Hans-Rudolf Meier, Daniela Spiegel (Hrsg.)

Kulturreformer. Rassenideologe. Hochschuldirektor
Der lange Schatten des Paul Schultze-Naumburg

Paul Schultze-Naumburg (1869–1949), Mitbegründer des Werkbundes und des Deutschen Bundes Heimatschutz, gehört zu den schillerndsten Vertretern der deutschen Kulturgeschichte des frühen 20. Jahrhunderts. Als Maler, Publizist, Unternehmer, Architekt und Kulturpolitiker erreichte er eine große Popularität, nach dem Ersten Weltkrieg radikalisierte er sich jedoch zum völkischen Rassisten und wurde früh Mitglied der NSDAP.

Von 1930 bis 1940 leitete Paul Schultze-Naumburg die „Staatlichen Hochschulen für Baukunst, bildende Künste und Handwerk“ in Weimar. Der Zielvorgabe folgend, die ehemalige Bauhaus-Stätte auf den Kurs der neuen Machthaber zu bringen, entwickelte Schultze-Naumburg ein explizit antimodernes, an Heimatschutz orientierter Handwerklichkeit ausgerichtetes Konzept.

Im vorliegenden Band werden Persönlichkeit, Werk und Wirken Paul Schultze-Naumburgs sowie das Profil der Weimarer Hochschule unter seinem Direktorat beleuchtet. Nicht zuletzt werden Wirkung und Nachleben dieser widersprüchlichen, bis heute schwierigen und daher wenig beforschten Persönlichkeit diskutiert. Vorgelegt werden die Ergebnisse eines vom Bauhaus-Institut für Geschichte und Theorie der Architektur und Planung organisierten wissenschaftlichen Symposiums, das vom 3. bis 4. Dezember 2015 an der Bauhaus-Universität Weimar stattfand.

Jacob Birken

Die kalifornische Institution
Fernwestliche Weltbilder um 1906

Dissertationen der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe, Band 1

Im April 1906 schießt Arnold Genthe in San Francisco eine Reihe von Aufnahmen der durch Erdbeben und Feuer zerstörten Küstenstadt. Seine Bilder sind als Dokumentationen der Katastrophe bis heute bekannt, Genthe selbst fast vergessen – die verträumt verwaschenen Portraits und Tanzbilder, die den Großteil seines Werks stellten und ihn über die USA hinaus berühmt machten, entsprachen kaum den Prinzipien der nachfolgenden künstlerischen Avantgarden. Ausgehend von Genthes bekanntesten Aufnahmen der Katastrophe möchte dieses Buch die ästhetischen, medienphilosophischen und gesellschaftspolitischen Konflikte nachzeichnen, die die Weltbilder des ‚Fernen Westens‘ um die Jahrhundertwende prägten.

Simone Bogner, Birgit Franz, Hans-Rudolf Meier, Marion Steiner (Hrsg.)

Denkmal – Erbe – Heritage
Begriffshorizonte am Beispiel der Industriekultur

Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 27

Dieser Band ist zweisprachig (dt./eng.)
Der Band „Denkmal – Erbe – Heritage“ umfasst unterschiedliche disziplinäre und generationsspezifische Ansätze zu den Titel gebenden Begriffen, die mit dem Motto „Sharing Heritage“ des Kulturerbejahres 2018 korrespondieren. Entstanden ist der Band 2017 aus der Kooperation des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V. mit dem Graduiertenkolleg 2227 „Identität und Erbe“, die ihre Jahrestagung zusammenlegten.

Dominik von Roth, Linda Escherich (Hrsg.)

Private Passion – Public Challenge
Musikinstrumente sammeln in Geschichte und Gegenwart

Während Musikinstrumente auch heute von Privatpersonen begeistert gesammelt werden, so wird die Sammelleidenschaft öffentlicher Museen zumeist von vollen Depots und knappen Kassen gebremst.
Beim Verkauf der Sammlung Rück an das Germanische Nationalmuseum Anfang der 1960er Jahre ging in Deutschland letztmals eine große Musikinstrumentensammlung aus Privatbesitz in die öffentliche Hand über. Dem Beispiel Rück entsprechend ist das private Sammeln von Musikinstrumenten zentraler Angelpunkt der Konferenz. Beiträge zu historischen und zeitgenössischen Sammlungen aus ganz Europa sowie Fragen an die Musikwissenschaft und damit verknüpfte Aufgaben musealer Präsentationen von Sammlungsbeständen werden durch Erfahrungsberichte privater Sammler ergänzt. Positionen aus den Bereichen Literaturwissenschaft, Kulturmanagement, Transcultural Music Studies und Kunstgeschichte bieten transdisziplinäre Korrektive und runden den Tagungsband ab.

Stephan Hoppe, Krista De Jonge, Stefan Breitling (Hrsg.)

The Interior as an Embodiment of Power
The Image of the Princely Patron and its Spatial Setting (1400-1700)

PALATIUM e-Publications, Band 5

This volume is dedicated to the study of the in- and outside of princely residences and of their setup as the stage for a developing European early modern court culture. At a time of increasing aristocratization (1400-1700) and with many new nascent princely courts, both the princely person and the performance of princely power required an appropriate type of elaborate backdrop as its setting. Even though such an interest in the palace interior and its functions is not entirely new, interior architecture and court culture have only recently come to be seen as two sides of the same medal: embodiment and expression of the princely presence.
Therefore, the essays included focus in particular on diverse types of functions that palaces and apartments, state rooms and privy chambers had to fulfil at certain periods and in certain residential contexts between the ages of feudalism and absolutism at courts in London, Edinburgh, Neuburg am Inn, Karlstein and Prague, Červený Kameň and Ludwigsburg. They compare and contrast specific local examples with international trends such as, for example, the palace and court ceremonial developed at or adapted to diverse circumstances in Burgundy, Spain or Lithuania. Consequently, the aim of this volume consists of the combination of personal and dynastic ambitions with fashionable trends and court etiquette followed by royalty and minor princes alike during a period of calculated magnificence. It considers processional routes towards the presence of the ruler or towards its image. Thereby, it helps to define the complementary roles of residential interiors and of the courtly personnel at the same time.
The ten papers collected in this volume were first presented at the PALATIUM colloquium The Interior as an Embodiment of Power―The Image of the Prince and its Spatial Setting (1400–1700), organized by Stephan Hoppe, Krista De Jonge and Stefan Breitling and held in Bamberg in October 2013.

Sylva Dobalová, Ivan P. Muchka (Hrsg.)

Looking for Leisure
Court Residences and their Satellites 1400–1700

PALATIUM e-Publications, Band 4

This volume focuses on the leisure buildings – often called casino, palazotto or Lusthaus – which formed an integral part of princely residential complexes in Europe in the period 1400–1700. The aim of this collection is to study these satellite buildings as counterparts to the main palaces. The relatively small size of these structures belies their importance. They took on representative roles and developed certain  ideological programmes that would have been difficult to achieve in the larger residential buildings.
Many of these buildings were meant only for seasonal use. Their primary role was as a place of rest, leisure and repose. This relaxation could either take a contemplative form or could include such vigorous  activities as hunting, sports and various court festivities. The case studies presented here illustrate the shared principles of these recreational buildings and investigate how their architects and patrons attempted to realize a ‘paradise on earth’ and managed to bring the human world into harmony with the natural world.
Discussing examples from all over Europe – from Central Europe via Italy and France to Denmark and Scotland – the seventeen papers gathered in this volume address four different aspects of ‘palazotto culture’: the terminology that was used to identify these small palaces, which reflects the wide variety of needs they fulfilled; the functions and typologies of these buildings; their artistic decorations; and their gardens and natural surroundings.

Gitta Bertram

Peter Paul Rubens as a Designer of Title Pages
Title Page Production and Design in the Beginning of the Seventeenth Century

Stuttgarter Akademieschriften, Band 1

Diese sozio- und medienhistorische Untersuchung der buchgestalterischen Arbeit von Peter Paul Rubens zeigt, dass er mit den Traditionen der Titelblattgestaltung bewusst umzugehen wusste. In enger Zusammenarbeit mit Kupferstechern und Verlegern schuf Rubens 48 visuelle und intellektuelle Kunstwerke für sehr unterschiedliche Bücher, die im 17. Jahrhundert in keiner Bibliothek von Rang fehlen durften. Die Titelblätter waren nicht nur Werbung für die Werke, sondern auch für deren Autoren und Verleger, oft Balthasar Moretus. Rubens' vielfach kopierte Entwürfe trugen dazu bei, dass sich sein Ruf als gelehrter Künstler, Altertumsforscher, Humanist und Katholik in der Welt verbreitete.

Eduard Isphording

Kräuter und Blumen
Botanische Bücher bis 1850 im Germanischen Nationalmuseum

Der Bestandskatalog ist einer nach Anzahl und Qualität bedeutenden Teilsammlung der Museumsbibliothek gewidmet, den botanisch-pharmazeutischen Büchern. Ein Gang durch die Geschichte der botanischen Literatur und Buchillustration schildert die Erforschung der Pflanzenwelt von ihren Anfängen in der Antike bis ins 19. Jahrhundert und ihren Niederschlag in teils prachtvoll illustrierten Büchern. Der Katalog der rund 330 Pflanzenbücher aus fünf Jahrhunderten erläutert mit technischen Angaben, kurzen Beiträgen zu Inhalt, Autor und Illustration sowie mit zahlreichen Abbildungen die Besonderheit des jeweiligen Buches. Zahlreiche Querverweise zwischen dem historischen Streifzug und den Einzelbeschreibungen belegen die Reichhaltigkeit der Sammlung. Ein Autorenregister und ein Personenregister erschließen den Band. Das umfangreiche Literaturverzeichnis ermöglicht die weitergehende Beschäftigung mit dem Thema.
Das Buch bringt dem Leser die Grundlagen heutiger Sichtweisen auf die Pflanzenwelt nahe: den Blick der Naturwissenschaft, speziell der Pharmazie, der Landwirtschaft – und der Gartenliebhaber.

Daniel Burger

Die Cadolzburg
Dynastenburg der Hohenzollern und markgräflicher Amtssitz

Die Cadolzburg war ein wichtiges Verwaltungszentrum der Hohenzollern in Franken und zählte bis zu den verheerenden Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg zu den besterhaltenen Burgen Deutschlands. Das Germanische Nationalmuseum (GNM) beteiligte sich an Nutzungsüberlegungen für die Cadolzburg und beauftragte Daniel Burger, ein Konzept für ein dort einzurichtendes Deutsches Burgenmuseum zu erstellen. In diesem Zusammenhang entstand die vorliegende Monographie. Sie umfasst den Forschungsstand, einen historischen Abriss, eine analysierende Baubeschreibung sowie die Stellung der Cadolzburg innerhalb des zollernschen Burgenbaus in Franken. Exkurse gehen auf Steinmetzzeichen, die Befestigung des Marktes Cadolzburg sowie die Folter in der Cadolzburg ein; ein Verzeichnis der Beamten und Inventare der Burg sowie Personen- und Ortsregister beschließen den Band.

Thomas Eser, Dietrich Matthes, G. Ulrich Großmann

Die älteste Taschenuhr der Welt?
Der Henlein-Uhrenstreit

Kulturgeschichtliche Spaziergänge im Germanischen Nationalmuseum, Band 16

Vor 500 Jahren stellte der Nürnberger Schlosser Peter Henlein als einer der ersten kleine, tragbare Uhren her. Schon seine Zeitgenossen priesen Henlein für diese technische Meisterleistung. Doch gibt es überhaupt noch von Henlein hergestellte Uhren? Wenn ja, wie kann man sie identifizieren? Die Diskussion um diese Fragen wird in Sammlerkreisen und unter Museumsfachleuten schon seit Langem geführt, bis hin zu dem Streit, welche Uhr den Titel „Älteste Taschenuhr der Welt“ erhält.
Die ausstellungsbegleitende Publikation, die dieses Mal in der Reihe der Kulturgeschichtlichen Spaziergänge erscheint, ordnet die am GNM jüngst erlangten Forschungsergebnisse zur „Henlein-Uhr“ in einen breiten historischen Kontext ein.

Jutta Zander-Seidel (Hrsg.)

In Mode
Kleider und Bilder aus Renaissance und Frühbarock

Der Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 03.12.2015 - 06.03.2016 stellt die rund 50 Originalkostüme des Museums aus der Zeit von 1560 bis 1650 vor, die in der Sonderausstellung erstmals präsentiert werden, ergänzt um internationale Leihgaben. Gemalte und grafische Porträts der Zeit überliefern ursprüngliche Wirkungen und Trageweisen. Sie inszenierten die Dargestellten und deren Status, während illustrierte Flugblätter modekritische Ansichten verbreiteten. Den Kleideralltag dokumentieren archäologische Funde aus einer Bremer Schneiderwerkstatt des frühen 17. Jh. sowie heute ebenfalls selten erhaltenes Arbeitsgerät und Zunftutensilien. Der „Fokus Restaurierung“ geht anhand ausgewählter Exponate auf die aufwendigen Herstellungs- und konservatorischen Methoden ein. Im Anhang sind zu den textilen Objekten des GNM Materialien und Techniken erfasst. Der Katalog bietet Nahsichten auf Formen, Materialien und Dekore frühneuzeitlicher Kleidung und macht ihre in Vergessenheit geratenen Botschaften für heutige Betrachter wieder lesbar.

Martina Sauer

Faszination - Schrecken
Zur Handlungsrelevanz ästhetischer Erfahrung anhand Anselm Kiefers "Deutschlandbilder"

2. Auflage

Wie nehmen wir Welt wahr, wie Bilder? Auf der Annahme, dass wir Welt wie Bilder zunächst über unsere Empfindungen erschließen, mithin zwischen beidem ein unmittelbarer Zusammenhang besteht, baut das Buch auf. In der Diskussion von Faszination und Schrecken, wie sie die Deutschlandbilder Anselm Kiefers auslösen können, diskutiert die Autorin die Konsequenzen und Schlussfolgerungen daraus für unser kulturelles Selbstverständnis. Für die Forschung neu entwickelt die Autorin darauf aufbauend eine Bild- und Kulturtheorie, die den Sonderstatus der Kunst mit erläutert.

Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Corpus Vitrearum Deutschland (Hrsg.)

Originale Kaltmalerei auf historischen Glasmalereien
Beiträge des Arbeitsgesprächs vom 10./11. März 2016 im Germanischen Nationalmuseum

Das Phänomen der "Kaltmalerei", das heißt der nicht eingebrannten Malerei auf mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Glasgemälden, ist erst in jüngerer Zeit in den Fokus von Glasmalerei-Restaurierung und -Forschung gerückt. Im März 2016 war ein vom Nationalkomitee des Corpus Vitrearum Deutschland gemeinsam mit dem Germanischen Nationalmuseum Nürnberg veranstalteter Workshop allein diesem Themenfeld gewidmet. Die Impuls-Referate und Vorträge liegen jetzt in publizierter Form vor.

Jürgen Stöhr

Das Sehbare und das Unsehbare
Abenteuer der Bildanschauung. Théodore Géricault, Frank Stella, Anselm Kiefer

Die Bildanschauung wird zum unvergleichlichen Abenteuer, wenn Kunstwerke intensiv betrachten werden: Erst dann ist es möglich, tief in ihre Phänomenwelt und in die Eigenwirklichkeit der Malerei einzutauchen. Erst dann aktualisiert sich auch das genuine Wirkungspotential der Bilder. Jürgen Stöhr, Professor für Kunstgeschichte an der Universität Konstanz, lädt ein zu einer rezeptionsästhetisch-phänomenologischen Reise durch großartige Bildlandschaften.

In Théodore Géricaults Floß der Medusa gilt es, das dynamische Seh-Geschehen und die komplexen Gestaltbildungen zu verfolgen, die dem Werk bisher ungesehene Sinndimensionen eröffnen. Mit den Bildreliefs von Frank Stella beginnt die Jagd auf Moby Dick. Alles kreist hier um die Frage: Wie können dessen ungegenständliche Werke Melvilles Roman narrativ folgen, wenn dieser selber schon von der Unmöglichkeit des Erzählens handelt? Die Bildlandschaft, die Anselm Kiefer in seinem Historienbild Varus entfaltet, erfordert ein Eintreten in den Gründungsmythos der Hermannsschlacht. Hier stößt man auf eine detaillierte bildlogisch entfaltete Genealogie patriotisch-vaterländischen Denkens – aber auch auf die Frakturen und Instabilitäten und auf die apokalyptischen Konsequenzen dieses deutschen Ur-Narrativs.

Stets geht es um das, was für das Auge sehbar wird, und um das, was unsehbar bleibt, aber dennoch nicht wegzudenken ist.

Stephanie Armer, Thomas Eser (Hrsg.)

Luther, Kolumbus und die Folgen
Welt im Wandel 1500-1600

Mit den Namen Luther und Kolumbus verbinden sich heute meist Vorstellungen von Aufbruch, Expansion und Glaubensfreiheit. Ausstellung und Katalog fragen anlässlich des 500. Reformationsjubiläums nach den Folgen der Gleichzeitigkeit von Glaubens- und Weltbildwandel im 16. Jahrhundert. Wie konnte eine sich auf die Autorität des Alten berufende Gesellschaft mit dem Veränderungsdruck ihrer Zeit umgehen? Ein 185 Nummern umfassender, reich illustrierter Katalog und sieben wissenschaftliche Beiträge beleuchten eine faszinierende Welt im Wandel, in der Aufbruchs-und Endzeitstimmung gleichermaßen ihren Platz hatten und der Umgang mit Neuem und Fremdem erst erprobt werden musste.

Jutta Zander-Seidel (Hrsg.)

Kleiderwechsel
Frauen-, Männer- und Kinderkleidung des 18. bis 20. Jahrhunderts

Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 1

Die Neukonzeption der Schausammlung »Kleidung des 18. bis 20. Jahrhunderts« konnte 2002 mit einer feierlichen Eröffnung abgeschlossen werden. Die neue Dauerausstellung der Kostümsammlung führt durch 300 Jahre Kleidungskultur. Da sie nicht nur den Wandel der Kleider und Moden zeigt, sondern auch inhaltlich und ausstellungstechnisch auf neuen Grundlagen beruht, trägt sie den Titel »Kleiderwechsel«. Die Kostümsammlung des Germanischen Nationalmuseums gehört zu den ältesten textilen Fachsammlungen. Begleitet wird die Ausstellung vom ersten Band einer Publikationsreihe, mit der das Germanische Nationalmuseum seine neu eingerichteten Schausammlungen erschließt.

Claudia Selheim, G. Ulrich Großmann, Barbara Stambolis (Hrsg.)

Aufbruch der Jugend
Deutsche Jugendbewegung zwischen Selbstbestimmung und Verführung

Begleitband zur Ausstellung im Germanischen Nationalmuseum vom 26.09.2013–19.01.2014.
Jugend stand ganz besonders um 1900 für Aufbruch und Erneuerung, für Zukunft und Visionen. Jugendliche aus bürgerlichen Kreisen begehrten gegen die Elternwelt auf. Viele ihrer Ziele trafen sich mit den Forderungen der Lebensreformbewegung. Junge Leute schlossen sich in Bünden wie dem „Wandervogel“ zusammen. Gemeinsame Unternehmungen stärkten das Gruppengefühl.
Der reich bebilderte Band zeichnet in 35 wissenschaftlich kritischen Essays und einem 280 Nummern umfassenden Objektkatalog die Jugendbewegung von ihren Anfängen über ihre politische Ideologisierung bis hin zum ersten Open-Air-Festival in der BRD auf Schloss Waldeck 1964 nach.

Klaus Dieter Gaus

Friedrich Albert Schmidt, 1846–1916
Landschaftsmaler Weimarer Malerschule – Biographie und Werkverzeichnis

Dritte, vollständig überarbeitete Ausgabe 2018.

Friedrich Albert Schmidt, 1846–1916, zählt zu den Weimarer Malern der ausgehenden Epoche des Realismus im Übergang zum Impressionismus. Prägende Stationen im Leben des Künstlers sind, nach seiner Ausbildung in München, die Lehrjahre bei Eugène Lavieille und dessen Künstlerfreunden in Barbizon sowie die folgenden Jahre bei Arnold Böcklin in Florenz. Diese beiden Meister wirken in Schmidts Bildern der Weimarer Schaffensjahre noch bis weit über die Jahrhundertwende nach. Aus Schmidts Lebensstationen und den ihnen zugeordneten Malperioden zeigt sich die eindrucksvolle künstlerische Vielfalt des Künstlers, die auch in der Wahl der Ausdrucksmittel anschaulich wird. Sie reicht vom großformatigen Ölbild der Ateliersarbeit über Gemälde und Skizzen mittlerer bis kleiner Bildformate aus der Arbeit im Freien bis hin zu Radierungen, Aquarellen und Tuschearbeiten.

„Friedrich Albert Schmidt, 1846–1916: Biographie und Werkverzeichnis“ will der heutigen Generation das Lebenswerk eines künstlerisch und menschlich hoch geschätzten Landschaftsmalers des ausgehenden 19. Jahrhunderts wieder nahebringen. In diesem Sinne konzentriert sich die vorliegende Arbeit darauf, die formativen Stufen des Künstlerlebens und seines künstlerischen Werkes nach Malperioden zu dokumentieren. In der vorliegenden, vollständig überarbeiteten dritten Ausgabe sind die neuesten Erkenntnisse über den Künstler und sein Werk festgehalten.

Thomas Steinruck

Business Artists. Strategische Vermarkter im Kunstbetrieb
Andy Warhol - Damien Hirst - Jeff Koons - Takashi Murakami

Seit wenigen Jahrzehnten hat sich ein neuer Künstlertypus herausgebildet, dessen Existenz als ein weiteres Symptom der aktuellen Ökonomisierung aller Lebensbereiche verstanden werden kann: der Business Artist. Er ist Unternehmer und Manager, Art Director und Designer. Er organisiert die Produktion streng ökonomisch und delegiert die Arbeit an zahlreiche Mitarbeiter. Er ist als globale Marke etabliert und kontrolliert alle strategischen Vermarktungsaktivitäten. Als Kunstmarktstar inszeniert er sein Image und verbindet nicht selten seine  Marke mit den Luxusmarken internationaler Unternehmen.

In der Nachfolge von Andy Warhol sind mit Damien Hirst, Jeff Koons und Takashi Murakami die drei aktuell erfolgreichsten Business Artists ausgewählt, die in den einschlägigen Diskursen diesen Typus gegenwärtig am prominentesten repräsentieren.

Thomas Kirchner, Laurence Bertrand Dorléac, Déborah Laks, Nele Putz (Hrsg.)

Les Arts à Paris après la Libération
Temps et Temporalités

Passages online, Band 2

Der Band wirft neues Licht auf die Pariser Kunstwelt nach dem Zweiten Weltkrieg, ihre Akteure, (inter)nationalen Dimensionen und ästhetischen Spannungsfelder. Er vereint eine Auswahl an Beiträgen des Jahreskongresses 2014/2015 des Deutschen Forums für Kunstgeschichte Paris sowie weitere Forschungsergebnisse dieses Jahres. Neben historiografischen Fragestellungen stellt der Band konkrete Fallbeispiele in den Mittelpunkt, in denen bekannte Protagonisten wie Giacometti, Picasso und Brassaï untersucht werden, aber auch neue Akteure, Institutionen und Medien vorgestellt sowie innovative Perspektiven entwickelt werden. Er leistet so einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Kunst der Nachkriegszeit.

Cet ouvrage porte sur le contexte artistique après la Libération, ses acteurs, ses dimensions (inter)nationales, ses enjeux esthétiques. Il réunit un choix d’interventions du congrès annuel 2014/2015 du Centre allemand d’histoire de l’art Paris ainsi que d’autres contributions liées au sujet de recherche de cette année. A l’intérêt historiographique de cette publication s’ajoute nombre d’études de cas précis, portant sur des protagonistes bien connus tels que Giacometti, Picasso et Brassaï, tout en introduisant d’autres acteurs, des institutions et medias variés ainsi que des perspectives novatrices. L’ouvrage constitue ainsi un apport important à la recherche sur la période de la Libération à Paris.

Janneke Schoene

Beuys’ Hut
Performance und autofiktionale Subjektivität

Die exegetische Rezeption um Joseph Beuys geht davon aus, dass Beuys ein ‚authentischer‘ Künstler ist, dessen Performance sich durch eine besondere Unmittelbarkeit auszeichnet. Die Studie zeigt anhand einer Untersuchung der Tatarenlegende als Erzählung, einiger autobiographischer Schriftstücke, Performances bzw. Medialisierungen und der Beuys-Retrospektive im New Yorker Guggenheim Museum 1979 als Bühne der Künstlerschaft, dass Beuys eine autofiktionale Figur ist, die ihre Künstlichkeit, Konstruiertheit und Fiktionalität selbst ausstellt. So wird ersichtlich, dass die Beuys’sche Inszenierung als ironischer Kommentar des Stellenwerts und der Rolle des Künstlers zu sehen ist, die er zugleich so offensiv einnahm.

Sigrid Ruby

Mit Macht verbunden
Bilder der Favoritin im Frankreich der Renaissance

Die Mätressen der französischen Könige prägen unser Bild vom Leben am frühneuzeitlichen Fürstenhof – ein Leben voll Glamour, Affären und Intrigen, animiert von schönen Frauen, die viel Macht und Einfluss hatten. In dieser kunsthistorischen Studie geht es um die kritische Überprüfung und Präzisierung dieser populären Vorstellung. Untersucht werden medial verschiedene Artefakte aus dem Bereich der Bildkünste, der Architektur und der Literatur, die zur Zeit der französischen Renaissance für die bzw. anlässlich der königlichen Favoritin entstanden und sie als ein besonders facettenreiches Phänomen höfischer Kultur konturieren.

Im Zentrum stehen zwei historische Frauenfiguren, Anne de Pisseleu (1508-1580?) und Diane de Poitiers (1500-1566). Die für sie geschaffenen oder auf sie zu beziehenden Bilder, Architekturen und Schriften evozieren komplexe Rollenentwürfe der Favoritin am Hof der Valois-Könige Franz I. respektive Heinrich II. Diese Entwürfe, die auch von der steten Konkurrenz der Frauen mit den männlichen Günstlingen des Monarchen zeugen, sind weniger als historische Vorstufen oder -bilder des dann unter Ludwig XIV. und im Zeitalter der Absolutismus institutionalisierten Mätressenwesens anzusehen. Vielmehr veranschaulichen sie epochen- und milieuspezifische Möglichkeiten weiblicher Machtkonstitution unter Rückgriff auf die Künste.

Henry Keazor (Hrsg.)

Film - Plakat - Kunst
Dietrich Lehmann und der Heidelberger Filmclub der 50er Jahre

In den 50er Jahren schuf der Medizinstudent Dietrich Lehmann (1929-2014) handgemalte Filmplakate für den studentischen Filmclub Heidelberg, dessen Wirken über Heidelberg hinaus eine beachtliche Strahlkraft in das bundesrepublikanische Nachkriegsdeutschland hatte. Der die gleichnamige Ausstellung des Universitätsmuseums Heidelberg begleitende Katalog ordnet die Plakatschöpfungen Lehmanns innerhalb der Entwicklungsgeschichte des Filmplakats ein und setzt sich in Beiträgen mit der Geschichte des Heidelberger Filmclubs wie der Filmclubs in Deutschland generell auseinander. Darüber hinaus werden Hintergründe zur nationalen und lokalen Kinogeschichte beleuchtet und die Persönlichkeit Dietrich Lehmanns vorgestellt.

Mehr zur Ausstellung, die noch bis zum 15. April 2018 im Universitätsmuseum Heidelberg zu sehen ist, erfahren Sie  hier.

 

Michael Falser, Wilfried Lipp (Hrsg.)

Eine Zukunft für unsere Vergangenheit
Zum 40. Jubiläum des Europäischen Denkmalschutzjahres (1975–2015)

Unter dem Motto Eine Zukunft für unsere Vergangenheit war das Europäische Denkmalschutzjahr von 1975 die bisher bedeutendste und erfolgreichste Kampagne zur Bewahrung und Emporwertung des architektonischen Erbes in Europa. In der Anerkennung der Bedeutung städtebaulicher Ensembles, in der Bedachtnahme auf die Pluralität der Denkmalkategorien, im partiellen Engagement der Bürger und in legalen bzw. administrativen Weichenstellungen fand dieses Jahr nachhaltigen Niederschlag. Programmatik und Ideen von 1975 sind nach wie vor virulent und fordern eine Neuinterpretation unter den Bedingungen der Gegenwart heraus. Zum 40. Jubiläum 2015 stellt diese Publikation mit über 40 internationalen Beiträgen über Europa hinaus die erste umfassende Würdigung der europäischen Kampagne von 1975 dar.

Birgit Franz, Gerhard Vinken (Hrsg.)

Das Digitale und die Denkmalpflege
Bestandserfassung – Denkmalvermittlung – Datenarchivierung – Rekonstruktion verlorener Objekte

Veröffentlichungen des Arbeitskreises Theorie und Lehre der Denkmalpflege e.V., Band 26

Die „digitale Revolution“ ist längst in vollem Gange. Für die Denkmalpflege haben digitale Anwendungen neue Perspektiven geöffnet, etwa in der interaktiven Visualisierung verlorener Zustände, im Monitoring bedrohter Stätten und Artefakte oder in der komplexen Vernetzung heterogener Wissensbestände. Deutlicher werden inzwischen auch Grenzen und ungelöste Probleme im Einsatz digitaler Technologien, etwa was die Nachhaltigkeit der rapide wachsenden Datenmengen betrifft.
Doch haben wir es in Bezug auf die Digitalisierung nicht in erster Linie mit einer nur „technischen“ Neuerung zu tun. So wird das Bemühen um das digitale Erbe, mit dem Auftrag zur Dokumentation, Erforschung und Publizierung von Kulturgütern, nicht nur die Institution Museum transformieren. Zu beobachten ist auch, dass sich mit der neuen Fülle an digital erzeugten Bildern die wissenschaftlichen Standards verändern. Ein weiterer unterschätzter Aspekt der digitalen Revolution ist eine Umschichtung der Aufmerksamkeiten auf dem „Markt“ der Wissenschaften.
Die wohl auffälligste Folge des digitalen Versprechens einer genauen und verlustfreien Reproduktion des Verlorenen ist, dass bei jeder spektakulären Zerstörung von bekannten Monumenten reflexhaft die Forderung nach einer Rekonstruktion aufkommt. Deutlich wird hier, dass dem Digitalen eine innere Affinität zur Rekonstruktion innewohnt, insofern seine Leistungsfähigkeit in der Übersetzung aller Informationen in einen binären Code, in der angeblich verlustfreien Speicherung und Kopie beruht. Im digitalen Zeitalter wird die Unterscheidung von Original und Kopie so an Relevanz verlieren – auch zu dem Preis einer totalen Manipulierbarkeit der Daten, wie der Realität. (Gerhard Vinken)

Marius Lausch

Sprechende Bilder
Architektur, Glasmalerei und Ikonographie der Kathedrale Saint-Étienne in Auxerre

Es brauchte mehrere Generationen, um die Kathedrale Saint-Étienne von Auxerre zu vollenden, und dennoch weist der Bau eine bemerkenswerte Einheitlichkeit auf. Neben der Architektur verdienen vor allem die zahlreichen Bilderzyklen der Glasmalerei und die Skulpturen Beachtung. Diese „sprechenden Bilder“ sind nicht nur dekorative Elemente, sondern integrale Bestandteile der Bischofskirche. Nur im Zusammenspiel aller einzelnen Werke vermittelt die Kathedrale Saint-Étienne einen realistischen Eindruck von der Komplexität mittelalterlicher Sakralbauten und der Religiosität einer urbanen Gesellschaft des 13. Jahrhunderts.

Daniel Hess, Dagmar Hirschfelder (Hrsg.)

Renaissance · Barock · Aufklärung
Kunst und Kultur vom 16. bis zum 18. Jahrhundert

Die Schausammlungen des Germanischen Nationalmuseums, Band 3

Der Band begleitet die im Germanischen Nationalmuseum 2010 neu eröffnete Dauerausstellung zur Kunst und Kulturgeschichte des 16. bis 18. Jh. im deutschen Sprachraum. Die Schausammlung erschließt mit rund 1.000 Exponaten in 33 Räumen zentrale Themen der Frühen Neuzeit, wie Sammeln und Repräsentieren, Antikenrezeption und Naturstudium, die Wechselwirkung von Kunst und Religion oder das sich wandelnde Bild vom Menschen. Zu diesen Leitthemen bietet die Publikation vertiefende Beiträge und einen wissenschaftlichen Katalog aller ausgestellten Objekte. Auf der Basis aktueller Forschung werden Gemälde und Skulpturen, darunter Meisterwerke von Albrecht Dürer, Peter Vischer, Lucas Cranach oder Franz Xaver Messerschmidt, wie auch Glasgemälde, graphische Blätter und illustrierte Bücher, Kunsthandwerk, Textilien, Schmuck, Medaillen, Möbel und Musikinstrumente in ihrem künstlerischen und historischen Kontext verortet. Von den rund 1.000 Exponaten sind in dem attraktiv gestalteten Band rund zwei Drittel in herausragender Qualität farbig abgebildet.

Doris H. Lehmann (Hrsg.)

Vom Streit zum Bild
Bildpolemik und andere Waffen der Künstler

Wie stritten bildende Künstler und wie setzten sie dabei ihre Werke als Waffen ein? Ausgehend von dieser Frage zeigt der Sammelband des DFG-Projekts „Streitstrategien bildender Künstler in der Neuzeit“ exemplarisch, wie Maler, Graphiker und Bildhauer ihre Bilderfindungen im Kontext ihrer Auseinandersetzungen mit anderen Künstlern, Kritikern und Auftraggebern als eigenständiges Medium der Kommunikation, der Selbstpositionierung und -inszenierung einsetzten. Die Beiträge basieren auf den Vorträgen und Diskussionen der vom 4. bis 5. Dezember 2015 an der Universität Bonn veranstalteten internationalen Tagung „Vom Streit zum Bild – Bildpolemik und andere Waffen der Künstler“. Jenseits der bereits intensiv erforschten Aspekte Paragone, Agon, Aemulatio und der Künstler als Verbrecher widmet sich dieser Sammelband damit dem Phänomen des Künstlerstreits unter Berücksichtigung des durch die persönlichen Auseinandersetzungen freigesetzten kreativen Potentials, seiner bildsprachlichen Traditionen und Innovationen. Das behandelte Spektrum von Fallstudien umfasst im Schwerpunkt Beispiele des 16. Jahrhunderts und reicht bis in die Gegenwart.

Elisabeth Tietmeyer (Hrsg.)

Glances into Fugitive Lives

Schriftenreihe des Museums Europäischer Kulturen, Band 19

The starting point of this publication is the presentation daHEIM: Glances into Fugitive Lives realized in Berlin by the Museum Europäischer Kulturen with the artist barbara caveng and the initiative KUNSTASYL in 2016/17. Against the background of the situation of immigrants fleeing to Europe since 2015, it highlights the experiences and dreams of its protagonists from a residential hostel in the Berlin district of Spandau. Biographical examples of people who have migrated within, to and from Europe in the last two centuries are brought into comparison with current fates. This demonstrates that flight is not a new phenomenon, but has always been with us - at various times and in various places. Twelve authors from Europe, North and South America describe individual migration experiences, looking back as far as the 19th century from 2016. Over and beyond this, European migration movements are placed in global contexts, and forms of institutional migration remembrance presented.

2nd edition 2017.

Elisabeth Tietmeyer (Hrsg.)

Einsichten in flüchtige Leben

Schriftenreihe des Museums Europäischer Kulturen, Band 19

Ausgangspunkt der Publikation ist die Präsentation daHEIM: Einsichten in flüchtige Leben, die das Museum Europäischer Kulturen 2016/17 in Zusammenarbeit mit der Künstlerin barbara caveng und der Initiative KUNSTASYL in Berlin realisiert hat. Vor dem Hintergrund der Situation von Zuwander_innen durch Flucht in Europa seit 2015 stellt sie Erfahrungen und Träume der Protagonist_innen aus einem Wohnheim in Berlin-Spandau dar. Mit biografischen Beispielen von Menschen, die in den letzten beiden Jahrhunderten in, nach und aus Europa migriert sind, werden die aktuellen Schicksale verglichen. Dies zeigt, dass Flucht kein neues Phänomen ist; es hat sie immer gegeben - zu unterschiedlichen Zeiten, an unterschiedlichen Orten. Zwölf Autor_innen aus Europa, Nord- und Südamerika beschreiben individuelle Migrationserfahrungen von 2016 rückblickend bis ins 19. Jahrhundert. Darüber hinaus werden europäische Wanderungsbewegungen in globale Zusammenhänge gestellt und Formen der institutionellen Erinnerung an Migration präsentiert.

2. Auflage 2017.