Von analogen und digitalen Zugängen zur Kunst
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Janhsen, Angeli: Alles ist Windhauch, in: Effinger, Maria et al. (Hrsg.): Von analogen und digitalen Zugängen zur Kunst: Festschrift für Hubertus Kohle zum 60. Geburtstag, Heidelberg: arthistoricum.net, 2019. https://doi.org/10.11588/arthistoricum.493.c6583

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Identifikatoren (Buch)
ISBN 978-3-947449-57-6 (PDF)

Veröffentlicht am 07.06.2019.


Janhsen, Angeli

Alles ist Windhauch

Künstlerische Handlungsanweisungen für Bücher: Clegg und Gutman, On Kawara, Sol LeWitt, Marcel Duchamp

Die Handlungen, die Bücher immer fordern, zum Beispiel Nehmen oder Weglegen, Aufschlagen oder Seiten-Betrachten, werden bewusst, wenn Künstler wie Sol LeWitt oder Clegg & Guttman ihre Rezipienten auffordern, mit Büchern wirklich etwas zu tun. Ihre künstlerischen Handlungsanweisungen sind nicht zu verwechseln mit Künstlerbüchern, wo Künstler nicht nur Texte illustrieren, sondern mit den Möglichkeiten, die Bücher bieten, ihre künstlerischen Vorstellungen überhaupt erst entwickeln. – Während Bücher und Bibliotheken heute scheinbar an Bedeutung verlieren, wird das Medium Buch von Künstlern, geradezu umgekehrt proportional, besonders kommentiert. – Die künstlerischen Handlungsanweisungen mit Büchern haben ihren Vorläufer bei Marcel Duchamp, der bei seinem Unhappy Readymade 1917 dazu aufforderte, ein Geometriebuch auf den Balkon zu hängen, so dass der Wind seine Probleme darin finden konnte. Hier ist die Assoziation an das Buch Kohelet richtig – und damit eine Reflexion darüber, was überhaupt getan wird, was wer warum tut, was Bestand hat, was flüchtig ist.

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