Schon seine Zeitgenossen priesen Henlein für diese technische Meisterleistung. Doch gibt es überhaupt noch von Henlein hergestellte Uhren? Wenn ja, wie kann man sie identifizieren? Die Diskussion um diese Fragen wird in Sammlerkreisen und unter Museumsfachleuten schon seit Langem geführt, bis hin zu dem Streit, welche Uhr den Titel „Älteste Taschenuhr der Welt“ erhält.
Die ausstellungsbegleitende Publikation, die dieses Mal in der Reihe der Kulturgeschichtlichen Spaziergänge erscheint, ordnet die am GNM jüngst erlangten Forschungsergebnisse zur „Henlein-Uhr“ in einen breiten historischen Kontext ein.

Stephan Hoppe, Krista De Jonge, Stefan Breitling (Hrsg.)

The Interior as an Embodiment of Power
The Image of the Princely Patron and its Spatial Setting (1400-1700)

PALATIUM e-Publications, Band 5

This volume is dedicated to the study of the in- and outside of princely residences and of their setup as the stage for a developing European early modern court culture. At a time of increasing aristocratization (1400-1700) and with many new nascent princely courts, both the princely person and the performance of princely power required an appropriate type of elaborate backdrop as its setting. Even though such an interest in the palace interior and its functions is not entirely new, interior architecture and court culture have only recently come to be seen as two sides of the same medal: embodiment and expression of the princely presence.
Therefore, the essays included focus in particular on diverse types of functions that palaces and apartments, state rooms and privy chambers had to fulfil at certain periods and in certain residential contexts between the ages of feudalism and absolutism at courts in London, Edinburgh, Neuburg am Inn, Karlstein and Prague, Červený Kameň and Ludwigsburg. They compare and contrast specific local examples with international trends such as, for example, the palace and court ceremonial developed at or adapted to diverse circumstances in Burgundy, Spain or Lithuania. Consequently, the aim of this volume consists of the combination of personal and dynastic ambitions with fashionable trends and court etiquette followed by royalty and minor princes alike during a period of calculated magnificence. It considers processional routes towards the presence of the ruler or towards its image. Thereby, it helps to define the complementary roles of residential interiors and of the courtly personnel at the same time.
The ten papers collected in this volume were first presented at the PALATIUM colloquium The Interior as an Embodiment of Power―The Image of the Prince and its Spatial Setting (1400–1700), organized by Stephan Hoppe, Krista De Jonge and Stefan Breitling and held in Bamberg in October 2013.

Daniel Burger

Die Cadolzburg
Dynastenburg der Hohenzollern und markgräflicher Amtssitz

Die Cadolzburg war ein wichtiges Verwaltungszentrum der Hohenzollern in Franken und zählte bis zu den verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zu den besterhaltenen Burgen Deutschlands. Das Germanische Nationalmuseum (GNM) beteiligte sich an Nutzungsüberlegungen für die Cadolzburg und beauftragte Daniel Burger, ein Konzept für ein dort einzurichtendes Deutsches Burgenmuseum zu erstellen. In diesem Zusammenhang entstand die vorliegende Monographie. Sie umfasst den Forschungsstand, einen historischen Abriss, eine analysierende Baubeschreibung sowie die Stellung der Cadolzburg innerhalb des zollernschen Burgenbaus in Franken. Exkurse gehen auf Steinmetzzeichen, die Befestigung des Marktes Cadolzburg sowie die Folter in der Cadolzburg ein; ein Verzeichnis der Beamten und Inventare der Burg sowie Personen- und Ortsregister beschließen den Band.

Jutta Zander-Seidel (Hrsg.)

In Mode
Kleider und Bilder aus Renaissance und Frühbarock

Der Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 03.12.2015 - 06.03.2016 stellt die rund 50 Originalkostüme des Museums aus der Zeit von 1560 bis 1650 vor, die in der Sonderausstellung erstmals präsentiert werden, ergänzt um internationale Leihgaben. Gemalte und grafische Porträts der Zeit überliefern ursprüngliche Wirkungen und Trageweisen. Sie inszenierten die Dargestellten und deren Status, während illustrierte Flugblätter modekritische Ansichten verbreiteten. Den Kleideralltag dokumentieren archäologische Funde aus einer Bremer Schneiderwerkstatt des frühen 17. Jh. sowie heute ebenfalls selten erhaltenes Arbeitsgerät und Zunftutensilien. Der „Fokus Restaurierung“ geht anhand ausgewählter Exponate auf die aufwendigen Herstellungs- und konservatorischen Methoden ein. Im Anhang sind zu den textilen Objekten des GNM Materialien und Techniken erfasst. Der Katalog bietet Nahsichten auf Formen, Materialien und Dekore frühneuzeitlicher Kleidung und macht ihre in Vergessenheit geratenen Botschaften für heutige Betrachter wieder lesbar.

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Corpus Vitrearum Deutschland (Hrsg.)

Originale Kaltmalerei auf historischen Glasmalereien
Beiträge des Arbeitsgesprächs vom 10./11. März 2016 im Germanischen Nationalmuseum

Das Phänomen der "Kaltmalerei", das heißt der nicht eingebrannten Malerei auf mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Glasgemälden, ist erst in jüngerer Zeit in den Fokus von Glasmalerei-Restaurierung und -Forschung gerückt. Im März 2016 war ein vom Nationalkomitee des Corpus Vitrearum Deutschland gemeinsam mit dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg veranstalteter Workshop allein diesem Themenfeld gewidmet. Die Impuls-Referate und Vorträge liegen jetzt in publizierter Form vor.

Stephanie Armer, Thomas Eser (Hrsg.)

Luther, Kolumbus und die Folgen
Welt im Wandel 1500-1600

Mit den Namen Luther und Kolumbus verbinden sich heute meist Vorstellungen von Aufbruch, Expansion und Glaubensfreiheit. Ausstellung und Katalog fragen anlässlich des 500. Reformationsjubiläums nach den Folgen der Gleichzeitigkeit von Glaubens- und Weltbildwandel im 16. Jahrhundert. Wie konnte eine sich auf die Autorität des Alten berufende Gesellschaft mit dem Veränderungsdruck ihrer Zeit umgehen? Ein 185 Nummern umfassender, reich illustrierter Katalog und sieben wissenschaftliche Beiträge beleuchten eine faszinierende Welt im Wandel, in der Aufbruchs-und Endzeitstimmung gleichermaßen ihren Platz hatten und der Umgang mit Neuem und Fremdem erst erprobt werden musste.

Simone Bogner, Birgit Franz, Hans-Rudolf Meier, Marion Steiner (Hrsg.)

Denkmal – Erbe – Heritage
Begriffshorizonte am Beispiel der Industriekultur

Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 27

Dieser Band ist zweisprachig (dt./eng.)
Der Band „Denkmal – Erbe – Heritage“ umfasst unterschiedliche disziplinäre und generationsspezifische Ansätze zu den Titel gebenden Begriffen, die mit dem Motto „Sharing Heritage“ des Kulturerbejahres 2018 korrespondieren. Entstanden ist der Band 2017 aus der Kooperation des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V. mit dem Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“, die ihre Jahrestagung zusammenlegten.

Jutta Zander-Seidel (Hrsg.)

Kleiderwechsel
Frauen-, Männer- und Kinderkleidung des 18. bis 20. Jahrhunderts

Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 1

Die Neukonzeption der Schausammlung »Kleidung des 18. bis 20. Jahrhunderts« konnte 2002 mit einer feierlichen Eröffnung abgeschlossen werden. Die neue Dauerausstellung der Kostümsammlung führt durch 300 Jahre Kleidungskultur. Da sie nicht nur den Wandel der Kleider und Moden zeigt, sondern auch inhaltlich und ausstellungstechnisch auf neuen Grundlagen beruht, trägt sie den Titel »Kleiderwechsel«. Die Kostümsammlung des Germanischen Nationalmuseums gehört zu den ältesten textilen Fachsammlungen. Begleitet wird die Ausstellung vom ersten Band einer Publikationsreihe, mit der das Germanische Nationalmuseum seine neu eingerichteten Schausammlungen erschließt.

Claudia Selheim, G. Ulrich Großmann, Barbara Stambolis (Hrsg.)

Aufbruch der Jugend
Deutsche Jugendbewegung zwischen Selbstbestimmung und Verführung

Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 26.09.2013–19.01.2014.
Jugend stand ganz besonders um 1900 für Aufbruch und Erneuerung, für Zukunft und Visionen. Jugendliche aus bürgerlichen Kreisen begehrten gegen die Elternwelt auf. Viele ihrer Ziele trafen sich mit den Forderungen der Lebensreformbewegung. Junge Leute schlossen sich in Bünden wie dem „Wandervogel“ zusammen. Gemeinsame Unternehmungen stärkten das Gruppengefühl.
Der reich bebilderte Band zeichnet in 35 wissenschaftlich kritischen Essays und einem 280 Nummern umfassenden Objektkatalog die Jugendbewegung von ihren Anfängen über ihre politische Ideologisierung bis hin zum ersten Open-Air-Festival in der BRD auf Schloss Waldeck 1964 nach.

Hans-Rudolf Meier, Daniela Spiegel (Hrsg.)

Kulturreformer. Rassenideologe. Hochschuldirektor
Der lange Schatten des Paul Schultze-Naumburg

Paul Schultze-Naumburg (1869–1949), Mitbegründer des Werkbundes und des Deutschen Bundes Heimatschutz, gehört zu den schillerndsten Vertretern der deutschen Kulturgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts. Als Maler, Publizist, Unternehmer, Architekt und Kulturpolitiker erreichte er eine große Popularität, nach dem Ersten Weltkrieg radikalisierte er sich jedoch zum völkischen Rassisten und wurde früh Mitglied der NSDAP.

Von 1930 bis 1940 leitete Paul Schultze-Naumburg die „Staatlichen Hochschulen für Baukunst, bildende Künste und Handwerk“ in Weimar. Der Zielvorgabe folgend, die ehemalige Bauhaus-Stätte auf den Kurs der neuen Machthaber zu bringen, entwickelte Schultze-Naumburg ein explizit antimodernes, an Heimatschutz orientierter Handwerklichkeit ausgerichtetes Konzept.

Im vorliegenden Band werden Persönlichkeit, Werk und Wirken Paul Schultze-Naumburgs sowie das Profil der Weimarer Hochschule unter seinem Direktorat beleuchtet. Nicht zuletzt werden Wirkung und Nachleben dieser widersprüchlichen, bis heute schwierigen und daher wenig beforschten Persönlichkeit diskutiert. Vorgelegt werden die Ergebnisse eines vom Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung organisierten wissenschaftlichen Symposiums, das vom 3. bis 4. Dezember 2015 an der Bauhaus-Universität Weimar stattfand.

Martina Sauer

Faszination - Schrecken
Zur Handlungsrelevanz ästhetischer Erfahrung anhand Anselm Kiefers "Deutschlandbilder"

2. Auflage

Wie nehmen wir Welt wahr, wie Bilder? Auf der Annahme, dass wir Welt wie Bilder zunächst über unsere Empfindungen erschließen, mithin zwischen beidem ein unmittelbarer Zusammenhang besteht, baut das Buch auf. In der Diskussion von Faszination und Schrecken, wie sie die Deutschlandbilder Anselm Kiefers auslösen können, diskutiert die Autorin die Konsequenzen und Schlussfolgerungen daraus für unser kulturelles Selbstverständnis. Für die Forschung neu entwickelt die Autorin darauf aufbauend eine Bild- und Kulturtheorie, die den Sonderstatus der Kunst mit erläutert.

Jürgen Stöhr

Das Sehbare und das Unsehbare
Abenteuer der Bildanschauung. Théodore Géricault, Frank Stella, Anselm Kiefer

Die Bildanschauung wird zum unvergleichlichen Abenteuer, wenn Kunstwerke intensiv betrachten werden: Erst dann ist es möglich, tief in ihre Phänomenwelt und in die Eigenwirklichkeit der Malerei einzutauchen. Erst dann aktualisiert sich auch das genuine Wirkungspotential der Bilder. Jürgen Stöhr, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Konstanz, lädt ein zu einer rezeptionsästhetisch-phänomenologischen Reise durch großartige Bildlandschaften.

In Théodore Géricaults Floß der Medusa gilt es, das dynamische Seh-Geschehen und die komplexen Gestaltbildungen zu verfolgen, die dem Werk bisher ungesehene Sinndimensionen eröffnen. Mit den Bildreliefs von Frank Stella beginnt die Jagd auf Moby Dick. Alles kreist hier um die Frage: Wie können dessen ungegenständliche Werke Melvilles Roman narrativ folgen, wenn dieser selber schon von der Unmöglichkeit des Erzählens handelt? Die Bildlandschaft, die Anselm Kiefer in seinem Historienbild Varus entfaltet, erfordert ein Eintreten in den Gründungsmythos der Hermannsschlacht. Hier stößt man auf eine detaillierte bildlogisch entfaltete Genealogie patriotisch-vaterländischen Denkens – aber auch auf die Frakturen und Instabilitäten und auf die apokalyptischen Konsequenzen dieses deutschen Ur-Narrativs.

Stets geht es um das, was für das Auge sehbar wird, und um das, was unsehbar bleibt, aber dennoch nicht wegzudenken ist.

Thomas Kirchner, Laurence Bertrand Dorléac, Déborah Laks, Nele Putz (Hrsg.)

Les Arts à Paris après la Libération
Temps et Temporalités

Passages online, Band 2

Der Band wirft neues Licht auf die Pariser Kunstwelt nach dem Zweiten Weltkrieg, ihre Akteure, (inter)nationalen Dimensionen und ästhetischen Spannungsfelder. Er vereint eine Auswahl an Beiträgen des Jahreskongresses 2014/2015 des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris sowie weitere Forschungsergebnisse dieses Jahres. Neben historiografischen Fragestellungen stellt der Band konkrete Fallbeispiele in den Mittelpunkt, in denen bekannte Protagonisten wie Giacometti, Picasso und Brassaï untersucht werden, aber auch neue Akteure, Institutionen und Medien vorgestellt sowie innovative Perspektiven entwickelt werden. Er leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Kunst der Nachkriegszeit.

Cet ouvrage porte sur le contexte artistique après la Libération, ses acteurs, ses dimensions (inter)nationales, ses enjeux esthétiques. Il réunit un choix d’interventions du congrès annuel 2014/2015 du Centre allemand d’histoire de l’art Paris ainsi que d’autres contributions liées au sujet de recherche de cette année. A l’intérêt historiographique de cette publication s’ajoute nombre d’études de cas précis, portant sur des protagonistes bien connus tels que Giacometti, Picasso et Brassaï, tout en introduisant d’autres acteurs, des institutions et medias variés ainsi que des perspectives novatrices. L’ouvrage constitue ainsi un apport important à la recherche sur la période de la Libération à Paris.

Sigrid Ruby

Mit Macht verbunden
Bilder der Favoritin im Frankreich der Renaissance

Die Mätressen der französischen Könige prägen unser Bild vom Leben am frühneuzeitlichen Fürstenhof – ein Leben voll Glamour, Affären und Intrigen, animiert von schönen Frauen, die viel Macht und Einfluss hatten. In dieser kunsthistorischen Studie geht es um die kritische Überprüfung und Präzisierung dieser populären Vorstellung. Untersucht werden medial verschiedene Artefakte aus dem Bereich der Bildkünste, der Architektur und der Literatur, die zur Zeit der französischen Renaissance für die bzw. anlässlich der königlichen Favoritin entstanden und sie als ein besonders facettenreiches Phänomen höfischer Kultur konturieren.

Im Zentrum stehen zwei historische Frauenfiguren, Anne de Pisseleu (1508-1580?) und Diane de Poitiers (1500-1566). Die für sie geschaffenen oder auf sie zu beziehenden Bilder, Architekturen und Schriften evozieren komplexe Rollenentwürfe der Favoritin am Hof der Valois-Könige Franz I. respektive Heinrich II. Diese Entwürfe, die auch von der steten Konkurrenz der Frauen mit den männlichen Günstlingen des Monarchen zeugen, sind weniger als historische Vorstufen oder -bilder des dann unter Ludwig XIV. und im Zeitalter der Absolutismus institutionalisierten Mätressenwesens anzusehen. Vielmehr veranschaulichen sie epochen- und milieuspezifische Möglichkeiten weiblicher Machtkonstitution unter Rückgriff auf die Künste.

Klaus Dieter Gaus

Friedrich Albert Schmidt, 1846–1916
Landschaftsmaler Weimarer Malerschule – Biographie und Werkverzeichnis

Dritte, vollständig überarbeitete Ausgabe 2018.

Friedrich Albert Schmidt, 1846–1916, zählt zu den Weimarer Malern der ausgehenden Epoche des Realismus im Übergang zum Impressionismus. Prägende Stationen im Leben des Künstlers sind, nach seiner Ausbildung in München, die Lehrjahre bei Eugène Lavieille und dessen Künstlerfreunden in Barbizon sowie die folgenden Jahre bei Arnold Böcklin in Florenz. Diese beiden Meister wirken in Schmidts Bildern der Weimarer Schaffensjahre noch bis weit über die Jahrhundertwende nach. Aus Schmidts Lebensstationen und den ihnen zugeordneten Malperioden zeigt sich die eindrucksvolle künstlerische Vielfalt des Künstlers, die auch in der Wahl der Ausdrucksmittel anschaulich wird. Sie reicht vom großformatigen Ölbild der Ateliersarbeit über Gemälde und Skizzen mittlerer bis kleiner Bildformate aus der Arbeit im Freien bis hin zu Radierungen, Aquarellen und Tuschearbeiten.

„Friedrich Albert Schmidt, 1846–1916: Biographie und Werkverzeichnis“ will der heutigen Generation das Lebenswerk eines künstlerisch und menschlich hoch geschätzten Landschaftsmalers des ausgehenden 19. Jahrhunderts wieder nahebringen. In diesem Sinne konzentriert sich die vorliegende Arbeit darauf, die formativen Stufen des Künstlerlebens und seines künstlerischen Werkes nach Malperioden zu dokumentieren. In der vorliegenden, vollständig überarbeiteten dritten Ausgabe sind die neuesten Erkenntnisse über den Künstler und sein Werk festgehalten.

Henry Keazor (Hrsg.)

Film - Plakat - Kunst
Dietrich Lehmann und der Heidelberger Filmclub der 50er Jahre

In den 50er Jahren schuf der Medizinstudent Dietrich Lehmann (1929-2014) handgemalte Filmplakate für den studentischen Filmclub Heidelberg, dessen Wirken über Heidelberg hinaus eine beachtliche Strahlkraft in das bundesrepublikanische Nachkriegsdeutschland hatte. Der die gleichnamige Ausstellung des Universitätsmuseums Heidelberg begleitende Katalog ordnet die Plakatschöpfungen Lehmanns innerhalb der Entwicklungsgeschichte des Filmplakats ein und setzt sich in Beiträgen mit der Geschichte des Heidelberger Filmclubs wie der Filmclubs in Deutschland generell auseinander. Darüber hinaus werden Hintergründe zur nationalen und lokalen Kinogeschichte beleuchtet und die Persönlichkeit Dietrich Lehmanns vorgestellt.

Mehr zur Ausstellung, die noch bis zum 15. April 2018 im Universitätsmuseum Heidelberg zu sehen ist, erfahren Sie  hier.

 

Michael Falser, Wilfried Lipp (Hrsg.)

Eine Zukunft für unsere Vergangenheit
Zum 40. Jubiläum des Europäischen Denkmalschutzjahres (1975–2015)

Unter dem Motto Eine Zukunft für unsere Vergangenheit war das Europäische Denkmalschutzjahr von 1975 die bisher bedeutendste und erfolgreichste Kampagne zur Bewahrung und Emporwertung des architektonischen Erbes in Europa. In der Anerkennung der Bedeutung städtebaulicher Ensembles, in der Bedachtnahme auf die Pluralität der Denkmalkategorien, im partiellen Engagement der Bürger und in legalen bzw. administrativen Weichenstellungen fand dieses Jahr nachhaltigen Niederschlag. Programmatik und Ideen von 1975 sind nach wie vor virulent und fordern eine Neuinterpretation unter den Bedingungen der Gegenwart heraus. Zum 40. Jubiläum 2015 stellt diese Publikation mit über 40 internationalen Beiträgen über Europa hinaus die erste umfassende Würdigung der europäischen Kampagne von 1975 dar.

Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder (Hrsg.)

Renaissance · Barock · Aufklärung
Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3

Der Band begleitet die im Germanischen Nationalmuseum 2010 neu eröffnete Dauerausstellung zur Kunst und Kulturgeschichte des 16. bis 18. Jh. im deutschen Sprachraum. Die Schausammlung erschließt mit rund 1.000 Exponaten in 33 Räumen zentrale Themen der Frühen Neuzeit, wie Sammeln und Repräsentieren, Antikenrezeption und Naturstudium, die Wechselwirkung von Kunst und Religion oder das sich wandelnde Bild vom Menschen. Zu diesen Leitthemen bietet die Publikation vertiefende Beiträge und einen wissenschaftlichen Katalog aller ausgestellten Objekte. Auf der Basis aktueller Forschung werden Gemälde und Skulpturen, darunter Meisterwerke von Albrecht Dürer, Peter Vischer, Lucas Cranach oder Franz Xaver Messerschmidt, wie auch Glasgemälde, graphische Blätter und illustrierte Bücher, Kunsthandwerk, Textilien, Schmuck, Medaillen, Möbel und Musikinstrumente in ihrem künstlerischen und historischen Kontext verortet. Von den rund 1.000 Exponaten sind in dem attraktiv gestalteten Band rund zwei Drittel in herausragender Qualität farbig abgebildet.

Elisabeth Tietmeyer (Hrsg.)

Glances into Fugitive Lives

Schriftenreihe des Museums Europäischer Kulturen, Band 19

The starting point of this publication is the presentation daHEIM: Glances into Fugitive Lives realized in Berlin by the Museum Europäischer Kulturen with the artist barbara caveng and the initiative KUNSTASYL in 2016/17. Against the background of the situation of immigrants fleeing to Europe since 2015, it highlights the experiences and dreams of its protagonists from a residential hostel in the Berlin district of Spandau. Biographical examples of people who have migrated within, to and from Europe in the last two centuries are brought into comparison with current fates. This demonstrates that flight is not a new phenomenon, but has always been with us - at various times and in various places. Twelve authors from Europe, North and South America describe individual migration experiences, looking back as far as the 19th century from 2016. Over and beyond this, European migration movements are placed in global contexts, and forms of institutional migration remembrance presented.

2nd edition 2017.

Elisabeth Tietmeyer (Hrsg.)

Einsichten in flüchtige Leben

Schriftenreihe des Museums Europäischer Kulturen, Band 19

Ausgangspunkt der Publikation ist die Präsentation daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben, die das Museum Europäischer Kulturen 2016/17 in Zusammenarbeit mit der Künstlerin barbara caveng und der Initiative KUNSTASYL in Berlin realisiert hat. Vor dem Hintergrund der Situation von Zuwander_innen durch Flucht in Europa seit 2015 stellt sie Erfahrungen und Träume der Protagonist_innen aus einem Wohnheim in Berlin-Spandau dar. Mit biografischen Beispielen von Menschen, die in den letzten beiden Jahrhunderten in, nach und aus Europa migriert sind, werden die aktuellen Schicksale verglichen. Dies zeigt, dass Flucht kein neues Phänomen ist; es hat sie immer gegeben - zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten. Zwölf Autor_innen aus Europa, Nord- und Südamerika beschreiben individuelle Migrationserfahrungen von 2016 rückblickend bis ins 19. Jahrhundert. Darüber hinaus werden europäische Wanderungsbewegungen in globale Zusammenhänge gestellt und Formen der institutionellen Erinnerung an Migration präsentiert.

2. Auflage 2017.

Gesellschaft zur Förderung Angewandter Informatik (Hrsg.)

FHTW Europawoche
Electronic Imaging and the Visual Arts (EVA '94 Berlin) IT for Culture, Archaeology, Science and History (IT for CASH)

EVA Berlin, Band 1

  

Gerd Stanke, James Hemsley (Hrsg.)

EVA Europe '99 Berlin. Electronic Imaging & the Visual Arts. Co-operation Day Proceedings
The 6th EVA Berlin is the main European event in 1999 of the worldwide EVA series

EVA Berlin, Band 6.2

  

Gerd Stanke, James Hemsley (Hrsg.)

Conference Proceedings EVA Europe '99 Berlin. Electronic Imaging & the Visual Arts
The 6th EVA Berlin is the main European event in 1999 of the worldwide EVA series.

EVA Berlin, Band 6.1

   

Gerd Stanke, James Hemsley (Hrsg.)

EVA '98 Berlin
Konferenzband Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie die 5. Berliner Veranstaltung der EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 5

   

Birgit Franz, Gerhard Vinken (Hrsg.)

Das Digitale und die Denkmalpflege
Bestandserfassung – Denkmalvermittlung – Datenarchivierung – Rekonstruktion verlorener Objekte

Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 26

Die „digitale Revolution“ ist längst in vollem Gange. Für die Denkmalpflege haben digitale Anwendungen neue Perspektiven geöffnet, etwa in der interaktiven Visualisierung verlorener Zustände, im Monitoring bedrohter Stätten und Artefakte oder in der komplexen Vernetzung heterogener Wissensbestände. Deutlicher werden inzwischen auch Grenzen und ungelöste Probleme im Einsatz digitaler Technologien, etwa was die Nachhaltigkeit der rapide wachsenden Datenmengen betrifft.
Doch haben wir es in Bezug auf die Digitalisierung nicht in erster Linie mit einer nur „technischen“ Neuerung zu tun. So wird das Bemühen um das digitale Erbe, mit dem Auftrag zur Dokumentation, Erforschung und Publizierung von Kulturgütern, nicht nur die Institution Museum transformieren. Zu beobachten ist auch, dass sich mit der neuen Fülle an digital erzeugten Bildern die wissenschaftlichen Standards verändern. Ein weiterer unterschätzter Aspekt der digitalen Revolution ist eine Umschichtung der Aufmerksamkeiten auf dem „Markt“ der Wissenschaften.
Die wohl auffälligste Folge des digitalen Versprechens einer genauen und verlustfreien Reproduktion des Verlorenen ist, dass bei jeder spektakulären Zerstörung von bekannten Monumenten reflexhaft die Forderung nach einer Rekonstruktion aufkommt. Deutlich wird hier, dass dem Digitalen eine innere Affinität zur Rekonstruktion innewohnt, insofern seine Leistungsfähigkeit in der Übersetzung aller Informationen in einen binären Code, in der angeblich verlustfreien Speicherung und Kopie beruht. Im digitalen Zeitalter wird die Unterscheidung von Original und Kopie so an Relevanz verlieren – auch zu dem Preis einer totalen Manipulierbarkeit der Daten, wie der Realität. (Gerhard Vinken)

Andreas Bienert, Anko Börner, Eva Emenlauer-Blömers, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2016. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
23. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 23

  

Pamela Sylvia Pachl

Das Phänomen Skatesticker
Bildrezeptionen und Kunstadaptionen in der Skateboardszene

Skatesticker sind grafisch gestaltete Aufkleber, die von Skatelabels – den Herstellern von Skateboards und Zubehör – distribuiert werden. Ursprünglich zu reinen Werbezwecken produziert, haben sich Skatesticker als Symbole der Szene etabliert: Befragte Skater bekennen, dass Skatesticker ein „Ausdruck eines Lebensgefühls“, ein „visueller Eindruck unserer Gefühle“ und eine „[e]infache Möglichkeit[,] sich einer Gruppe zuzuordnen“ sind. Sie werden von Skatern gesammelt, gehandelt und wertgeschätzt. Die vorliegende Arbeit verfolgt einen bildwissenschaftlich orientierten Forschungsansatz, der es ermöglicht, die komplexen – oftmals bildende Kunst adaptierenden – Bildmotive dieser Grafikdesignobjekte und ihre zunehmend autonomisierten Funktionen als visuelle Medien einer Szene zu analysieren und anzuerkennen.

Thomas W. Gaehtgens, Markus A. Castor, Frédéric Bussmann, Christophe Henry (Hrsg.)

Versailles et l'Europe
L’appartement monarchique et princier, architecture, décor, cérémonial

Passages online, Band 1

Der vorliegende Band untersucht den Einfluss eines der brillantesten Repräsentationsleistungen der Frühen Neuzeit auf die europäischen Höfe des 17. und 18. Jahrhunderts. Das Versailler Schloss, ein „Showroom“, der die französischen Luxusgüter über die Grenzen hinaus bekannt und zum begehrten Gut machte, zog die Blicke aller Regenten der Zeit auf sich. Doch wenngleich von Künstlern und Kunsthandwerkern, die sich an den europäischen Höfen niederließen, zahlreiche Formen und Ideen übernommen wurden, darf die Beharrlichkeit der lokalen Traditionen dennoch nicht unterschätzt werden.

Beginnend mit einer Analyse des Versailler Appartements nach Form und Funktion wird das in Frankreich entwickelte Modell in seiner Bedeutung für die Konzepte des Appartements der europäischen Höfe betrachtet. Die Beiträge analysieren das Zusammenspiel von Architektur, Dekor und Zeremoniell und die besondere Bedeutung des Appartements für die höfische Repräsentation. Die räumliche Disposition tritt als komplexes Verweissystem hervor, das die Inszenierung der Macht und die Zugänglichkeit des Regenten bestimmte. Die Logik der Ausstattungssysteme erschließt sich nur in interdisziplinärer Betrachtung, die auch die sozialen und politisch--historischen Bedingungen berücksichtigt. Bereits vorhandene Traditionen der europäischen Häuser werden in diesem Prozess zwischen Übernahmen und Transformationen neu konfiguriert.

Der erste Teil widmet sich dem in Frankreich entwickelten Modell des Appartements und versucht die komplexe Entwicklung in Versailles bis 1701 nachzuvollziehen, in der die Chambre de Parade zum Herzstück des Schlosses wurde. Im zweiten Teil beleuchten die Fallstudien zu Residenzen der deutschsprachigen Länder den komplexen Austausch und die Vielfalt der heterogenen Lösungen. Mit Beiträgen zu einigen wesentlichen europäischen Höfen in England, Holland, Schweden, Polen, Spanien und Italien schließt die Studie ab.

Thomas Steinruck

Business Artists. Strategische Vermarkter im Kunstbetrieb
Andy Warhol - Damien Hirst - Jeff Koons - Takashi Murakami

Seit wenigen Jahrzehnten hat sich ein neuer Künstlertypus herausgebildet, dessen Existenz als ein weiteres Symptom der aktuellen Ökonomisierung aller Lebensbereiche verstanden werden kann: der Business Artist. Er ist Unternehmer und Manager, Art Director und Designer. Er organisiert die Produktion streng ökonomisch und delegiert die Arbeit an zahlreiche Mitarbeiter. Er ist als globale Marke etabliert und kontrolliert alle strategischen Vermarktungsaktivitäten. Als Kunstmarktstar inszeniert er sein Image und verbindet nicht selten seine  Marke mit den Luxusmarken internationaler Unternehmen.

In der Nachfolge von Andy Warhol sind mit Damien Hirst, Jeff Koons und Takashi Murakami die drei aktuell erfolgreichsten Business Artists ausgewählt, die in den einschlägigen Diskursen diesen Typus gegenwärtig am prominentesten repräsentieren.

James Hemsley, Gerd Stanke (Hrsg.)

EVA '97 Berlin. Konferenzband Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
die 4. Berliner Veranstaltung der EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 4

     

Eva von Engelberg-Dočkal, Markus Krajewski, Frederike Lausch (Hrsg.)

Mimetische Praktiken in der neueren Architektur
Prozesse und Formen der Ähnlichkeitserzeugung

Praktiken des Zitierens, Kopierens, der Montage, des Rekonstruierens, der Analogiebildung und der Mimikry sind gängige Verfahren im architektonischen Alltag. Dennoch ist das Paradigma der Originalität bis heute beherrschend und verstellt oft den Blick auf mimetische Phänomene. Der Tagungsband versammelt zwölf im Jahr 2016 auf der Konferenz „Ähnlichkeit: Prozesse und Formen“ in der Bibliothek der Stiftung Werner Oechslin in Einsiedeln gehaltene Vorträge, ergänzt durch zwei Artikel der Herausgeberinnen. Der Fokus der Tagung lag auf aktuellen Forschungen zu Praktiken der Ähnlichkeitserzeugung in der neueren Architektur und wurde von Teilprojekten der DFG-SNF-Forschergruppe „Medien und Mimesis“ organisiert.

James Hemsley, Gerd Stanke (Hrsg.)

Konferenzband EVA '96 Berlin. Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
eine Veranstaltung der EVA-Serie (EVA London, EVA Paris, EVA Athen, EVA Florenz, EVA Brüssel & EVA Berlin) 13. - 15. November 1996 bei den Staatlichen Museen zu Berlin - Preußischer Kulturbesitz, am Berliner Kulturforum

EVA Berlin, Band 3

  

Andreas Bienert, Gerd Stanke, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2007 Berlin. Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 14. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 14

  

Doris H. Lehmann (Hrsg.)

Vom Streit zum Bild
Bildpolemik und andere Waffen der Künstler

Wie stritten bildende Künstler und wie setzten sie dabei ihre Werke als Waffen ein? Ausgehend von dieser Frage zeigt der Sammelband des DFG-Projekts „Streitstrategien bildender Künstler in der Neuzeit“ exemplarisch, wie Maler, Graphiker und Bildhauer ihre Bilderfindungen im Kontext ihrer Auseinandersetzungen mit anderen Künstlern, Kritikern und Auftraggebern als eigenständiges Medium der Kommunikation, der Selbstpositionierung und -inszenierung einsetzten. Die Beiträge basieren auf den Vorträgen und Diskussionen der vom 4. bis 5. Dezember 2015 an der Universität Bonn veranstalteten internationalen Tagung „Vom Streit zum Bild – Bildpolemik und andere Waffen der Künstler“. Jenseits der bereits intensiv erforschten Aspekte Paragone, Agon, Aemulatio und der Künstler als Verbrecher widmet sich dieser Sammelband damit dem Phänomen des Künstlerstreits unter Berücksichtigung des durch die persönlichen Auseinandersetzungen freigesetzten kreativen Potentials, seiner bildsprachlichen Traditionen und Innovationen. Das behandelte Spektrum von Fallstudien umfasst im Schwerpunkt Beispiele des 16. Jahrhunderts und reicht bis in die Gegenwart.

Janneke Schoene

Beuys’ Hut
Performance und autofiktionale Subjektivität

Die exegetische Rezeption um Joseph Beuys geht davon aus, dass Beuys ein ‚authentischer‘ Künstler ist, dessen Performance sich durch eine besondere Unmittelbarkeit auszeichnet. Die Studie zeigt anhand einer Untersuchung der Tatarenlegende als Erzählung, einiger autobiographischer Schriftstücke, Performances bzw. Medialisierungen und der Beuys-Retrospektive im New Yorker Guggenheim Museum 1979 als Bühne der Künstlerschaft, dass Beuys eine autofiktionale Figur ist, die ihre Künstlichkeit, Konstruiertheit und Fiktionalität selbst ausstellt. So wird ersichtlich, dass die Beuys’sche Inszenierung als ironischer Kommentar des Stellenwerts und der Rolle des Künstlers zu sehen ist, die er zugleich so offensiv einnahm.

Marius Lausch

Sprechende Bilder
Architektur, Glasmalerei und Ikonographie der Kathedrale Saint-Étienne in Auxerre

Es brauchte mehrere Generationen, um die Kathedrale Saint-Étienne von Auxerre zu vollenden, und dennoch weist der Bau eine bemerkenswerte Einheitlichkeit auf. Neben der Architektur verdienen vor allem die zahlreichen Bilderzyklen der Glasmalerei und die Skulpturen Beachtung. Diese „sprechenden Bilder“ sind nicht nur dekorative Elemente, sondern integrale Bestandteile der Bischofskirche. Nur im Zusammenspiel aller einzelnen Werke vermittelt die Kathedrale Saint-Étienne einen realistischen Eindruck von der Komplexität mittelalterlicher Sakralbauten und der Religiosität einer urbanen Gesellschaft des 13. Jahrhunderts.

Nicolai Kemle (Hrsg.)

Kunstrecht
Normen, Gesetze und Vorschriften

Kunstrecht kompakt, Band 1

Im ständig wachsenden Kunstmarkt hat sich das Kunstrecht zu einer eigenständigen Disziplin entwickelt und nimmt heute einen wichtigen Platz in der Praxis ein. Das neue Kulturgüterschutzgesetz zeigt dies exemplarisch auf.

Künstler, Sammler, Galeristen, Händler, Kunstvermittler, Auktionatoren, Kuratoren, Museumsleute, Publizisten und Juristen besitzen mit dieser Sammlung von Vorschriften, Gesetzen und ethischen Richtlinien einen schnellen Zugriff auf alle relevanten Normen aus den verschiedenen Rechtsgebieten, die für den täglichen Umgang mit der Kunst und dem Kunstrecht von Bedeutung sind.

Die Sammlung vereint in einem Band die anwendbaren deutschen Gesetze, europäischen Richtlinien und Verordnungen, internationale Übereinkommen, angefangen von den Washington Principles bis zu UNIDROIT, sowie die ethischen Grundsätze der einzelnen Kunsthandelsverbände.

Gerd Stanke, Andreas Bienert, James Hemsley, Vito Cappellini (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2006 Berlin Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 13. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 13

  

Gerd Stanke, Andreas Bienert, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2005 Berlin. Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 12. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 12

  

Gerd Stanke, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2000 Berlin. Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 7. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 7

  

Gerd Stanke, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2001 Berlin Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 8. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 8

Noch nicht komplett online.

Nach erfolgter Rechteklärung werden weitere Beiträge des Konferenzbandes sukzessive online gestellt werden.

Gerd Stanke, James Hemsley, Vito Cappellini (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2002. Berlin Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 9. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u.a. EVA London, EVA Florenz, EVA Moskau, EVA Gifu & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 9

  

Gerd Stanke, Andreas Bienert, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2003 Berlin. Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 10. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic imaging & the Visual Arts (u.a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 10

  

Gerd Stanke, Andreas Bienert, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2004 Berlin Elektronische Bildverarbeitung & Kunst, Kultur, Historie
Die 11. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u.a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 11

  

Elisabeth Tietmeyer (Hrsg.)

Glances into Fugitive Lives

Schriftenreihe des Museums Europäischer Kulturen, Band 19

The starting point of this publication is the presentation daHEIM: Glances into Fugitive Lives realized in Berlin by the Museum Europäischer Kulturen with the artist barbara caveng and the initiative KUNSTASYL in 2016/17. Against the background of the situation of immigrants fleeing to Europe since 2015, it highlights the experiences and dreams of its protagonists from a residential hostel in the Berlin district of Spandau. Biographical examples of people who have migrated within, to and from Europe in the last two centuries are brought into comparison with current fates. This demonstrates that flight is not a new phenomenon, but has always been with us - at various times and in various places. Twelve authors from Europe, North and South America describe individual migration experiences, looking back as far as the 19th century from 2016. Over and beyond this, European migration movements are placed in global contexts, and forms of institutional migration remembrance presented.

Elisabeth Tietmeyer (Hrsg.)

Einsichten in flüchtige Leben

Schriftenreihe des Museums Europäischer Kulturen, Band 19

Ausgangspunkt der Publikation ist die Präsentation daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben, die das Museum Europäischer Kulturen 2016/17 in Zusammenarbeit mit der Künstlerin barbara caveng und der Initiative KUNSTASYL in Berlin realisiert hat. Vor dem Hintergrund der Situation von Zuwander_innen durch Flucht in Europa seit 2015 stellt sie Erfahrungen und Träume der Protagonist_innen aus einem Wohnheim in Berlin-Spandau dar. Mit biografischen Beispielen von Menschen, die in den letzten beiden Jahrhunderten in, nach und aus Europa migriert sind, werden die aktuellen Schicksale verglichen. Dies zeigt, dass Flucht kein neues Phänomen ist; es hat sie immer gegeben - zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten. Zwölf Autor_innen aus Europa, Nord- und Südamerika beschreiben individuelle Migrationserfahrungen von 2016 rückblickend bis ins 19. Jahrhundert. Darüber hinaus werden europäische Wanderungsbewegungen in globale Zusammenhänge gestellt und Formen der institutionellen Erinnerung an Migration präsentiert.

Andreas Bienert, Christian Bracht (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2011 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Die 18. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 18

  

Andreas Bienert, Dorothee Haffner (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2012 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Die 19. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 19

  

Andreas Bienert, Gerd Stanke, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2009 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Die 16. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 16

  

Andreas Bienert, Dorothee Haffner (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2013 Berlin Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie 6. - 8. November 2013 in den Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum Potsdamer Platz
Die 20. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 20

  

 

 

Andreas Bienert, Anko Börner, Eva Emenlauer-Blömers, James Hemsley (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2015. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
22. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie: Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 22

  

Andreas Bienert, Pedro Santos (Hrsg.)

Konferenzband EVA Berlin 2014. Elektronische Medien & Kunst, Kultur und Historie
21. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie: Electronic Media and Visual Arts

EVA Berlin, Band 21

  

Andreas Bienert, Gerd Stanke (Hrsg.)

Konferenzband EVA 2010 Berlin. Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie. 10. - 12. November 2010 in den Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum Potsdamer Platz
Die 17. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts (u. a. EVA London, EVA Florence, EVA Moscow & EVA Berlin)

EVA Berlin, Band 17

  

Juliane Betz

Le Chant du cygne
Die Gazette des Beaux-Arts und die französische Reproduktionsgraphik in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts

In seinem Artikel über den Salon des Beaux-Arts von 1881 unterschied der Kritiker Jules Buisson zwischen den Druckgraphiken der großen Kupferstecher des 17. und 18. Jahrhunderts, die er als »Chant du Triomphe« titulierte, und jenen des ausklingenden 19. Jahrhunderts, die er als »Chant du Cygne« charakterisierte. Die Bezeichnung als »Schwanengesang« deutet unmissverständlich darauf hin, dass der als durchaus kunstvoll wahrgenommenen Gattung der Reproduktionsgraphik die Ablösung durch photographische Verfahren bevorstand.
Die vorliegende Untersuchung der französischen Reproduktionsgraphik basiert auf der 1859 gegründeten Gazette des Beaux-Arts, einer der wichtigsten Kunstzeitschriften des 19. Jahrhunderts. Bis 1927 wurden dort Reproduktionsgraphiken und bis 1933 Originalgraphiken publiziert, die auch Gegenstand zahlreicher Artikel waren. In diesen geht es vor allem um die Erwartungen, die an druckgraphische Reproduktionen gestellt wurden, um die Beurteilung einzelner Blätter und Graphiker sowie um die Frage, ob und warum angesichts photographischer Reproduktionsmöglichkeiten die ›bloße‹ Wiedergabe von Gemälden oder auch Skulpturen im Medium der Druckgraphik als eigenständige Kunst zu betrachten sei.
Aus den rund 1450 Tafeln, die die Gazette bis zum Jahr 1900 regelmäßig veröffentlichte, wurden 64 Reproduktionsgraphiken ausgewählt. Die Untersuchung dieser und weiterer Beispiele veranschaulicht, dass es während des gut fünfzig Jahre dauernden Übergangs von der manuellen zur photographischen Kunstreproduktion zwei wesentliche Tendenzen in der stilistischen Entwicklung gab: Zunächst orientierten sich die Graphiker an Reproduktionsstichen der vorangegangenen Jahrhunderte und an der Malerradierung, die ab den 1840er Jahren wieder auflebte. Später entwickelten einige von ihnen eine deutlich durch die Photographie beeinflusste Reproduktionsweise.

Andreas Bienert, James Hemsley, Gerd Stanke (Hrsg.)

Elektronische Medien & Kunst, Kultur, Historie
Konferenzband EVA 2008 Berlin ; 12. - 14. November 2008 in den Staatlichen Museen zu Berlin am Kulturforum Potsdamer Platz ; die 15. Berliner Veranstaltung der internationalen EVA-Serie Electronic Imaging & the Visual Arts

EVA Berlin, Band 15

  

Christina Haak, Miguel Helfrich (Hrsg.)

Casting. Ein analoger Weg ins Zeitalter der Digitalisierung?
Ein Symposium zur Gipsformerei der Staatlichen Museen zu Berlin

Als älteste bis heute aktive Einrichtung der Staatlichen Museen zu Berlin feiert die Gipsformerei 2019 ihr zweihundertjähriges Bestehen. Ihr bevorstehendes Jubiläum ist ein willkommener Anlass, um u. a. folgende Frage zu diskutieren: Wie kann sich eine Institution, deren Fokus auf der traditionellen handwerklichen Fertigung liegt, gegenüber technischen Innovationen behaupten? Die Publikation widmet sich dieser Frage und bietet darüber hinaus einen interessanten Querschnitt zur aktuellen Forschungsdebatte. Neben den einzelnen Vorträgen werden sämtliche Diskussionsbeiträge, eine Podiums- sowie eine Schlussdiskussion am Ende der Publikation in deutscher und in englischer Sprache zusammengefasst.
Den Band als interaktive Version direkt im Browser ansehen.

Herbert Karner, Ingrid Ciulisová, Bernardo J. García García (Hrsg.)

The Habsburgs and their Courts in Europe, 1400–1700
Between Cosmopolitism and Regionalism

PALATIUM e-Publications, Band 1

Dieser Band untersucht Architektur und Kultur an verschiedenen Höfen einer der wichtigsten Königsdynastien Europas, der Habsburger. Er sucht nach der spezifisch Habsburgischen Ausdrucksweise im Bereich fürstlicher Repräsentation an den Höfen von Madrid, Brüssel, Wien, Prag, Bratislava und Budapest. Überstaatliche Charakteristika der dynastischen Identität werden den regionalen Repräsentationen gegenübergestellt.

Kern der fürstlichen Repräsentation war die Hofresidenz. Infolgedessen werden die offiziellen Räume der Habsburger bezogen auf ihre Bedeutung im Hofzeremoniell in den Schlössern in Brüssel, Madrid und Zentraleuropa untersucht, um zu erkennen, ob es ein vereinendes Modell gab. Diese von den Habsburgern entwickelte, übernationale dynastiche Identität wird dann mit lokalen Identifikationsformen verglichen, wie sie beim Adel in Böhmen, Ungarn und Polen anzutreffen sind. Dies zeigt wie die Schlösser und ihre Ausschmückung auch die Loyalität zu den Traditionen des Heimatlandes, den sogenannten Landespatriotismus, ausdrückten.

Pieter Martens (Hrsg.)

Virtual Palaces, Part I
Digitizing and Modelling Palaces

PALATIUM e-Publications, Band 2

Dieser Band befasst sich mit den Möglichkeiten virtueller Modelle für die wissenschaftliche Erforschung historischer Orte und Plätze. Das Aufkommen digitaler Messtechniken und Entwicklungen im Modellbau haben die Art und Weise revolutioniert, in der historische Gebäude wie bspw. Residenzen untersucht werden können. Die neuen Techniken bieten noch nie da gewesene Möglichkeiten für Architekturhistoriker, führen aber auch zu neuen Herausforderungen.

Eine dieser Herausforderungen betrifft die Zuverlässigkeit und Nachprüfbarkeit der Daten, die für die Erstellung der Modelle – sowohl bestehender als auch rekonstruierter Bauten - verwendet werden. Auch die Verwendung virtueller Gebäude als eigentliche „Werkzeuge“ für die Forschung, die dabei helfen sollen, Hypothesen über Bauphasen oder zur zeremoniellen Verwendung von Räumen zu visualisieren und zu erläutern, birgt nicht selten Probleme.

Stephan Hoppe, Stefan Breitling (Hrsg.)

Virtual Palaces, Part II
Lost Palaces and their Afterlife. Virtual Reconstruction between Science and Media

PALATIUM e-Publications, Band 3

Der Band befasst sich mit der digitalen Rekonstruktion und Visualisierung von Schlössern, Burgen und Residenzarchitektur der Frühen Neuzeit. Das Hauptaugenmerk liegt dabei weniger darauf, digitale Modelle von noch bestehenden Gebäuden zu erstellen als vielmehr auf der virtuellen Rekonstruktion „verlorener“ Bauten, besonders bezogen auf Schlösser, die zerstört, stark umgebaut oder auch nie errichtet wurden.
Die 13 Aufsätze des Bandes wurden zuerst anlässlich des Palatium Workshops "Virtual Palaces, Part II" präsentiert, der im April 2012 in München stattfand.

Dominic E. Delarue, Johann Schulz, Laura Sobez (Hrsg.)

Das Bild als Ereignis
Zur Lesbarkeit spätmittelalterlicher Kunst mit Hans-Georg Gadamer

Bild als Ereignis, Band 1

Für den Heidelberger Philosophen Hans-Georg Gadamer ist ein Kunstwerk kein statisches Objekt, sondern ein sich wandelndes Subjekt, das uns dialogisch gegenübertritt. Kunstwerke sieht Gadamer in ihrem prozesshaften Wesen bestimmt, die im Vollzug überhaupt erst zu ihrem vollen Sein gelangen - der Sinn von Kunst geschieht. Das "Bild als Ereignis" bezeichnet somit viel mehr als nur einen materiellen Bildträger und einen darüber vermittelten geistigen Gehalt, sondern ein dynamisches Sinngeschehen zwischen Werk und Betrachter. Ausgehend von diesen Überlegungen Gadamers sollen in vorliegendem Band unterschiedliche Formen spätmittelalterlicher Kunst neu diskutiert und so eine Erweiterung kunsthistorischer Betrachtungsweisen angeregt werden. An dieser Stelle erscheint die ausführliche Einleitung des 38. Bandes der Heidelberger Forschungen (Winter Universitätsverlag).

Ernst-Heinz Lemper

Adolf Traugott von Gersdorf (1744-1807)
Naturforschung und soziale Reformen in Dienste der Humanität

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 6

"In der Schriftenreihe des Staatliehen Mathematisch-Physikalischen Salons werden neben den eigenen Forschungsberichten auch wissenschaftliche Arbeiten anderer Autoren aus den Bereichen der Geschichte und Entwicklung der Naturwissenschaften, des Kunsthandwerkes und der frühen Feinmechanik veröffentlicht, die mit den vielseitigen Sammlungen des Museums und seiner Forschungsstelle auch fachwissenschaftlich und museumstechnisch in Verbindung stehen. Deshalb ist auch in Zusammenarbeit mit den Städtischen Kunstsammlungen Görlitz eine umfangreiche wissenschaftliche Arbeit über das Lebenswerk des Naturforschers, Ökonomen und Sozialreformers Adolf Traugott von Gersdorf für diesen Band 6 als ein bedeutungsvoller Beitrag zu unserer Museumsgeschichte übernommen worden." (Vorwort)

Helmut Grötzsch

Herbert Wunderlich

Kursächsische Feldmeßkunst, artilleristische Richtverfahren und Ballistik im 16. und 17. Jahrhundert
Beiträge zur Geschichte der praktischen Mathematik, der Physik und des Artilleriewesens in der Renaissance unter Zugrundelegung von Instrumenten, Karten, Hand- und Druckschriften des Staatlichen Mathematisch-Physikalischen Salons Dresden

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 7

"Die umfangreiche Sammlung der vielfältigen geodätischen Instrumente — mit hervorragenden frühen handwerklichen Meisterleistungen an wissenschaftlichen Arbeitsgeräten — bildet die Grundlage auch für diesen Beitrag zur Geschichte der kursächsischen Feldmeßkunst und der artilleristischen Meßtechnik. Er ist mit seiner wissenschaftlichen Genauigkeit der Bearbeitung der historischen Landesvermessung, der damaligen allgemeinen Meßkunst und des artilleristischen Messens im 16. und 17. Jahrhundert von großer Bedeutung für die Darstellung der praktischen Mathematik der Renaissance und ihrer wissenschaftlichen Arbeitsinstrumente." (Vorwort)

Fritz Bönisch, Hans Brichzin, Klaus Schillinger, Werner Stams

Kursächsische Kartographie bis zum Dreißigjährigen Krieg
I. Die Anfänge des Kartenwesens

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 8

"Anlaß für diese Publikation war der 400. Jahrestag des Beginns der ersten kursächsischen Landesaufnahme im Sommer 1586. Die Markscheider Matthias Öder und Balthasar Zimmermann führten in fast fünfzigjähriger Arbeit die Vermessung des kursächsischen Territoriums in einem für ihre Zeit ungewöhnlich großen Maßstab aus. Das kann noch heute als eine Pionierleistung angesehen werden, zumal diese Landeskartierung nach Umfang und Genauigkeit unter den kartographischen Arbeiten des ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhunderts eine herausragende Stellung in Europa einnimmt." (Vorwort)

Helmut Grötzsch (Hrsg.)

Vorträge und Abhandlungen des II. Internationalen Symposiums des Coronelli-Weltbundes der Globusfreunde vom 8. bis 10. Oktober 1965 in Dresden

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 5

"Dieser Band soll dagegen das fachwissenschaftliche Veranstaltungsprogramm des im Oktober 1965 in Dresden durchgeführten II. Internationalen Symposiums des Coronelli-Weltbundes der Globusfreunde widerspiegeln, an dem über 70 Wissenschaftler aus 10 Ländern teilnahmen. Dabei sollen neben den Begrüßungen alle in Dresden gehaltenen Vorträge veröffentlicht werden, die sich besonders mit thematischen Globen, mit technischen Fragen der Globenherstellung, mit thematischen Elementen auf historischen Globen und mit speziellen Fragen der historischen Globenkunde beschäftigen." (Vorwort)

Christian Gether, Dorthe Juul Rugaard, Stine Høholt, Camilla Jalving (Hrsg.)

The Model

ARKENs forschungsbasierte Online-Publikation von 2014 thematisiert die Neuinstallation von Palle Nielsens Pionierarbeit „The Model“. Spiel, Partizipation und relationale Ästhetik stehen im Mittelpunkt des Kunstwerks – ein gigantischer Spielplatz für Kinder, der ursprünglich im Jahr 1968 im Moderna Museet in Stockholm installiert wurde. Verknüpft mit seiner Neuerscheinung in ARKEN wird „The Model 1968/2014“ gleichzeitig Teil der Sammlung des Museums und in dieser Publikation dokumentiert.

Drei neue Texte nähern sich „The Model“ aus der Perspektive des Kurators, des Kunsthistorikers und des Spielforschers. Welche Art von Partizipation entsteht in „The Model“ heutzutage? Wie hat sich die Idee der Utopie seit 1968 verändert? Und welches sind die sinnlichen Erfahrungen (des Spiels), die „The Model“ mit seinem kreativen und gestaltenden Potenzial als Spielplatz hervorruft? Die Online-Veröffentlichung beinhaltet auch ein Interview mit Palle Nielsen sowie einige seiner bisher unveröffentlichten und neuveröffentlichten Texte. Darüber hinaus bietet „The Model“ die erste verständliche Biographie des Künstlers.

Ewa Chojecka

Astronomische und astrologische Darstellungen und Deutungen bei kunsthistorischen Betrachtungen alter wissenschaftlicher Illustrationen des XV. bis XVIII. Jahrhunderts

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 4

„Nachdem bereits in den letzten Jahren die ersten Bände der 'Veröffentlichungen des Staatlichen Mathematisch-Physikalischen Salons' erscheinen konnten, wird, heute ein weiteres Heft dieser eigenen Schriftenreihe der Fachwelt vorgelegt. Durch eine seit Jahren bestehende enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Jagiellonischen Universität in Krakau war es möglich, einige bedeutende Arbeiten einer international bekannten Wissenschaftlerin für den Math.-Phys. Salon zu übernehmen. Nach einer Vortragsveranstaltung mit Fräulein Dr. EWA CHOJECKA in Dresden und nach den sich anschließenden Besprechungen stellte sie bereitwilligst einige Arbeiten zur Verfügung, die durch ihre astronomischen, astrologischen und kalendarischen Aussagen auch für die Instrumente der eigenen Sammlungen wissenschaftlich von großem Interesse sind. […]“ (Vorwort)

Hans-Günther Körber

Zur Geschichte der Konstruktion von Sonnenuhren und Kompassen des 16. bis 18. Jahrhunderts

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 3

„Es gehört zu den Zielen dieser Veröffentlichungsreihe des Staatlichen Mathematisch Physikalischen Salons, nach Möglichkeit alle naturwissenschaftlich-technischen Fachgebiete, die mit dem Museum und seinen verschiedenartigen Sammlungen und mit der Forschungsstelle und ihren Aufgabenstellungen in Verbindung stehen, bei der Publikation neuer Forschungs- und Arbeitsergebnisse zu berücksichtigen.
Nachdem sich die ersten Bände ausführlich mit dem wohl bedeutendsten mathematischen Meßinstrument des 16.Jahrhunderts, dem „Quadratum geometricum" von CHR. SCHISSLER, und mit den ersten Forschungsergebnissen der Globusinventarisierung in der Deutschen Demokratischen Republik beschäftigt haben, wird heute eine Arbeit aus einem Teilgebiet der Chronometrie veröffentlicht. […]“ (Vorwort)

Helmut Grötzsch

Die ersten Forschungsergebnisse der Globusinventarisierung in der Deutschen Demokratischen Republik

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 2

„Bereits 1961 konnte der erste Band einer neuen eigenen Schriftenreihe des Staatlichen Mathematisch Physikalischen Salons der Fachwelt des In- und Auslandes vorgelegt werden. In zahlreichen Zuschriften maßgebender Institutionen und bedeutender Wissenschaftler wurden die erstmalig erschienenen „Veröffentlichungen" des Museums und der Forschungsstelle lebhaft begrüßt. Heute wird nun der Band 2 dieser in unregelmäßiger Folge erscheinenden Arbeiten herausgegeben. Er enthält die Ergebnisse eines Forschungsauftrages, den das Staatssekretariat für das Hoch- und Fachschulwesen der Deutschen Demokratischen Republik für die Bearbeitung aller Erd- und Himmelsgloben in der Deutschen Demokratischen Republik vergeben hat. […]“ (Vorwort)

Herbert Wunderlich

Das Dresdner "Quadratum geometricum" aus dem Jahre 1569 von Christoph Schißler d. Ä., Augsburg

Veröffentlichungen des Mathematisch-Physikalischen Salons – Forschungsstelle Dresden, Band 1

Nach einem jahrhundertelangen Bestehen tritt jetzt der Staatliche MathematischPhysikalische Salon mit einer eigenen Schriftenreihe an die Öffentlichkeit. In diesen neu herausgegebenen Bänden, die nunmehr periodisch erscheinen werden, sollen hauptsächlich die fachlichwissenschaftlichen Arbeiten Aufnahme finden, deren Inhalt mit den vielseitigen Sammelgebieten des Museums und Forschungsinstitutes wissenschaftlich und museumstechnisch in engem Zusammenhang stehen. Seit der um 1728 erfolgten Ausgliederung des „Physikalischen Cabinetts" aus der Dresdner Kunstkammer hat sich der MathematischPhysikalische Salon zu einem der bekanntesten und berühmtesten Museen naturwissenschaftlicher Instrumente, Apparate und Kunstgegenstände entwickeln können. Nach einer fast restlosen Zerstörung der Arbeits- und Sammlungsräume im Februar 1945 konnte das Institut bereits im Sommer 1952 mit einer Teilausstellung in seinem wiederaufgebauten früheren einzigen Ausstellungspavillon unter Teilnahme des In- und Auslandes an die Öffentlichkeit treten. Weitere Sammlungsräume — wie der ehemalige Grottensaal und die lange Bogengalerie — konnten 1954 und 1956 mit der fortschreitenden Restaurierung des Dresdner Zwingers übernommen und als neue Museumssäle den Besuchern übergeben werden. […]" (Vorwort)

Klaus Schillinger

Rechengeräte
Aus der Sammlung des Mathematisch-Physikalischen Salons

"Der Mathematisch-Physikalische Salon besitzt eine Sammlung digitaler und analoger mechanischer Rechengeräte vom 17. bis 19. Jahrhundert, von denen einige auf Grund ihrer Seltenheit von großem internationalen Interesse sind. Hierzu gehören eine Rechenmaschine von Blaise Pascal, Frankreich, um 1650, eine Art Taschenrechner von Jacob Auch, Vayhingen, 1790, und eine Rechenmaschine von Curt Dietzschold, Glashütte/Sa., 1878. Hinzu kommen verschiedene in Glashütte und Dresden gefertigte Maschinen, die den Beginn der industriellen Fertigung von mechanischen Rechenmaschinen in Deutschland belegen. Weitere teilweise seltene digitale Rechengeräte vermitteln einen Einblick in die Vielfalt derartiger Geräte in der Zeit um 1900. […]" (Vorwort)

Joachim Schardin

Kunst- und Automatenuhren
Katalog der Großuhrensammlung

"Mit dem vorliegenden Katalog über Kunst- und Automatenuhren beginnt der Staatliche Mathematisch Physikalische Salon die Vorstellung seiner umfangreichen Sammlungen an wissenschaftlichen Instrumenten aus der Zeit vom 13. bis 19. Jahrhundert. Damit wird ein erster Schritt getan, um in den folgenden Jahren entsprechend den gegebenen Möglichkeiten zu einer umfassenden, für die Öffentlichkeit zugänglichen Katalogdarstellung unserer Sammlungsbestände zu gelangen. Es ist vorgesehen, die einzelnen Sammlungsgruppen in speziellen Katalogen vorzustellen, wodurch es möglich ist, sowohl dem Fachmann als auch dem besonders interessierten Besucher möglichst rasch wichtige Informationsmittel in die Hand zu geben bzw. seinen spezifischen Interessen besser gerecht zu werden. […]" (Vorwort)

Wolfram Dolz

Erd- und Himmelsgloben
Sammlungskatalog

"Mit dem Katalog "Erd- und Himmelsgloben" setzt der Staatliche Mathematisch-Physikalische Salon seine Veröffentlichungen über die einzelnen Sammlungen fort. Die Globensammlung gehört zu einer der international bedeutendsten Sammlungen dieser Art und wird hier erstmals in geschlossener Form für die Öffentlichkeit publiziert. In einer etwas ausführlicher gehaltenen Einführung wird zunächst die historische Entwicklung beider Globengruppen behandelt. Dabei wird insbesondere auch auf Herstellungstechnologie von Globen eingegangen. Anschließend erfolgt eine getrennte Vorstellung der Globensammlung nach Erd- und Himmelsgloben. […]" (Vorwort)

Klaus Schillinger

Zeicheninstrumente
Katalog

„Der Staatliche Mathematisch-Physikalische Salon Dresden besitzt eine wissenschaftlich wertvolle Sammlung historischer Zeicheninstrumente vom 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts, die im vorliegenden Katalog erstmals zusammenhängend interessierten Besuchern vorgestellt wird. Ihre Anfänge reichen bis in die Gründungszeit der Dresdner Kunstkammer zurück. Für die ersten Dezenien des Bestehens der 1560 von Kurfürst August von Sachsen (Regierungszeit 1553—1586) gegründeten Kunstkammer ist charakteristisch, daß ihre Hauptbestandsgruppen Werkzeuge, Meß- und Demonstrationsinstrumente sowie sonstige Hilfsmittel für wissenschaftlich-praktische Arbeiten waren. […]“ (Vorwort)

Klaus Schillinger

Solare Brenngeräte
Katalog

„Auf Grund der Bedeutung, die Brennspiegel und Brenngläser im 17. und 18. Jahrhundert als Wärmequelle zur Erzeugung hoher Temperaturen mittels Sonnenstrahlung für Experimentierzwecke erlangten, scheint es gerechtfertigt, diese kleine, aber interessante Spezialsammlung des Staatlichen Mathematisch-Physikalischen Salons in einem gesonderten Katalog der Öffentlichkeit vorzustellen. Dies erscheint umso wichtiger, da es in jüngster Vergangenheit an experimentellen Untersuchungen und technischen Versuchsanlagen zur Nutzung der Sonnenstrahlen als Energiequelle nicht gefehlt hat. […]“ (Vorwort)

Helmut Schramm

Astronomische Instrumente
Katalog

„Im vorliegenden Katalog stellt der Staatliche Mathematisch Physikalische Salon Dresden erstmals die Sammlungsgruppe „Astronomische Instrumente" geschlossen der Öffentlichkeit vor. Sie umfaßt u.a. Linsenfernrohre, Spiegelteleskope, Passageinstrumente, Quadranten sowie Halb- und Vollkreisinstrumente aus dem 17. bis 19. Jahrhundert. Einige der hier vorgestellten Instrumente dokumentieren die Tatsache, daß astronomische und geodätische Meßprobleme häufig eng miteinander verknüpft sind. Dies spiegelt sich in einer teilweise engen Verwandtschaft von Instrumenten-konstruktionen für die Lösung astronomischer bzw. geodätischer Meßaufgaben wider. […]“ (Vorwort)